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Deutsches Bildungssystem (allgemein)

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    Deutsches Bildungssystem (allgemein)

    Da ja immer öfter OT-Beiträge in einzelnen Threads (z. B. im G8- und im Zentralmatura-Thread) auftauchen, die sich auf das gesamte deutsche Bildungssystem beziehen, hab ich mir gedacht, dass man dazu ja auch einen extra Thread machen könnte

    Also, was für Kritikpunkte gibt es eurer Meinung nach am deutschen Bildungssystem, was könnte man verbessern, was für realisitsche Möglichkeiten gibt es, was für Vorteile hat das deutsche Bildungssystem, ....

    Diskussion eröffnet

    #2
    Vielleicht liegt es an der Stimmung, aber mir fällt zum deutschen Bildungssystem im Moment nur Negatives ein. Zum Beispiel ein neues, "ganz tolles" Konzept soll sein, Kinder von der ersten bis zweiten Klasse so schreiben zu lassen, wie sie sprechen. Nichts mit Grammatik oder Rechtschreibung. Habe mich nicht näher damit befasst und weiß nicht, welchem Sinn das Ganze dient, aber wenn ich ehrlich bin, halte ich das für den allergrößten Mist. Und dann wundern sich wieder alle, dass die jüngeren Generationen nicht einmal mehr richtig Deutsch können. Ich musste damals auch richtig schreiben lernen und geschadet hat es nicht, denke ich.
    Was für mich auch immer furchtbar war: Die Unterschiede in den Lehrplänen der einzelnen Bundesländer und selbst im gleichen Bundesland ähnelt sich der Unterricht kaum. Ich habe umzugsbedingt einige Male die Schule gewechselt und war jedes Mal entsetzt, wie weit die anderen im Stoff schon waren oder auch was ich schon hatte und die anderen noch lange nicht.
    Amen. Das musste jetzt mal raus.

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      #3
      Das deutsche Bildungssystem ist auf gut deutsch gesagt beschiessen.Ich selber bin opfer des G8.In der 7.Klasse z.B kamen sachen dran die eine bekannte von mir im abschlussjahr der realschule hatte.Oder das die grundschulempehlungen abgeschafft wurden (zumindest in BW)ist völliger Schwachsinn.Das führt zu übervollten gymnasien und leeren Hauptschulen was dazu führt das es zu wenig gymnasiallehrer gibt und hauptschullehrer an gymnasien (war bei mir so also unsere mathelehrein in mutterschutz ging).Und dann noch regeln an die sich kein lehrer hält z.B ist es in BW verboten wenn die klasse mittagsschule hat hausaufgaben aufzugeben.Unsere klasse hat 4 mal die woche mittgasschule und kann sich vor hausaufgaben nicht retten(ich sitzte oft bis mitternacht an den hausaufgaben).Und dann behaupten die lehrer immer ganz dreist es wäre eine kleinigkeit aufgewesen.
      Irgenwann wir deutschland an seinem schulsystem kollabierren.

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        #4
        Zitat von lollipoplolita Beitrag anzeigen
        Zum Beispiel ein neues, "ganz tolles" Konzept soll sein, Kinder von der ersten bis zweiten Klasse so schreiben zu lassen, wie sie sprechen.
        Das Konzept ist nicht neu.

        Zitat von lollipoplolita Beitrag anzeigen
        Habe mich nicht näher damit befasst und weiß nicht, welchem Sinn das Ganze dient, aber wenn ich ehrlich bin, halte ich das für den allergrößten Mist.
        Unwissenheit am Besten nicht laut aussprechen, das macht die Argumentation nicht besser.^^

        Zitat von lollipoplolita Beitrag anzeigen
        Ich musste damals auch richtig schreiben lernen und geschadet hat es nicht, denke ich.
        Ich musste damals nach diesem neuen, "ganz tollen" Konzept lernen - geschadet hat es mir nicht.

