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Reine Gesprächstherapie?

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    Reine Gesprächstherapie?

    Hallo zusammen,

    weil ich verschiedene Dinge aus meiner Vergangenheit, vor allem die nicht einfache Situation mit meinen Eltern und zum Schluss meinem Vater nicht ganz verarbeitet habe und ich je nach Tagesform mal mehr und mal weniger darunter leide (aber mit meinen Eltern auch nicht sprechen kann und will, weil ich dazu die Kraft nicht mehr habe und weiß, wie das endet), denke ich konkret an eine Therapie. Mein Freund unterstützt das, wir haben gestern lang darüber geredet. Ich bin inzwischen so beeinträchtigt von dem Thema Vergangenheit, dass ich einfach damit abschließen möchte und merke, ich leide darunter.

    Ich möchte jedoch am liebsten - sofern möglich - einfach nur mit dem Therapeuten "reden" und versuchen, die Situation über Gespräche zu lösen. Gibt es reine Gesprächstherapien? Das Letzte, was ich wollen würde, ist dass mich ein Arzt in die Psychiatrie einweist oder mir seltsame Medikamente verabreicht. Ich möchte sprechen und erklären, was passiert ist und was mich bis heute gelegentlich sehr belastet (Tagesform, heute schlimmer, gestern überhaupt nicht).

    Geht das überhaupt und wenn ja, wäre es möglich, einem Therapeuten gleich zu Beginn mitzuteilen, dass ich nur sprechen möchte und nicht in irgendeine Psychiatrie möchte? Ich frage deswegen so "blöde" (tut mir leid, wenn ich blöde Fragen stelle), weil ich in dem Bereich schlicht keine Erfahrung habe und hoffe, dass mir vllt. jemand hilft, der diese Erfahrungen bereits gemacht hat. Wäre lieb, wenn mir jemand Auskunft gibt .

    #2
    Also ich bin jetzt kein Experte und habe auch (noch) keine eigene Erfahrung mit Therapien, aber natürlich gibt es reine Gesprächstherapien. Ich würde sogar behaupten, dass das nach wie vor die klassische Therapieform ist, die häufig auch um weitere Formen der therapeutischen Behandlung erweitert wird bzw. werden kann. Gibt da verschiedene Herangehensweisen und Methoden, über Gesprächstherapie vergangene Erlebnisse, Traumata usw. zu verarbeiten.

    Such am besten mal im Internet nach Therapeuten in deiner Umgebung. Schau dir die Websiten an, recherchie die Lebensläufe und Spezialisierungen der Therapeuten und vergleiche Bewertungen. Und dann kannst du anrufen und Probesitzungen abmachen - je nach dem kann es aber sein, dass du etwas warten musst.

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      #3
      Zitat von Venom Beitrag anzeigen
      Also ich bin jetzt kein Experte und habe auch (noch) keine eigene Erfahrung mit Therapien, aber natürlich gibt es reine Gesprächstherapien. Ich würde sogar behaupten, dass das nach wie vor die klassische Therapieform ist, die häufig auch um weitere Formen der therapeutischen Behandlung erweitert wird bzw. werden kann. Gibt da verschiedene Herangehensweisen und Methoden, über Gesprächstherapie vergangene Erlebnisse, Traumata usw. zu verarbeiten.

      Such am besten mal im Internet nach Therapeuten in deiner Umgebung. Schau dir die Websiten an, recherchie die Lebensläufe und Spezialisierungen der Therapeuten und vergleiche Bewertungen. Und dann kannst du anrufen und Probesitzungen abmachen - je nach dem kann es aber sein, dass du etwas warten musst.
      Danke . Ich weiß schon, wie ich das "machen" muss - erst zum Hausarzt, dann muss ich von der Krankenkasse eine Liste mit Therapeuten anfordern und kann da Adressen aussuchen. Ich hoffe, dass vielleicht mein Hausarzt jemanden empfehlen kann, den er kennt. Das Letzte, was ich jetzt brauchen kann, wäre ein "Friss oder Stirb"-Therapeut, der mir nicht gut tut oder unfreundlich oder irgendwie komisch ist. Dass das dauern kann, ist mir fast egal - ich möchte nur den ersten Schritt setzen.

