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Sammelbeitrag Essstörungen - N°8

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    Das stimmt nicht wirklich. Nur vielen ist dies die bekannteste Art von den ES, da viel in den Medien über das Thema (und natürlich über Adipositas) berichtet wird. Beschäftigt man sich jedoch etwas damit, denkt man nicht zuerst an die Magersucht.
    Als die Augen deiner Freude nicht mehr glühten, schwor ich mir: Ich werde dich behüten. ~Freiwild

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      Schon... Aber halt in anderer Art und Weise. Gegen Magersucht gibt es etliche Therapien und man ist sich bemüht, den Menschen zu helfen (was ja wie gesagt auch gut und wichtig ist), aber bei Binge heißt es oft nur "Mach Sport und iss weniger". Dabei ist das genau so eine Krankheit und eigentlich sogar recht ähnlich wie Magersucht.
      ~Was war das? Vielleicht...Dein Lebensglück? Vorbei...verweht...nie wieder... (Augen in der Großstadt, Kurt Tucholsky)
      ~Mut heißt nicht, keine Angst zu haben, Mut heißt, dass man trotzdem springt! (Da draußen, Sarah Lesch)
      ~In dolore huius mundi

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        Noir_Desir Naja, kommt doch auch drauf an, wo man sich Hilfe sucht. Außenstehende können da doch nie wirklich helfen. Bei Magersucht kann man sich ja auch oft Sprüche anhören wie "Iss doch einfach".
        Wenn du dir professionelle Hilfe suchst, wird Binge genauso ernst genommen. In jeder stationären Einrichtung, in der ich bisher war, waren immer auch Leute mit Binge Eating.

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          Ich glaube auch dass das zum Teil daran liegt, dass einfach eine andere zeitliche Dringlichkeit vorliegt.
          Sich zu Tode zu fressen kann Jahrzehnte dauern, du kannst lange Zeit adipös sein bis dein Körper endgültig aufgibt (Ausnahmen bestätigen die Regel und so). Sich zu Tode zu hungern hingegen schafft man in nur wenigen Monaten. Deshalb wird bei Magersucht oft schneller und stärker reagiert.
          Dass Binge eating Disorder von vielen einfach nur als Gier und Faulheit angesehen wird und die Betroffenen nach Ansicht vieler keine Hilfe verdient haben ist aber ein Problem, da gebe ich dir Recht.
          Voluptatis avidus magis quam salutis - Mortuus in anima curam gero cutis.

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            Zitat von Aspartam Beitrag anzeigen
            Ich hab ehrlich gesagt nie ganz verstanden warum man Magersüchtige im Laufe des "Heilungsprozesses" unbedingt mitten ins Normalgewicht zwingen will. Schon klar, aus dem wirklich lebensgefährlichen Bereich muss man sie rausholen, aber es gibt genügend Menschen die von Natur aus leichtes Untergewicht haben, das ist also nicht automatisch etwas Schädliches (vor allem wenn man bedenkt, wie wischiwaschi die Grenzen da eigentlich gezogen sind). Wenn ich jemandem ein Gewicht aufzwinge das für ihn vollkoommen inakzeptabel ist, ist es doch logisch dass er sofort wieder abnehmen will und rückfällig wird. Würde man mal versuchen wirklich auf die Betroffenen einzugehen, und sich gemeinsam auf ein Gewicht einigen mit dem beide Parteien leben können, hielte ich das für eine langfristig realistischere Lösung.
            Grundsätzlich bin ich auch der Meinung, dass ein leichtes Untergewicht bei relativ normalem Essverhalten (!) auch kein Problem ist...auch für jemandem mit problematischem Essverhalten kann es besser sein, in diesem Bereich stabil zu sein, statt ständig zwischen "Normalgewicht" und "Essstörung" hin und her zu kippen...andererseits eben, wie gesagt, wenn jemand so unstabil ist, dass er auch bei einem BMI von 18 immer wieder abnimmt, dann ist das halt auch nicht optimal, weil man dann schon gefährlich nahe an einen ungesunden Bereich kommt bzw. mittendrin steckt und sich damit schadet. Ich glaube, da gibts nicht die eine Lösung, die besser oder schlechter ist, sondern es ist halt abhängig davon, wie stabil jemand ist und ob das Gewicht oder die Essstörung selber gefährlicher ist.