        Nicht falsch verstehen - an sich teile ich deine Kritik durchaus. Aber so ganz ohne Infos an die Sache ranzugehen, das macht die Sache nicht gut. Die Idee, die dahinter steckt, ist ganz nett: schneller den Kindern den Zugang zum freien Schreiben ermöglichen. Kindern Spaß am Schreiben beibringen. Die geringe Frustrationstoleranz von kleinen Kindern durch ständige Korrektur nicht ausreizen.
        Die Umsetzung bringt halt nichts. Die Kinder aus bildungsnahen Elternhäusern bekommen das Ganze durch die Eltern beigebracht, die Kinder aus bildungsfernen Elternhäusen haben das Nachsehen. Dadurch, dass weniger Wert auf Lesen gelegt wird, können die Kinder sich die richtige Schreibweise durch kein Medium einprägen. Dann bringt Schreiben nach Gehör null.

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          #5
          Über das Konzept vom "Schreiben ohne Regeln" hab ich letztens noch was bei Stern TV gesehen.
          Sehe das ganze aber ähnlich wie creyleen. Die Idee ist nett, aber dadurch, dass ja (angeblich) immer wieder gelesen wird, setzt das Gefühl für die richtige Rechtschreibung doch dann erst recht später/zu spät ein. Und wenn Kinder über mehrere Jahre lang schreiben durften, wie sie wollten, und dann irgendwann plötzlich gesagt bekommen, dass es falsch ist, stell ich mir das eher verwirrend vor. Über Jahre durfte man schreiben wie man will und es war okay, dann plötzlich heißt es "ist schön, dass du das so gemacht hast, aber jetzt musst du dich leider an Regeln halten".
          Und gerade in der Grundschule ist man doch eigentlich ziemlich lernbereit, darum halte ich es auch für besser, direkt das richtige Schreiben beigebracht zu bekommen.

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            #6
            Zitat von Currywurst Beitrag anzeigen
            Das deutsche Bildungssystem ist auf gut deutsch gesagt beschiessen.Ich selber bin opfer des G8.In der 7.Klasse z.B kamen sachen dran die eine bekannte von mir im abschlussjahr der realschule hatte.Oder das die grundschulempehlungen abgeschafft wurden (zumindest in BW)ist völliger Schwachsinn.Das führt zu übervollten gymnasien und leeren Hauptschulen was dazu führt das es zu wenig gymnasiallehrer gibt und hauptschullehrer an gymnasien (war bei mir so also unsere mathelehrein in mutterschutz ging).Und dann noch regeln an die sich kein lehrer hält z.B ist es in BW verboten wenn die klasse mittagsschule hat hausaufgaben aufzugeben.Unsere klasse hat 4 mal die woche mittgasschule und kann sich vor hausaufgaben nicht retten(ich sitzte oft bis mitternacht an den hausaufgaben).Und dann behaupten die lehrer immer ganz dreist es wäre eine kleinigkeit aufgewesen.
            Irgenwann wir deutschland an seinem schulsystem kollabierren.
            Könnte auch daran liegen, dass der Stoff bei euch eben durch G8 etwas früher durchgenommen wurde; bei deiner Bekannten auf der Realschule aber vielleicht zusätzlich auch noch zu spät behandelt wurde. Außerdem ist Gymnasium eben keine Realschule.
            Das mit den Empfehlungen: Man muss sich aber doch ohnehin nicht an die Empfehlungen halten. Ich kenne einige, die "nur" Empfehlungen für Realschulen hatten, aber trotzdem auf's Gymnasium geschickt wurden. Ich denke nicht, dass allein die Abschaffung der Empfehlungen für das Aussterben der Hauptschulen verantwortlich ist. Da spielen noch ganz andere Faktoren eine Rolle.
            Brauchen bei euch alle so lang für die Hausaufgaben? Ich will dir jetzt nichts unterstellen; aber auch bei uns gab es Leute, die für eine Hausaufgabe 15 Minuten gebraucht haben, während andere daran über eine Stunde saßen.

            edit: Ich will dadurch übrigens weder G8 gutheißen noch dich als dumm darstellen, sondern nur klarmachen, dass es eben immer zwei Seiten gibt.

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              #7
              Viel zu viel Reproduktion (etwas auswendig lernen ohne etwas zu verstehen, in der Klausur wieder ausspucken und dann vergessen), zu wenig Translation (eine logische Struktur in eine andere überzuführen und gelerntes Wissen anwenden) und viel zu wenig Transformation (wissenschaftlich arbeiten und sich selbstständig analytische Zusammenhänge erarbeiten).

              Reproduktion begünstigt dumme Auswendiglerner sehr und benachteiligt faule Intelligente ungemein.

