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Sammelbeitrag Essstörungen - N°8

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    Zitat von pumpkinspicedlatte Beitrag anzeigen
    ich sage ja auch nicht, dass es bei jedem menschen gefährlich oder eine essstörung sein muss. nur, dass ich es nicht normal finde. wir leben in ner gesellschaft, in der es eben nicht normal ist, zunehmen zu wollen oder zufrieden mit seinem körper zu sein. in der es nicht normal ist, zu essen bis man satt ist oder worauf man hunger hat.
    ich hab ne freundin, die weint, weil sie kein brot essen kann, weil sie so große angst davor hat. mir wurde von ner fünftklässlerin n schokoriegel angeboten, den ihre eltern ihr in die schule mitgegeben haben und den sie nicht essen wollte, weil sie angst davor hat, dick zu werden. das kommt dann eben dabei raus, wenn man ständig von den falschen einflüssen und teilweise bagatellisierungen umgeben ist.
    Ja weil es halt ein brisantes Thema ist, was Medien, Marketing, die Brigitte Zeitung und Wissenschaftler und einfach alles ausnutzen. Jeder kann zu und abnehmen, jeder muss essen. Das heißt, dass sich jeder eine Meinung dazu bilden kann und man einfach von Informationen und Meinungen überflutet wird. Ist halt in gewisser Weise ein Wertewandel. Unsere Großeltern mussten hungern und unsere Eltern also meine zumindest hatten in der Jugend auch nicht so viele Einflüsse durch Medien und es gab in der DDR auch nicht so eine Reizüberflutung an Produkten zum Essen. Klar es gab auch immer übergewichtige und alles und Gymnastik im Fernsehen und alles, aber die Ernährung war nie das Thema Nummer eins. Heute ist es aber häufig schon so. Wir haben einfach die Wahl und wollen immer Leistungsfähiger sein, was aber auch Unsicherheit mit sich bringt. Schwups die Wups wird man mit dem Thema konfrontiert und kann da halt schnell rein rutschen und nur schwer wieder raus kommen.

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      Zitat von pumpkinspicedlatte Beitrag anzeigen
      ich sage ja auch nicht, dass es bei jedem menschen gefährlich oder eine essstörung sein muss. nur, dass ich es nicht normal finde. wir leben in ner gesellschaft, in der es eben nicht normal ist, zunehmen zu wollen oder zufrieden mit seinem körper zu sein. in der es nicht normal ist, zu essen bis man satt ist oder worauf man hunger hat.
      ich hab ne freundin, die weint, weil sie kein brot essen kann, weil sie so große angst davor hat. mir wurde von ner fünftklässlerin n schokoriegel angeboten, den ihre eltern ihr in die schule mitgegeben haben und den sie nicht essen wollte, weil sie angst davor hat, dick zu werden. das kommt dann eben dabei raus, wenn man ständig von den falschen einflüssen und teilweise bagatellisierungen umgeben ist.
      Aber gerade das ist doch schade, vielmehr noch: Einfach traurig. Also davon abgesehen, dass in meinem Umfeld eher die Zufriedenheit als die Unzufriedenheit normal ist... Aber das, was du sagst, muss eben geändert werden und weil man da nicht einfach ganz oben anfangen kann, wo Konzerne und Medien die Macht haben, sollte man das bei sich selbst. Nur da hat man es zuverlässig in der Hand und hey, wenn man dafür Hilfe braucht, ist das absolut in Ordnung! Könnte jetzt sagen: Genügend Frauen (bzw. allgemein Menschen) zeigen, wie es geht. Aber nein, das tun sie nicht. Sie zeigen, dass es geht. Wie es geht, muss jeder für sich selbst herausfinden.

      Bei deinen Beispielen werde ich zutiefst traurig, muss ich gestehen. Ich kann mir sowas ganz schwer anhören. Einerseits, weil ich es wie gesagt selbst nicht aus meinem Alltag kenne und andererseits, weil ich so ein großes Mitgefühl empfinde und weiß, dass sowas nicht sein müsste. Dass jeder Glück und Zufriedenheit verdient hat. Um es mal ganz schlicht zu formulieren.

