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Sammelbeitrag Essstörungen - N°8

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    Zitat von 11einself Beitrag anzeigen
    Hallo ihr lieben

    Diesmal berichte ich nicht von meiner persönlichen Situation, sondern von einer (für mich verdammt schockierenden) Situation aus dem Unterricht.
    Wir hatten heute das Thema Essstörungen in Englisch, da einer der Texte davon handelt. Es geht um eine Mutter, die von den Problemen ihrer Tochter spricht & von ihrer ES erzählt. Das Mädchen ist bulimisch & verfällt später der Magersucht.
    Zuerst hat uns die Lehrerin erklärt, was das alles überhaupt ist. Schon da hat es mich gewundert, wie wenig meine Klassenkameraden über ein so wichtiges Thema wissen. Und da kam dann der Schock: Einige ''obercoole'' haben, nachdem sie ein bisschen aufgeklärt wurden, angefangen, sich darüber lustig zu machen. Sie haben allen ernstes darüber gelacht & Fragen gestellt wie ''Wie kann man nur so blöd sein & nichts essen!?'' oder ''Wer magert sich schon freiwillig ab? lol!''
    Ich wäre am liebsten aufgestanden & hätte jedem einzelnen von denen die Fr*sse poliert.
    Ich verstehe nicht, wie man sich über so etwas lustig machen kann!!?
    Und vor allem taten alle so, als wäre eine ES nur ''oberflächlich''. Als ob nichts anderes dahinterstecken würde, als der Wunsch, dünn zu sein.
    Die wissen alle rein gar nichts darüber, die verstehen nicht, dass man das Thema Ernst nehmen sollte, und sie wissen auch nicht, wie viele darunter leiden!
    Ich habe mich echt furchtbar gefühlt nach der Stunde..
    Was wäre wohl, wenn sie wüssten, dass es auch jemanden aus der Klasse gibt, der darunter leidet? :/

    War das bei euch auch so, falls ihr das Thema in der Schule hattet? Wie haben sich die Schüler verhalten & was haben sie dazu gesagt?

    Liebe Grüße. <3

    Zitat von clariiss Beitrag anzeigen
    Hey, wir haben gerade ein bisschen das Thema Essstörung im Französischunterricht angeschnitten (ich musste in eienr Gruppe auch noch ausgerechnet darüber eine Präsentation halten, ich hab mich so unwohl dabei gefühlt...)
    Und als wir in der Gruppe an dem Thema gearbeitet haben, da haben meine Kursleute auch nur so gemeint: Hahaha, wer wird schon magersüchtig.
    Ja das ist sau dumm.
    Keiner konnte es auch nur ansatzweise verstehen, und meine Lehrerin hat uns auch ständig Fragen gestellt und ich musste die ganze Stunde lang lügen.
    Ich hab mich auch richtig unwohl gefühlt.

    Ja und dann später hat eine gemeint: boah, ich bin so fett..
    und eine andere: haha dann werd doch magersüchtig ;DD

    :/

    Ich finde es erst mal gut, dass Ihr das Thema in der Schule durchnehmt. Bin allerdingst etwas überrascht, dass Ihr das in Französisch und Englich macht.

    Was hat die Lehrerin Dich denn gefragt, wo Du lügen mußtest?

    Das die Leute, sich so wenig mit dem Thema auskennen, kann man auch positiv sehen in der Hinsicht, dass dann wenigstens die meisten nicht betroffen sind, oder sie machen sich drüber lustig, weil sie nicht wollen, dass Jemande merkt das sie betroffen sind.

    Das Problem ist auch, dass sich nicht betroffene meist nicht in diese Situation reindenken können. Da müsste wirklich mal einer, der davon betroffen ist seine Mitschüler aufklären. Aber wie will man das machen. Erstens traut sich das mit Sicherheit keiner und zweitens müsste man sich dafür Outen.

    Einer von beiden hat geschrieben, er hätte ein Referat oder Sowas halten müssen, Darf ich mal fragen, was Du da zu dem Thema erzählt hast?

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      Zitat von Maedchen1990 Beitrag anzeigen
      Das ist manchmal schwerer, als man denkt.

      Jetzt verstehe ich auch was Du mit dem Gewicht schummeln meinst.

