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Einfach nur verzweifelt...

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    Einfach nur verzweifelt...

    Hallo,

    also...ich muss das einfach mal loswerden. Ich weiß nämlich langsam wirklich nicht mehr, was ich machen soll. Es ist, als würde ich an dieser Last ersticken. Dabei komme ich mir selbst so albern vor...

    Es ist so:
    Ich habe vor etwa einem halben Jahr die Ausbildung zur Kinderpflegerin begonnen und die Schule macht mir sogar Spaß. Ich habe den Eindruck, der Unterricht bringt mir wirklich etwas und ich lerne etwas fürs Leben. Der Erlernte ergibt für mich einen Sinn, nicht so wie auf meiner alten Schule. Ich habe mich Ach und Krach meinen Realschulabschluss geschafft, aber die Schule habe ich gehasst. Es erschien mir alles so sinnlos... Doch das ist jetzt anders. Wenn es da nicht ein kleines, aber feines Problem gäbe...
    Ich arbeite einmal in der Woche im Kindergarten. Die Arbeit macht mir sehr viel Spaß, ich liebe Kinder und die Kinder haben mich auch gut aufgenommen. Aber ich muss jede Woche ein Angebot (Basteln, Bauen, Kochen, ...) mit den Kindern machen, bei dem auch meine Anleiterin dabei ist. Es macht mich verrückt, wenn mir jemand auf die Finger schaut. Ich weiß, dass das nicht anders geht, aber dieses Unwohlsein hat sich inzwischen in eine richtige Angst entwickelt. Ich könnte schon in Tränen ausbrechen, wenn ich nur daran denke. Dieser Druck bringt mich fast um. Dazu kommt, dass ich weiß, dass ich in der Praxis nicht unbedingt gut bin. Ich bin immer furchtbar nervös, wenn mir jemand zuschaut. Ich zittere, vergesse alles mögliche und und und... Dementsprechend fallen dann auch die Reflexionsgespräche aus. Ich kenne meine Fehler, ich weiß ganz genau, was ich falsch gemacht habe. Aber ich kann es nicht ändern. Weil ich mich der Situation immer weniger gewachsen fühle.

    Deprimierend war für mich auch, dass ich als Note nur eine 3-4 bekommen habe. Begründung: Du kannst sehr gut mit den Kindern umgehen, bist sehr selbstkritisch, kannst gut beobachten und im Schriftlichen bist du allgemein sehr gut. ABER: Du hast kein Selbstbewusstsein.
    Kein Selbstbewusstsein. Ja! Ja, ich weiß es! Ja, verdammt noch mal, ich weiß es! Das sagt man mir, seitdem ich in die 1. Klasse gekommen bin. Ich persönlich finde, dass ich mich gebessert habe. Ich war bei einer Psychologin und seitdem gehe ich ganz anders mit meinem Umfeld um. Ich lasse viel weniger an mich heran und nehme mir nicht mehr so viel zu Herzen. Ich fühle mich sicherer, ich bin nicht mehr dieselbe wie vor noch 3 Jahren. Aber es merkt niemand außer mir. Für alle anderen bin ich die kleine graue Maus ohne Selbstbewusstsein. Ich kann machen, was ich will. Diese Schüchternheit kann ich nicht abstreifen.
    Und das behindert mich auch im Kindergarten. Langsam komme ich mir paranoid vor, vielleicht bin ich es ja auch. Aber ich habe immer das Gefühl, alle Erzieherinnen beobachten mich und denken: "Was will die eigentlich hier? Die hat wohl den Beruf verfehlt."
    Sie sind zwar alle sehr nett, aber bei manchen frage ich mich wirklich, ob das nicht nur aufgesetzt ist. Ich fühle mich so unsicher. Ich muss mit den Mitarbeitern Kontakt aufnehmen, ich muss mit ihnen Dinge absprechen und und und... Aber ich schaffe es nicht. Ich komme mir so blöd vor, dass ich nicht mal die einfachsten Dinge auf die Reihe kriege...

