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Diverse Geschlechter!

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    Diverse Geschlechter!

    Hallo, ich habe heute in der Straßenbahn gehört, das es Firmen gibt die Leute mit diversen Geschlechtern sucht. Einer hat da gesagt, daß es mittlerweile 8 verschiedene Geschlechter gibt und über 50 sexuelle Orientierungen. Kennt jemand von euch noch ein anderes Geschlecht, außer Mann und Frau? Wenn ihr ein paar sexuelle Orientierungen kennt, könnt ihr es auch gerne sagen.

    #2
    Das mit den 50 sexuellen Orientierungen bezweifle ich. Selbst wenn man z.B. pansexuell von bi abgrenzt, Demi- und Asexualität dazuzählt, reicht das nicht annähernd an 50 - auch wenn man in Betracht zieht, dass es vielleicht noch ein paar mehr gibt.

    Ich weiß, dass es einige Menschen gibt, die sich als nicht-binär identifizieren und es gibt auch ein paar spezielle Bezeichnungen (genderfluid, agender, bigender,...). Wobei ich auch gehört habe, dass viele davon gerne einfach als nicht-binär bezeichnet werden wollen und alles andere eher als Erklärung für Menschen dient, die wissen wollen, wie das bei ihnen ist.
    Ich kann mir ehrlich gesagt außer Agender (dass man weder noch ist) nicht wirklich vorstellen, wie das gehen soll. Genderfluid klingt für mich eher danach, dass man sich noch unsicher ist, was man eigentlich ist, und bei Bigender z.B. weiß ich auch nicht recht. Aber bei Nichtbinärität allgemein kann ich mir sehr gut vorstellen, dass es das gibt.
    Allerdings finde ich es auf Deutsch schwierig im Sprachgebrauch, weil man z.B. kein neutrales Pronomen hat. Auf Englisch kommt man mit they ganz gut weiter, weil man es dort generell auch für Einzahl verwenden kann, wenn das Geschlecht unklar ist (z.B. if someone doesn't tell their name, ask them - ich weiß, einfallsreicher Satz ^^).

    Ich kenne niemanden persönlich, der nicht-binär ist, aber übers Internet. Und ich habe mal unterwegs jemanden mit "non-binary pride"-Buttons/Flagge auf der Tasche gesehen, die Person sah auch äußerlich geschlechtsneutral aus, sodass man das biologische Geschlecht nicht erkennen konnte.

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      #3
      Mir fällt spontan nur nicht-binär ein. Ich habe zwei Menschen in meinem Freundeskreis, welche sich als nicht-binär identifizieren.

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        #4
        Obwohl ich jetzt im 5. Semester eine Studiums bin in dem es zum grossen Teil um Biologie geht, kenne ich erst zwei Geschlechter und in seltenen Fällen was dazwischen. In der Biologie wird es aber nicht als drittes Geschlecht bezeichnet. Die anderen 5 finden offensichtlich im Kopf statt. Ist auch etwas umständlich einen Geschäftsbrief mit 8 Geschlechtern zu schreiben:
        Sehr geherte Damen und Herren, sehr geehrte diverse, andere, indifferente, weiss nicht, weiss noch nicht, weiss nicht mehr, will gar nichts sein...
        Wer bessen davon ist die Menschen zu kategorisieren, der kommt sicher auf locker 50 sexuelle Orientierungen. Und was bringt das? Man kann ja Sex auch in 69 oder 100 Stellungen unterteilen. Dannt hat man in Zukunft auch keinen Sex mehr, sondern dann sagt man "heute hatte ich 85, 13, 3 und zum Schluss noch 17".
        Zuletzt geändert von Natanja; 22.10.2019, 21:39.

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          #5
          Zitat von Natanja Beitrag anzeigen
          "heute hatte ich 85, 13, 3 und zum Schluss noch 17".
          Aber die 13 bitte mit extra Knoblauch und dazu noch ne kleine Fanta ohne Eis.