      Würde es dem gehen, so "Nebenbei" zu essen, wenn es Deine Familie erlauben würde dabei fernzusehen? Manchmsl hilft es auch, wenn man das Essen in mehrere kleine Portionne aufteilt. Auf den ersten Blick denkt man, oh ist das viel. Wenn man dann aber nur einene Teil auf den Teller legt, denkt man, man isst nicht so viel, dann holt man nochmal nur ein Bisschen. Man wundert sich manchmal, was man auf diese Weise schafft.

      Bist Du denn manchmal im Restaurant zum Essen und wie komms Du damit klar? BZW, kannst Du da alles essen?

      Ich überlege imer wieder was mt dem Ausdruck Decke auf den Kopf fallen gemeint ist, ich hatte das immer als Langeweile interpretiert, das muß aber noch einen anderen Sinn haben. Sei froh, dass Du Jemanden hast, mit dem Du drüber reden kannst.
      Kannst Du definieren, wie lange Du dieses Problem schon hast und wie und wann es bei Dir angefanngen hat?
      Also, beim Essen fernzusehen, werden meine Eltern wahrscheinlich nie erlauben, und ich will es auch eigentlich gar nicht. Aber das mit den mehreren kleinen Portionen mach ich schon, und das funktioniert auch ganz gut - es ist einfach leichter und so schaff ich viel mehr

      Ja, wir gehen ab und zu am Wochenende mit der ganzen Familie irgendwo essen, und da komm ich meistens damit klar... ich überleg mir halt, okay, du bestellst jetzt das und das, und dann ess ich das auch auf - ich hab nämlich ein echtes Problem damit, Essen wegzuschmeißen.^^ Ich bin da relativ gut informiert über unsere Wegwerfgesellschaft und ich finde, es ist einfach ein Unding dass so viele gute Lebensmittel einfach in den Müll wandern, nur weil sie nicht in irgendein dämliches Schema der Lebensmittelindustrie hineinpassen (z.B. zu krumme Gurken!!). Deswegen schau ich, dass ich und meine Familie die Abfälle möglichst gering halten. Und im Restaurant ess ich dann auch meinen Teller auf.

      Mir ist die Decke auf den Kopf gefallen - das kannst du so verstehen: Klar war es langweilig, den ganzen Tag nur zuhause zu sein, aber vor allem war es einfach bedrückend, immer von meiner Familie umgeben zu sein und ich hab mich echt irgendwie eingesperrt gefühlt. Ich brauch einfach auch mal "Auslauf", ich kann nicht den ganzen Tag nur zuhause hocken, dann werd ich echt aggressiv.

      Meine ES hab ich inzwischen seit gut 1,5 Jahren. Die Abnehm-Phase hat aber schon vorher angefangen, so im Februar 2010. Seit ca. Juli 2010 bin ich in Behandlung bei verschiedenen Therapeuten, bei meiner jetzigen bin ich seit einem guten Jahr.

      Ich will unbedingt aus dieser Scheiße raus!! Gestern hatte ich wieder Therapiestunde und hatte schon wieder ein paar gramm abgenommen. -.- wenn ich bis zum nächsten Mal wieder abnehmen sollte, muss ich wahrscheinlich echt in die Klinik... Verdammt, ich will das nicht!!
      Gerade heute haben Leute aus meinem Deutschkurs wieder über ne Mitschülerin geredet, die momentan wegen Magersucht in der Klinik ist. Sie hat deswegen schon ein Schuljahr wiederholt und falls sie dieses Jahr wieder länger in der Klinik bleiben muss, kann sie wahrscheinlich ihr Abi nicht mehr machen, jedenfalls nicht ganz normal an der Schule...
      Es ist einfach nur traurig, wie diese beschissene Krankheit einem alles so kaputt machen kann. Begabte, ehrgeizige Mädchen verbauen sich so ihre Zukunft oder verlieren zumindest einige schöne Jahre. Ich will das alles nicht, ich will mein Abi ganz normal machen, und zwar gesund, mit einem gesunden Geist in einem gesunden Körper mit normalem Gewicht, und ich will mich wohlfühlen!! Oh mann, das ist doch kein unerreichbares Ziel..

