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Sammelbeitrag Sozialphobie

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    Sammelbeitrag Sozialphobie

    ich mach da mal n sammelbeitrag draus weil ich das wort hier schon desöfteren gelesen habe und ich glaube dass hier vielleicht noch etwas mehr bedarf an austausch geben könnte als mein akutes problem.

    zu meinem problem:

    hier die "vorgeschichte" wer sich das geben möchte, ansonsten überspringen

    das erste mal kam der fachmännische verdacht auf da war ich sechzehn. das letzte mal fachmännische unterstützung brauchte ich vor, ehm lass mich lügen, drei vier jahren.

    ich gehe jetzt schon jahrelang ziemlich souverän mit meiner eigenen sozialphobie um und konnte über einen sehr langen zeitraum fast uneingeschränkt ein relativ normales leben führen. körperliche reaktionen auf meine angst hatte ich zwar durchgehend, aber ich konnte mich immer sehr gut und zügig wieder beruhigen, sodass es wenige male im jahr nur zum ausbruch einer panikattacke kam. ich wurde nie gemobbt oder ähnliches. symptome habe ich seit ich denken kann, aber irgendwie hatte ich glück. ich war in unserem kleinen ort immer mehr oder minder gut integriert. ich habe früh gemerkt, dass es eher schlimmer wird wenn ich mich zurückziehe und hab mich immer wieder nach draußen geboxt, in die schule geschleppt, zum reden gezwungen. grade nach phasen der isolation mit aller macht wieder ins soziale leben zurück gefunden und eine routine wiedererlangt die mir sicherheit gibt.

    auch auf dem gymnasium in einer anderen stadt konnte ich mich relativ gut einleben. die jahre davor, in dieser zeit ganz besonders, neigte ich schon arg zum alkoholmissbrauch auf partys, ein schuljahrlang habe ich fast komplett durchgekifft und mich damit auch im bezug auf die phobie sehr wohl gefühlt. als die stimmung kippte und es alles schlimmer gemacht hat habe ich von hundert auf null alles sein gelassen, also direkt reagiert und mein leben nüchtern und relativ problemlos weitergeführt.

    bis vor einem jahr habe ich niemandem davon erzählt. betroffene werden diese angstspirale wohl kennen. angst in gewissen sozialen situationen, angst davon dass einem die angst angemerkt wird, angst vor der angst vor der angst vor der angst und angst davor dass ALLE wissen dass man angst hat. am schlimmst wog bei mir immer, dass die anderen meine angst erahnen. dass sie sich darüber amüsieren, dass sie sich beleidigt fühlen weil ich ihnen so ja irgendwie boshaftigkeit unterstelle, unfairerweise das ist mir selbst klar.
    nun habe ich im letzten jahr immer mehr leute eingeweiht. ganz locker und beiläufig und alle reagierten gleich: "waaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaas, das hätte ich niiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiii iiiiiiiiiiiiiiie gedacht, so wirkst du üüüüüüüüüüüüüüüüüüüüüüüüberhaupt nicht". das hat mich sehr, sehr stolz gemacht und hat alles noch einmal ein ganzes stück besser gemacht.

    ich bin es nun also gewohnt ziemlich gut mit der sozialphobie leben zu können. ab und zu gibt es sogar einzelne tage an denen ich sie komplett vergessen kann. es war nur einmal in den ersten tagen der uni, dass ich einmal so panisch wurde dass ich kurz ohnmächtig wurde, ansonsten, immer die kurve bekommen.


    nun zum akuten problem

    zunächsteinmal, eine überweisung habe ich bereits heute geholt, anrufen um mir einen termin zu holen geht erst morgen. ich werde mich professionell unterstützen lassen natürlich, ich brauche aber bis dahin irgendwelche tipps, meine kleinen tricks und kniffe reichen momenten nicht aus.

