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Sammelbeitrag Essstörungen - N°8

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    ...Bin etwas geschockt. Bei mir gibt es im Gegenteil niemanden, der essgestört ist. Und solche Beobachtungen wie Ziggy habe ich während meines FSJs nicht gemacht. Glaube auch nicht, dass man das schon so früh beurteilen kann. Ich war als Kind auch eine ganz komplizierte Esserin, aber heute ist alles cool und hat sich verwachsen. Könnt auch aufhören zu suchen, ich z.B. esse normal bzw. würde das von mie behaupten!?

    Edit: Ich kenne aber eine Person von hier sehr gut (auch persönlich), die mal essgestört war, sich aber auch seit Langem schon wieder im Griff hat.
    Zuletzt geändert von Venom; 05.06.2019, 08:35.

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      Ich hatte auch paar Jahre Probleme mit dem Essen und dann ging es ne Weile gut und dann eben wieder nicht und so aber inzwischen sind solche Gedanken weit weg bzw manchmal da aber ich geh denen nicht nach. Hat damals echt alles irgendwie versaut, weil sich immer nur um Essen und Gewicht drehte. Ich kann gut verstehen, was das für einen riesigen Leidensdruck macht. Mir persönlich hat es damals geholfen, dass ich angefangen hab mich vegan zu ernähren. Ich will es hier aber niemanden anpreisen, funktioniert ja nicht immer alles für jeden gleich und jeder hat auch andere Probleme. Waren aber mehrere Sachen wie es mir geholfen hat. Ein mal wurden die Binges besser, weil ja auch wenn es inzwischen viel veganen Scheiß gibt und man auch nach einem Glas Erdnussbutter sich wie der letzte Dreck fühlen kann, fallen trotzdem viele extrem ungesunde Sachen einfach weg. Zweitens fühlt man sich einfach weniger eklig nach dem Essen, erstens hat man kein schlechtes Gewissen was die Tiere angeht und zweitens sind die meisten Gerichte einfach so, dass man nach dem Essen sich nicht so extrem voll und fertig fühlt, sondern im Gegenteil mehr Power hat. War zumindest bei mir so. Als ich angefangen hab ging mein Gewicht zwar erst mal wieder hoch, aber nach einem Jahr ungefähr hat es sich gut eingependelt. Inzwischen ist es komplett egal wie viel oder was ich am Tag esse ich bleib immer gleich. Im Umgang mit anderen ist es leichter zu sagen, man isst vegan statt die tausend Sachen aufzuzählen die man nicht mag. Man setzt sich anders mit der Ernährung auseinander, zumindest ich tat es. Vorher war es immer nur was hat die wenigsten Kalorien und dann hab ich eher mal darauf geachtet, wie bekommt der Körper gut seine Energie also eher Qualitativ statt Quantitativ. Aber wie gesagt, dass ist jetzt keine Empfehlung, wollte nur teilen was mir zumindest ein bisschen geholfen hat. Natürlich spielen da noch andere Sachen mit rein. Ich hätte aber nie gedacht, dass mir das Essen und das Gewicht quasi so egal werden könnte wie es gerade ist, aber vielleicht liegt es auch einfach nur daran, dass ich mich nicht mehr anstrengen muss um mein Gewicht zu halten.

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        Venom ich meinte damit auch nicht, dass mein ganzes umfeld essgestört ist oder eine essstörung hat oder kurz vor einer ist.

        ich meine eher, dass ich niemanden kenne und auch kaum fremde wahrnehme, die "normal" essen im sinne von 3 geregelte hauptmahlzeiten + snacks zwischendurch. stattdessen werden mahlzeiten übersprungen, diverse diäten gemacht (low carb, kein zucker, weight watchers, nichts vor oder nach 4 oder wenn es regnet oder wenn es wärmer as 12 grad ist...... you get what i mean). irgendwie sind die meisten stolz darauf, zu erzählen, wie wenig sie essen, dass sie sich nur von salat ernähren oder wie viele mahlzeiten sie überspringen oder wie viel sie schon abenommen haben oder wie vieeeeel bessssseeeeeer sie sich fühlen, seit sie wenig essen und weniger wiegen. oder du hast ritualisiertes essen (extrem langsam oder nur im stehen oder nur allein und es wird zuerst alles in seine bestandteile getrennt und nacheinander gegessen, ....). oder du hast menschen, die unendlich viel über ihren körper, ihr gewicht, ihr essen reden.

        wie gesagt, das mag bei einigen oder vielen vergleichsweise unproblematisch oder ungefährlich sein. wenn du selbst aber nie gelernt hast, normal und gesund und ausgewogen zu essen und ein gesundes verhältnis zum essen und zu deinem körper zu haben (oder es einfach verlernt hast), dann fällt dir sowas viel eher auf und vor allem fällt es dann schwer, dieses vorgeschriebene normale essen zu akzeptieren und umzusetzen - wie normal kann es schon sein, wenn das vielleicht einer von 100 macht?

