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    #16
    Zitat von Aspartam Beitrag anzeigen
    Ein Vertrauensbruch ist es nur dann, wenn er davon erfährt.
    Und ein Diebstahl ist nur dann ein Diebstahl, wenn man dabei ertappt wird? Oder wie, oder was?

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      #17
      Zitat von Aspartam Beitrag anzeigen
      Ein Vertrauensbruch ist es nur dann, wenn er davon erfährt.
      Na klar, ein Einbruch ist auch nur dann ein Einbruch, wenn der Einbrecher erwischt wird. Wird ein Mörder nicht erwischt, dann ist es kein Mord und der Tote lebt weiter. Merkst du eigentlich, wie du (offenbar aus purer Rechthaberei) die Realtität vollkommen verdrehst?

      Das, was den Vertrauensbruch ausmacht, das ist das Hintergehen selber und nicht das Erwischtwerden. Das Erwischtwerden ist nur ein ungewollter Seiteneffekt.

      Wäre es anders, dann könnte man niemanden fortgesetzt hintergehen, denn der Augenblick des Erwischtwerdens ist im Gegesatz zum Handlung des Hintergehens zeitlich immer sehr begrenzt. Die Sprache ist in dieser Hinsicht recht verräterisch.

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        #18
        Zitat von Aspartam Beitrag anzeigen
        Würde sie hingegen mit ihrem Partner Schluss machen um "das Richtige" zu tun wäre er verletzt und sie ebenfalls ziemlich am Boden. Wie kann es "das Richtige" sein, jemanden zu verletzen, obwohl es absolut vermeidbar ist?
        Und wenn es in 5 oder 10 Jahren rauskommt? Dann trifft es ihn noch härter. Und sie hat ihm die Chance genommen sich in dieser Zeit eine Freundin zu suchen, die ihm treu ist.
        Natürlich kann es auch sein, dass es nie rauskommt und es kann auch sein, dass er ihr wiederholtes Fremdgehen verzeiht, aber davon ausgehen kann man nicht automatisch.

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          #19
          Zitat von Cheekyside Beitrag anzeigen
          gute cheekyside antwort
          Wtf du postest ja noch. Krass gut.

          Prinzipiell kann ich das verstehen, aber dann ist dir die Beziehung nicht (mehr) genug Wert, ansonsten würdest du das nicht langweilig finden. Ich kenne auch welche, die so lange in einer Beziehung sind, dass sie sich eigentlich gar nicht "ausleben". Typabhängig. Aber eine Affäre oder was neues wird auch zu keiner Erfüllung führen.

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            #20
            Zitat von Aspartam Beitrag anzeigen
            Dass der Partner es irgendwann erfährt scheint für dich in Stein gemeißelt zu sein, aber ich frage mich wie du darauf kommst. Viele Affären werden ein Leben lang nicht aufgedeckt. Klar manchmal hat man Pech oder stellt sich ungeschickt an, das ist aber in der Regel schon etwas was man vermeiden kann.
            Was ich hier sehe ist eine mögliche win-win-win-Situation: Momentan ist die TE unglücklich, weil sie ihren Freund eigentlich liebt aber das Sexleben nunmal nicht zufriedenstellend ist. Die Chancen stehen auch ausgezeichnet dass ihr Partner ebenfalls nicht zu 100% glücklich ist, weil ein halbwegs empathischer Mensch schon irgendwie spürt wenn die eigene Freundin unzufrieden ist. Holt sie sich jetzt ihren Spaß woanders ohne es ihm zu sagen ist sie glücklich, der Partner ist glücklich, und der Auserwählte der ihre Affäre sein darf ist ebenfalls glücklich. Ich sehe nicht, was an einer Situation moralisch verwerflich sein soll, die alle Beteiligten glücklich macht.
            Würde sie hingegen mit ihrem Partner Schluss machen um "das Richtige" zu tun wäre er verletzt und sie ebenfalls ziemlich am Boden. Wie kann es "das Richtige" sein, jemanden zu verletzen, obwohl es absolut vermeidbar ist?

