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Bedingungsloses Grundeinkommen

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    Bedingungsloses Grundeinkommen

    Jeden Monat Geld, ohne was dafür zu tun, ohne Anträge und Prüfungen, für alle, egal ob arm oder reich. Und das nicht nur das "Existenzminimum", sondern so, dass ein "würdiges" Leben möglich ist, also auch Geld übrig ist für Kulturveranstaltungen oder Hobbies. Für Deutschland schätzt man einen sinnvollen Betrag auf ca. 1300 €.

    Klar, klingt erstmal wie ne teure Angelegenheit. Andererseits hätte man dafür massive Einsparungen in anderen Bereichen...besonders natürlich im Bereich der ALG-Verwaltung und Jobvermittlung, aber auch beispielsweise bei der Rente.
    Schätzungen gehen davon aus, dass die Mehrkosten überschaubar wären.

    Was würdet ihr machen, wenn ihr regelmäßig Geld bekommt? Trotzdem arbeiten, Vollzeit oder Teilzeit, vielleicht euch weniger Stress bei der Arbeit machen? Euren Job ganz hinschmeißen und einfach chillen, reisen oder Hobbies nachgehen? Ein Studium oder eine Ausbildung machen, die sonst aus finanziellen Gründen vielleicht nicht in Frage kommen würde? Einen Job machen, der euch erfüllt, aber eigentlich nicht genug zum Leben abwirft? Selbstständigkeit?

    Fändet ihr es fair, weil damit jeder gleiche Chancen hat...oder zumindest die Chance auf ein würdiges und selbstbestimmtes Leben? Oder unfair, weil das ausgenutzt werden kann und weil die einen einzahlen, andere kassieren? Würde es euer Leben besser machen...oder vielleicht sogar schlechter? Würdet ihr euch weniger Mühe geben?

    Die Diskussion ist natürlich sehr komplex und es hängen noch viel mehr Punkte dran...iÍch finde, auch sehr interessant im Hinblick darauf, was einem eigentlich im Leben wichtig ist, wenn man sich um Geld keine Sorgen mehr machen muss
    I am not crazy. My reality is just different than yours

    #2
    Ich denke, irgendwann wird es dazu kommen.
    Klar ist es eine tolle Sache.
    Dann kann man einfach nur das machen, was einem wichtig ist.

    Ich glaube nicht, dass die Leute dann nur verreisen würden und nur an ihren Spaß denken würden.
    Auf die Dauer kann nur Spaß auch langweilig werden.
    Aber man kann eben nur das machen, wozu man Lust hat. Anderen Leuten helfen, die Hilfe brauchen oder mit anderen gemeinsam an Projekten arbeiten.
    Es gibt so viel Gutes, was man machen kann!

    Ich glaube auch, die Menschen würden dann viel netter sein, hilfsbereit, freundlich. Denn ein großer Teil des Stresses, den viele heute haben, entsteht aus Angst um die Zukunft, Konkurrenz, Überlebenskampf.

    Wenn das alles entfällt, kann man sich von seiner guten Seite zeigen, man ist dann gutmütig, entspannt und zufrieden.

    Ich denke, viele würden trotzdem noch weiter arbeiten. Wahrscheinlich sogar die meisten. Denn mit der Arbeit wird man ja aufstocken können. Aber man wird dann nicht mehr 38 Stunden arbeiten sondern vielleicht nur 20. Und zwei Monate Jahresurlaub!

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      #3
      Ich hab die Diskussion dazu oft mitbekommen, aber nie so aktiv gefolgt.
      Hab dazu dann ne Frage, wie wird in dem System sichergestellt, dass nicht jeder einfach die Preise von allem anpasst und man im Endeffekt wieder bei der gleichen Situation ist wie jetzt?
      Nett und nahbar.

      Pronomendetektiv und Menstruationsexperte.

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        #4
        Zitat von SMD Beitrag anzeigen
        Hab dazu dann ne Frage, wie wird in dem System sichergestellt, dass nicht jeder einfach die Preise von allem anpasst und man im Endeffekt wieder bei der gleichen Situation ist wie jetzt?
        Das BGE könnte z.B. einfach an nen Index gekoppelt werden, d.h. bei Preiserhöhung von bestimmten Waren geht auch das BGE entsprechend nach oben (ist z.B. hier in Luxemburg bei Gehältern eh der Fall => Indexlohn).