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          Ich mach höchstens mal intermittent fasting, um mir die Kalorien für den Abend aufzusparen, wo ich dann so oder so Hunger hab. Morgens kann ich auf leeren Magen trainieren oder Erledigingen machen und hab die Kalorien für später gespart.

          Ab und zu gibt es Tage, da gönnt man sich gern Junk inklusive ne Tafel Schokolade. Aber ist eher die Ausnahme als die Regel.

          Wenn ich mir diese ganzen fressgestörten Fitnessyoutuber anschaue die ihre 10.000kcal Junkfood challenge mache, frage ich mich wie es bei denen danach auf der Kloschüssel aussieht. Selbst bei der Hälfte an Junk krieg ich Bauchweh und Durchfall.

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            Esse nach Hunger, nicht regelmäßig aber das was ich halt will. Obwohl ich auf healthy Optionen umtausche sehr oft. Kaloriensparen mache ich nie, und dieses Diät Zeug (das ungesunde übertriebene), nein danke, will meinen Körper nicht ruinieren. Hat lange gedauert bis ich nach Hungern wieder merke was mein Körper braucht
            Zuletzt geändert von Alpenluder; 05.06.2019, 13:07.

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              Zitat von Venom Beitrag anzeigen
              ...Und solche Beobachtungen wie Ziggy habe ich während meines FSJs nicht gemacht. Glaube auch nicht, dass man das schon so früh beurteilen kann.
              die mutter der kleinen ist schon extrem übergewichtig, die kleine ist es jetzt schon

              die mutter hat wenig zeit für ihr kind, es wird fast nur gemeinsam gegessen. das mädchen verbindet essen mit zuwendung, so ein gierige kind siehst du selten, die kann grade zwei große portionen gehabt haben, sobald sie was zu essen sieht dreht die durch und will das. die ist anderthalb und wiegt bestimmt an die 20 kilo

              ich denke man kann das so sagen, dass sie auf dem besten Weg ist ein völlig gestörtes essverhalten zu entwickeln, wenns nicht längst soweit ist. so in der art ist das auch kein einzelfall

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                Zitat von Chinook Beitrag anzeigen

                die mutter der kleinen ist schon extrem übergewichtig, die kleine ist es jetzt schon

                die mutter hat wenig zeit für ihr kind, es wird fast nur gemeinsam gegessen. das mädchen verbindet essen mit zuwendung, so ein gierige kind siehst du selten, die kann grade zwei große portionen gehabt haben, sobald sie was zu essen sieht dreht die durch und will das. die ist anderthalb und wiegt bestimmt an die 20 kilo

                ich denke man kann das so sagen, dass sie auf dem besten Weg ist ein völlig gestörtes essverhalten zu entwickeln, wenns nicht längst soweit ist. so in der art ist das auch kein einzelfall
                das ist halt das andere extrem, was ich irgendwie komplett rausgelassen habe. kenn ich auch zur genüge, dass essen nichts ist, was auf hunger folgt, sondern aus emotionalen gründen und essen zur emotionsregulation findet sich ja bei übergewicht und auch bei bingern extrem häufig.

                und umgekehrt bei magersucht ja häufig angst vor bedürfnissen jenseits des hungers, also auch angst vor emotionen, zuneigung, sex, bedürfnissen ganz allgemein

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                  Zitat von pumpkinspicedlatte Beitrag anzeigen
                  Venom ich meinte damit auch nicht, dass mein ganzes umfeld essgestört ist oder eine essstörung hat oder kurz vor einer ist.