            Und vielleicht ist das auch nicht optimal, um jemanden von dieser Zahlenfixierung wegzubekommen, andererseits ist ein bisschen Kontrolle vielleicht besser zur Stabilisierung, als immer wieder vollständig die Kontrolle zu verlieren. Und vielleicht hilft dem ein oder anderen auch der Gedanke, dass einem nicht total die Kontrolle entrissen wird und man irgendwie noch selbst bestimmen darf, anstatt sich total in einem vom Therapeuten gewählten Gewicht wohlfühlen zu müssen


            Zitat von Noir_Desir Beitrag anzeigen
            Warum denkt man bei Thema Esstörung eigentlich immer zuerst an Magersucht? Ich will das jetzt nicht herunterspielen, zumal ich da eventuell auch irgendwann mal landen werde, aber warum wird Magersucht oft viel ernster genommen, als zum Beispiel Binge?
            Es ist natürlich wichtig, dass man sowas ernst nimmt und denen hilft, aber das sollte eigentlich bei jeder Esstörung der Fall sein...
            Ich seh das auch wie Aspartam..."Verhungern" geht viel schneller als "Überfressen". 20 Kilo unter Normalgewicht und man ist schon gefährlich nahe am Organversagen, 20 Kilo über Normalgewicht und man wird als "Curvy" bezeichnet und es heißt "Health at every size", "Beauty has no size". Das ist wohl eine Schattenseite der Fat Acceptance-Bewegung, dass Gewicht/Essen nicht als krankhaft wahrgenommen wird bzw. viel zu spät.
            Dazu kommt vielleicht auch die Wahrnehmung. Binge Eating ist unkontrolliert und undiszipliniert, das kann ja jeder, das ist doch keine Störung, die müssen sich nur ein bisschen zusammenreißen. Aber um magersüchtig zu sein, da muss man ja die totale Selbstkontrolle haben und überhaupt, wos uns so gut geht zu hungern ist doch total dämlich, die Armen brauchen Hilfe.
            I am not crazy. My reality is just different than yours

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              Zitat von Noir_Desir Beitrag anzeigen
              Warum denkt man bei Thema Esstörung eigentlich immer zuerst an Magersucht? Ich will das jetzt nicht herunterspielen, zumal ich da eventuell auch irgendwann mal landen werde, aber warum wird Magersucht oft viel ernster genommen, als zum Beispiel Binge?
              Es ist natürlich wichtig, dass man sowas ernst nimmt und denen hilft, aber das sollte eigentlich bei jeder Esstörung der Fall sein...
              Weil Binge Eating einfach die "neuste" Essstörung ist mit den am wenigsten gesicherten Informationen und noch nicht so vielen verschiedenen speziellen Therapie Ansätzen. Da ist das logischerweise auch noch nicht in den Köpfen der Menschen ganz angekommen

              ​Alle Psychiatrischen oder Psychosomatischen Stationen auf denen ich bisher war (in Praktika) hatten aber auch Binge-eater oder insgesamt "Fettsüchtige" da.
              ​​​​​​
              ​​​

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                Habe massesucht

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                  Zitat von Scarecrow Beitrag anzeigen
                  Grundsätzlich bin ich auch der Meinung, dass ein leichtes Untergewicht bei relativ normalem Essverhalten (!) auch kein Problem ist...auch für jemandem mit problematischem Essverhalten kann es besser sein, in diesem Bereich stabil zu sein, statt ständig zwischen "Normalgewicht" und "Essstörung" hin und her zu kippen...andererseits eben, wie gesagt, wenn jemand so unstabil ist, dass er auch bei einem BMI von 18 immer wieder abnimmt, dann ist das halt auch nicht optimal, weil man dann schon gefährlich nahe an einen ungesunden Bereich kommt bzw. mittendrin steckt und sich damit schadet. Ich glaube, da gibts nicht die eine Lösung, die besser oder schlechter ist, sondern es ist halt abhängig davon, wie stabil jemand ist und ob das Gewicht oder die Essstörung selber gefährlicher ist.