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          #5
          ich würde einfach mal gern anmerken, dass ich den generellen betrag schwachsinn finde. abgesehen davon, dass ich aktuell auch "nur" 1200 euro netto habe und davon bestens leben kann, sollte der betrag sich auch nach den regionalen lebenshaltungskosten richten. miete macht einfach n großen teil der kosten aus, und bei der miete gibt es so riesen unterschiede. kenne leute, die in münchen 700 euro für n 14 qm wg zimmer zahlen müssen, während ich im ruhrgebiet oder im osten (abgesehen von den großstädten) von weniger geld ne 2,5 zimmer wohnung bekomme.
          ich muss manchmal auch ganz ehrlich sagen, dass ich nicht glaube, dass hartz4 so unfassbar wenig geld zum leben ist. natürlich lässt sich davon nichts sparen, und natürlich hat man ein problem, wenn mal was an großgeräten kaputt gehen sollte. aber leben kann man von dem betrag (als erwachsener single) in meinen augen auf jeden fall. ist halt alles eine frage des lebensstils.

          zu den fragen: ich denke ich würde dennoch arbeiten gehen, weil ich erstens gern mehr geld zur verfügung hätte und weil ich zweitens einfach kaputt gehen würde, wenn ich keinen geregelten tagesablauf hätte. natürlich würde ich mehr zeit in hobbies investieren, aber damit kann und will ich nicht mein ganzes leben verbringen. arbeite sowieso im sozialen bereich und finde das auch gut, weil man auch ein bisschen was an die gesellschaft zurück geben kann. glaube auch die gefahr ist, dass man sich sehr schnell abkapseln und in ner 'filterblase' befinden kann, wenn man nur noch zeit mit freunden und hobbies verbringt, weil häufig dann nur die selben interessen und grundeinstellungen vorhanden sind.

          denke auch dass die löhne einfach anständig angepasst werden müssten und man durch die arbeit halt einfach entsprechend mehr geld dazu verdienen kann.
          smd's süßer und beliebter gender swap account

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            #6
            Hat wahrscheinlich so wie alles seine Vor- und Nachteile. Einer der Vorteile wäre mehr "Gerechtigkeit", aber das Leben ist nunmal nicht gerecht oder fair. Habe aber zu wenig Ahnung, um da ein objektives und (halbwegs) kompetentes Urteil zu abzugeben.

            Was die persönlichen Fragen angeht: Ich würde bestimmt auch noch arbeiten, aus dem gleichen Grund wie pumpkin. Aber die Frage wäre, als was. Wenn es nicht um Geld oder sonstwas ginge, wäre ich wahrscheinlich Künstlerin. Das wäre Variante "Innere Erfüllung, aber finanziell absolut schwach und unsicher". Mein Leben würde so ein BGE höchstwahrscheinlich besser machen, weniger Mühe geben würde ich mir trotzdem nicht. Ich hätte Zeit für meine Gesundheit und könnte mich mal mit mehr Herz in das Projekt hineinknien, psychisch gesünder zu werden. Joa. Vollständig ist diese Antwort ganz sicher nicht.

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              #7
              Ich sehe das eher skeptisch..
              Wie viele (unbeliebte) Jobs blieben unbesetzt wenn die Leute auch so ihr Geld bekommen? Ob das in der Pflege ist.. der Metzger von nebenan.. viele Branchen haben jetzt schon Schwierigkeiten überhaupt Personal oder Azubis zu finden!
              Wenn Millionen Menschen ihre Jobs hinwerfen, bzw. sehr viel weniger arbeiten oder nur noch Ausschau nach „spaßigen“ Jobs halten, bricht ein Großteil der Wirtschaft zusammen? Und von was wird dann das BGE finanziert?

              Wer nicht arbeitet zahlt auch nichts in die Kassen ein.. Wo also soll das Geld herkommen?

              Die meisten Leute arbeiten doch des Geldes wegen und nicht weil ihnen das übermäßig Spaß macht!?
              Und ob jeder seine freie Zeit nutzt um sinnvolle Dinge zu machen oder doch eher zuhause verrottet wie aktuell ist die Frage! Also klar wird es einige geben die weiterhin arbeiten wollen um das zu verhindern, aber ich schätze ein sehr großer Teil wird das als Chance sehen sich auf die faule Haut zu legen oder nur noch 2-3 Tage zu arbeiten..
              Es gab Umfragen, nachdem wohl jede dritte Aushilfskraft ihren Job aufgeben bzw. stark reduzieren würde!