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            #6
            Zitat von Natanja Beitrag anzeigen
            Ist auch etwas umständlich einen Geschäftsbrief mit 8 Geschlechtern zu schreiben:
            Sehr geherte Damen und Herren, sehr geehrte diverse, andere, indifferente, weiss nicht, weiss noch nicht, weiss nicht mehr, will gar nichts sein...
            Ich hatte erst am Montag das Vergnügen ein Formular 'Gender-Neutral' zu schreiben. Aus "Mitarbeiter(/innen)" wurde "(neu) beschäftigte Person", und aus "Vorgesetzte(/r)" wurde 'zuständige Führungskraft', um nur zwei Beispiele zu nennen.

            Die Anzahl und Variation der geschlechtlichen Einordnung in der Selbstwahrnehmung, genau wie bei der sexuellen Orientierung, ist ja eigentlich nur begrenzt durch die Anzahl an Menschen, die sich bewusst damit auseinandersetzen, wie sie sich selbst einordnen würden.
            Durch jede Antwort entstehen neue Fragen...

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              #7
              Beim Geburtseintrag im Standesamt kann man ja auch ganz auf die Festlegung des Geschlechts verzichten. Früher wurden gerade auf dem Lande häufig Fehler bei der Beurteilung von Neugeborenen gemacht, die dann nie mehr rückgängig zu machen waren. Ansonsten kommt es m.E. auf die persönliche Befindlichkeit an, wie sich jemand definiert. Das kann man nicht allein an den Geschlechtsmerkmalen fest machen.

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                #8
                Zitat von Natanja Beitrag anzeigen
                Obwohl ich jetzt im 5. Semester eine Studiums bin in dem es zum grossen Teil um Biologie geht, kenne ich erst zwei Geschlechter und in seltenen Fällen was dazwischen. In der Biologie wird es aber nicht als drittes Geschlecht bezeichnet. Die anderen 5 finden offensichtlich im Kopf statt.
                Ja, es ist hier auch nicht das biologische ("sex" auf Englisch), sondern psychische Geschlecht (gender) gemeint...

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                  #9
                  Zitat von Emika Beitrag anzeigen
                  Ja, es ist hier auch nicht das biologische ("sex" auf Englisch), sondern psychische Geschlecht (gender) gemeint...
                  Eben. Wenn ein Mann ganz klar als Mann zu erkennen ist, aber er möchte im Pass "Frau" oder eine der anderen 5 Optionen eingetragen habe, heisst das also, dass man einen psychischen (ich sag jetzt bewusst nicht psychische Erkrankung) Zustand in den den Pass einträgt? Dann kann man doch auch noch gleiche alle anderen psychischen anomalien Eintragen? Dann möchte ich aber auch, dass in meinen Pass statt "Augenfarbe: blau", "grün" steht. Weil ich eigentlich lieber in einem Körper mit grünen Augen geboren worden wäre. Oder ich ich behaupte, dass sich blau falsch anfühlt. Dann schreibt man also, abwohl die Augenfarbe nachweislich blau ist, irgend etwas anderes rein? Mit dem gleichen Recht könnte ich mich ja auch als Elefant fühlen? Ich bin dafür, dass man sich lieber um die kümmert und für die eine Lösung findet, die wirklich biologisch dazwischen sind. Bei den anderen wird ja behauptet, dass es sich zu über 90% um ein Aufmerksamkeitssysndrom handelt. Da wäre dann wohl der Psychiater die bessere Anlaufstelle.

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                    #10
                    Zitat von AlanSmithee Beitrag anzeigen

                    Ich hatte erst am Montag das Vergnügen ein Formular 'Gender-Neutral' zu schreiben. Aus "Mitarbeiter(/innen)" wurde "(neu) beschäftigte Person", und aus "Vorgesetzte(/r)" wurde 'zuständige Führungskraft', um nur zwei Beispiele zu nennen.