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        ich mein auch nicht richtig ne essstörung, sondern einfach n gestörtes verhältnis zum essen

        leute die sich ganzen tag mit kaffee zu allen, nich merken dass sie seit 4 h hungrig durch die gegend laufen und dann plötzlich sackt denen der kreislauf fast weg und das jeden tag aufs neue, leute die morgens paar cornflakes essen, über tag gezuckerte limonade trinken, zu hause paar chips und abends nochmal ne handvoll chicken nuggets und sich wundern warum sie nix gebacken bekommen. oder eben leute die absolut verrückte mengen an zucker den ganzen tag in sich reinhauen

        und leuten kommentieren irgendwie immer mein essen, gefühlt wenn du was anderes als nutella toast mit hast will jeder was dazu sagen. ist ja in ordnung wenns sowas ist wie "sieht übelst lecker aus was issn das" oder "bah man sieht voll eklig aus wie kann man nur" oder "pack dein fischbrötchen wieder ein es stinkt" aber bei mir kommt immer die gesundheitspolizei, oah sieht richtig gesund aus, oah das voll ungesund, da ist ja gar kein fleisch drin, warum issn da so viel fleisch drin, weißt du wie viel zucker da drin ist, mehr als ein ei sollte man aber nicht essen, wo isst n du das alles hin, du kannst doch nicht schon wieder essen, so viel obst auf mal ist aber auch nicht gut, du verdirbt dir den magen so sauer ist das

        hdf und lass mich in ruhe meine nudeln essen, was soll denn das

        und kalorien scheint ja auch jeder als was grundsätzlich schlechtes zu sehen. "was isst n du gleich nach dem sport du hast es doch grade alles verbrannt" ja sherlock DESWEGEN JA. is es jetzt nicht normal nach dem sport zu essen oder was man ich hab hunger diggi

        vielleicht alles nich so wild meinetwegen, vielleicht haben die leute auch keinen leidensdruck aber n gutes verhältnis zum essen sieht anders aus

        "hahaha ich esse ja sooooo ungesund" ja meine güte iss deinen schokoriegel und dein leberwurst brot und gut is

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          Weiß nicht... Ihr scheint (zum Teil) extrem essensfixierte Umfelder zu haben. Hab ich so nicht.

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            Zitat von Chinook Beitrag anzeigen
            leute die sich ganzen tag mit kaffee zu allen, nich merken dass sie seit 4 h hungrig durch die gegend laufen und dann plötzlich sackt denen der kreislauf fast weg und das jeden tag aufs neue
            fühle mich indirekt angegriffen

            aber ja, gestörtes verhalten zum essen und zur figur und zu figur idealen auf jeden fall. ich finde auch allgemein das sprechen über essen wührend man isst zum kotzen. nichts für ungut, aber ich will nicht hören, wer in meinem bekanntenkreis gerade welche diät macht oder welche dinge nicht isst oder wer sich warum nur noch ausschließlich von shakes oder grünen lebensmitteln ernährt....... und das schlimme ist auch, wenn man dann sagt, dass man während des essens über andere dinge reden will, wird man angegriffen. durfte mir mal anhören, ob ich es anderen denn nicht gönnen würde, dass ihre diäten funktionieren und sie abnehmen und ob ich angst hätte, in zukunft nicht mehr die einzige dünne am tisch zu sein... die menschen sind teilweise einfach extrem fixiert auf essen, ihre figur und bestimmte ernährungsregeln, das ist fast wie ne religion für die.

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              Ich kenne die Umstände von euch nicht, aber ist es nicht eventuell eine Überlegung wert, sich von diesen Menschen in Zukunft fernzuhalten? Klingt nicht, als wären das jetzt die besten Freunde. Aber selbst dann würde ich mich fragen, ob sie mir nicht (indirekt) mehr schaden als mich zu erfreuen und ob sie nicht vielleicht ungesünder für mich sind, als ich denke.