    so rosig es bisher aussah, so tief fühlt sich der fall momentan an. letzte woche mittwoch erster tiefpunkt. ich saß in eine seminar und plötzlich kam ein starkes herzrasen auf. mein ganzer körper wurde heiß, alles fühlte sich wie im traum an, ich lief wie ferngesteuert und ich hatte das gefühl mich übergeben zu müssen. ich saß in der ersten reihe, das ist immer besonders schwer für mich. mir brennen alle leute hinter mir immer merklich im rücken. zweimal bin ich rausgerannt. kaum aus dem raum war es sehr viel erträglicher. einmal hab ich einen mund voll nur in die toilette gespuckt. ich hab mich nach dem zweiten mal abholen lassen. ich habe zunächst dran geglaubt einen margen-darminfekt zu haben. danach ging es mir den rest des tages noch schlecht. im nachhinein kann ich aber klar sagen, ich hatte angst.

    am samstag nahm ich an einem kraftsportwettkampf teil. der fand in einer disziplin statt in der ich ziemlich gut bin ich rechnete mir also gute chancen aus und ging mit gutem selbstbewusstsein an die sache ran. als ich sah dass da einige leute mit ihren handys filmten wurde mir schon mulmig. außerdem stand man beim heben auf einem podest was ja nochmal ein ganz anders gefühl im mittelpunkt zu stehen schafft. ich hatte wortwörtlich das gefühl mich vor angst einzuscheißen. also ich bin jedesmal mit dem gefühl mich komplett einzustuhlen auf dieses podest. meine knie waren wie wackelpudding und die musste ich durch drücken um gültig zu kriegen. die ersten versuche liefen noch gut. nach circa jedem versuch kam eine frau auf mich zu die mir sagte ich müsse doch nicht so aufgeregt sein. natürlich top, macht ja nicht noch aufgeregter. ich bat sie mehrmals das zu lassen und sagte ihr dass sie alles nur noch schlimmer macht. sie lies es nicht und ich konnte einfach nicht so bestimmt auftreten wie sonst wenn es um sowas geht. nun ja, vierter versuch, das gewicht war oben es fehlten nur noch die knie, ich bekam sie nicht unter kontrolle, ich scheiterte. das setzte mir so sehr zu, dass ich mich nicht im stande dazu sah ihn zu wiederholen. ich war so enttäuscht von mir. ich hatte noch so viel kraft über, hätte noch so viel schaffen können. aber ich war nervlich ein solches wrack, dabei hatte ich mir erhofft dass dieser wettkampf mich noch ein bisschen weiter bringt. ich eilte raus, auf toilette, heulte ein paar minuten, rang ein paar minuten nach luft, übergab mich ein paar minuten, heulte noch mal ein paar minuten, ging nach draußen rauchte ein paar, ging an die sektbar, lies mich einbisschen von den frauen da berieseln. ich musste zurück in diesen raum, mein freund nahm auch teil und wisste nicht was los war. ich war schon eine weile weg und er machte sich sorgen, aber jede sekunde in dem wettkampfsraum war so schwer. alle dort haben mich versagen sehen. ich war völlig fertig.

    davon habe ich mich immer noch nicht erholt. am montag passierte in einem anderen seminar das gleiche wie am mittwoch. seitdem bin ich nicht zur uni gewesen. ich bin todeserkältet mit fieber und antibiotika nehmen müssen. eigentlich war mein plan schnell wieder hin zur uni und zum fitnessstudio. schnell wieder routine aufbauen, schnell wieder fuß fassen. aber mit jedem tag im bett wird meine angst wieder hinzugehen größer. ich gehe trotz erkältung einkaufen und wenn ich in der wg höre dass jemand in der küche oder im wohnzimmer ist unter einem vorwand raus, um irgendwie ein bisschen sozialität in übung zu behalten, was bescheuert ist denn weder beim einkaufen noch in der wg liegen die kritischen situationen.

    meine gedanken kreisen um mittwoch, samstag (vor allem!!!) und monatg und alles ist mir so unendlich peinlich.