                  ich meine eher, dass ich niemanden kenne und auch kaum fremde wahrnehme, die "normal" essen im sinne von 3 geregelte hauptmahlzeiten + snacks zwischendurch. stattdessen werden mahlzeiten übersprungen, diverse diäten gemacht (low carb, kein zucker, weight watchers, nichts vor oder nach 4 oder wenn es regnet oder wenn es wärmer as 12 grad ist...... you get what i mean). irgendwie sind die meisten stolz darauf, zu erzählen, wie wenig sie essen, dass sie sich nur von salat ernähren oder wie viele mahlzeiten sie überspringen oder wie viel sie schon abenommen haben oder wie vieeeeel bessssseeeeeer sie sich fühlen, seit sie wenig essen und weniger wiegen. oder du hast ritualisiertes essen (extrem langsam oder nur im stehen oder nur allein und es wird zuerst alles in seine bestandteile getrennt und nacheinander gegessen, ....). oder du hast menschen, die unendlich viel über ihren körper, ihr gewicht, ihr essen reden.

                  wie gesagt, das mag bei einigen oder vielen vergleichsweise unproblematisch oder ungefährlich sein. wenn du selbst aber nie gelernt hast, normal und gesund und ausgewogen zu essen und ein gesundes verhältnis zum essen und zu deinem körper zu haben (oder es einfach verlernt hast), dann fällt dir sowas viel eher auf und vor allem fällt es dann schwer, dieses vorgeschriebene normale essen zu akzeptieren und umzusetzen - wie normal kann es schon sein, wenn das vielleicht einer von 100 macht?
                  Hab es tatsächlich so verstanden, deswegen war ich so schockiert.

                  Aber auch deine Erläuterung ändert eigentlich wenig, wie ich gerade feststelle. Bei mir im Umfeld isst jeder so "normal", einschließlich mir. Kommt drauf an, wie man einzelne Parameter wie "Hauptmahlzeit" oder "geregelt" auslegt. Weiß nicht, ich umgebe mich scheinbar mit Leuten wie mir? Keiner überspringt dauernd Mahlzeiten oder macht Diäten oder sonstiges. Echt nicht. Keiner redet in einem Übermaß über seine Essgewohnheiten. Keiner gibt mit irgendwas an. Finde das daher so erschreckend, weil ich mich selbst kaum mit solchen Menschen umgebe. Weil es in meinen Augen "Normalität" ist, wie ich es kenne.

                  Aber ja, du scheinst ein Umfeld zu haben, was sehr darauf fixiert ist. Und wo du recht hast, ist natürlich, dass das auf Menschen mit entsprechendem Hintergrund besonders großen Einfluss hat.

                  Zitat von Chinook Beitrag anzeigen

                  die mutter der kleinen ist schon extrem übergewichtig, die kleine ist es jetzt schon

                  die mutter hat wenig zeit für ihr kind, es wird fast nur gemeinsam gegessen. das mädchen verbindet essen mit zuwendung, so ein gierige kind siehst du selten, die kann grade zwei große portionen gehabt haben, sobald sie was zu essen sieht dreht die durch und will das. die ist anderthalb und wiegt bestimmt an die 20 kilo

                  ich denke man kann das so sagen, dass sie auf dem besten Weg ist ein völlig gestörtes essverhalten zu entwickeln, wenns nicht längst soweit ist. so in der art ist das auch kein einzelfall
                  Ich muss pumpkinspicedlatte da zustimmen: Habe auch nicht in diese Richtung gedacht, sondern nur an das untere Extrem.

                  Ja, Übergewicht und damit einhergehende Essgewohnheiten sind tatsächlich ein eher größeres Problem, insbesondere bei Familien und den kleinen Kindern. Das ist wohl auch tatsächlich eine Sache, die man früh erkennen kann, was aber nicht zwingend heißt, dass es für immer so bleiben wird. Muss aber trotzdem sagen, dass ich auch in dieser Richtung wenig Kinder gesehen habe. Könnte die Hand dafür in's Feuer legen, wenn ich sage, dass ich bei meiner Kita mit 2 Krippen- und 4 Kindergartengruppen (über 100 Kinder) an einer Hand abzählen könnte, wer da große Probleme mit erkennbarem Übergewicht und Essgewohnheiten hatte.