            Kaum eine langfristige Beziehung kommt gänzlich ohne kleinere oder größere Geheimnisse aus. Das muss auch nicht zwangsläufig etwas Negatives sein, sondern kann sicherstellen dass keine Langeweile einkehrt.
            Hab lang gewartet bis ich was dazu sag - ist auch komplex

            Also einerseits verstehe ich Aspartam - "was man nicht weiß, macht einen nicht heiß" ist schon auch hier ein funktionierendes Prinzip, das einem selbst einen gewissen Egoismus ermöglicht, ohne dem Partner Schmerzen zuzufügen. Ich muss da an die Szene bei HIMYM denken, in der Robin Kevin beichten will, dass sie fremdgegangen ist, und er ihr den Wind aus den Segeln nimmt "Nur weil etwas gesagt werden muss, heißt das nicht, dass es auch gehört werden muss". So würde ich das prinzipiell auch unterschreiben. Jetzt kommt das ABER. AAAAABER in dem Fall ist es für eine Person offensichtlich irrelevant, was die andere angeblich "verbrochen" hat, weil zwischenmenschlich ja anscheinend alles passt und man dann nicht alles wissen muss. Da hat sich einer schon aktiv dafür entschieden, dass er auch in einer Partnerschaft leben kann und will, die sich nicht immer über Exklusivität definiert.

            Jetzt ist es halt schon so, dass natürlich diverse Dinge NIE rauskommen und man sich den Fakt zu nutzen machen kann - aber ich finde ganz einfach, dass man dem Partner, dem Menschen den man ja vorgibt zu lieben, die Chance nimmt, einen Beziehung zu führen, die ihrem Wertesystem entspricht. Wenn für meinen Partner Treue ganz ganz wichtig ist, wie kann ich dann guten Gewissens diesen Fakt immer wieder missachten und mit Füßen treten, nur weil es "eh nie rauskommt"? Wenn ich die Person doch liebe, möcht ich, dass sie glücklich ist und einen Partner hat, der ihre Werte und Wünsche ernst nimmt, und nicht nur den Schein nach außen hin wahrt. Klar liebt man seinen Partner, möchte ihm/ihr Schmerz ersparen und trotz diversen egoistischen Motiven ja die Beziehung weiterführen und ein Paar sein - aber für mich ist es halt Frage der Fairness, der Person, der offensichtlich zu einer Beziehung manche Maximen viel wichtiger sind als mir, die Möglichkeit zu geben sich von mir und meinem Verhalten zu distanzieren oder nicht. Ich meine mit meiner Handlung zeige ich ja, dass ich die Werte des Partners nicht teile und nur zum Schein erfülle um nicht eine Stütze der Beziehung einzutreten, die es für den anderen braucht um sie aufrecht zu erhalten.

            Kleine Lügen gibt es in Partnerschaften natürlich immer, aber wenn Treue halt wirklich für einen enorm wichtig ist, ihm/ihr Sicherheit und Halt gibt und Grundvoraussetzung für die Beziehung ist, dann sollte man dem Mensch auch die Chance geben, eine Person zu finden, die das aus eigener Überzeugung und mit Sorgfalt zu erfüllen weiß, statt dass ich nur "im Namen der Liebe" so tue als wäre ich etwas, was ich nicht bin. Ich finde, wenn man sich aktiv dazu entscheidet, gegen die Überzeugungen des anderen zu handeln und dies dann zu verbergen, schafft man in der Beziehung ein Machtungleichgewicht. Man selbst nimmt sich raus aus dem Regelwerk, weil man selbst eine Sache als "unwichtig" einstuft, die dem Partner vielleicht wichtig gewesen wäre - und das halt ohne Absprache sondern nach eigenem Gutdünken, dass es ja legitim ist und die Person besser dran ist, wenn man einfach nichts sagt.

            TLDR: schwierig, da ich beide Strategien nachvollziehen kann... wenn klar ist, dass Treue wirklich für eine Person ein Grundpfeiler einer jeden Beziehung ist und bedingungslose Loyalität als Wert hochhält, sollte man sich halt vielleicht überlegen ob man selbst dann wirlich der richtige Partner für diesen Menschen ist, wenn man diesen Pfeiler nur mit Gelogenem aufrecht erhalten kann.

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