      Kommentar


        Zitat von 11einself Beitrag anzeigen
        Hallo ihr lieben

        Diesmal berichte ich nicht von meiner persönlichen Situation, sondern von einer (für mich verdammt schockierenden) Situation aus dem Unterricht.
        Wir hatten heute das Thema Essstörungen in Englisch, da einer der Texte davon handelt. Es geht um eine Mutter, die von den Problemen ihrer Tochter spricht & von ihrer ES erzählt. Das Mädchen ist bulimisch & verfällt später der Magersucht.
        Zuerst hat uns die Lehrerin erklärt, was das alles überhaupt ist. Schon da hat es mich gewundert, wie wenig meine Klassenkameraden über ein so wichtiges Thema wissen. Und da kam dann der Schock: Einige ''obercoole'' haben, nachdem sie ein bisschen aufgeklärt wurden, angefangen, sich darüber lustig zu machen. Sie haben allen ernstes darüber gelacht & Fragen gestellt wie ''Wie kann man nur so blöd sein & nichts essen!?'' oder ''Wer magert sich schon freiwillig ab? lol!''
        Ich wäre am liebsten aufgestanden & hätte jedem einzelnen von denen die Fr*sse poliert.
        Ich verstehe nicht, wie man sich über so etwas lustig machen kann!!?
        Und vor allem taten alle so, als wäre eine ES nur ''oberflächlich''. Als ob nichts anderes dahinterstecken würde, als der Wunsch, dünn zu sein.
        Die wissen alle rein gar nichts darüber, die verstehen nicht, dass man das Thema Ernst nehmen sollte, und sie wissen auch nicht, wie viele darunter leiden!
        Ich habe mich echt furchtbar gefühlt nach der Stunde..
        Was wäre wohl, wenn sie wüssten, dass es auch jemanden aus der Klasse gibt, der darunter leidet? :/

        War das bei euch auch so, falls ihr das Thema in der Schule hattet? Wie haben sich die Schüler verhalten & was haben sie dazu gesagt?

        Liebe Grüße. <3
        Hallo 11einself

        das ist leider echt ein häufiges Problem, viele Jugendliche haben einfach überhaupt keine Ahnung von der Thematik und spielen das ganze gerne mit ein paar doofen Sprüchen herunter. Aber das ist kein böser Wille oder so, sie denken einfach nicht daran, dass es auch in ihrem direkten Umfeld Betroffene geben könnte...
        Bei uns an der Schule ist das glücklicherweise nicht wirklich so. Die meisten wissen ein bisschen was über Essstörungen und so und es werden wenig Witze darüber gemacht. Es gibt halt, wie wahrscheinlich überall, ein paar Leute deren Essverhalten etwas seltsam ist und die auch gerne mal so Sprüche bringen wie: "Ich würd ja gern abnehmen, aber ich esse so gerne", dann blöd lachen und in der Pause doch nur Karotten und Äpfel essen. Keine Ahnung.
        Ich bin aber auch ziemlich empfindlich geworden, was das Thema Essen und Ernährung angeht. Bei uns ist der Ausdruck "Bulimie-Lernen" bei einigen gebräuchlich (sprich: kurz vor Klausuren schnell ganz viel lernen und danach alles wieder vergessen) und sogar dann zucke ich innerlich immer ein bisschen zusammen, weil ich halt an die eigentliche Bedeutung von Bulimie denken muss...


        Mal noch eine Frage an alle: Werdet ihr eigentlich ab und zu in der Schule darauf angesprochen, dass ihr abgenommen habt/ mehr essen solltet oder sonst was in die Richtung?? Und wenn ja, wie reagiert ihr dann darauf?

        Liebe Grüße und viel Kraft euch allen!! <3

        Kommentar


          Zitat von smileyLouLou Beitrag anzeigen

          Mal noch eine Frage an alle: Werdet ihr eigentlich ab und zu in der Schule darauf angesprochen, dass ihr abgenommen habt/ mehr essen solltet oder sonst was in die Richtung?? Und wenn ja, wie reagiert ihr dann darauf?

          Liebe Grüße und viel Kraft euch allen!! <3
          Nicht mehr im Moment. Aber vor einiger Zeit so gut wie täglich. Ich habe eigentlich garnicht so wirklich reagiert, nur mit einem "mhm." Besonders schwierig fand ich es, wenn jemand gesagt hat, dass ich ja so abgenommen habe. Einmal meinte meine Freundin (als wir auf so eine Glastür zugelaufen sind und wir uns logischerweise gespiegelt haben): "boah M., du bist so dünn. wie machst du das?" Ich dachte echt nur: fuck. Da war ich kein bisschen stolz, ich meinte nur irgendwas unglaubwürdiges wie: "viel Sport. " Sicher, ganz ganz sicher. Da setzt mein Galgenhumor immer ein, was hätte ich sagen sollen!?