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                    Zitat von Chinook Beitrag anzeigen

                    die mutter der kleinen ist schon extrem übergewichtig, die kleine ist es jetzt schon

                    die mutter hat wenig zeit für ihr kind, es wird fast nur gemeinsam gegessen. das mädchen verbindet essen mit zuwendung, so ein gierige kind siehst du selten, die kann grade zwei große portionen gehabt haben, sobald sie was zu essen sieht dreht die durch und will das. die ist anderthalb und wiegt bestimmt an die 20 kilo

                    ich denke man kann das so sagen, dass sie auf dem besten Weg ist ein völlig gestörtes essverhalten zu entwickeln, wenns nicht längst soweit ist. so in der art ist das auch kein einzelfall
                    Ich hab mal im Kindergarten gerarbeitet der war so bisschen öko und die haben immer rekativ gesund und frisch gekocht und ein mal hat dann ne Mutter angerufen die halt bisschen assi war, was es denn für schlimmes Zeug zu essen gibt, dass das Kind so pupsen muss, weil die Zuhause eben nur die üblichen Sachen gegessen hatten. Meine Cousine hat auch schon immer mit Übergewicht zu kämpfen, weil die Eltern einfach nie vor zehn uhr Zuhause waren und auch so nicht so gut für die Kinder da waren. Gibt halt immer so viele verschiedene Ursachen aber ist da auch schwer was zu verändern. Das wird dann falls ich mal Hausarzt oder so werden sollte auch noch auf mich zu kommen Übergewicht ist ja leider doch Riskofaktor für vieles. Aber Diäten bringen da auch nicht wirklich was finde ich so auf Dauer

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                      Also ich kenn ja euer Umfeld nicht, aber in meinem Umkreis ist es tatsächlich eher die Ausnahme als die Regel merkwürdige DIäten zu machen oder 24/7 über's Essen zu reden. Klar macht sich jeder mal Gedanken drum, klar verbietet man sich mal das zweite Stück Kuchen, oder fühlt sich schuldig weil man's dann doch gegessen hat, klar sagt man mal sowas wie "ich könnt auch drei KIlos weniger vertragen", klar gibt es manche Menschen die nur zwei Mahlzeiten am Tag wollen und andere die brauchen sechs... Aber alles in allem haben die meisten Menschen in meinem Umfeld ein funktionales Essverhalten das sie nicht stark in ihrem alltäglichen Leben einschränkt - sie essen wenn sie hungrig sind und hören auf wenn sie satt sind, sie kochen Mahlzeiten für ihre Familie und stibitzen zwischendurch mal ein Stück Schokolade oder zwei, sie trinken drei gezuckerte Energydrinks am Tag ohne einen Gedanken an ihren Insulinspiegel zu verschwenden, und wenn sie doch mal eine Diät machen ist das eben "auch so eine Sache die grade in ihrem Leben passiert, zusätzlich zu hundert anderen Dingen" - es ist nicht alles worum sich ihre Welt dreht. Sich mit seiner Ernährung auseinanderzusetzen ist ja nichts Ungewöhnliches, sich ein paar Gedanken zu machen gehört durchaus auch zu einem "normalen Essverhalten" dazu. Aber einen richtigen Leidensdruck beobachte ich nur bei wenigen Menschen, und natürlich hab ich da inzwischen auch ein bisschen ein Auge dafür.
                      Meine Kolleginnen essen gern mal eine Kugel Eis, sie essen auch gern mal zwei, oder manchmal essen sie auch gar keine weil sie sagen die Hose zwickt schon ein bisschen und sie müssen mal ein paar Tage lang mehr Salat essen. Nichts davon allein würde mich stark beunruhigen. Ich persönlich hab heute ein Date mit jemandem abgesagt der mir eigentlich sympathsich war, weil ich lieber allein zuhause zwei ganze 2l-Packungen Eis wegmachen wollte, das find ich dann halt nicht mehr sooo normal. Wenn man in sozialer Isolation landet, weil man sich lieber mit Essen das man eigentlich nicht essen will beschäftigt statt mit seinen Mitmenschen, oder weil man sich literally nicht mehr vor die Tür gehen und seine Hobbies ausüben traut weil man sich selbst so abstoßend findet, find ich das halt schon irgendwie ein anderes Kaliber als beim Kaffeetratsch mit den Freundinnen zu sagen "nö lass mal mit den Keksen ich muss ein bisschen auf meine Figur achten, aber ich nehm gern noch einen Kaffee!"
                      Und dass Menschen merkwürdige Essgewohnheiten haben muss auch nicht zwangsläufig bedeuten dass sie darunter leiden. Manche Leute wollen halt einfach nur eine Mahlzeit pro Tag weil sie einfach nicht öfter Hunger verspüren, das ist aber ansonsten kein großes Thema für sie. Dafür kenn ich Ex(?)-Essgestörte die zwar einem Ernährungsplan folgen und normale Portionen zu normalen Zeiten von normalen Lebensmitten essen, aber trotzdem 24 Stunden am Tag mit dem Kopf bei Kalorien sind und sich schrecklich fühlen. Ich denke, das wichtigste Kriterium wenn man beurteilen will wie gesund der Bezug einer Person zum Essen ist, sollte immer der persönliche Leidensdruck sein.
                      Voluptatis avidus magis quam salutis - Mortuus in anima curam gero cutis.