    was normalerweise hilft sind atemübungen zur beruhigung, das zeichenen der unendlichkeitsschlaufe (auf papaier oder imaginär auf die hand), bestimmte muskeln an und wieder entspannen, kleine rituale. alles wirkungslos seit mittwoch. ich weiß nicht was ich tun soll und ich bekomme wieder diese angst vor der angst die ich seit ewigkeiten nicht mehr hatte. ich fühle mich gelähmt, ich kann mich nichtmal mehr richtig beruhigen wenn ich an diese momente nur zurückdenke. mein essverhalten steht auf der kippe. bis vor einigen tagen war ich noch auf einer wunderbar gesunden diät, um auf einem geplanten wettkampf bessere chancen zu haben. ich war so zufrieden mit mir, ich wusste dass es optisch absolut unnötig ist abzunehmen ich fand mich schön, hab es nur für die relativkraft gemacht. und jetzt fühle ich mich immer schuldiger beim essen, will schneller und mehr abnehmen. noch zwinge ich mich ausreichend zu essen. ich habe probleme einzuschlafen.

    ich hab dadurch mein optimistische einstellung nicht verloren, gut zureden braucht mir keiner, es war immer hart, aber es war imer machbar, aber ich bin an einem punkt angelangt wo es eben alleine nicht mehr weitergeht. und da die therapeutische hilfe nicht unmittelbar kommen kann brauch ich erstmal hilfe von euch, wenn mir jemand helfen kann.

    wer kann mir helfen, wer hat hilfreiche tipps die ich im notfall anwenden kann, evtl auch (rezeptfreie, unschädliche) beruhigungsmittel auf die ich für den übergang zurückgreifen könnte?

    ich kanns mir grade nicht leisten. ich habe von der uni aus eine wunderbare chance bekommen, ich bin an eine gute anstellung gekommen, die mich ein ganzes stück weiter an mein berufliches ziel bringt. aber die bedeutet halt sehr viel verantwort und ab und an auch durchsetzungsvermögen. das zu verkacken würde mich so weit wie nur geht runterziehen, das kann ich grade nicht gebrauchen, also: hilfe





    ach und wer keinen rat weiß, der kann hier auch gerne mal alles erzählen, wie war das bei euch, was macht ihr so, wie ist euer momentaner zustand. interessiert mich genauso. top roman

    #2
    Mir wurde nie offiziell eine Sozialphobie diagnostiziert, ich hab viel zu viel Angst das Haus zu verlassen um einen Arzt dafür aufzusuchen. Hahahahaha. Ich wünschte, das wär ein Witz.


    Du sagst, du bist jetzt erkältet. Vielleicht hast du die Erkältung ja unterschwellig schon länger mit dir rumgeschleppt, und das war der eigentliche Grund, warum du dich beim Wettkampf so mies gefühlt hast? Vieleicht ist es kontraproduktiv, das Ganze auf die Angst zu schieben, weil du dann befürchten musst, dass dir nächstes Mal das Gleiche wieder passiert. Vielleicht warst du ja wirklich einfach nur krank? Nur so eine Hypothese, muss nicht stimmen.

    Ich wünschte, ich hätte irgendwas Konstruktives beizutragen. Ich würd dir ja irgendwelche Tipps geben die helfen, aber ich kenn ja selbst keine. War vor zwei Tagen beim Frisör, scheiße wie ich das hasse. Eine Stunde lang eine Fremde neben sich stehen haben und nicht wissen, was man sagen soll, immer Angst haben, dass man was Falsches macht. Menschen sind gruselig.
    Voluptatis avidus magis quam salutis - Mortuus in anima curam gero cutis.

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      #3
      Ammoniak-Riechstäbchen. Ist eigentlich gegen Dissoziation gedacht (und da helfen sie auch btw), allerdings merk ich, dass ich generell ruhiger werde, wenn ich an den Teilen rieche, wieder runterkomme, wieder zu mir selbst find und nicht so abdreh. Der Geruch ist echt intensiv und stechend. Muss man aber bisschen mit aufpassen, also nicht gerade inhalieren.
      Ansonsten ja, Therapie ist fast nie ne schlechte Idee. Muss man sich eben drauf einlassen, aber das trau ich dir zu.