          Kommentar


            Zitat von DarkenedDays1 Beitrag anzeigen
            Nicht mehr im Moment. Aber vor einiger Zeit so gut wie täglich. Ich habe eigentlich garnicht so wirklich reagiert, nur mit einem "mhm." Besonders schwierig fand ich es, wenn jemand gesagt hat, dass ich ja so abgenommen habe. Einmal meinte meine Freundin (als wir auf so eine Glastür zugelaufen sind und wir uns logischerweise gespiegelt haben): "boah M., du bist so dünn. wie machst du das?" Ich dachte echt nur: fuck. Da war ich kein bisschen stolz, ich meinte nur irgendwas unglaubwürdiges wie: "viel Sport. " Sicher, ganz ganz sicher. Da setzt mein Galgenhumor immer ein, was hätte ich sagen sollen!?
            Ging mir oft genauso. Ich wusste nie so genau, was ich antworten sollte... Mittlerweile werd ich auch nicht mehr so oft drauf angesprochen, es trauen sich eigentlich auch nur wenige, mir ins Gesicht zu sagen, dass ich zu dünn bin. Aber jedes mal, wenn sie das tun, erschrecke ich, weiß nicht was ich antworten soll und bekomm dann auch mehr Motivation, zuzunehmen - aber wenn wir dann beim Essen sind, klappt's oft eben doch nicht
            Ich finde es jedenfalls total schwierig, auf so Fragen zu antworten...

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              Zitat von smileyLouLou Beitrag anzeigen

              Mal noch eine Frage an alle: Werdet ihr eigentlich ab und zu in der Schule darauf angesprochen, dass ihr abgenommen habt/ mehr essen solltet oder sonst was in die Richtung?? Und wenn ja, wie reagiert ihr dann darauf?
              Ich werde/wurde von Freunden öfter angesprochen, ob ich denn überhaupt was essen würde. Und eine mittlerweile sehr gute Freundin meint immer wieder "Ich könnte nicht den ganzen Schultag nur von Äpfeln/Gurken/Paprika etc. leben". Oder wenn ich Kekse und so ablehne kommen auch gerne mal Kommentare wie "Du bist so dünn, das kannst du dir echt erlauben".
              Ich erfinde meist irgendwelche Ausreden wie "ich esse zuhause" "Ich hab so viel gefrühstückt" und sowas. Kommt halt davon, dass die meisten nichts von der ES wissen. Und wegen dem dünn sein "Das täuscht, soo dünn bin ich gar nciht" oder "Nee, ich hab nicht abgenommen" und sowas...

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                Zitat von smileyLouLou Beitrag anzeigen
                Hallo 11einself

                das ist leider echt ein häufiges Problem, viele Jugendliche haben einfach überhaupt keine Ahnung von der Thematik und spielen das ganze gerne mit ein paar doofen Sprüchen herunter. Aber das ist kein böser Wille oder so, sie denken einfach nicht daran, dass es auch in ihrem direkten Umfeld Betroffene geben könnte...
                Bei uns an der Schule ist das glücklicherweise nicht wirklich so. Die meisten wissen ein bisschen was über Essstörungen und so und es werden wenig Witze darüber gemacht. Es gibt halt, wie wahrscheinlich überall, ein paar Leute deren Essverhalten etwas seltsam ist und die auch gerne mal so Sprüche bringen wie: "Ich würd ja gern abnehmen, aber ich esse so gerne", dann blöd lachen und in der Pause doch nur Karotten und Äpfel essen. Keine Ahnung.
                Ich bin aber auch ziemlich empfindlich geworden, was das Thema Essen und Ernährung angeht. Bei uns ist der Ausdruck "Bulimie-Lernen" bei einigen gebräuchlich (sprich: kurz vor Klausuren schnell ganz viel lernen und danach alles wieder vergessen) und sogar dann zucke ich innerlich immer ein bisschen zusammen, weil ich halt an die eigentliche Bedeutung von Bulimie denken muss...


                Mal noch eine Frage an alle: Werdet ihr eigentlich ab und zu in der Schule darauf angesprochen, dass ihr abgenommen habt/ mehr essen solltet oder sonst was in die Richtung?? Und wenn ja, wie reagiert ihr dann darauf?

                Liebe Grüße und viel Kraft euch allen!! <3
                Das ist halt leider so, dass, viele nicht darüber Bescheid wissen, zum einen ist es ja auch gut, weil es sie dann nicht betrifft und vllt denken sie sogar dass es ihren Mitschülern genauso geht.