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                        Zitat von Eudaemonie Beitrag anzeigen

                        Ich hatte auch paar Jahre Probleme mit dem Essen und dann ging es ne Weile gut und dann eben wieder nicht und so aber inzwischen sind solche Gedanken weit weg bzw manchmal da aber ich geh denen nicht nach. Hat damals echt alles irgendwie versaut, weil sich immer nur um Essen und Gewicht drehte. Ich kann gut verstehen, was das für einen riesigen Leidensdruck macht. Mir persönlich hat es damals geholfen, dass ich angefangen hab mich vegan zu ernähren. Ich will es hier aber niemanden anpreisen, funktioniert ja nicht immer alles für jeden gleich und jeder hat auch andere Probleme. Waren aber mehrere Sachen wie es mir geholfen hat. Ein mal wurden die Binges besser, weil ja auch wenn es inzwischen viel veganen Scheiß gibt und man auch nach einem Glas Erdnussbutter sich wie der letzte Dreck fühlen kann, fallen trotzdem viele extrem ungesunde Sachen einfach weg. Zweitens fühlt man sich einfach weniger eklig nach dem Essen, erstens hat man kein schlechtes Gewissen was die Tiere angeht und zweitens sind die meisten Gerichte einfach so, dass man nach dem Essen sich nicht so extrem voll und fertig fühlt, sondern im Gegenteil mehr Power hat. War zumindest bei mir so. Als ich angefangen hab ging mein Gewicht zwar erst mal wieder hoch, aber nach einem Jahr ungefähr hat es sich gut eingependelt. Inzwischen ist es komplett egal wie viel oder was ich am Tag esse ich bleib immer gleich. Im Umgang mit anderen ist es leichter zu sagen, man isst vegan statt die tausend Sachen aufzuzählen die man nicht mag. Man setzt sich anders mit der Ernährung auseinander, zumindest ich tat es. Vorher war es immer nur was hat die wenigsten Kalorien und dann hab ich eher mal darauf geachtet, wie bekommt der Körper gut seine Energie also eher Qualitativ statt Quantitativ. Aber wie gesagt, dass ist jetzt keine Empfehlung, wollte nur teilen was mir zumindest ein bisschen geholfen hat. Natürlich spielen da noch andere Sachen mit rein. Ich hätte aber nie gedacht, dass mir das Essen und das Gewicht quasi so egal werden könnte wie es gerade ist, aber vielleicht liegt es auch einfach nur daran, dass ich mich nicht mehr anstrengen muss um mein Gewicht zu halten.
                        Freut mich, dass es dir so geholfen hat. Du sagst ja auch schon, dass nicht für jeden das gleiche hilft und du es nicht anpreisen willst. Wollte das nur noch mal hervorstellen. Als ich damals angefangen hab, mich vegan zu ernähren, gings komplett bergab mit mir und so schlimm wie damals war die ES danach kaum noch. Meine Gedanken haben sich einfach noch tausendmal mehr ums Essen gedreht und ich hatte ja auch immer eine gute Ausrede, um nicht essen zu müssen, weil ist ja nicht vegan. Um rauszukommen hab ich wieder angefangen, alles zu essen und das bis heute so beibehalten.
                        Also wie du schon sagst, nicht für jeden hilft das gleiche, was für den einen gut ist, kann für den anderen komplett scheiße sein.