      Mir persönlich hilft Fluoxetin ja sehr, weiß aber nicht, was du davon hältst? Istn Antidepressiva, das aber auch angstlösend wirkt, was ich definitiv bestätigen kann.
      Joa, bei mir selbst wars so, dass ich in der Schule zuerst gemerkt hab, dass es nicht normal ist, zu zittern und zu schwitzen etc, wenn man sich meldet und vor allem bei Vorträgen. Dann die ersten Panikattacken bei Referaten gehabt und damit wars mir eigentlich "offiziell" klar, habs mir aber erst wirklich eingestehen wollen, als mir aufgefallen ist, dass ich mich selbst in der Gegenwart von Freunden unwohl fühle und es ständig vermeide, rauszugehen und mit Leuten zu reden. Fremde schon gar nicht, ging bei mir nur mit Alkohol. Hab dann mit 14 (?) die Diagnose bekommen und komme meistens zurecht, allerdings nicht ohne Skills und nicht jeden Tag. Busfahren/Zugfahren ohne Kopfhörer geht bspw gar nicht, das stresst mich viel zu sehr und ich werd sofort panisch.

      e: Aspartam, ja Friseur finde ich auch schrecklich. Mittlerweile mach ich das alles selbst, zwar auch weil ich kein Geld hab, aber ich ertrage es nicht, da zu sitzen, mich im Spiegel anzustarren und ne Fremde hinter mir reden zu hören. Außerdem hat die nie aufgehört zu reden und zu fragen, nichtmal wenn die meine Haare geföhnt hat, und mir wars so unangenehm, weil ich die akustisch einfach nicht verstanden habe und nicht antworten konnte, aber auch nicht ständig nachfragen wollte.
      Zuletzt geändert von Donatella; 27.10.2016, 19:39.

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        #4
        Zitat von Aspartam Beitrag anzeigen
        Du sagst, du bist jetzt erkältet. Vielleicht hast du die Erkältung ja unterschwellig schon länger mit dir rumgeschleppt, und das war der eigentliche Grund, warum du dich beim Wettkampf so mies gefühlt hast? Vieleicht ist es kontraproduktiv, das Ganze auf die Angst zu schieben, weil du dann befürchten musst, dass dir nächstes Mal das Gleiche wieder passiert. Vielleicht warst du ja wirklich einfach nur krank? Nur so eine Hypothese, muss nicht stimmen.
        ich würde ja wirklich nur zu gerne dran glauben, hab ich mir ja zunächs erst eingeredet, aber ich kenne mich inzwischen zu gut dafür und kann das zu gut einordnen um an diese hypothese zu glauben.

        frisuer kenn ich auch. lass mir da nur noch pony schneiden, weil das dauert nur wenige minuten. und mit allem anderen bin ich eh immer unzufrieden.
        Zitat von Donatella Beitrag anzeigen
        Ammoniak-Riechstäbchen. Ist eigentlich gegen Dissoziation gedacht (und da helfen sie auch btw), allerdings merk ich, dass ich generell ruhiger werde, wenn ich an den Teilen rieche, wieder runterkomme, wieder zu mir selbst find und nicht so abdreh. Der Geruch ist echt intensiv und stechend. Muss man aber bisschen mit aufpassen, also nicht gerade inhalieren.
        Ansonsten ja, Therapie ist fast nie ne schlechte Idee. Muss man sich eben drauf einlassen, aber das trau ich dir zu.
        klingt auf jeden fall gut, wo kriegt man die? ach und zur dissoziation, das trifft ziemlich gut das gefühl kurz vor so ner panikattacke. ich hatte jedesmal in den seminaren als ich raus bin das gefühl dass ichs absolut nicht packe. also aufstehen schonmal und dann noch rausgehen an all den anderen vorbei. tatsächlich als würden die einzelnen prozesse so gar nicht mehr ineinandergreifen können.