                    Die Anzahl und Variation der geschlechtlichen Einordnung in der Selbstwahrnehmung, genau wie bei der sexuellen Orientierung, ist ja eigentlich nur begrenzt durch die Anzahl an Menschen, die sich bewusst damit auseinandersetzen, wie sie sich selbst einordnen würden.
                    Ich finde aber was du im ersten Abschnitt schreibst genau richtig und fortschrittlich, heute werden nicht mehr Männer oder Frauen gesucht sondern Menschen. Weil jeder im Prinzip alles werden kann. Mag sein das dass in gewissen Branchen noch nicht angekommen ist aber Fortschritt/ Evolution heisst ja entweder passt du dich an oder stirbst aus.

                    im zweiten Abschnitt, ich denke das ist ein Ausdruck der first World uns geht es so gut, wir haben so keine Probleme die unsere Existenz betreffen, das wir uns selbst neue machen. Es gibt männlich und weiblich und zwar von den komplexesten Lebensformen bis zu jenen die einfach als höhere eingestuft werden. Bei einigen ist es tatsächlich nicht so klar was sie sind weil sie zwischen dem einen und dem andren hin und her switchen können, woran es eben gerade mangelt aber egal wie wir das nun drehen und wenden es gibt nur zwei Geschlechter. Das es neuerdings bei Menschen mehr als 2 geben soll, führe ich wie gesagt auf first world Problems zurück. Wären wir alle 1000 Jahre früher geboren wäre es wahrscheinlich nie ein Thema gewesen.

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                      #11
                      Zitat von Noemi96 Beitrag anzeigen

                      Ich finde aber was du im ersten Abschnitt schreibst genau richtig und fortschrittlich, heute werden nicht mehr Männer oder Frauen gesucht sondern Menschen. Weil jeder im Prinzip alles werden kann. Mag sein das dass in gewissen Branchen noch nicht angekommen ist aber Fortschritt/ Evolution heisst ja entweder passt du dich an oder stirbst aus.

                      im zweiten Abschnitt, ich denke das ist ein Ausdruck der first World uns geht es so gut, wir haben so keine Probleme die unsere Existenz betreffen, das wir uns selbst neue machen. Es gibt männlich und weiblich und zwar von den komplexesten Lebensformen bis zu jenen die einfach als höhere eingestuft werden. Bei einigen ist es tatsächlich nicht so klar was sie sind weil sie zwischen dem einen und dem andren hin und her switchen können, woran es eben gerade mangelt aber egal wie wir das nun drehen und wenden es gibt nur zwei Geschlechter. Das es neuerdings bei Menschen mehr als 2 geben soll, führe ich wie gesagt auf first world Problems zurück. Wären wir alle 1000 Jahre früher geboren wäre es wahrscheinlich nie ein Thema gewesen.
                      Vom Prinzip her finde ich das auf jeden Fall auch gut.
                      Ist halt nur einiges an Aufwand, und auch (weil es z.B. für das 'dritte Geschlecht' noch keine festen Begriffe gibt, und man das ganze dann sehr umständlich formulieren muss) nicht immer ganz einfach.

                      Da muss ich gerade an die Maslowsche Bedürfnishierarchie denken, die wir gerade im Wirtschaftsunterricht behandeln.
                      Jeder Mensch hat Bedürfnisse, aber das Bedürfnis der Selbstverwirklichung (und dazu zähle ich die eigenmächtige Festlegung des eigenen Geschlechts und der eigenen sexuellen Orientierung) ist das letzte, bzw. das höchste welches man 'erreichen' kann.
                      Dadurch ist es in vielen Gegenden der Welt so, dass solche Fragen, wie man sich selbst 'definiert' (zumindest was die Bezeichnung durch andere betrifft), kaum eine Rolle spielen, und nur in den Gesellschaften, in denen die höchste Stufe dieser Hierarchie erreicht wird, wirklich von Bedeutung ist.
                      Durch jede Antwort entstehen neue Fragen...