                  Und vielleicht ist das auch nicht optimal, um jemanden von dieser Zahlenfixierung wegzubekommen, andererseits ist ein bisschen Kontrolle vielleicht besser zur Stabilisierung, als immer wieder vollständig die Kontrolle zu verlieren. Und vielleicht hilft dem ein oder anderen auch der Gedanke, dass einem nicht total die Kontrolle entrissen wird und man irgendwie noch selbst bestimmen darf, anstatt sich total in einem vom Therapeuten gewählten Gewicht wohlfühlen zu müssen
                  Gibt ja auch Menschen, die allein genetisch her zierlich sind.

                  [/QUOTE] Ich seh das auch wie Aspartam..."Verhungern" geht viel schneller als "Überfressen". 20 Kilo unter Normalgewicht und man ist schon gefährlich nahe am Organversagen, 20 Kilo über Normalgewicht und man wird als "Curvy" bezeichnet und es heißt "Health at every size", "Beauty has no size". Das ist wohl eine Schattenseite der Fat Acceptance-Bewegung, dass Gewicht/Essen nicht als krankhaft wahrgenommen wird bzw. viel zu spät.
                  Dazu kommt vielleicht auch die Wahrnehmung. Binge Eating ist unkontrolliert und undiszipliniert, das kann ja jeder, das ist doch keine Störung, die müssen sich nur ein bisschen zusammenreißen. Aber um magersüchtig zu sein, da muss man ja die totale Selbstkontrolle haben und überhaupt, wos uns so gut geht zu hungern ist doch total dämlich, die Armen brauchen Hilfe.[/QUOTE]

                  Ich sag ja auch nicht, dass Magersüchtige keine Hilfe kriegen sollen. Und ja, wenn das lebensgefährlich ist, sowieso. Aber viele wissen wahrscheinlich auch nicht, dass Magersucht und Binge im Prinzip ziemlich ähnlich sind.
                  Ich finde allgemein, es sollte mehr Aufklärung zu dem Thema geben. Es gibt ja auch noch viel mehr Esstörungen, über die es auch kaum Aufklärung gibt/ die nicht ernst so genommen werden.
                  ~Was war das? Vielleicht...Dein Lebensglück? Vorbei...verweht...nie wieder... (Augen in der Großstadt, Kurt Tucholsky)
                  ~Mut heißt nicht, keine Angst zu haben, Mut heißt, dass man trotzdem springt! (Da draußen, Sarah Lesch)
                  ~In dolore huius mundi

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                    Zitat von Noir_Desir Beitrag anzeigen
                    Aber viele wissen wahrscheinlich auch nicht, dass Magersucht und Binge im Prinzip ziemlich ähnlich sind.
                    Ich finde allgemein, es sollte mehr Aufklärung zu dem Thema geben. Es gibt ja auch noch viel mehr Esstörungen, über die es auch kaum Aufklärung gibt/ die nicht ernst so genommen werden.
                    Das stimmt nicht direkt. Ich z.B. war bei einer Aufnahmestelle, die sich wirklich auf alle Arten der Essstörung bezieht umd aktiv damit beschäftigt. U.a. habe ich dort ein"Büchlein" bekommen, wo jegliche Arten erklärt wurden. Diese Station ist auch an Schulen und Universitäten zur Aufklärung tätig.
                    Als die Augen deiner Freude nicht mehr glühten, schwor ich mir: Ich werde dich behüten. ~Freiwild

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                      Zitat von Soso-Stern Beitrag anzeigen

                      Das stimmt nicht direkt. Ich z.B. war bei einer Aufnahmestelle, die sich wirklich auf alle Arten der Essstörung bezieht umd aktiv damit beschäftigt. U.a. habe ich dort ein"Büchlein" bekommen, wo jegliche Arten erklärt wurden. Diese Station ist auch an Schulen und Universitäten zur Aufklärung tätig.
                      Was ist das für ein Büchlein? Wo bekommt man das?
                      ~Was war das? Vielleicht...Dein Lebensglück? Vorbei...verweht...nie wieder... (Augen in der Großstadt, Kurt Tucholsky)
                      ~Mut heißt nicht, keine Angst zu haben, Mut heißt, dass man trotzdem springt! (Da draußen, Sarah Lesch)
                      ~In dolore huius mundi

