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Ich weiß nicht was ich werden soll

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    Ich weiß nicht was ich werden soll

    Hey,
    ich bin 18 Jahre alt und habe dieses Jahr mein Abi gemacht, sogar recht gut mit 1,6.
    Ich gehe bald für ein halbes Jahr nach Australien und möchte dann ab Herbst 2019 studieren, leider weiß ich nur nicht was.
    Alle fragen mich was ich später mal werden möchte und ich weiß nie was ich sagen soll außer dass ich weiß was ich auf alle fälle nicht machen möchte: Arzt, Erzieher, Sozialpädagoge, etc.
    Ich habe mich eine Zeit sehr für Psychologie interessiert nur kann ich es mir nicht vorstellen eine Praxis aufzumachen und mir die Probleme anderer menschen durchgängig anzuhören. Als Coach oder 'Human Resource Manager' kann ich mir das ganze schon besser vorstellen, nur habe ich angst dass mir das alles zu monoton wird. Ich bin an sich eine sehr kreative Person, liebe alles was damit zu tun hat. Ich spiele Klavier, Habe schon ganz ausgefallene aufwendige Geschenke gebastelt/bearbeitet/hergestellt und kann super mit make up arbeiten, viele Fragen mich auch häufig nach Tipps und geben mir Komplimente. Wenn mich jemand nach meinem Hobby fragt kann ich daher gar nicht so ganz genau antworten.
    Mein Freund sagt mir immer ich solle irgendwas mit Make Up machen da mir das soooo gut liegt, und ich doch mein Hobby zum Beruf machen könnte. Da weiß ich wiederum nicht ob mir dieser Job nicht zu unsicher ist, wenn ihr wisst was ich meine.
    Andererseits gefällt mir auch Architektur bzw. eher Innenarchitektur sehr gut, da kann ich nur leider nicht sagen was ich dafür studieren müsste. Ich möchte in Hamburg studieren und dort gibt es auf Architektur in den letzten Jahren ca. 1000 Bewerber auf 90 Plätze.
    Ich weiß dass mein Abi gut war und dass 2 Wartesemester das ganze noch mal "anheben", aber ich kann mich einfach nicht so recht entscheiden.
    Mein derzeitiger (offizieller) Plan ist es erstmal BWL in HH zu machen.

    Kann mir jemand von euch einen Rat geben wie man zu sich selbst findet und wie man diese lebenswichtige Frage am besten beantworten könnte.
    Vielen dank im voraus!

    #2
    Als ich damals davor war mein abi zu haben und mich begonnen habe um solche fragen zu kümmern habe ich verschiedene online tests zu machen nur um einfach mal ideen zu bekommen, habe sachen gegoogelt im hinblick auf welche jobs zukunftspotential hatten und habe angefangen zu tagen der offenen tür usw zu gehen oder andere jobs/aktivitäten auszuprobieren.
    Ansonsten war genau das mein problem weshalb ich nicht nach australien gehen wollte weil ich nicht das gefühl hatte, dass es mir bei meiner auswahl hilft und den bewerbungsprozess eher noch komplizierter macht.

    Man muss halt finden was einen spaß macht aber was trotzdem zukunft hat, aber im grunde kann man das studium zur not auch wieder abbrechen wenn es doch nicht passt.

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      #3
      Mach doch einfach mal ein paar Praktiker in unterschiedlichen Bereichen und schau die unterschiedlichen Berufe mal an. Und muss es unbedingt ein Studium sein oder würdest du auch eine Ausbildung machen?

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        #4
        Warst du schon mal auf einer Berufsberatung bei der Agentur für Arbeit?

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          #5
          Zitat von youknow3 Beitrag anzeigen
          Mein derzeitiger (offizieller) Plan ist es erstmal BWL in HH zu machen.
          Zu Deiner Orientierungslosigkeit möchte ich jetzt nichts sagen, das überlasse ich anderen.
          Ich möchte mich nur zu BWL kurz äußern. Das Fach ist ziemlich überlaufen von Leuten, die nicht so richtig wissen, was sie wollen. Auch wenn einige jetzt das Gegenteil behaupten, so kann ich aus meiner Sicht und Kenntnis nur sagen, dass die Berufsaussichten nicht ermutigend sind. Aus beruflichen Gründen habe ich Kontakt zu vielen Unternehmen und ich stelle fest, dass in zunehmenden Maße auf den Sesseln der Sachbearbeiter (Auftragsabwicklung, Buchhaltung, Einkauf/Verkauf) die früher Industrie- oder auch Bürokaufleute eingenommen haben, sich BWL-er breitmachen. Ich sage mal pauschal, dass man nicht Abitur gemacht hat, um so eine Tätigkeit auszuüben, die man auch mit einem Real-Schul-Abschluss erreichen kann.