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                        #12
                        Zitat von Natanja Beitrag anzeigen

                        Eben. Wenn ein Mann ganz klar als Mann zu erkennen ist, aber er möchte im Pass "Frau" oder eine der anderen 5 Optionen eingetragen habe, heisst das also, dass man einen psychischen (ich sag jetzt bewusst nicht psychische Erkrankung) Zustand in den den Pass einträgt? Dann kann man doch auch noch gleiche alle anderen psychischen anomalien Eintragen? Dann möchte ich aber auch, dass in meinen Pass statt "Augenfarbe: blau", "grün" steht. Weil ich eigentlich lieber in einem Körper mit grünen Augen geboren worden wäre. Oder ich ich behaupte, dass sich blau falsch anfühlt. Dann schreibt man also, abwohl die Augenfarbe nachweislich blau ist, irgend etwas anderes rein? Mit dem gleichen Recht könnte ich mich ja auch als Elefant fühlen? Ich bin dafür, dass man sich lieber um die kümmert und für die eine Lösung findet, die wirklich biologisch dazwischen sind. Bei den anderen wird ja behauptet, dass es sich zu über 90% um ein Aufmerksamkeitssysndrom handelt. Da wäre dann wohl der Psychiater die bessere Anlaufstelle.
                        Das Problem ist, dass vor allem in Sprachen, wo es keinen sprachlichen Unterschied zwischen sex und gender gibt, noch viel stärker beides als eine Einheit betrachtet wird. Bei den allermeisten Menschen ist es tatsächlich so, dass ihr Gender mit dem biologischen Geschlecht übereinstimmt - auch wenn sich manche mehr und andere weniger damit identifzieren können.
                        Genau deshalb passiert es dann, dass manche nicht den Unterschied erkennen, ob man psychisch ein anderes Geschlecht hat oder sich als Elefant identifziert...
                        Vielleicht ist dir schon mal aufgefallen, dass im Pass bei der Geschlechteroption auf Englisch "sex" steht - es geht um das biologische. Man trägt also keinen psychischen Zustand in den Pass ein.

                        Wenn jemand wirklich nur wegen der Aufmerksamkeit behauptet, ein anderes Geschlecht zu haben, ist das nochmal ein anderes Kapitel. Aber das ist genau das gleiche Thema, wie wenn jemand nur wegen der Aufmerksamkeit sagt, er sei aus irgendeinem anderen Grund besonders, obwohl dieser Grund nicht stimmt und er das weiß.

                        Natürlich sollte man sich auch um Leute kümmern, die "biologisch dazwischen" sind. Das eine schließt das andere nicht aus.

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                          #13
                          Zitat von Emika Beitrag anzeigen
                          Vielleicht ist dir schon mal aufgefallen, dass im Pass bei der Geschlechteroption auf Englisch "sex" steht - es geht um das biologische. Man trägt also keinen psychischen Zustand in den Pass ein.
                          Genau das meinte ich ja. Ein Mann wird als Mann eingetragen. Und nicht als Frau oder Elefant. Nur weil er meint eine Frau oder ein Elefant zu sein.

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                            #14
                            Im Januar gibts so ein Symposium mit Workshops zum Thema „Mann, Frau, Divers - kontrovers?“ in meiner Stadt Glaub ich werde es echt mal abchecken, dieThemen klingen spannend. Muss ehrlich zugeben, auch wenn ich schon öfter in meinem Umfeld damit konfrontiert wurde, mich bisher nicht wirklich auseinander gesetzt zu habe, da ist sowas ne gute Sache. Es ist ja eindeutig, dass es viele Menschen gibt, die sich nicht richtig in ihrem gebürtigen Geschlecht fühlen, allein schon unter meinen Kommilitonen einige, also wird man im Jon später locker auch damit konfrontiert und sollte ja ne Vertrauensbasis aufbauen können.

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                              #15
                              Zitat von Eudaemonie Beitrag anzeigen
                              meinen Kommilitonen einige
                              Darf ich fragen, was du studierst?

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