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                        Noir_Desir ich will dein Problem auf keinen Fall klein reden, nichts läge mir ferner. Aber ich finde nicht dass sich Magersucht und Binge eating disorder besonders ähnlich sind, und das sage ich als jemand der sowohl die eine Seite als auch die andere Seite als auch das Zwischendrin selbst erlebt hat. Das bedeutet nicht dass eine der beiden Störungen "besser" oder "schlimmer" ist als die Andere, sie sind nur in vielen ihrer Eigenschaften sehr unterschiedlich. Natürlich gibt es Parallelen, aber es gibt auch grobe Abweichungen.
                        Mein "Grund-Mindset" während meiner magersüchtigen Phase war ein vollkommen anderes als während meinen Binge-eating-Phasen und während meinen bulimischen Phasen. Falls es jemanden wirklich interessiert kann ich das genau erläutern, wenn nicht ist auch okay und ich tu euch keinen Endlos-Beitrag an.
                        Mag sein dass das andere Betroffene anders erlebt haben, für mich haben sich die verschiedenen Enden des Spektrums jedenfalls sehr gegensätzlich angefühlt, und sich auch anders geäußert.
                        Voluptatis avidus magis quam salutis - Mortuus in anima curam gero cutis.

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                          Es würde mich schon interessieren, aber du musst es natürlich nicht. Kannst es auch per PN machen, wenn dir das lieber ist.
                          ~Was war das? Vielleicht...Dein Lebensglück? Vorbei...verweht...nie wieder... (Augen in der Großstadt, Kurt Tucholsky)
                          ~Mut heißt nicht, keine Angst zu haben, Mut heißt, dass man trotzdem springt! (Da draußen, Sarah Lesch)
                          ~In dolore huius mundi

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                            Zitat von Noir_Desir Beitrag anzeigen

                            Was ist das für ein Büchlein? Wo bekommt man das?
                            Bei der Caritas. Allerdings ist diese bei uns auf ES spezialisiert. ☺️
                            Als die Augen deiner Freude nicht mehr glühten, schwor ich mir: Ich werde dich behüten. ~Freiwild

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                              Zitat von Soso-Stern Beitrag anzeigen

                              Bei der Caritas. Allerdings ist diese bei uns auf ES spezialisiert. ☺️
                              Wie heißen die denn?
                              ~Was war das? Vielleicht...Dein Lebensglück? Vorbei...verweht...nie wieder... (Augen in der Großstadt, Kurt Tucholsky)
                              ~Mut heißt nicht, keine Angst zu haben, Mut heißt, dass man trotzdem springt! (Da draußen, Sarah Lesch)
                              ~In dolore huius mundi

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                                Zitat von Noir_Desir Beitrag anzeigen
                                Ich sag ja auch nicht, dass Magersüchtige keine Hilfe kriegen sollen. Und ja, wenn das lebensgefährlich ist, sowieso. Aber viele wissen wahrscheinlich auch nicht, dass Magersucht und Binge im Prinzip ziemlich ähnlich sind.
                                Ich finde allgemein, es sollte mehr Aufklärung zu dem Thema geben. Es gibt ja auch noch viel mehr Esstörungen, über die es auch kaum Aufklärung gibt/ die nicht ernst so genommen werden.
                                Du musst dich auch vor mir nicht rechtfertigen. Es gibt keine gute und böse Essstörung. Aber das ist vllt so das "gesellschaftliche Bild", warum BED noch nicht so im Fokus steht wie Magersucht. Aber das ist wie bei psychischen Erkrankungen, Depressionen haben Schwächlinge, die mit dem lebeen nicht klarkommen, aber Burn Out heißt, dass man ultra hart gearbeitet hat...obwohl das eeine mit dem anderen nichts zu tun hat
                                Zuletzt geändert von Scarecrow; 22.08.2018, 15:34.
                                I am not crazy. My reality is just different than yours

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