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zwischenmenschliche Verantwortung?!

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  • random72
    hat ein Thema erstellt zwischenmenschliche Verantwortung?!.

    zwischenmenschliche Verantwortung?!

    Da jetzt schon oft total verschiedene Meinungen in Threads aufeinander geprallt sind,
    würde ich mal gerne Wissen, wie ihr über das Thema Verantwortung denkt.
    Egal in welcher Beziehung man zu jemandem steht.
    Wie sehr sollte das Verhältnis von Eigenverantwortung und Verantwortung für den Partner mit übernehmen sein? Oder findet ihr es braucht nur eines von beidem?

    Habe mal als Anregung dieses Video hier, da ich stolzer Vertreter des Jahrgang '95, das ähnlich gelernt habe, wie der werte Herr es im Video erklärt und diese Logik für mich bislang im Leben immer funktioniert hat.
    Kann man ja auf andere Lebensbereiche übertragen.

    <br>

    Heutzutage wird ja extrem viel mit Toleranz und Rücksicht auf andere gepredigt, was für meinen Geschmack eben schon zu übertrieben ist und mich würde auch besonders interessieren, wie gerade die jetzige Jugend über das Thema denkt.
    Wie erlebt ihr und geht ihr mit Verantwortung um? Sowohl in Partnerschaften, als auch Freundschaften etc. Was ist eure persönliche Definition davon

  • sanddorn
    antwortet
    Endlich mal ein interessantes Thema.

    Ich trage berufliche Verantwortung für meine Mitarbeiter von der ich mich nicht freikaufen kann. Das ist eine Last, die mich täglich beschäftigt. Ich habe große Bedenken gehabt, den Job zu übernehmen, der für mich eine Riesenverantwortung bringt. Aber mit meiner Tante im Rücken, die mir viel Mut gemacht hat und auf deren Beratung ich immer bauen kann, habe ich dann die Herausforderung angenommen. Meine Tante sagte "der Mensch wächst mit seinen Aufgaben". Recht hat sie. Jetzt nach 3 Jahren fühle ich mich nicht mehr erdrückt, weiß ich doch, dass ich mich auf meine Mitarbeiter verlassen kann und sie für mich durchs Feuer gehen würden. Dass ich eine Frau bin, erleichtert mit die Arbeit, zumindest nach meinem Empfinden. Dass ich die jüngste im Haus bin (aber nicht mehr lange), hat am Anfang einige Kollegen irritiert, aber das hat sich schnell ins Positive gewandelt. Sie haben schnell erkannt, dass ich für sie da bin, genau wie sie für mich.

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  • warheart
    antwortet
    Verantwortung hat jeder in erster Linie für sich selbst. Klar, Kinder kann man davon mal ausnehmen - ich rede jetzt von nem geistig und körperlich vollentwickelten Menschen, der auch gesundlheitlich keine Pflege oder Hilfe benötigt. Denn da kann man eben einfach nicht 100%ig die Verantwortung für sich selbst übernehmen.

    Allerdings steht daneben für mich noch die gefühlte Verantwortung für Menschen die mir sehr wichtig sind. Wenn ne Freundin meiner Ansicht nach sich irgendwie kaputt rackert oder quält fühle ich mich schon verantwortlich, sie zumindest mal darauf hinzuweisen wie ich das empfinde und dass ich mir eben Sorgen mache. Aber es liegt wieder nicht in meiner Verantwortung, dafür zu sorgen dass sie diese Auskunft annimmt, einsieht oder danach handelt. Das wäre dann wieder ihr Part.

    Stehen Leben auf dem Spiel, ist für mich aber klar, dass man handelt. Ich schau niemandem beim Ertrinken oder bei Suiziddrohungen etc zu und denk mir dann "ach der ist erwachsen, der ist für sich selbst verantwortlich".

    Erst handeln, und dann kann man der Person immernoch ne Moralpredigt halten, was sie denn für Mist baut und dass er/sie das selbst besser wissen müsste.

    Finde Verantwortung diffundiert oft unbemerkt. Ist man anfangs noch seines eigenen Glückes Schmied, kommt es immer wieder vor, dass ich beobachte, dass in Beziehungen die so langsam die Routine einholt zunehmends der PArtner für Langeweile und Unzufriedenheit verantwortlich gemacht wird, statt dass man selbst dafür sorgt, glücklich und beschäftigt zu sein.

    Edit: Ärzte und Therapeuten sollten da auch nochmal ne separate Kategorie darstellen. Medizinische Versorgung trägt zwangsläufig Verantwortung.
    Zuletzt geändert von warheart; 24.03.2016, 14:12.

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  • TayTay555
    antwortet
    ich berufe mich ja sehr oft und gerne darauf, dass jeder selbst für alles verantwortlich ist, was in seinem leben passiert, und demnach auch dafür, ob er/sie glücklich ist oder nicht.
    viele menschen sehen sich einfach gerne in der ausweglosen opferrolle und schieben ihre Probleme auf andere.
    das halte ich für völlig unverantwortlich und unreflektiert.
    gerade weil jeder aber (das vermute ich mal allgemein) ein unbeschwertes leben ohne zwischenmenschliche Probleme führen möchte, liegt es im eigenen Interesse, andere menschen zu unterstützen und rücksichtsvoll zu sein -> wie man in den Wald reinruft, kommt es zurück

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  • Baluuuu
    antwortet
    Finde ich gut, dass du einen eigenen Thread aufmachst.

    Ich finde jeder ist in erster Linie für sich selbst verantwortlich. D.h. aber nicht, dass man nur seinen eigenen Vorteil im Auge haben sollte. Für sich selber verantwortlich zu sein, bedeutet auch menschlich, mit Mitgefühl und verantwortungsbewusst gegenüber den Mitmenschen zu handeln. Nicht jeder Mensch ist immer und jederzeit in der Lage gut eigenverantwortlich zu handeln. In dem Fall ist es meiner Meinung nach die Pflicht der Mitmenschen ein Stück weit Verantwortung zu übernehmen. Wenn jeder nur noch auf den eigenen Vorteil aus ist und nur radikal eigenverantwortlich handelt, um alle eigenen Bedürfnisse durchzusetzen und das mit einem " ist doch nicht meine Schuld, wenn der andere für sich nicht gut genug eigenverantwortlich gehandelt hat", landen wir in einer Gesellschaft, die nicht mehr schön ist.

    Genau in dem Punkt unterscheiden wir uns Menschen im übrigen von den Tieren. Wir müssen keinen Trieben und Instinkten folgen.

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