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                #8
                Zitat von ThomasK Beitrag anzeigen
                Viel zu viel Reproduktion (etwas auswendig lernen ohne etwas zu verstehen, in der Klausur wieder ausspucken und dann vergessen), zu wenig Translation (eine logische Struktur in eine andere überzuführen und gelerntes Wissen anwenden) und viel zu wenig Transformation (wissenschaftlich arbeiten und sich selbstständig analytische Zusammenhänge erarbeiten).

                Reproduktion begünstigt dumme Auswendiglerner sehr und benachteiligt faule Intelligente ungemein.
                Was genau stellst du dir denn unter "wissenschaftlich arbeiten und sich selbstständig analytische Zusammenhänge erarbeiten" vor, bzw. wie soll das in den jeweiligen Fächern konkret denn aussehen?

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                  #9
                  Zitat von hate_everyone Beitrag anzeigen
                  Was genau stellst du dir denn unter "wissenschaftlich arbeiten und sich selbstständig analytische Zusammenhänge erarbeiten" vor, bzw. wie soll das in den jeweiligen Fächern konkret denn aussehen?

                  Ein Beispiel: In der Mittelstufe lernen Generationen von Schülern die Lösungsformel für die quadratische Gleichung ax2 + bx + c = 0 mit x1/2 = (-b+-(b2-4ac)0,5)/(2a)

                  In der Klausur wird dann gefragt, was die Lösung von der Gleichung x2 - x + 1 = 0 ist.

                  Das ist nichts anderes als Reproduktion.

                  Translation wäre z.B. wenn man fragen würde, welche Zahl genau 1 größer ist als ihr Kehrwert.

                  Translation wäre auch, wenn man z.B. danach fragen würde, welche prozentuale Breite die beiden gleich breiten sich senkrecht schneidenden gelben Balken bezüglich der Flaggenlänge und Flaggenbreite im blauen Feld der schwedischen Nationalfalgge haben müssen, damit die gelbe Fläche genauso groß ist wie die blaue Fläche.

                  Transformation wäre z.B. indem man die Aufgabe stellen würde, die Lösungsformel für die quadratische Gleichung herzuleiten.
                  Zuletzt geändert von ThomasK; 01.12.2013, 01:20.

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                    #10
                    Zitat von creyleen Beitrag anzeigen
                    Das Konzept ist nicht neu.

                    Unwissenheit am Besten nicht laut aussprechen, das macht die Argumentation nicht besser.^^

                    Ich musste damals nach diesem neuen, "ganz tollen" Konzept lernen - geschadet hat es mir nicht.

                    Nicht falsch verstehen - an sich teile ich deine Kritik durchaus. Aber so ganz ohne Infos an die Sache ranzugehen, das macht die Sache nicht gut. Die Idee, die dahinter steckt, ist ganz nett: schneller den Kindern den Zugang zum freien Schreiben ermöglichen. Kindern Spaß am Schreiben beibringen. Die geringe Frustrationstoleranz von kleinen Kindern durch ständige Korrektur nicht ausreizen.
                    Die Umsetzung bringt halt nichts. Die Kinder aus bildungsnahen Elternhäusern bekommen das Ganze durch die Eltern beigebracht, die Kinder aus bildungsfernen Elternhäusen haben das Nachsehen. Dadurch, dass weniger Wert auf Lesen gelegt wird, können die Kinder sich die richtige Schreibweise durch kein Medium einprägen. Dann bringt Schreiben nach Gehör null.
                    Nun ja, zumindest sollte es in Sachsen (und ich glaube auch in Thüringen) neu eingeführt werden und deshalb habe ich dann auch erstmalig davon gehört.
                    Ich kann mir nur, um ehrlich zu sein, nicht vorstellen wie beispielsweise ein Kind, das wie du schon sagtest, aus einem bildungsfernen Elternhaus stammt, von dieser Methode profitieren soll. Selbst in Familien, in denen Bildung groß geschrieben wird, gibt es doch einfach auch Kinder, die sprachlich nicht begabt sind, dafür aber mit Sicherheit andere Stärken haben. Die werden dann, trotz Hilfe der Eltern, immer Probleme mit Deutsch haben, oder nicht?
                    Ich wollte auch niemanden angreifen, der nach diesem Konzept gelernt hat, um Gottes Willen. (Und meine Kritik war gestern allgemein ziemlich unproduktiv ) Mir geht es nur darum, andere Meinungen zu hören und meinen Wissenstand zu erweitern. ^^