        hab ja auch schon eine hinter mir, so wahnsinnig lange ging die nicht, weil ich relativ schnell klar kam. mir war auch immer klar dass das mal wieder dazu kommen kann und dass ich dann lieber schnell handeln. vor der therapie hab ich also keine furcht.
        Zitat von Donatella Beitrag anzeigen
        Mir persönlich hilft Fluoxetin ja sehr, weiß aber nicht, was du davon hältst? Istn Antidepressiva, das aber auch angstlösend wirkt, was ich definitiv bestätigen kann.
        wenn nötig nehm ich sicherlich auch das. ich habe vor sowas wenig angst, kenne medikamentöse behandlung schon von meiner mutter und habe selbst mal kurzfristig was genommen. schöner ist natürlich immer ohne, aber ich werde da mal mit meiner neuen therapeutin drüber reden und mich beraten lassen und das im hinterkopf behalten.
        Zitat von Donatella Beitrag anzeigen
        Joa, bei mir selbst wars so, dass ich in der Schule zuerst gemerkt hab, dass es nicht normal ist, zu zittern und zu schwitzen etc, wenn man sich meldet und vor allem bei Vorträgen. Dann die ersten Panikattacken bei Referaten gehabt und damit wars mir eigentlich "offiziell" klar, habs mir aber erst wirklich eingestehen wollen, als mir aufgefallen ist, dass ich mich selbst in der Gegenwart von Freunden unwohl fühle und es ständig vermeide, rauszugehen und mit Leuten zu reden. Fremde schon gar nicht, ging bei mir nur mit Alkohol. Hab dann mit 14 (?) die Diagnose bekommen und komme meistens zurecht, allerdings nicht ohne Skills und nicht jeden Tag. Busfahren/Zugfahren ohne Kopfhörer geht bspw gar nicht, das stresst mich viel zu sehr und ich werd sofort panisch.
        witzig, da ists mir auch das erste mal aufgefallen und noch witziger, ich kann gar nicht mehr mit musik auf den ohren raus, ich dreh durch wenn ich nicht merke was abgeht.

        fremde waren für mich auch nie so ein großes problem und je kürzer die bekannschft vermutlich sein wird, desto besser. bei mir sind es eher die, die mich öfter, am schlimmsten täglich sehen. die die zeit haben zu entdecken wie merkwürdig ich bin.
        Zuletzt geändert von Chinaski; 27.10.2016, 20:01.

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          #5
          Zitat von Chinaski Beitrag anzeigen
          witzig, da ists mir auch das erste mal aufgefallen und noch witziger, ich kann gar nicht mehr mit
          musik auf den ohren raus, ich dreh durch wenn ich nicht merke was abgeht.
          Geht mir genauso. Ich muss hören können, ob da eh niemand hinter mir ist.

          fremde waren für mich auch nie so ein großes problem und je kürzer die bekannschft vermutlich sein wird, desto besser. bei mir sind es eher die, die mich öfter, am schlimmsten täglich sehen. die die zeit haben zu entdecken wie merkwürdig ich bin.
          DAS!!!
          Mit Fremden isses eh nur oberflächlicher Smalltalk. Das ist zwar unangenehm, aber langsam hab ich Übung darin. Aber vor meinen Arbeitskollegen hab ich eine Scheißangst, weil die mich immer besser kennenlernen wollen.
          Ich versuch dann, mir klare Grenzen zu setzen, wie viel ich von mir preisgebe. Dieses dürfen sie wissen, jenes nicht. Klare Strukturen können da ein bisschen Sicherheit geben.
          Voluptatis avidus magis quam salutis - Mortuus in anima curam gero cutis.