    Ich habe Angst. Angst vor jedem Freitag, wenn ich wieder ein Angebot mit den Kindern machen muss. Ich kann nachts nicht schlafen, weine nur und fühle mich wie eine Versagerin. Warum? Ja, das frage ich mich auch. Es gibt so viele Dinge, an denen ich bei diesen Angeboten scheitere. Es kommt einfach alles zusammen.
    In zwei Wochen kommt meine Lehrerin und ich bin jetzt schon am Rande der Verzweiflung. Ich weiß immer noch nicht, was ich machen soll, zu dem Thema fällt mir absolut nichts ein, Und mir rennt die Zeit davon, immerhin muss ich noch eine 5-Seiten-lange Planung schreiben... Und ich habe Angst. Angst davor, schon wieder zu versagen, wie beim letzten Mal. Und ich weiß, dass es so kommen wird.

    Ich übertreibe? Ja, das kann sein. Es ist sogar sehr wahrscheinlich. Aber in den letzten Wochen drehen sich meine Gedanken um kaum noch etwas anderes... Es quält mich, manchmal glaube ich, an diesem verdammten Leistungsdruck zu zerbrechen. Und dann denke ich wieder, dass ich die Ausbildung am liebsten abbrechen würde, obwohl mir das meiste sehr viel Spaß macht. Aber es wäre dumm, verdammt dumm! Ich lönnte das mit meinem Gewissen gar nicht vereinbaren. Und ebenso unmöglich. Ich müsste das Schulbafög zurückzahlen und das kann und will ich meinen Eltern nicht antun.
    Aber was soll ich dann machen? Ich habe nicht das Gefühl, dass diese Verzeiflung irgendwann noch ein Ende nimmt. Manchmal denke ich sogar, der Tod wäre der einzige Ausweg... Ich weiß, so was darf man nicht denken, aber im Momend bin ich einfach am Ende. Ich habe keine Kraft mehr. Vielleicht bin ich zu schwach, ich übertreibe... Aber was soll ich gegen meine inneren Gefühle tun?
    Verzweifle ich zurecht an dieser Situation oder sollte ich mich einfach nicht so anstellen? Benehme ich mich albern?

    Tut mir Leid für den langen Text, aber das musste einfach mal raus!

    Liebe Grüße
    SexyMoppi

    #2
    :]

    du bist ein absolut hübsches mädel (bilder) & ich wette du kannst das auch sehr gut.
    ich verstehe deine unsicherheit macht dir zu schaffen.
    denk einfach nicht zu viel nach ja tu so als würdest du das z.b bastel nur für dich selbstmachen &konzentrier dich nur auf das schalt die andren gedanken mal aus.
    versuch einfach selbstbewusstsein aufzubauen .
    wenn du etwas gut machst wirst du gelobt das stärkt dich auch .
    frag deine freundininen doch mal was sie an dir schätzen ,es werden sicher viele dinge sein .
    versuch deine stärken auszubauen & frag deine freunde auch nach rat

    LG LaLu (Lara ja ich heiß a wie du ^^)

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      #3
      Ja das kenn ich. Zwar nicht ganz so extrem, aber ich kann mir bisschen vorstellen wie du dich fühlst. So ging mir das am Anfang meiner Ausbildung auch, da war ich auch schüchtern. Und jedesmal wenn ich vor meinen Ausbildern arbeiten musste hatte ich Angst. Aber weil ich wusste das ich es konnte, hat mir sehr geholfen, das ich mir eingeredet hab, ich müsste den anderes was erklären und wäre die mit der ganzen Ahnung. Also selber die Ausbilderin. Dann hat ich auch nicht mehr solche Angst, weil ich niemand andern was beweisen musste, nur mir selbst. Naja.
      Hoffe das hat dir bisschen geholfen.