              Mit den Milliarden Schulden die wir durch Corona aktuell einfahren und wie die Wirtschaft in die Knie geht, wird sich das Thema vermutlich eh die nächsten Jahre erledigt haben!

              Kann jeder Mal ausrechnen, was das Deutschland jährlich kostet! Das gibt der Haushalt niemals her.. Auch wenn sich dadurch an anderen Stellen kosten einsparen lassen.

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                #8
                Ich hoffe so sehr auf ein bedingungsloses Grundeinkommen, wie auf nichts anderes!

                Gottverdammt wäre das geil!

                Ich würde meinen Bürojob schmeißen und 1-2 Teilzeitjobs annehmen, die ich gerne mal probieren würde, mir aber auf die Dauer (40 Stunden / Woche) zu anstrengend wären (zum Beispiel Kellnern!!) außerdem habe ich dann kein Problem mehr damit, dass mein Freund keinen Job hat, ich bin nicht neidisch und ihm geht's nicht mies deswegen, weil es einfach niemanden mehr zu jucken hat.

                Mal ehrlich, würde jetzt ne gute Fee zu mir kommen, das wäre mein erster Wunsch.

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                  #9
                  Zitat von Max_Power Beitrag anzeigen
                  Ich sehe das eher skeptisch..
                  Wie viele (unbeliebte) Jobs blieben unbesetzt wenn die Leute auch so ihr Geld bekommen? Ob das in der Pflege ist.. der Metzger von nebenan.. viele Branchen haben jetzt schon Schwierigkeiten überhaupt Personal oder Azubis zu finden!
                  Ich kenne sehr viele Menschen, die sehr gerne in der Pflege arbeiten und in anderen Berufen. Das werden die Menschen auch mit einem BGE weiter tun, alleine schon weil sie dadurch nochmehr Geld in der Tasche haben. Einen Mindestlohn wäre nicht mehr von Nöten, weil jeder Unternehmer schon von sich aus einen guten Lohn zahlen würde. Schon weil es keiner mehr nötig hätte, für einen Hungerlohn zu arbeiten. Der BGE würde den Menschen ein Stück ihrer Würde zurückgeben.

                  Zitat von Max_Power Beitrag anzeigen
                  Kann jeder Mal ausrechnen, was das Deutschland jährlich kostet! Das gibt der Haushalt niemals her.. Auch wenn sich dadurch an anderen Stellen kosten einsparen lassen.
                  Die Kosten würden sich auf ca. 83 Milliarden Euro pro Monat belaufen. Das hört sich erstmal viel an. Aber wenn man die monatlichen Kosten für AlG 1 und AlG 2, inklussive Verwaltung und Kindergeld abzieht, wäre es durchaus finanzierbar.

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                    #10
                    Zitat von Maikigay Beitrag anzeigen

                    Ich kenne sehr viele Menschen, die sehr gerne in der Pflege arbeiten und in anderen Berufen. Das werden die Menschen auch mit einem BGE weiter tun, alleine schon weil sie dadurch nochmehr Geld in der Tasche haben. Einen Mindestlohn wäre nicht mehr von Nöten, weil jeder Unternehmer schon von sich aus einen guten Lohn zahlen würde. Schon weil es keiner mehr nötig hätte, für einen Hungerlohn zu arbeiten. Der BGE würde den Menschen ein Stück ihrer Würde zurückgeben.

                    Die Kosten würden sich auf ca. 83 Milliarden Euro pro Monat belaufen. Das hört sich erstmal viel an. Aber wenn man die monatlichen Kosten für AlG 1 und AlG 2, inklussive Verwaltung und Kindergeld abzieht, wäre es durchaus finanzierbar.
                    Klar wird es sehr viele Menschen geben, die nach wie vor arbeiten gehen wollen! Man muss nur eben berücksichtigen, dass das Risiko besteht deutlich mehr Arbeitslose zu bekommen wie zuvor und einige Firmen werden schließen müssen, weil ihnen die Mitarbeiter weglaufen um sich z.B. was neues, weniger stressiger zu suchen oder sich einfach mal n Jahr Auszeit gönnen! Selbständig wäre ich ungern in dem Szenario, wenn man auf Personal angewiesen ist..
                    In vielen Haushalten gehen beide Partner arbeiten, weil das Geld sonst zu knapp ist! Kann mir gut vorstellen dass sich das dadurch wieder ändert! Ist für einen selbst natürlich sehr viel geiler und bietet Vorteile aber die Firmen werden es schätze ich gut zu spüren bekommen.
                    Viele AN werden auf 450€ umsteigen und zahlen ja dann keine Steuern mehr.