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            #6
            Zitat von Xyzpeter Beitrag anzeigen
            Warst du schon mal auf einer Berufsberatung bei der Agentur für Arbeit?
            Ja, nur haben die mir nur ein paar internetseiten gegeben auf denn ich solche berufswahltests machen kann.. nicht wirklich hilfreich, über meine Vorstellungen wurde zB überhaupt nicht gesprochen

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              #7
              Ja, verstehe. Es kommt halt immer auf die Mitarbeiter an, an die du gerade gerätst. Wenn die nicht richtig engagiert sind, wird das nichts. Finde ich schade!

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                #8
                ....aber schau doch hier mal rein, falls du es noch nicht kennst.
                https://karrierebibel.de/berufswahl/

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                  #9
                  www.was-studiere-ich.de ?
                  War bei meiner alten Hochschule Pflicht, so einen Test zu machen - mir hat er keine neuen Erkenntnisse gebracht, weil ich schon vorher wusste was ich machen will ^^ aber vielleicht hilft er dir ja.

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                    #10
                    Zitat von youknow3 Beitrag anzeigen
                    Ja, nur haben die [Agentur für Arbeit] mir nur ein paar internetseiten gegeben auf denn ich solche berufswahltests machen kann.. nicht wirklich hilfreich, über meine Vorstellungen wurde zB überhaupt nicht gesprochen
                    Deine Klage über die Tätigkeit der Agentur für Arbeit scheint mir symptomatisch. Sowohl was die Beratung als auch die Vermittlung betrifft.
                    Aus meinem beruflichen Alltag kann ich da zahllose Beispiele aus der Sicht eines Arbeitgebers geben. Manchmal habe ich den Eindruck, dass die Agentur für Arbeit einen Teil ihrer Mitarbeiter aus ihren nichtvermittelbaren Kunden bezieht.


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                      #11
                      Zitat von sanddorn Beitrag anzeigen
                      Manchmal habe ich den Eindruck, dass die Agentur für Arbeit einen Teil ihrer Mitarbeiter aus ihren nichtvermittelbaren Kunden bezieht.
                      Nicht nur ein Eindruck, eine zeitlang haben sie dies ganz offiziell getan. Besonders praktisch, um ihre Kundschaft zu disziplinieren, denn wer selber lange genug arbeitslos war und eine Heidenangst davor hat, es wieder zu werden, der spielt bei solch einem System oft recht willig mit.

                      Keine Ahnung, ob es heute auch noch so ist. Ein weiteres Problem der Agentur ist, dass qualifiziertes Personal weit unterproportinal zu deren Kundschaft zählt. Übrig bleiben diejenigen, welche man aus Altergründen nich haben möchte, die in aussterbenden Berufen tätig waren oder diejenigen ohne grundsätzlichen Qualifikationen.

                      Wer jung und in der Lage ist, sich hinreichend zu qualifizieren, der sollte den Kontakt zu dieser Einrichtung eher meiden.
                      In der Sonne der untergehenden Kultur werfen selbst Zwerge lange Schatten - Karl Kraus

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                        #12
                        Wenn du die freie Wahl hättest, also unabhängig davon, was sich finanziell am besten lohnt, am meisten Sicherheit oder Perspektive bietet, Zulassungsvoraussetzungen, Studienort usw...hast du dann denn eine Idee, was du machen würdest? Diese Gedanken kannst du ja mal abwägen gegen deine Anforderungen die du gestellt hast...wäre es beim ein oder anderen Punkt nicht eine Möglichkeit das "aufzugeben", z.B. der Punkt Studienort?
                        Wenn du schon halbwegs konkrete Ideen hast, wie das mit der (Innen)Architektur kannst du auch mal zur Studienberatung der Hochschule gehen und dich da beraten lassen, welche Alternativen es gibt, evtl. mit niedrigeren Voraussetzungen, manchmal überschneiden sich die Fächer auch teilweise, dass man sich die Klausuren bei einem Wechsel anrechnen lassen kann.

                        Außerdem kannst du dir ja mal ein paar grundsätzliche Gedanken machen: Muss es denn ein Studium sein, kommt eine Ausbildung auch in Frage? Möchtest du als Angestellter arbeiten oder ist Selbstständigkeit eine Option? Reicht dir eine "einfache" Anstellung oder möchtest du lieber Karriere machen, Führungsposition?
                        Büro? Labor? draußen? eher körperliche Arbeit, eher Kopf?
                        Welche Rolle spielt Geld?
                        Das war z.B. mein Problem damals...ich hab mich nur darauf fokussiert, ein passendes Studienfach zu finden, ohne mir konkret Gedanken zu machen, welchen Job danach macht bzw. machen kann und ob mir das liegt. Heute würde ich mich wahrscheinlich wegen manchen Punkten eher gegen ein Studium entscheiden. damals hab ich mir vor allem um das Fach Gedanken gemacht.