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                      #11
                      Das Konzept, bei dem Schüler durch Hören schreiben wurde ca. 2 Jahre nachdem ich in die Grundschule kam eingeführt und heute regen sich unsere Lehrer über die schreckliche Rechtschreibung der Stufen unter uns auf und auch die Lehrer an der Schule, an der ich mein Praktikum in der 1. Klasse gemacht habe fanden das total bescheuert, weil man sich Dinge, die man sich mal früh eingeprägt hat nur schwer wieder ab-/umgewöhnen kann. Ich habe mal in der 7. Klasse in Französisch "parce que" (weil) falsch gelernt mit einem Bindestrich und schreibe es heute noch in jeder Arbeit falsch.
                      Generell denke ich, dass man ein einheitliches Schulsystem einführen sollte, nicht 16 verschiedene und dass man weniger auf Gruppenarbeit setzten sollte.

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                        #12
                        Zitat von ThomasK Beitrag anzeigen
                        Ein Beispiel: In der Mittelstufe lernen Generationen von Schülern die Lösungsformel für die quadratische Gleichung ax2 + bx + c = 0 mit x1/2 = (-b+-(b2-4ac)0,5)/(2a)

                        In der Klausur wird dann gefragt, was die Lösung von der Gleichung x2 - x + 1 = 0 ist.

                        Das ist nichts anderes als Reproduktion.

                        Translation wäre z.B. wenn man fragen würde, welche Zahl genau 1 größer ist als ihr Kehrwert.

                        Translation wäre auch, wenn man z.B. danach fragen würde, welche prozentuale Breite die beiden gleich breiten sich senkrecht schneidenden gelben Balken bezüglich der Flaggenlänge und Flaggenbreite im blauen Feld der schwedischen Nationalfalgge haben müssen, damit die gelbe Fläche genauso groß ist wie die blaue Fläche.

                        Transformation wäre z.B. indem man die Aufgabe stellen würde, die Lösungsformel für die quadratische Gleichung herzuleiten.
                        Wir haben in der Schule in Mathe zu den meisten Formeln auch die Herleitung gemacht. Also nicht selbst, aber unsere Lehrerin hat sie an der Tafel vorgemacht und erklärt, woher diese kommt und wir haben das Wichtigste dazu auch aufgeschrieben. In dem Fall wäre das auch wieder nur auswendig lernen, wenn danach gefragt werden würde.
                        Ich denke, bei solchen Dingen würden einfach viele Schüler auf der Strecke bleiben. Nicht mal, weil ein Großteil mathematisch nicht begabt ist, sondern auch, weil das was mit Interesse zu tun hat.
                        Zitat von marah Beitrag anzeigen
                        Generell denke ich, dass man ein einheitliches Schulsystem einführen sollte, nicht 16 verschiedene und dass man weniger auf Gruppenarbeit setzten sollte.
                        Jep, seh ich ähnlich. Und nicht mal innerhalb der Länder ist alles vergleichbar :-D
                        Gruppenarbeit ist an sich eine nette Idee, aber scheitert auch oft an der Umsetzung. Kommen in eine Gruppe nur Leute aus dem gleichen Level, haben einige Gruppen hervorragende Ergebnisse, andere schlechte oder überhapt keine. Wird die Gruppe gemixt, dann macht oft einer bzw. wenige die Arbeit allein, während der Rest (oft gewollt) außen vor bleibt.

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                          #13
                          Zitat von ThomasK Beitrag anzeigen
                          Translation wäre z.B. wenn man fragen würde, welche Zahl genau 1 größer ist als ihr Kehrwert.
                          Ich weiß es, ich weiß es! *schnips*