                Denn wenn man sich nicht mit dem Thema beschäfftigt,wird man auch nicht so emfindlich darauf reagieren, wie eben die Betroffenen.


                Was das ansprechen angeht. Das ist bei mir ist es schon so, das ich oft darauf angesprochen werde, wie dünn ich doch wäre, dabei kommt es mir selbst gar nicht mal so extrem vor, das kann aber auch ein Zeichen von falscher Selbstwahrnehmung sein.

                Ich bin vor einiger Zeit schon mal erschrocken als ich meine Ex-Beste-Freundin gesen habe und dachte mir, oje wie dünn sie doch ist. Nur mit dem Unterschied, dass sie erheblich mehr wiegt als ich, das hat mir schon zu denken gegeben.

                Was müssen manche Leute dann erst denken, wenn sie mich sehen.
                Zuletzt geändert von Maedchen1990; 23.11.2012, 22:10.

                Kommentar


                  Zitat von smileyLouLou Beitrag anzeigen
                  Mal noch eine Frage an alle: Werdet ihr eigentlich ab und zu in der Schule darauf angesprochen, dass ihr abgenommen habt/ mehr essen solltet oder sonst was in die Richtung?? Und wenn ja, wie reagiert ihr dann darauf?

                  Liebe Grüße und viel Kraft euch allen!! <3
                  Ich werde kaum darauf angesprochen, dass ich doch "soo dünn" sei. Ich denke ich werde als dünn, aber nicht extrem dünn wahrgenommen. Hilft meinem Selbstbild aber auch nicht weiter, schließlich ist ein Teil von mir mit dünn nicht zufrieden und will unbedingt extrem dünn, weil für ihn gilt dünn ist fast schon normal und normal sieht er als dick an. Unlogik. Krank eben.
                  Manchmal wird mir gesagt, dass ich dünn geworden wäre, oder neulich hat ein Mitschüler über seinen (natürlich) extrem dünnen Bruder gesprochen und meinte er sähe von der Figur her ähnlich aus wie ich. Solche kleinen Bemerkungen kommen selten vor. Spricht man mich (in den seltenen Fällen) direkt drauf an, dann verneine ich entweder oder spiele es herunter.

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                    Zitat von Maedchen1990 Beitrag anzeigen
                    ...
                    Bin allerdingst etwas überrascht, dass Ihr das in Französisch und Englich macht.
                    ...
                    Aber wie will man das machen. Erstens traut sich das mit Sicherheit keiner und zweitens müsste man sich dafür Outen.
                    Wir nehmen das Thema dieses Jahr auch in Biologie durch, aber angesprochen wird es schon ein bisschen früher, wahrscheinlich damit die Schüler wenigstens ein bisschen darüber bescheid wissen. (Außerdem passt es auch zum allgemeinen Thema, das wir in Englisch durchnehmen.)

                    Das mit dem Outen ist auch so eine Sache.. Ich kann es mir nämlich echt nicht anhören, wenn ständig gesagt wird 'Die Mädchen wollen dünn sein', weil das niemals der einzige Gründ ist. Dann wird wieder alles komplett missverstanden. -.-

                    Zitat von smileyLouLou Beitrag anzeigen
                    Hallo 11einself
                    ...
                    Sie denken einfach nicht daran, dass es auch in ihrem direkten Umfeld Betroffene geben könnte.
                    ...
                    und sogar dann zucke ich innerlich immer ein bisschen zusammen, weil ich halt an die eigentliche Bedeutung von Bulimie denken muss...
                    ...
                    Mal noch eine Frage an alle: Werdet ihr eigentlich ab und zu in der Schule darauf angesprochen, dass ihr abgenommen habt/ mehr essen solltet oder sonst was in die Richtung?? Und wenn ja, wie reagiert ihr dann darauf?
                    ...
                    Liebe Grüße und viel Kraft euch allen!! <3
                    Hallo
                    Ja, das stimmt natürlich auch. Das ist aber auch so ähnlich wie bei SvV.. Wer sich ritzt ist das ''Emo-Opfer, das Aufmerksamkeit sucht''. Was in Wahrheit dahinter steckt, wissen sie nicht & verstehen sie auch nicht.