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        #4
        Zitat von die-Aileen Beitrag anzeigen

        Danke . Ich weiß schon, wie ich das "machen" muss - erst zum Hausarzt, dann muss ich von der Krankenkasse eine Liste mit Therapeuten anfordern und kann da Adressen aussuchen. Ich hoffe, dass vielleicht mein Hausarzt jemanden empfehlen kann, den er kennt. Das Letzte, was ich jetzt brauchen kann, wäre ein "Friss oder Stirb"-Therapeut, der mir nicht gut tut oder unfreundlich oder irgendwie komisch ist. Dass das dauern kann, ist mir fast egal - ich möchte nur den ersten Schritt setzen.
        Das ist ja gut. Aber du musst dich nicht auf diese Liste beschränken, du kannst dich auch eigenständig informieren. Je mehr du über den Therapeuten und seine Praxis weißt, desto besser. Häufig vermitteln die Webseiten schon einen ersten Eindruck davon, wie sehr einem der Therapeut oder die Therapeutin zusagt. Nach Empfehlungen zu fragen, ist eine gute Idee!

        Ich verstehe das mit dem ersten Schritt, das ist wirklich das Wichtigste. Viel Erfolg!

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          #5
          Wenn du keine Medikamente willst, geh am besten mal zu einem Psychologen und nicht zu einem Psychiater. Psychologen dürfen gar keine Medikamente verordnen und gehen deswegen meistens Richtung Gesprächstherapie.

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            #6
            Das wusste ich jetzt nicht. Also kann ich frei wählen, wo ich hin möchte und wen ich als "passend" ansehe? Ich wollte mich auch im Internet informieren, vielleicht gibt auch das Telefonbuch was her. Da stehen ja vorne irgendwo die ganzen Ärzte drin!

            Mir ist es wichtig, endlich Klarheit zu schaffen und alles aufzuarbeiten, was mich belastet. Es kann einfach nicht sein, dass ich immer wieder von Angst übermannt werde oder die Vergangenheit mich so sehr beeinflusst, wie sie es zur Zeit noch tut. Ich dachte eigentlich, es hinter mir gelassen zu haben, aber da scheint doch noch vieles im Argen zu liegen und allein oder mit meinem Freund schaffe ich das nicht.

            Zitat von Nayeela Beitrag anzeigen
            Wenn du keine Medikamente willst, geh am besten mal zu einem Psychologen und nicht zu einem Psychiater. Psychologen dürfen gar keine Medikamente verordnen und gehen deswegen meistens Richtung Gesprächstherapie.
            Oh ja, danke. Das habe ich auch nicht gewusst. Das war noch so ein Unterschied, den ich nicht berücksichtigt hatte. Habe halt noch nie mit dem Thema zu tun gehabt.

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              #7
              Zitat von die-Aileen Beitrag anzeigen
              Das wusste ich jetzt nicht. Also kann ich frei wählen, wo ich hin möchte und wen ich als "passend" ansehe? Ich wollte mich auch im Internet informieren, vielleicht gibt auch das Telefonbuch was her. Da stehen ja vorne irgendwo die ganzen Ärzte drin!
              Absolut! Du sollst dich wohl fühlen.

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                #8
                Zumindest einen Übersicht über die Thearpeuten in deiner Region, groben Ablauf etc. kannst du hier finden

                https://www.psychotherapiesuche.de/pid/ersteschritte
                "Es gibt eine Theorie, die besagt, wenn jemals irgendwer genau herausfindet, wozu das Universum da ist und warum es da ist, dann verschwindet es auf der Stelle und wird durch noch etwas Bizarreres und Unbegreiflicheres ersetzt. - Es gibt eine andere Theorie, nach der das schon passiert ist."- Douglas Adams

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                  #9
                  Zitat von Bzbe Beitrag anzeigen
                  Zumindest einen Übersicht über die Thearpeuten in deiner Region, groben Ablauf etc. kannst du hier finden

                  https://www.psychotherapiesuche.de/pid/ersteschritte
                  Danke, das ist lieb. Da lese ich mich nachher ein, wird sicher hilfreich sein.