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                            #14
                            Zitat von creyleen Beitrag anzeigen
                            Nicht falsch verstehen - an sich teile ich deine Kritik durchaus. Aber so ganz ohne Infos an die Sache ranzugehen, das macht die Sache nicht gut. Die Idee, die dahinter steckt, ist ganz nett: schneller den Kindern den Zugang zum freien Schreiben ermöglichen. Kindern Spaß am Schreiben beibringen. Die geringe Frustrationstoleranz von kleinen Kindern durch ständige Korrektur nicht ausreizen.
                            Die Umsetzung bringt halt nichts. Die Kinder aus bildungsnahen Elternhäusern bekommen das Ganze durch die Eltern beigebracht, die Kinder aus bildungsfernen Elternhäusen haben das Nachsehen. Dadurch, dass weniger Wert auf Lesen gelegt wird, können die Kinder sich die richtige Schreibweise durch kein Medium einprägen. Dann bringt Schreiben nach Gehör null.
                            Ja, wie du sagst, trotzdem dumm. Es ist schon länger erwiesen, dass man sich Wörter als "Bilder" merkt, daher gab es zumindest bei mir dazu auch genug Übungen.
                            Was kommt dabei raus? Man prägt sich nach dem Hör-Konzept die Bilder falsch ein, Fehler sind vorprogrammiert.

                            Das schlimmere ist nur, dass viele Schulen es immer noch nicht einsehen wollen, dass das in die Hose ging. Pädagogische Fehler können mal passieren, aber man sollte doch daraus lernen. Ich habe allgemein das Gefühl, dass in Sachen Bildung alle möglichen Institutionen ziemlich lernresistent sind...

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                              #15
                              Zitat von lollipoplolita Beitrag anzeigen
                              Nun ja, zumindest sollte es in Sachsen (und ich glaube auch in Thüringen) neu eingeführt werden und deshalb habe ich dann auch erstmalig davon gehört.
                              Ich kann mir nur, um ehrlich zu sein, nicht vorstellen wie beispielsweise ein Kind, das wie du schon sagtest, aus einem bildungsfernen Elternhaus stammt, von dieser Methode profitieren soll. Selbst in Familien, in denen Bildung groß geschrieben wird, gibt es doch einfach auch Kinder, die sprachlich nicht begabt sind, dafür aber mit Sicherheit andere Stärken haben. Die werden dann, trotz Hilfe der Eltern, immer Probleme mit Deutsch haben, oder nicht?
                              Ich wollte auch niemanden angreifen, der nach diesem Konzept gelernt hat, um Gottes Willen. (Und meine Kritik war gestern allgemein ziemlich unproduktiv ) Mir geht es nur darum, andere Meinungen zu hören und meinen Wissenstand zu erweitern. ^^
                              Gerade die Hilfe der Eltern führt aber auch manchmal dazu, dass die Sache in die Hose geht.
                              Mal völlig ungeachtet dessen, ob das System grundsätzlich funktionieren könnte oder auch nicht, muss man sich doch nur mal die Situation eines Kindes anschauen, dessen Eltern das Konzept kritisieren:

                              Die Kinder lernen in der Schule, dass sie schreiben sollen, was sie hören. Die Kinder tun das, schreiben zum Beispiel - wie Kinder das so tun - einen ersten Brief an ihre Eltern und die Eltern schlagen die Hände überm Kopf zusammen über die Rechtschreibung. Das Kind war vorher mega stolz, dass es schon was schreiben kann und hinterher gefrustet, weil der ein oder andere Elterntyp erstmal anfängt zu erklären, was alles falsch ist. Dann sitzt das Kind wieder in der Schule und hat im Hinterkopf, dass aber Mama/Papa dies und das gesagt hat und kommt vorne und hinten nicht mehr klar.
                              Und ich glaube dieser Faktor ist nicht mal unerheblich. Ich hab mir persönlich keine Meinung zu dem Thema gebildet, weil ich einfach auch keine Zeit/Lust hatte, mich da länger einzulesen und habe lediglich die Situation bei dem Kind von Freunden mitbekommen, dass am Ende überhaupt keine Lust mehr hatte, Zuhause zu schreiben, weil es von den Eltern kritisiert wurde oder weil es gemerkt hat, dass die Eltern das nicht so toll fanden.
                              Ich glaube einfach, dass jedes Konzept - und das Konzept hat ja irgendwo eine Grundlage, sonst wäre es nicht eingeführt worden - nur funktionieren kann, wenn an einem Strang gezogen wird. Als das Schreiben "klassisch" beigebracht wurde, haben es alle getan, weil das einfach so gängig war. Seitdem es die neue Variante gibt, ziehen nicht mehr alle an einem Strang und es ist zum Scheitern verurteilt.

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