                    Ich persönlich würde also nicht mit dem Budget kalkulieren, das dem Staat derzeit zur Verfügung steht. Lass mal jede 20 Arbeitskraft wegfallen und schon hast Probleme mit der geplanten Finanzierung.

                    Aber gut ich bin da kein Experte und hab mich ehrlich gesagt auch noch null mit dem Thema beschäftigt ; )

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                      #11
                      Max_Power du darfst nicht vergessen, dass geschlossene Firmen dann auch niemanden mehr jucken, da dadurch keine Existenz mehr bedroht ist.

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                        #12
                        Zitat von CaseusCattus Beitrag anzeigen
                        Ich hoffe so sehr auf ein bedingungsloses Grundeinkommen, wie auf nichts anderes!

                        Gottverdammt wäre das geil!

                        Ich würde meinen Bürojob schmeißen und 1-2 Teilzeitjobs annehmen, die ich gerne mal probieren würde, mir aber auf die Dauer (40 Stunden / Woche) zu anstrengend wären (zum Beispiel Kellnern!!) außerdem habe ich dann kein Problem mehr damit, dass mein Freund keinen Job hat, ich bin nicht neidisch und ihm geht's nicht mies deswegen, weil es einfach niemanden mehr zu jucken hat.

                        Mal ehrlich, würde jetzt ne gute Fee zu mir kommen, das wäre mein erster Wunsch.
                        Zumindest müsste ich dann meinen Freunden nicht mehr finanziell unter die Arme greifen, wenn das Arbeitsamt sie mal wieder schickaniert.

                        Ich sehe ja an meinem Umfeld, das viele psychisch Kranke Opfer des Systems werden.
                        Sie sind eigentlich erwerbsunfähig, haben dafür aber die falschen Ärzte oder keinen richtigen Nachweis.
                        Werden dannn unter Druck gesetzt etliche Bewerbungen an Zeitarbeitsfirmen zu schreiben
                        bei denen sie dem Druck eh nicht gewachsen sind und kassieren dann Sanktionen bzw. Kürzungen
                        Was depressive Symptome noch verschlimmert etc.

                        Durch das BE würden sie erst mal aus dem Teufelskreis raus kommen und könnten mehr für sich tun.


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                          #13
                          Zitat von Max_Power Beitrag anzeigen
                          Aber gut ich bin da kein Experte und hab mich ehrlich gesagt auch noch null mit dem Thema beschäftigt ; )
                          Ich bin auch kein Experte und hab nie die Zahlen komplett durchgerechnet, aber soweit ich weiß gibt es durchaus Berechnungen, dass es funktionieren könnte. Kann mir auch vorstellen, dass es u.a. auch dadurch funktioniert, dass die Leute im Durchschnitt mehr Geld zur Verfügung haben, dadurch mehr konsumieren und damit auch wieder die Wirtschaft besser läuft und dadurch aus dieser Richtung mehr Steuern fließen.

                          Zitat von Max_Power Beitrag anzeigen
                          ch sehe das eher skeptisch..
                          Wie viele (unbeliebte) Jobs blieben unbesetzt wenn die Leute auch so ihr Geld bekommen? Ob das in der Pflege ist.. der Metzger von nebenan.. viele Branchen haben jetzt schon Schwierigkeiten überhaupt Personal oder Azubis zu finden!
                          Wenn Millionen Menschen ihre Jobs hinwerfen, bzw. sehr viel weniger arbeiten oder nur noch Ausschau nach „spaßigen“ Jobs halten, bricht ein Großteil der Wirtschaft zusammen?
                          Gerade sowas wie Pflege ist eigentlich nicht mal wegen dem Job an sich unbeliebt, sondern wegen der Arbeitsbedingungen. Viele würden den Job gerne machen, tun es aber nicht, weil sie mit dem Gehalt oder den Arbeitsbedingungen nicht klar kommen. Vielleicht wäre das auch mal ein Anreiz für Arbeitgeber für bessere Arbeitsbedingungen zu sorgen. Natürlich kann man den Schichtdienst in der Pflege nicht abschaffen, aber vielleicht wird der Job dann auch wieder attraktiver für junge Arbeitskräfte, die da zeitlich noch flexibler sind.
                          Wenn man den Gedanken mal weiterspinnt, könnte man z.B. annehmen, dass sich mehr Leute häusliche Pflege leisten können bzw. schon sehr viel früher Unterstützung holen und dadurch sehr viel Prävention geleistet werden kann. Dadurch wäre man möglicherweise in der Lage, Krankenhausaufenthalte zu verhindern, weil Unfälle verhindert werden oder man kann viel länger zu Hause leben, weil man sich eine Haushaltshilfe leisten kann und muss nicht direkt ins Heim.
                          Solange man keinen Pflegegrad hat (und die Pflegekassen tun alles, um das zu verhindern bzw. den Grad möglichst niedrig zu halten) hat man keinen Anspruch auf Unterstützung, z.B. jemanden, der ab und an mal zum Putzen vorbei kommt oder einmal am Tag ne warme Mahlzeit kocht. Also klettert Omi einmal in der Woche auf die Schränke um sauber zu machen und hantiert mit dem Ofen, obwohl kaum noch die Knöpfe sehen...und zack, gestürzt oder an der Suppe verbrannt, Krankenhaus, Reha und oft kommt man in so einem Alter dann gar nicht mehr auf die Beine und muss dann ins Heim. Eine Haushaltshilfe auf eigene Kosten kann sich von seiner Rente doch kaum jemand leisten.