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        #4
        weißt du, es ging mir mal sehr ähnlich wie dir. bei mir lag es an der Klassengemeinschaft. das ist nun alles schon was her und mittlerweile sind die Lehrer sehr zufrieden mit mir (mache auch eine Ausbildung).
        Du kannst dir da nur selber helfen. Zuerst solltest du versuchen,diese Prüfungen nicht allzu wichtig zu sehen. Fehler machen gehört dazu, es ist also vollkommen normal, dass deine Lehrerin dich kritisiert. Konzentriere dich mal auf die Kinder: Gefallen ihnen deine Ideen? Macht es ihnen und dir selber Spaß, diese umzusetzen? Das ist im Endeffekt das, was zählt, denn daraus besteht der Beruf, den du gerade erlernst. Deine Lehrer versuchen nur, dir zu helfen.
        Also mach dich nicht so sehr runter, genieß das Leben, mach das Beste aus dieser Situation. Es bringt dir schließlich auch nichts, unter Druck nach Ideen zu suchen. Das muss von dir ganz alleine kommen und vor allem Spaß machen.
        Die Ausbildung würde ich erst dann abbrechen, wenn du fest stellen solltest, dass dieser Beruf nicht zu dir passt/dir keinen Spaß macht. Ansosnten könntest du es sehr bereuen, eine Ausbildung einfach so "weg geworfen" zu haben.
        Glaub mir, ich war auch einmal in dieser Situation.
        Das Selbstbewusstsein kommt von ganz alleine. Es ist klar, dass man anfangs Probleme oder Schwierigkeiten bei sowas hat, schließlich ist das alles ganz neu für dich und du hast es noch nie gemacht.
        Ich hoffe, ich konnte dir helfen

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          #5
          Hi. Ich verstehe dein Problem volkommen. Ich habe manchmal echt genau das selbe auch. Aber wenn ich so dein Text lese, fällt mir nur auf wie sachlich und gut er geschrieben ist. Das klingt jetzt vielleicht doof aber ich glaube das du besser, sicherer und schlauer bist als du dir zutraust. Vielleicht bist du einfach nur unsicher, weil du ein besseres Ergebnis an deiner Prüfung erwartet hast. (Obwohl dein Ergebnis nicht schlecht ist!) Du machst dir einfach selbst zu viel Druck!
          Du bist in der Ausbildung zum lernen! Und nicht zum schon alles können! Das wissen auch deine Ausbildner, und die denken bestimmt nicht dass du den Beruf verfehlt hast! Du steigerst dich in etwas hinein und dann wird alles noch schlimmer...
          Ich habe auch kein grosses Selbstbewusst sein und ich weiss wie schlimm es für jemand ist ständig beobachtet zu werden während einer Aufgabe. Ich mache es dann meistens so, das ich vorher durchspiele was passieren könnte und einige Reaktionen "auswendig" lerne. Wenn dann wirklich etwas dieser Art unverhofft auftritt, weiss ich mir zu helfen. Klar kannst du nicht alles durchspielen aber vielleicht hilft es dir trotzdem.

          Vielleicht solltest du auch mal mit deiner Ausbildnerin/Lehrerin sprechen und ihnen das alles so erklären wie du es in deinem Text geschrieben hast. Sie werden dich bestimmt verstehen und dir helfen können. (Und ganz sicher nicht schlecht über dich denken... Im Gegenteil, sie werden merken wie wichtig dir das Ganze ist!)

          Ich hoffe ich konnte dir wenigstens ein Wenig helfen.

          lg

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            #6
            Huhu!

            Das hört sich echt schlimm an, mit deiner Angst. Dass du nachts nicht schlafen kannst usw. ...
            Aber brech die Ausbildung nicht deshalb ab! Dann würdest du der Angst mehr Gewicht geben, als sie eigentlich hat. Es ist schwer gesagt, aber Ängsten muss man sich stellen, sonst verfolgen sie einen immer weiter. Und es wird nicht besser werden. Wenn du nun wegläufst, vertieft sich die Angst nur noch mehr. Und wenn das der einzige Punkt ist, der an der Ausbildung negativ ist, dann versuch den zu überstehen.

            Als erstes solltest du mit den anderen Mitarbeiterinnen im Kindergarten reden. Erkläre ihnen, dass du immer nervös bist und dich unwohl fühlst, wenn dir jemand über die Schulter bzw. auf die Finger guckt. Dann verstehen sie deine "Unsicherheit" vielleicht schon mal etwas und du solltest dann etwas erleichterter sein.

            Dann mach dir selbst nicht solche Angst. Selbst wenn die Kinder dir auf der Nase rumtanzen, keinen Bock auf deine Aufgabe haben oder sonst was - Du bist in der Ausbildung und da um etwas zu lernen. Das heißt auch mal Fehler machen, aus denen man dann halt etwas lernt. Versuch etwas lockerer an alles ranzugehen.