                    In solchen Situationen werde ich auch oft nervös, auch allgemein wenn das Thema schon angesprochen wird. Man ist ja selber betroffen & wenn dann darüber geredet wird, sprechen alle ja indirekt über mich, und da fühle ich mich sehr unwohl. Auch bei den Begriffen geht es mir genau wie dir.

                    Ich wurde schon ziemlich oft angesprochen. Hatte meinen 'Tiefpunkt' in den Sommerferien, als ich für 2 Wochen alleine bei meiner Familie in einem anderen Land verbrachte. Ich war vorher schon recht lange auf Diät, also wusste meine Familie, dass ich mir selber koche & keine Süßigkeiten usw. esse. Über diese 2 Wochen habe ich extremst gehungert, habe sehr schnell sehr viel abgenommen. Als ich wieder zu Hause war, war meine Mutter schon total geschockt, und dann am 1. Schultag auch alle meine Klassenkameraden. Zuerst kamen nur Kommentare wie ''Maaan, du bist viel zu dünn! *grins grins* ^^'', bis ich dann ein mal nach dem Unterricht von einem Mädchen ganz ernst darauf angesprochen wurde. Nach der 1. Sportstunde wurde ich dann auch vom Schulpsychologen gefragt, ob alles okay sei, da die Sportlehrerin ihn gebeten hat, er soll mal mit mir darüber reden. Von ein paar anderen Lehrern bekam ich dann auch oft zu hören, ich solle ''mehr essen''. Auch wenn es allgemein ums Thema essen geht, kommen oft Kommentare wie ''Essen würde dir nicht schaden''. Mittlerweile habe ich mich schon daran gewöhnt, tue auch so, als würde ich es mit Humor nehmen, aber anfangs war ich schon sehr verlegen & wusste nicht, was ich sagen soll. Bei den Lehrern versuche ich meistens, nicht allzu lang darüber zu reden.. Geht halt leider nicht immer :/

                    Vielen Dank & auch dir alles alles Gute!
                    Grüße <3

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                      Ich lese schon länger mit und wollte jetzt auch mal etwas schreiben.
                      Ich bin seit ungefähr 2 Jahren essgestört, habe das aber nach einer Therapie weitgehend in den Griff bekommen. Ich bin mittlerweile wieder im Normalgewicht, die Gedanken sind aber immer da geblieben, auch wenn ich sie oft verdrängen konnte. In letzter Zeit fühle ich mich wieder so richtig dick und unwohl, finde die Zahl auf der Waage viel zu groß und hasse mich wirklich dafür, frage mich oft wieso ich in den letzten Monaten so viel gegessen und zugenommen habe. Ich hab letztens ein Foto gesehen, dass meine beste Freundin gemacht hat. Darauf trage ich ein knappes, flatteriges Kleid und hatte allerdings auch noch einige Kilos weniger auf den Rippen. Ich fand meine Figur wirklich gut auf dem Foto, damals fand ich mich natürlich kein bisschen dünn, aber jetzt eben schon. Zu diesem Gewicht möchte ich eigentlich auch gar nicht mehr hin, weil das nur wenige Kilos von meinem Tiefstgewicht entfernt war und wirklich schon einige Knochen hervortraten, auch wenn ich das damals nie wahrgenommen habe. Aber meine Beine, Arme etc. fand ich wirklich gut auf dem Bild.. ich weiß nicht, was ich machen soll. Es wird wieder stärker, von den Gedanken her stecke ich eh schon wieder in der ES. Ich will die Magersucht irgendwie einfach nicht los lassen, egal wie dumm und naiv das ist. Und ich fühle mich so schrecklich, weil ich normalgewichtig aber doch essgestört bin. Ich weiß, dass eine Essstörung eigentlich eine Kopfsache ist, das Nicht-Essen ist ja nicht die Krankheit sondern eher das Symptom, aber ich denke, ein paar wissen wie ich mich fühle. Am liebsten würde ich mich grade der Krankheit einfach wieder hingeben, mich nicht mehr dagegen wehren. Ich weiß, wie schlecht das ist, und ich weiß auch was für Folgen das hat. Außerdem will ich meinen Freunden und meiner Familie nicht wieder so Sorgen bereiten, aber ich weiß einfach nicht was ich machen soll. Das heißt, eine Seite von mir weiß genau was sie machen soll, nämlich abnehmen. Aber dagegen wehrt sich immer noch die Stimme, die mir klar macht, wie schlecht das wäre, und das ich normalgewichtig, also gut bin. Aber das Problem ist, dass ich irgendwie nicht im NG sein will, sondern eher wieder im UG.Hat irgendjemand eine Idee, wie ich mich ablenken kann oder so? Den ganzen Tag drehen sich meine Gedanken wirklich nur um Kalorien, Essen, Figur, Gewicht und Abnehmen, das nimmt so viel ein, eigentlich alles.
                      Tut mir leid, vielleicht klingt dieser Text ein bisschen verwirrend, aber genau das bin ich auch.