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            #6
            Zitat von Chinaski Beitrag anzeigen

            klingt auf jeden fall gut, wo kriegt man die? ach und zur dissoziation, das trifft ziemlich gut das gefühl kurz vor so ner panikattacke. ich hatte jedesmal in den seminaren als ich raus bin das gefühl dass ichs absolut nicht packe. also aufstehen schonmal und dann noch rausgehen an all den anderen vorbei. tatsächlich als würden die einzelnen prozesse so gar nicht mehr ineinandergreifen können.
            Ich hol mir die immer in der Apotheke, aber die kann man auch über Amazon kaufen, soweit ich weiß. Und jop, der Zustand ist ein sehr ähnlicher, finde ich.


            wenn nötig nehm ich sicherlich auch das. ich habe vor sowas wenig angst, kenne medikamentöse behandlung schon von meiner mutter und habe selbst mal kurzfristig was genommen. schöner ist natürlich immer ohne, aber ich werde da mal mit meiner neuen therapeutin drüber reden und mich beraten lassen und das im hinterkopf behalten.
            Das ist schon mal gut, hab ne Freundin, die einfach aus Prinzip keine Medikamente nehmen möchte. Was ja auch ok ist, aber wie gesagt, mir und anderen hilft es extrem, und ich hoff bei dir wirds auch so sein, wenn es denn dazu kommen sollte.
            witzig, da ists mir auch das erste mal aufgefallen und noch witziger, ich kann gar nicht mehr mit musik auf den ohren raus, ich dreh durch wenn ich nicht merke was abgeht.
            Versteh ich gut, hab nen leichten Verfolgungswahn und dreh mich ab und zu um, aber mitterweile komm ich damit zurecht. Ich brauch Musik irgendwie, um mich von der Situation abzugrenzen. Auch in Pausen undso sitz ich zwar mit Leuten zusammen, aber bin voll in meiner Welt, weil ich mich vor allem in der Schule so schrecklich unwohl fühl, das würd ohne Ablenkung mal gar nicht funktionieren.
            fremde waren für mich auch nie so ein großes problem und je kürzer die bekannschft vermutlich sein wird, desto besser. bei mir sind es eher die, die mich öfter, am schlimmsten täglich sehen. die die zeit haben zu entdecken wie merkwürdig ich bin.
            Ich fands extrem belastend, in die Oberstufe zu kommen. Bin ja jetzt Q1 und letztes Jahr war echt mein wahrscheinlich schlimmstes, tausende Fehlstunden, ECHT schlechte Noten, vor allem mündlich natürlich. Ich fand es einfach noch zig mal unangenehmer, mich im Unterricht zu beteiligen, wenn Leute dabei waren, die ich nicht kenne. Weiß nicht wieso, aber mir bekannte Menschen sind mir da irgendwie lieber. Ich erzähl mittlerweile vielen aus meiner Stufe beiläufig davon, wenn die fragen, wieso ich mündliche Prüfungen etc nicht mitmache, und mir ist das auch überhaupt nicht unangenehm. (Btw falls jemand mitliest und sich das fragt, mündliche Prüfungen können durch nen Nachteilsausgleich umgangen werden. Läuft irgendwie über die Bezirksregierung, so genau weiß ich das nicht und ich würds auch nicht jedem empfehlen. Ich selbst brauche das, um mich erstmal wieder an sowas rantasten zu können; mündliche Mitarbeit, ab und zu Vorträge, Hausaufgaben vorlesen, solche Dinge. Aber ich weiß, dass ich irgendwann ne mündliche Abiprüfung haben werde und will mich darauf langsam vorbereiten, statt mir im LK die Note zu versauen, weil die Mündliche ne 5 wird.)
            Der Anfang von diesem SJ war aber das schlimmste für mich; gibt jetzt eben LKs und die wurden teilweise mit anderen Schulen zusammengelegt, die Hälfte von meinem einen LK kannte ich also nicht. Und ich hab seit diesem Jahr extrem hohe Ansprüche an mich selbst, es Gott sei Dank geschafft mich zu überwinden, mich von Anfang an im Unterricht beteiligt und alle, die mich bis dahin nicht kannten, waren voll überrascht, als ich erzählt habe, dass ich letztes Jahr mündlich kaum über Vieren hinausgekommen bin haha. Also keine Ahnung wieso ich das gerade erzähle, aber ich finde Kontakt mit Fremden 100x unangenehmer