            Das andere was viel Sicherheit gibt, ist gute Vorbereitung. Je besser du auf alle möglichen Reaktionen der Kinder vorbereitet bist, Plan B und C im Ärmel hast usw. - desto sicherer bist du dir bei der Ausführung, weil du weißt: Wenn das oder das passiert, reagiere ich so und so.

            Und noch was: Ängste sind etwas völlig normales. Und vielen, fast allen Menschen geht es ähnlich wie dir. Gerade in solchen "Prüfungssituationen", wo du getestet wirst und dein Ergebnis kritisch begutachtet. Da wäre jeder andere Mensch auch nervös.

            Wenn es dir hilft, könntest du vorher auch einen beruhigenden Tee trinken. Und vorher ruhig noch mal 10 Minuten Zeit nehmen und dich etwas runter bringen. Sag dir, dass es nicht schlimm ist, wenn du etwas falsch machst, sag dir, wie gut du vorbereitet bist und dass schon alles gut gehen wird. Und dann Augen zu und durch!

            Und je öfter du diese Situation aushältst, je öfter sie gut geht, desto kleiner sollte die Angst auch werden. Solange diese Situationen halt hinterher einen positiven "Nachgeschmack" haben. Wenn du z.B. merkst: So schlimm war es doch gar nicht! - Oder gute Rückmeldungen bekommst.

            Wünsche dir ganz viel Kraft und Erfolg.

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              #7
              Vielen, vielen Dank für die ganzen lieben Antworten
              Ich fühle mich jetzt schon viel besser. Okay, das kann sich später wieder ändern, schließlich sagen meine Freunde und meine Eltern mir immer wieder dasselbe, aber jetzt für den Moment tut es mir sehr gut, so was zu lesen.

              Ich werde die Ausbildung auf keinen Fall abbrechen, dazu hängt zu viel davon ab. Ich würde es auf jeden Fall bereuen und selbst wenn ich später nicht Erzieherin werde, will ich die Ausbildung zur Kinderpflegerin abschließen. Es wird sicher schwer und die 1 1/2 Jahre, die jetzt noch vor mir liegen, kommen mir vor wie eine Ewigkeit, aber ich kann zumindest sagen, dass es mir etwas bringt. Vielleicht mache ich danach etwas ganz anderes, aber zumindest habe ich Erfahrungen gesammelt, die mir sehr nützlich sein können, wenn ich später einmal selbst Kinder haben werde.

              Ich habe schon mal mit meiner Anleiterin gesprochen und sie hat mich auch verstanden. Sie hat ebenfalls gesagt, dass ich noch in der Ausbildung bin und das alles noch nicht können muss. Aber all diese Worte dringen nicht zu mir durch. Leider. Meine Unsicherheit überwiegt immer wieder. Egal, wer das Gegenteil behauptet.

              Ich sollte mich nicht verrückt machen, ich weiß. Meistens finde ich es danach auch gar nicht soooo schlimm wie ich es mir vorgestellt habe. Aber in der Woche vergesse ich diese positiven Gedanken leider wieder und kann an nichts anderes denken als daran, dass es diesmal ganz schrecklich wird. Jeder Tag im Kindergarten ist anders. Es kommt auf meine Stimmung und natürlich auch auf die Stimmung der Kinder. Es gab Tage, da hatten die Kinder überhaupt keine Lust und es gab Tage, da waren sie ganz begeistert. Das ist das Schwierige, man weiß nie, was heute auf einen zukommt. Aber ich denke, daran werde ich mich im Laufe der Zeit schon gewöhnen. Ich hoffe es zumindest

              Nochmals vielen Dank für eure aufbauenden Worte
              Zuletzt geändert von SexyMoppi; 26.01.2011, 20:31.

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                #8
                Oh wie gut ich dich verstehen kann!
                Ich mach auch so eine Ausbildung und arbeite ebenfalls im Kindergarten und mir war am Anfang auch unwohl dabei, wenn mir jemand bei Angeboten zugeguckt hat.

                Du hast Recht, in der Ausbildung lernt man was fürs Leben und verdammt viel über sich selbst - das ist nicht immer sofort positiv, weil es viel aufwühlt, das nicht gut läuft, aber es gibt einem die Chance, daran zu arbeiten und so etwas positives daraus zu machen.