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                          Aspartam Ja seh ich auch so. In meinem Umfeld äußern auch viele mal Worte zu abnehmen, Diäten usw alles was du eben genannt hast, aber das heißt nicht, dass die eine Esstörung haben. Essen und Gesundheit und Aussehen sind halt einfach Themen zu denen sich jeder mal äußert, dazu gehört eben auch Unzufriedenheit mit der Figur. Ich hab das immer als ziemlich triggernd empfunden bzw tue es immer noch, wenn meine Freunde berichten, dass sie abnehmen wollen. Aber weil man da so tief in dem Thema steckt, ist auch die Aufmerksamkeit ganz anders und man fasst es eben gleich als „gefährlich“ auf. Ist zumindest bei mir so. Und das mit dem absagen kenn ich auch gut. Leidensdruck ist halt wirklich das ausschlaggebende und auch der einzige Grund warum man was verändern könnte, abgesehen jetzt von gesundheitlichen Risiken und so was. Man muss ja nicht nach irgendwelchen Regeln essen. Selbst wenn man nur ein mal am Tag was isst und man glücklich damit ist und es eben so passt, ist das okay und genauso mit drei mal am Tag nur Pommes essen.

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                            Zitat von muirgheal Beitrag anzeigen

                            Freut mich, dass es dir so geholfen hat. Du sagst ja auch schon, dass nicht für jeden das gleiche hilft und du es nicht anpreisen willst. Wollte das nur noch mal hervorstellen. Als ich damals angefangen hab, mich vegan zu ernähren, gings komplett bergab mit mir und so schlimm wie damals war die ES danach kaum noch. Meine Gedanken haben sich einfach noch tausendmal mehr ums Essen gedreht und ich hatte ja auch immer eine gute Ausrede, um nicht essen zu müssen, weil ist ja nicht vegan. Um rauszukommen hab ich wieder angefangen, alles zu essen und das bis heute so beibehalten.
                            Also wie du schon sagst, nicht für jeden hilft das gleiche, was für den einen gut ist, kann für den anderen komplett scheiße sein.
                            Ja genau das hab ich mir eben schon gedacht, dass es auch in die Richtung gehen könnte und deshalb auch so formuliert. War wahrscheinlich nicht nur das vegane an sich als Ernährungsform sondern auch so bisschen mehr ein Lebenswandel der damit kam. War auch nicht das einzige was mir geholfen hat. Jetzt aber bringt es mir irgendwie viel Halt und wenn es bei jemanden was anderes ist das hilft, dann wünsche ich dem das auch. Ich bin auch kein veganer der rum geht und andere für ihr Essen verurteilt, weil ich weiss, dass es oft nicht leicht ist für viele.

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                              ich sage ja auch nicht, dass es bei jedem menschen gefährlich oder eine essstörung sein muss. nur, dass ich es nicht normal finde. wir leben in ner gesellschaft, in der es eben nicht normal ist, zunehmen zu wollen oder zufrieden mit seinem körper zu sein. in der es nicht normal ist, zu essen bis man satt ist oder worauf man hunger hat.
                              ich hab ne freundin, die weint, weil sie kein brot essen kann, weil sie so große angst davor hat. mir wurde von ner fünftklässlerin n schokoriegel angeboten, den ihre eltern ihr in die schule mitgegeben haben und den sie nicht essen wollte, weil sie angst davor hat, dick zu werden. das kommt dann eben dabei raus, wenn man ständig von den falschen einflüssen und teilweise bagatellisierungen umgeben ist.

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                                Interessant hier zu lesen, was ihr für Erfahrungen gemacht habt. Habe selbst erst wenige, aber doch prägnante Fälle in meinem eigenen Leben gehabt, die mit Störungen im Essverhalten im Zusammenhang standen, aber hatte gerade damals auch nicht gerade das nötige Hintergrundwissen, um womöglich Unterstützung leisten zu können.

                                Ein Punkt, der mir aber einfällt zur aktuellen hiesigen Debatte: Eine Abweichung von der "Norm" hat man aber vielleicht auch deshalb so oft wegen dieser "Norm" selbst. Die typischen heutigen Essgewohnheiten westlicher Industrieländer, das vorhandene Angebot im Supermarkt, die Omnipräsenz gewisser Inhaltsstoffe, haben eben Folgen. Ich weiß nicht, wie konkret man hier werden sollte, will auch niemanden hier triggern oder sonst wie verärgern. Ich denke nur, dass das, was als "normal" gilt, in vielerlei Hinsicht auf wackligen Beinen steht und daher spontane wie planmäßige Fluchtbewegungen Richtung Diäten etc. begünstigt.

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