                          Vielleicht ist es auch ein Anreiz, endlich mal wieder innovativ zu werden. Sind wir ehrlich, wir ruhen uns nach wie vor auf unseren technischen "Errungenschaften" aus während wir von anderen Nationen überholt werden...Ideen für die Müllentsorgung liefert z.B. Helsinki
                          https://www.faz.net/aktuell/technik-...-12881818.html

                          Aber du hast schon recht. Es würde nicht alle unsere Probleme lösen...viele...aber dafür würde es wohl andere schaffen. Fakt ist aber auch, dass vieles halt einfach in der Verwaltung versumpft. Tausende von Euros gehen dafür drauf, einem HartzIV-Empfänger nochmal 10€ im Monat zu kürzen, weil er die tausendste sinnlose Schulungsmaßnahme verpasst hat.

                          Möglicherweise wäre es auch ein Ansatz, nicht direkt einen doch ordentlichen Batzen Geld "zu verschenken", sondern es zwar einzuführen, aber so niedrig, dass schon noch ein Anreiz zum Arbeiten da ist, also tatsächlich sozusagen der HartzIV-Grundsatz, aber eben ohne größere Bedürfnisprüfung, dafür darf man halt großzügig dazuverdienen.

                          Im übrigen gab es Befragungen dazu, wie man sich selbst verhalten würde und was man von den anderen erwarten würde...sehr deutsch haben sehr viele geantwortet, dass sie selbstverständlich weiterhin zur Arbeit gehen würden, aber natürlich dachten sie, ihr Nachbar, die faule Sau, würde natürlich keinen Finger mehr krum machen

                          Zitat von Alice Beitrag anzeigen
                          Ich sehe ja an meinem Umfeld, das viele psychisch Kranke Opfer des Systems werden.
                          Nicht nur psychisch...allgemein fällt man sehr schnell durchs Raser, sobald man schwer erkrankt. Immer noch viel zu wenige haben eine Berufsunfähigkeitsversicherung und noch weniger ne vernünftige. Und ja, besonders bei psychischen Erkrankungen ist es natürlich nochmal schwerer, das zu diagnostizieren und dadurch eine Berufsunfähigkeit festzustellen. Noch dazu fördert ein kapitalistisches System psychische Erkrankungen.

                          Die Frage ist, wie viele das tatsächlich nutzen würden und ob es nicht auch viele gäbe, die sich darauf "ausruhen" würden. So, wie es Sozialhilfeempfänger gibt, die sagen "warum arbeiten, wenn der Staat zahlt" gibts sicher auch (psychisch) Kranke, die das als Ausrede nutzen (und ich möchte mich da selbst nichtmal ausnehmen, ich hab auch Situationen, wo ich manchmal meine Krankheiten vorschiebe, wenn ich z.B. keine Lust zum weggehen hab)

                          Zitat von pumpkinspicedlatte Beitrag anzeigen
                          ch würde einfach mal gern anmerken, dass ich den generellen betrag schwachsinn finde. abgesehen davon, dass ich aktuell auch "nur" 1200 euro netto habe und davon bestens leben kann, sollte der betrag sich auch nach den regionalen lebenshaltungskosten richten.
                          Was vielleicht dazu führen könnte, das Land als Lebensraum wieder attraktiver zu machen. Würde man das beispielsweise an der Miete orientieren, würden wahrscheinlich noch mehr Leute in die eh schon überfüllten Städte ziehen und auf dem Land.
                          Und ich denke, mit 1200 Euro sollte auch in der Stadt ein vernünftiges Leben ermöglichen. Es geht ja auch nicht darum, davon in Luxus leben zu können.