                Wovor genau hast du Angst, dass du so nervös bist? Find da erstmal den Grund heraus, nur so kann man etwas ändern. Und dann sprich mal generell mit deiner Anleitung darüber. Sag ihr dass du unsicher und nervös bist und sag ihr am Besten auch, woran das liegt. Vielleicht kann sie dir da ein Stück weit deine Angst nehmen.
                Und versuch deine Einstellung zu ändern. Es ist ganz normal, Fehler zu machen! Und du bist gerade mal im 1. Ausbildungsjahr, wie soll denn da alles gut laufen?!
                Aus Fehlern lernt man und wenn jemand dich kritisiert, dann nicht, weil diese Person dir etwas Böses will sondern nur weil sie dich voran bringen will.
                Es ist schwer, sich diese Einstellung anzueignen, aber es ist möglich und dann ist alles sehr viel entspannter.
                Und dann wird es dir auch leichter fallen, deine Fehler zu ändern.
                Wie bereitest du dich auf die Angebote vor, musst du jedes schriftlich planen? Da würde ich dir zu raten, es trainiert erstens für die Prüfung (spätestens da musst du es ja vermutlich eh machen) und du kannst solche Eventualitäten, die passieren könnten eher einplanen und dann geplant darauf reagieren. So kannst du vielleicht auch Fehler vermeiden.

                Eine 3-4 nur weil du kein Selbstbewusstsein hast?! Das finde ich schon hart. Allerdings kannst du auch das wieder positiv sehen: Wenn es nur an deinem Selbstbewusstsein liegt, dann hast du da zwar einen Brocken Arbeit vor dir, aber das bedeutet auch, dass an der Praxis an sich alles okay ist und du Talent hast! Und das solltest du für die Angebotssituationen bedenken. Du bist gut und du schaffst das!

                Diese Gedanken über andere Kollegen kommen mir auch irgendwie bekannt vor...letzendlich sollst du mit denen aber nur beruflich umgehen und was die über dich denken ist im Prinzip egal. Sei einfach freundlich zu ihnen (bist du bestimmt eh) und klär, was es zu klären gibt (auch das ist wieder Übungs- und vor allem Einstellungssache) und dann klappt das schon Ich glaub du interpretierst da auch einfach zu viel rein...Und letzendlich sind die nicht so wichtig, die benoten dich nicht und mit denen hast du nicht so viel zu tun wie mit den Erziehern aus deiner Gruppe.

                Und wenn du fachliche Hilfe brauchst (zu deinen Fehlern generell oder auch Ideen und Tipps für dein Prüfangebot) - frag deine Anleitung oder Mitschüler um Hilfe. Oder stell hier im Schulforum Fragen, hier sind einige angehende Erzieher. (Haha, wie passend, ich hab heute eine Clique "Erzieher! " gegründet, du darfst gerne eintreten ) Und wenn du magst, kannst du mir auch eine PN schicken, ich helf dir gerne, soweit ich kann.

                Zum Thema Selbstbewusstsein nochmal was: Ich bin auch nicht sehr selbstbewusst und insgesamt eine zurückhaltende Person. Und trotzdem bin ich Klassenbeste und hab auch im praktischen ziemlich gute Noten - weil ich akzeptier dass ich so bin und trotzdem nicht zulasse, dass diese Zurückhaltung mir irgendwas versaut.
                Es ist normal und auch gut, dass es zurückhaltende Leute gibt. Niemand verlangt, dass du deine ganze Persönlichkeit änderst. Und weißt du, das kann sogar ein großer Pluspunkt sein - letztes Jahr gab es in meinem Kindergarten ein Kind, das sehr schüchtern war und sich den Erziehern (die alle wahnsinnig nett, aber auch sehr selbstbewusst, laut und aktiv waren) gegenüber absolut nicht geöffnet hat. Ich hab aber einen wahnsinnig guten Kontakt zu diesem Kind bekommen und es hat mir vertraut, weil ich eben auch ruhig war und sie sich da verstandener gefühlt hat. Das war ein wahnsinnig tolles Gefühl und hat diesem Kind und auch mir ganz viel gegeben.
                Und solche Kinder gibt es in fast jeder Gruppe, also sieh es von der positiven Seite