                      Liebe Grüße <3

                      Kommentar


                        Zitat von FromHellToHeaven Beitrag anzeigen
                        Ich lese schon länger mit und wollte jetzt auch mal etwas schreiben.
                        Ich bin seit ungefähr 2 Jahren essgestört, habe das aber nach einer Therapie weitgehend in den Griff bekommen. Ich bin mittlerweile wieder im Normalgewicht, die Gedanken sind aber immer da geblieben, auch wenn ich sie oft verdrängen konnte. In letzter Zeit fühle ich mich wieder so richtig dick und unwohl, finde die Zahl auf der Waage viel zu groß und hasse mich wirklich dafür, frage mich oft wieso ich in den letzten Monaten so viel gegessen und zugenommen habe. Ich hab letztens ein Foto gesehen, dass meine beste Freundin gemacht hat. Darauf trage ich ein knappes, flatteriges Kleid und hatte allerdings auch noch einige Kilos weniger auf den Rippen. Ich fand meine Figur wirklich gut auf dem Foto, damals fand ich mich natürlich kein bisschen dünn, aber jetzt eben schon. Zu diesem Gewicht möchte ich eigentlich auch gar nicht mehr hin, weil das nur wenige Kilos von meinem Tiefstgewicht entfernt war und wirklich schon einige Knochen hervortraten, auch wenn ich das damals nie wahrgenommen habe. Aber meine Beine, Arme etc. fand ich wirklich gut auf dem Bild.. ich weiß nicht, was ich machen soll. Es wird wieder stärker, von den Gedanken her stecke ich eh schon wieder in der ES. Ich will die Magersucht irgendwie einfach nicht los lassen, egal wie dumm und naiv das ist. Und ich fühle mich so schrecklich, weil ich normalgewichtig aber doch essgestört bin. Ich weiß, dass eine Essstörung eigentlich eine Kopfsache ist, das Nicht-Essen ist ja nicht die Krankheit sondern eher das Symptom, aber ich denke, ein paar wissen wie ich mich fühle. Am liebsten würde ich mich grade der Krankheit einfach wieder hingeben, mich nicht mehr dagegen wehren. Ich weiß, wie schlecht das ist, und ich weiß auch was für Folgen das hat. Außerdem will ich meinen Freunden und meiner Familie nicht wieder so Sorgen bereiten, aber ich weiß einfach nicht was ich machen soll. Das heißt, eine Seite von mir weiß genau was sie machen soll, nämlich abnehmen. Aber dagegen wehrt sich immer noch die Stimme, die mir klar macht, wie schlecht das wäre, und das ich normalgewichtig, also gut bin. Aber das Problem ist, dass ich irgendwie nicht im NG sein will, sondern eher wieder im UG.Hat irgendjemand eine Idee, wie ich mich ablenken kann oder so? Den ganzen Tag drehen sich meine Gedanken wirklich nur um Kalorien, Essen, Figur, Gewicht und Abnehmen, das nimmt so viel ein, eigentlich alles.
                        Tut mir leid, vielleicht klingt dieser Text ein bisschen verwirrend, aber genau das bin ich auch.

                        Liebe Grüße <3
                        Ich kann dich gut verstehen, mir geht es genauso. Ich bin seit Monaten schon im NG, war auch in einer Klinik und komme einigermaßen klar, aber die Stimme im Kopf ist immer da. Ich habe auch oft so das Gefühl, ich WILL die Krankheit nicht loshaben, weil ich dann nichts mehr habe, an dem ich mich festhalten kann, nichts "besonderes" mehr habe, so dumm das auch klingt. Einerseits bin ich froh, dass ich wieder essen kann und nicht mehr hungern muss, aber andererseits ist die Verlockung, dünn zu sein, abzunehmen, wieder in diesen Rausch zu kommen, so groß. Als ich noch im UG war, musste ich mich meinen Problemen irgendwie viel weniger stellen, ich war wie betäubt, weil ich so schwach war und sich mein ganzes, aber wirklich ganzes Denken nur um Essen, Sport, Gewicht, Figur und Kalorien gedreht hat. Und sich damit zu beschäftigen, war irgendwie einfacher als mit der Wirklichkeit.
                        Was man dagegen machen kann, weiß ich auch nicht so genau. Bist du denn in Therapie? Also mir hilft immer ein bisschen, wenn ich mir vor Augen halte, dass das Hungern und Abnehmen immer nur von kurzer Dauer schön ist, und dass es irgendwann schrecklich wird, wenn man gar nichts mehr ohne schlechtes Gewissen essen kann. Und dass sich der Körper irgendwann alles zurückholt..oder man stirbt.