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                Zitat von Venom Beitrag anzeigen
                Weiß nicht... Ihr scheint (zum Teil) extrem essensfixierte Umfelder zu haben. Hab ich so nicht.
                das zum einen vielleicht, aber ich bin auf sowas auch definitiv empfindlicher. ich denke gesunde leute achten auch null drauf wie ihr umfeld so isst, vor allem nicht leute mit denen sie nur "zufällig" zu tun haben. ich beobachte ja sogar auch die einkäufe fremder menschen im supermarkt

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                  Venom was Chinook sagt + nicht mal in meiner familie hat jemand n gutes verhältnis zum essen, von daher...

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                    Aber gerade deswegen doch? Gerade, weil ihr empfindlicher seid, solltet ihr da sehr kritisch mit euren Kontakten zu Mitmenschen sein! So sehe ich das zumindest. Und doch, ich registriere natürlich auch, was, wie und wieviel Menschen um mich herum essen. Aber es hat keinerlei Gedanken in meinem Kopf zur Folge, da ist vielleicht der Unterschied. Kümmert und beeinflusst mich nicht so, wie es euch vielleicht kümmert und beeinflusst.

                    pumpkinspicedlatte : In der Familie wird es natürlich schwieriger, sich da "fernzuhalten", ja. Aber so ein direkter oder indirekter Einfluss summiert sich ja auch, von daher würde ich an eurer Stelle da kürzen, wo es geht. So viel es geht. Vor allem, weil ich so angreifende Kommentare wie "Hast doch nur Angst, nicht mehr die einzige dünne Person zu sein und gönnst mir neine Diäten nicht" gar nicht in Ordnung finde. Würde ich mir von jemandem, der mein Freund/meine Freundin sein soll, nicht anhören (wenn es nicht nur lose Bekannte waren).

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                      bei mir zumindest sind das 1. nicht unbedingt meine freunde und 2. hilfts ja nischt, muss ich durch, ich werde mir ja nicht für immer mein komplettes umfeld aussuchen können und kann deshalb nicht jedes mal n nervenzusammenbruch bekommen wenn ein kollege auf diät geht tbh

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                        Zitat von Chinook Beitrag anzeigen
                        bei mir zumindest sind das 1. nicht unbedingt meine freunde und 2. hilfts ja nischt, muss ich durch, ich werde mir ja nicht für immer mein komplettes umfeld aussuchen können und kann deshalb nicht jedes mal n nervenzusammenbruch bekommen wenn ein kollege auf diät geht tbh
                        Klar, man muss im Leben auch mal die Zähne zusammenbeißen und manchen Situationen oder Menschen KANN man sich schlichtweg nicht entziehen. Aber für mich heißt das nicht, dass man die eigene Gesundheit irgendwie so stark belasten müsste. Im Endeffekt ist nur man selbst wichtig. Wo es geht, würde ich daher Wege wählen, die mir nicht unnötig mehr negativen Einfluss bringen. Mit Arbeitskollegen vielleicht nicht unbedingt immer zusammen essen. Mit Bekannten aus der Uni ebenso nicht, wenn man sie schon nicht aus dem Leben streichen und sich neue Bekannte suchen will. Wisst ihr, was ich meine? Ich will und kann euch hier nicht vorschreiben, wie ihr euer Leben in dieser Hinsicht führen sollt, aber ich habe das leise Gefühl, dass es euch durchaus besser gehen könnte und denke daher so, wie ich es tue. Letztendlich ist es eure Entscheidung und ich wünsche euch nur alles Gute, was das angeht.