                          Allerdings würden wohl definitiv die Mieten dann ordentlich anziehen. Interessant wäre, ob sich das irgendwann mäßigen würde, wenn die Mieten pauschal höher ausfallen würden.
                          I am not crazy. My reality is just different than yours

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                            #14
                            Zitat von Max_Power Beitrag anzeigen
                            Mit den Milliarden Schulden die wir durch Corona aktuell einfahren und wie die Wirtschaft in die Knie geht, wird sich das Thema vermutlich eh die nächsten Jahre erledigt haben!
                            Möglierweise wären wir durch ein BGE viel glimpflicher durch diese Krise gekommen. Momentan werden mit etlichen Milliarden Unternehmen am Leben gehalten, um damit Arbeitsplätze zu retten und nur ein Bruchteil dieser Milliarden sind wahrscheinlich Gehaltskosten. Da es durch ein BGE wahrscheinlich viel weniger drauf ankäme, einzelne Arbeitsplätze zu erhalten, wären die Subventionen (oder eher Geschenke) wahrscheinlich wesentlich geringer ausgefallen. Selbst Einzelunternehmer wären viel weiger gefährdet, da zumindest der Lebensunterhalt gesichert wäre. Mieten und Kredite könnte man wahrscheinlich großzügiger aussetzen oder stunden...immerhin wäre dann auch der Vermieter nicht ganz akut von der Pleite bedroht.

                            In Spanien gab es kürzlich Pläne, ein Grundeinkommen einzuführen. Das wäre allerdings sehr knapp bemessen, 1100 Euro für eine 4-köpfige Familie. Pro Jahr rechnet man da mit Ausgaben von 3,5 Milliarden. Als "Corona-Hilfe" wurden Maßnahmen in Höhe von 200 Milliarden angekündigt. Sicher wären die durch ein Grundeinkkommen nicht bei Null, aber selbst wenn sie nur halb so hoch ausgefallen wären, wäre schon ne Menge gewonnen
                            I am not crazy. My reality is just different than yours

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                              #15
                              Zitat von Scarecrow Beitrag anzeigen
                              Was vielleicht dazu führen könnte, das Land als Lebensraum wieder attraktiver zu machen. Würde man das beispielsweise an der Miete orientieren, würden wahrscheinlich noch mehr Leute in die eh schon überfüllten Städte ziehen und auf dem Land.
                              Und ich denke, mit 1200 Euro sollte auch in der Stadt ein vernünftiges Leben ermöglichen. Es geht ja auch nicht darum, davon in Luxus leben zu können.

                              Allerdings würden wohl definitiv die Mieten dann ordentlich anziehen. Interessant wäre, ob sich das irgendwann mäßigen würde, wenn die Mieten pauschal höher ausfallen würden.
                              also ich kann jetzt nur von mir sprechen, aber für mich wäre das landleben nichts. generell nicht, weil ich das nicht möchte (und was vielleicht noch mein 'privates' problem wäre, ich hab schließlich kein recht darauf, in der stadt zu leben - obwohl ich es nicht okay finde, wenn ich aufgrund meiner finanziellen lage woanders hinziehen müsste und von meinem sozialen umfeld getrennt werde, aber das ist eine andere geschichte und würde den thread sprengen....würde dann aber auch dazu führen, dass nur noch leute, die zusätzlich arbeiten gehen, in den städten leben könnten, während dann alle, die nur vom bge leben würden, aufs land ziehen müssten, shoutout an segregation sag ich nur), aber auch, weil ich weiter arbeiten möchte. und mein arbeitsplatz wird sich sehr wahrscheinlich eher in der stadt als auf dem land befinden. und mehr als eine stunde zeit bin ich nicht bereit, in den weg zur arbeit zu investieren, unabhängig davon, ob ich teil- oder vollzeit arbeite und unabhängig von meinem möglichen verdienst.

                              und ich denke, dass man in münchen oder hamburg kaum von 1200 euro leben kann, außer man zieht in eine wg oder hat einen besser verdienenden partner oder bekommt weitere unterstützung. wenn die miete einfach an die 1000 euro ausmacht, kannst du nicht vernünftig leben.
                              smd's süßer und beliebter gender swap account

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