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                          Zitat von BreatheInBreatheOut Beitrag anzeigen
                          Ich kann dich gut verstehen, mir geht es genauso. Ich bin seit Monaten schon im NG, war auch in einer Klinik und komme einigermaßen klar, aber die Stimme im Kopf ist immer da. Ich habe auch oft so das Gefühl, ich WILL die Krankheit nicht loshaben, weil ich dann nichts mehr habe, an dem ich mich festhalten kann, nichts "besonderes" mehr habe, so dumm das auch klingt. Einerseits bin ich froh, dass ich wieder essen kann und nicht mehr hungern muss, aber andererseits ist die Verlockung, dünn zu sein, abzunehmen, wieder in diesen Rausch zu kommen, so groß. Als ich noch im UG war, musste ich mich meinen Problemen irgendwie viel weniger stellen, ich war wie betäubt, weil ich so schwach war und sich mein ganzes, aber wirklich ganzes Denken nur um Essen, Sport, Gewicht, Figur und Kalorien gedreht hat. Und sich damit zu beschäftigen, war irgendwie einfacher als mit der Wirklichkeit.
                          Was man dagegen machen kann, weiß ich auch nicht so genau. Bist du denn in Therapie? Also mir hilft immer ein bisschen, wenn ich mir vor Augen halte, dass das Hungern und Abnehmen immer nur von kurzer Dauer schön ist, und dass es irgendwann schrecklich wird, wenn man gar nichts mehr ohne schlechtes Gewissen essen kann. Und dass sich der Körper irgendwann alles zurückholt..oder man stirbt.
                          Ja, ich finde du hast das richtig gut beschrieben, das mit dem Verdrängen von anderen Problemen durch das Hungern. Ich war in Therapie, jetzt aber nicht mehr, ich habe mich mit der Therapeutin damals einfach nicht verstanden und wollte dann nicht mehr hin. Außerdem war ich nur noch im leichten UG, jetzt wieder im unteren NG also dachte ich mir, dass es nicht schlimm ist die Therapie zu beenden. Das war im August.
                          Ein Teil von mir will das ja auch alles gar nicht, ich will einfach essen können, was und wann und wie viel ich will, ohne schlechtes Gewissen. Und wenn ich mich dann wiege oder in den Spiegel schau, sind diese ganzen Vorsätze wieder verflogen.

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                            Zitat von BreatheInBreatheOut Beitrag anzeigen
                            Als ich noch im UG war, musste ich mich meinen Problemen irgendwie viel weniger stellen, ich war wie betäubt, weil ich so schwach war und sich mein ganzes, aber wirklich ganzes Denken nur um Essen, Sport, Gewicht, Figur und Kalorien gedreht hat. Und sich damit zu beschäftigen, war irgendwie einfacher als mit der Wirklichkeit.
                            Wie wahr, wie wahr..

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                              Zitat von FromHellToHeaven Beitrag anzeigen
                              Ein Teil von mir will das ja auch alles gar nicht, ich will einfach essen können, was und wann und wie viel ich will, ohne schlechtes Gewissen. Und wenn ich mich dann wiege oder in den Spiegel schau, sind diese ganzen Vorsätze wieder verflogen.
                              Wahnsinn, du hast gerade meine Situation so exakt wie noch niemand davor beschrieben.

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                                ich lese schon etwa seit einer Woche mit und wollte mal fragen wie ihr gemerkt habt dass ich eine Essstörung habt?
                                ich achte momentan, mehr als sonst, auf eine gesunde Ernährung, mache viel mehr sport und schaue jeden Tag meine Figur / meinem Körper im Spiegel an. manchmal denke ich dass es normal ist, andererseits hab ich das früher nie gemacht und weiß nicht was ich davon halten.

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