                        Schlimmstenfalls fängst du eben was an, stellst fest, es passt nicht und kannst dann immer noch wechseln, das tun viele. Wichtig ist dann, dass du die richtigen Lehren daraus ziehst und das positiv für dich nutzt
                        I'd rather be a forest than a street

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                          #13
                          Zitat von youknow3 Beitrag anzeigen
                          Hey,
                          ich bin 18 Jahre alt und habe dieses Jahr mein Abi gemacht, sogar recht gut mit 1,6.
                          Ich gehe bald für ein halbes Jahr nach Australien und möchte dann ab Herbst 2019 studieren, leider weiß ich nur nicht was.
                          Alle fragen mich was ich später mal werden möchte und ich weiß nie was ich sagen soll außer dass ich weiß was ich auf alle fälle nicht machen möchte: Arzt, Erzieher, Sozialpädagoge, etc.
                          Ich habe mich eine Zeit sehr für Psychologie interessiert nur kann ich es mir nicht vorstellen eine Praxis aufzumachen und mir die Probleme anderer menschen durchgängig anzuhören. Als Coach oder 'Human Resource Manager' kann ich mir das ganze schon besser vorstellen, nur habe ich angst dass mir das alles zu monoton wird. Ich bin an sich eine sehr kreative Person, liebe alles was damit zu tun hat. Ich spiele Klavier, Habe schon ganz ausgefallene aufwendige Geschenke gebastelt/bearbeitet/hergestellt und kann super mit make up arbeiten, viele Fragen mich auch häufig nach Tipps und geben mir Komplimente. Wenn mich jemand nach meinem Hobby fragt kann ich daher gar nicht so ganz genau antworten.
                          Mein Freund sagt mir immer ich solle irgendwas mit Make Up machen da mir das soooo gut liegt, und ich doch mein Hobby zum Beruf machen könnte. Da weiß ich wiederum nicht ob mir dieser Job nicht zu unsicher ist, wenn ihr wisst was ich meine.
                          Andererseits gefällt mir auch Architektur bzw. eher Innenarchitektur sehr gut, da kann ich nur leider nicht sagen was ich dafür studieren müsste. Ich möchte in Hamburg studieren und dort gibt es auf Architektur in den letzten Jahren ca. 1000 Bewerber auf 90 Plätze.
                          Ich weiß dass mein Abi gut war und dass 2 Wartesemester das ganze noch mal "anheben", aber ich kann mich einfach nicht so recht entscheiden.
                          Mein derzeitiger (offizieller) Plan ist es erstmal BWL in HH zu machen.

                          Kann mir jemand von euch einen Rat geben wie man zu sich selbst findet und wie man diese lebenswichtige Frage am besten beantworten könnte.
                          Vielen dank im voraus!
                          Du sprichst mir quasi aus der Seele...
                          I rule the ruins. With Passion and pain…

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                            #14
                            Hat sich im Zuge des Jahreswechsels deine Meinung zum BWL-Studium geändert oder bleibst du dabei?
                            Ich war auch lange ziellos, dadurch war ich auch unausgeglichen und unzufrieden mit mir selbst. Ich wusste nur, ich möchte einen Beruf ausüben, der mich jeden Tag aufs Neue fordert und man sich immer wieder auf neue Situationen einstellen muss. Ich mag nicht den gleichen Trott jeden Tag. Nach dem Abi wusste ich erstmal überhaupt nicht wohin mit mir und habe daher ein Jahr als Kellnerin in dem Restaurant meiner Eltern gearbeitet. Irgendwann habe ich dann eine Ausbildung als Kosmetikerin angefangen (weil eine Freundin auch eine begonnen hat, blöd ich weiß...) aber gemerkt, dass es doch nicht so meins ist. Nach einem Jahr habe ich abgebrochen und habe dann ein Praktikum in einem Behindertenheim gemacht. Hier ist mir bewusst geworden, dass ich eher Menschen helfen möchte, die Beeinträchtigungen haben und es daher im Alltag schwerer haben. Ich habe dann zwischen Physiotherapie und Logopädie geschwankt und mich doch letztlich für eine Logopädie-Ausbildung entschieden. Hier ist meine Schule, die ich nun schon seit zwei Jahren besuche: https://www.blindow.de/logopaedie-ausbildung
                            Wie du siehst, habe ich meinen Traumjob eher über einen Umweg gefunden. Manchmal muss man erst andere Dinge sehen und ausprobieren um zu wissen was man wirklich möchte. So ging es mir zumindest.

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