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              #7
              Ich hab zwar keine pathologische Angststörung oder Phobie oder so, aber im Sommer während meiner Examensprüfungen wars schon ziemlich übel. Ich hab wochenlang keine Nacht mehr durchgeschlafen, hatte tagsüber auch ab und an mal Panikanfälle und hab bei jeder Kleinigkeit angefangen zu heulen, besonders wenns um die Prüfungen ging. War dann auch einmal bei der Prüfungsberatung, da hatte ich aber das Gefühl, der Typ fand mich eher lächerlich. Baldrian hat mir nicht wirklich geholfen, aber Lasea hats meinem Gefühl nach tatsächlich um einiges besser gemacht. Zumindest blieben so richtig heftige Angst- und Panikattacken damit dann ziemlich aus. Keine Ahnung ob das bei deinem Problem auch helfen würde bzw. obs zur Behandlung allein ausreicht, aber es ist zumindest rezeptfrei und hat auch keine größeren Nebenwirkungen. Irgendwelche Entspannungstechniken oder so hat bei mir auch nicht so toll geholfen, am besten war frische Luft, egal ob spazieren gehen oder Rad fahren oder so.
              Zuletzt geändert von Scarecrow; 27.10.2016, 20:26.
              I am not crazy. My reality is just different than yours

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                #8
                @Chinaski: Dir Professionelle Hilfe zu holen ist bestimmt gut, ich hoffe nur für dich, dass du möglichst nicht so lange warten musst, bis du einen Platz bekommst. Ich habe erst jetzt vor ca. 2 Monaten, nach fast einem Jahr Wartezeit einen Platz bekommen.
                Wie Aspartam schon geschrieben hat, könnte es einen Zusammenhang mit der Erkältung geben, ich beobachte so etwas ähnliches auch bei mir, schon wenn ich nur ein bisschen Kopfschmerzen habe verstärkt das meine Depressionen.

                Dann wollte ich hier noch was loswerden, was in diesen Thread noch am ehesten reinpasst. Ich habe keine Sozialphobie diagnostiziert bekommen, allerdings habe ich (wie ein paar auch schon hier bei sich beschrieben haben) dieses Schuljahr noch mehr Schwierigkeiten mich am Unterricht zu beteiligen. Bis auf wenige Ausnahmen melde ich mich fast gar nicht mehr. Oft wüsste ich eine Antwort, aber bevor ich mich melden kann muss ich mir sicher sein, dass meine Antwort richtig ist und mir meine Formulierung haarklein zurechtlegen. Und wenn dann nicht schon längst jemand anderes dran genommen wurde, muss ich mich total dazu zwingen mich auch wirklich zu melden, diese innere Blockade überwinde ich im Moment fast nie.
                Ich versuche immer weiter mich "einfach" zu überwinden, habe damit aber wenig Erfolg.
                Habt ihr irgendwelche Tricks, die euch in dieser Situation helfen?

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                  #9
                  Zitat von Aspartam Beitrag anzeigen
                  Ich versuch dann, mir klare Grenzen zu setzen, wie viel ich von mir preisgebe. Dieses dürfen sie wissen, jenes nicht. Klare Strukturen können da ein bisschen Sicherheit geben.
                  jop. ich geb auch viel so vermeintlich vielsagende belanglosigkeiten von mir preis, damit paar engere bekannte wenigstens das gefühl heben mich zu kennen, wenn ich halt merke sie haben das bedürfnis

                  und ist mega unterschiedlich wem ich was erzähle. da gibts auch so ne art struktur. in meiner wg weiß so ziemlich jeder bescheid. das sind so einzelpersonen mi denen ich viel zu tun hab, aber außerhalb der wg haben wir ganz unterschiedliche kreise. wenn die jemandem von ihren leuten von mir und der sozialphobie erzählen bin ich in deren köpfen nur "die mitbewohnerin von". in meinem freundeskreis weiß es nur eine und mit der hab ich nicht mal am meisten zu tun. bei der fühl ich mich damit nur am sichersten. obwohl ich eigentlich weiß dass sonst auch keiner damit schindluder betreiben würde. es ist seltsam