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                    #10
                    Zitat von Bzbe Beitrag anzeigen
                    Zumindest einen Übersicht über die Thearpeuten in deiner Region, groben Ablauf etc. kannst du hier finden

                    https://www.psychotherapiesuche.de/pid/ersteschritte
                    Du hast immer so gute Seiten etc. parat. Echt hilfreich.

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                      #11
                      Die Seite ist tatsächlich sehr hilfreich und vor allem so geschrieben, dass man auch dann, wenn man bisher nie mit dem Thema irgendwas zu tun gehabt hat, weiß um was es geht und sich was drunter vorstellen kann. Wirklich vielen Dank!

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                        #12
                        die-Aileen Gern geschehen. Ich hoffe du findest einen passenden und die Therapie hilft. In jedem Fall alles Gute!
                        "Es gibt eine Theorie, die besagt, wenn jemals irgendwer genau herausfindet, wozu das Universum da ist und warum es da ist, dann verschwindet es auf der Stelle und wird durch noch etwas Bizarreres und Unbegreiflicheres ersetzt. - Es gibt eine andere Theorie, nach der das schon passiert ist."- Douglas Adams

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                          #13
                          Nicht um dir Angst zu machen aber: Es kann manchmal etwas dauern, bis man einen Therapeuten findet, mit dem man sich wirklich wohl fühlt. Zwinge dich nicht dazu über deine Probleme zu reden, wenn du dich dabei nicht wohlfühlst. Das kann im blödsten Fall alles nur schlimmer machen. Viele Therapeuten bieten eine erste Unterredung an, um sich kennenzulernen und nehmen es auch nicht persönlich, wenn man danach nicht zu ihnen will.
                          Ich war bei 5 verschiedenen Therapeuten bis ich meine jetzige gefunden habe, bei der ich wirklich reden konnte.

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                            #14
                            Ja, natürlich gibt es das. Das ist gar nicht mal so unüblich. Verhaltens- oder andere Formen der Therapie werden normalerweise nur bei bestimmten psychischen Erkrankungen genutzt. Wenn man wegen Stress, privater Probleme oder Ähnlchem eine Therapie macht, ist das sehr oft eine reine Gesprächstherapie.
                            Ich finde auch gut, dass du dich dazu entschieden hast, Therapien können wirklich viel helfen. Gib auch nicht auf, falls du nicht so schnell einen (geeigneten) Therapeuten findest. Wie Nayeela schon gesagt hast, solltest du einen finden, bei dem du dich wohlfühlst. Sonst hat das Ganze wenig Sinn.

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                              #15
                              Vielen Dank, das ist echt lieb von euch!

                              Ich möchte einfach nicht, dass sich meine probleme, von denen ich sowieso weiß sie zu haben, weiter ausbreiten und mich beeinträchtigen. Wir möchten heiraten, irgendwann sind für uns auch Kinder ein Thema (am liebsten zwei), und das kann ich nicht auf mich nehmen, wenn ich psychische Altlasten mit mir herumtrage. Ich merke schon seit Dezember, dass ich diese Probleme habe und vielleicht war auch eine lange Debatte im Spätherbst über meinen Auftritt in der Öffentlichkeit und meine Wirkung auf andere (ich war ja nicht ohne Grund so unfreundlich zu vielen, der Grund könnte auch in meiner familiären Vorgeschichte mit begründet sein) daran beteiligt.

                              Ich wollte mich kommende Woche, wenn ich hoffentlich wieder klarer denken kann (nicht wegen Corona, sondern weil es mir dieser Tage einfach nur sch... geht und ich heute zuhause geblieben und zum Arzt bin, weil ich einfach psychisch total "down" bin), darum bemühen, voran zu kommen. Dann ist der erste Schritt gesetzt, dann geht es hoffentlich wieder aufwärts. Wie lange es dann geht und wie lange ich brauche, um einen guten Therapeuten zu finden/eine gute Therapeutin, ist fast nebensächlich. Hauptsache ich spüre, es wird was getan.

                              Ist eigentlich eine Therapeutin oder ein Therapeut besser geeignet?
                              Ich meine, es geht ja nicht um ein reines "Frauenthema", über das ich nur von Frau zu Frau reden wollen/können würde.

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