                Gegen ein gutes Selbstbewusstsein spricht aber natürlich trotzdem nichts. Du hast schon daran gearbeitet, das ist gut und darauf kannst du stolz sein! Und du weißt, dass es klappt, das zu verbessern, also glaub dran, dass du es auch weiter verbessern kann.
                Das mag jetzt bescheuert klingen, aber schreib dir alles Positive auf. Wenn bei der Reflexion was Gutes gesagt wird (und davon gehe ich aus^^), schreib es dir auf, wenn du selbst etwas, das du gemacht hast, gut gefunden hat (und sei es noch so klein), schreib dir Komplimente jeglicher Art auf...Und vor jedem Angebot und generell wenn du einen Tiefpunkt hast, liest du dir das durch und konzentrierst dich auf die guten Seiten.
                Das klappt nicht sofort, aber mit etwas Übung schon


                Ich glaub dir würde alles wesentlich leichter fallen und du würdest automatisch besser werden, wenn du dir selbst nicht so einen Druck machen würdest...Du kriegst das schon hin!

                Und wie gesagt, wenn du noch wen zum reden oder Ideen sammeln brauchst bin ich gerne ansprechbar

                Alles Liebe

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                  #9
                  Ich kenne das Gefühl mit der Angst vor Angeboten. Ich habe zwar kein unbedingt geringes Selbstbewusstsein, aber ich kann es nicht haben, wenn mir jemand zusieht.
                  Wie du weißt, bin ich im letzten Jahr der Ausbildung zur Erzieherin. Im ersten Jahr ging es mir ähnlich wie dir. Ich habe richtige Angstzustände bekommen, wenn ich wieder mal ein Angebot machen musste. Ich hatte Selbstzweifel, ich fühlte mich unzulänglich, etc. Schon alleine weil alle anderen in dem KiGa unheimlich kreativ und einfach "gut" waren und ich eben (noch) nicht.
                  Ich habe immernoch einmal die Woche ein angeleitetes Angebot mit Reflexion und mir ist immer noch nicht wohl dabei. Mittlerweile weiß ich, dass ich, je mehr ich plane, desto schlimmer aufgeregt bin. Seit ich meine Angebote erst frühestens am Abend vorher , oft erst morgens plane läuft es relativ gut.
                  Du musst dir bewusst machen, dass deine Anleitung dir nichts Böses will, sondern dich zu einer starken und guten Erzieherpersönlichkeit machen will. Das geht aber nur, wenn du die Routine bekommst, wenn es darum geht, ein Angebot zu machen. Diese Routine kommt irgendwann, da bin ich mir sicher. Denk einfach mal, wie viele "Angebote" eine Erzieherin tagtäglich mit den Kindern macht (Basteln, Morgenkreis, Singspiele, etc.). Die hat sicher mehr Erfahrung und mehr Routine als du und sie weiß im Normalfall auch, dass es dir nicht leicht fällt. Sprich vielleicht mal mit Anleitung und Lehrerin darüber und erzähle ihnen von den Ängsten, dann können die auch ganz anders darauf eingehen.
                  Und du weißt auch, dass die Kinder dich sicher nicht auslachen, auch wenn du einen Fehler machst oder ein bisschen nervös bist. Ganz im Gegenteil, wenn ich an meine Prüfungen zurückdenke, wo ich sehr aufgeregt war, dann haben die Kinder mir Hilfestellung gegeben und sich bemüht wo es nur ging, weil sie mir helfen wollten. Also: Gemeinsam mit den Kindern und vielleicht noch einer Anleitung, die dich versteht im Rücken kann doch gar nichts schief gehen, oder?

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                    #10
                    Oh, ihr glaubt gar nicht, wie froh ich darüber bin, dass ich nicht die einzige bin, der es so geht Ich dachte immer, ich wäre alleine mit meinem Problem.
                    Danke für eure lieben Tipps, ich werde auf jeden Fall versuchen sie zu beherzigen, auch wenn es mir anfangs noch schwer fallen wird. Ich weiß ja jetzt, dass das ganz normal ist. Mit der Zeit wird es sicher besser, auch wenn ich das jetzt noch nicht so ganz glauben kann. Werde ja sehen, wie das Angebot morgen verläuft

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