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                          Bei mir waren eher so die Freunde aus der Schule drauf. In der Uni gehts. Finde sich von denen zu entfernen bringt aber null, wenn die nicht bewusst so sind. Also ja, wenn jemand einen runter macht wegen essen oder man merkt die ziehen mich da in was rein, weil die eben auch richtig Probleme haben, dann kann man einschalten. Wenn jemand nur mal Äußerungen macht dann sollte man eher denen sagen, dass es einen stört, als sich direkt neue Freunde zu suchen was auch wirklich nicht einfach ist meiner Meinung nach. Sind halt eh meistens nur Bekannte. Meine beste Freundin aus der Schule hat wie gesagt immer von Diät und dick sein und so gesprochen, obwohl sie halt dünn war und da hab ich es ihr eben einfach gesagt. Das gleiche war mit Bemerkungen wie ich will sterben und so bei jeder Kleinigkeit sowas kann halt auch triggern und dann hab ich ihr das halt gesagt. Alle anderen Freunde sind nicht so drauf oder urteilen und eine hat auch so Probleme mit essen, aber nicht weil sie dünn sein will und mit ihr kann ich mich echt gut darüber unterhalten inzwischen. Es sind ja nicht alle Menschen gleich und man kann es auch bisschen steuern bei Menschen die man gut kennt und ehrlich sein. Meistens passen ja eh die Freunde so wie sind, sonst wäre man nicht befreundet und manchmal entwickelt man sich weiter und lebt sich halt auseinander.

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                            Zitat von Eudaemonie Beitrag anzeigen
                            Es sind ja nicht alle Menschen gleich und man kann es auch bisschen steuern bei Menschen die man gut kennt und ehrlich sein. Meistens passen ja eh die Freunde so wie sind, sonst wäre man nicht befreundet und manchmal entwickelt man sich weiter und lebt sich halt auseinander.
                            Natürlich, Ehrlichkeit und Kommunikation setze ich irgendwie voraus, sehe es aber genauso wie du, das hast du schön formuliert. Selbstverständlich wäre das der erste Schritt, bevor man dann Leute aus dem Leben kickt. Man muss aber auch bedenken, dass manche Menschen einfach nicht gut so direkt sein können oder vielleicht nicht wollen, dass Bekannte/Freunde/werauchimmer so viel Wind davon bekommen. Weiß jetzt ja nicht, wie das bei Chinook und pumpkin ist.

                            Im Endeffekt ist es doch so...jeder hat seinen individuellen Weg. Ich habe jetzt ein bisschen breit getreten, was mein Weg (an deren Stelle) wäre. Ganz hypothetisch, weil ich ja nicht von Essstörungen o.Ä. betroffen bin.

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                              mir fällt das aber tatsächlich auch überall auf. egal, ob ich in der uni mensa oder im starbucks oder in der mensa vom klinikum oder auf ner familienfeier oder bei freunden bin. klar fällt es mir bei leuten aus meinem eigenen umfeld noch genauer auf, aber auch bei fremden leuten, die am tisch neben mir oder an der schlange vor mir dran sind, kann ich meinen kopf nicht einfach abschalten. also klar könnte ich mir freunde suchen, die ne normale bzw. gesunde einstellung zum essen haben, ich glaube aber wirklich, dass es davon nur sehr wenige gibt und dadurch löst sich das problem in der familie wie auch in der öffentlichkeit bei fremden menschen nicht. genauso hab ichs auch schon auf der arbeit erlebt.

                              und natürlich erwarte ich auch nicht, dass jeder rücksicht auf meine gefühle und probleme nimmt. aber trotzdem halte ich es auf gesellschaftlicher ebene für krank, wie sehr alle auf ihre ernährung fixiert sind etc. pp.

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                                habt ihr eigentlich ideen, wie man besorgniserregendes übergewicht im freundeskreis + familie ansprechen kann? ich weiß, dass es immer noch ne persönliche sache ist, aber trotzdem gibts den ein oder anderen, der deutlich zu viel wiegt.. gibts da bestimmte regeln oder so, wie man das am besten macht?

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