                  in meinem kopf gibts auch irgendwie so eine pinnwand mit roten fäden, wie in nem agententhriller. wo an so ne korkwand bilder mit notizen gepinnt sind und die fäden darstellen wer mit wem zu tun hat. nur eben mit den sozialen gefügen meiner umgebung. und danach entscheide ich wer was über mich erfährt damit bloß niemand auf die richtigen verbindungen über mich an seiner eigenen korkwand kommt, jedenfalls nicht die die ich nicht will. völlig bescheuert, aber es gibt mir ein gefühl von kontrolle.

                  Zitat von Donatella Beitrag anzeigen
                  Ich hol mir die immer in der Apotheke, aber die kann man auch über Amazon kaufen, soweit ich weiß. Und jop, der Zustand ist ein sehr ähnlicher, finde ich.
                  alles klar danke, probier ich mal
                  Zitat von Donatella Beitrag anzeigen
                  Ich fands extrem belastend, in die Oberstufe zu kommen. Bin ja jetzt Q1 und letztes Jahr war echt mein wahrscheinlich schlimmstes, tausende Fehlstunden, ECHT schlechte Noten, vor allem mündlich natürlich. Ich fand es einfach noch zig mal unangenehmer, mich im Unterricht zu beteiligen, wenn Leute dabei waren, die ich nicht kenne. Weiß nicht wieso, aber mir bekannte Menschen sind mir da irgendwie lieber. Ich erzähl mittlerweile vielen aus meiner Stufe beiläufig davon, wenn die fragen, wieso ich mündliche Prüfungen etc nicht mitmache, und mir ist das auch überhaupt nicht unangenehm. (Btw falls jemand mitliest und sich das fragt, mündliche Prüfungen können durch nen Nachteilsausgleich umgangen werden. Läuft irgendwie über die Bezirksregierung, so genau weiß ich das nicht und ich würds auch nicht jedem empfehlen. Ich selbst brauche das, um mich erstmal wieder an sowas rantasten zu können; mündliche Mitarbeit, ab und zu Vorträge, Hausaufgaben vorlesen, solche Dinge. Aber ich weiß, dass ich irgendwann ne mündliche Abiprüfung haben werde und will mich darauf langsam vorbereiten, statt mir im LK die Note zu versauen, weil die Mündliche ne 5 wird.)
                  Der Anfang von diesem SJ war aber das schlimmste für mich; gibt jetzt eben LKs und die wurden teilweise mit anderen Schulen zusammengelegt, die Hälfte von meinem einen LK kannte ich also nicht. Und ich hab seit diesem Jahr extrem hohe Ansprüche an mich selbst, es Gott sei Dank geschafft mich zu überwinden, mich von Anfang an im Unterricht beteiligt und alle, die mich bis dahin nicht kannten, waren voll überrascht, als ich erzählt habe, dass ich letztes Jahr mündlich kaum über Vieren hinausgekommen bin haha. Also keine Ahnung wieso ich das gerade erzähle, aber ich finde Kontakt mit Fremden 100x unangenehmer
                  geht soweit ich weiß echt vielen leuten so mit sozialphobie. nur bei mir ich es halt andersrum. ich kann mich erst relativ einfach melden und dann wirds weniger. und das mit dem selbstanspruch kenn ich halt sau. war ja zum beispiel beim wettkampf so, aber geht auch bei kleinen sachen los. ich melde mich nur wenn ch absolut und hundert prozentig weiß es ist richtig, nicht trivial und bringt alle weiter. wenn ich mich einmal impulsiv melde und etwas falsches oder auch nur nicht besonders wichtiges sage, kann das meine mündliche beteiligung für die nächsten tage komplett lahmlegen.

                  das mit dem nachteilsausgleich hätte ich mal machen sollen. vier punkte hatte ich. aber ich war zu stolz und ehrgeizig. wollte mir unbedingt beweisen dass ichs kann.

                  Zitat von Scarecrow Beitrag anzeigen
                  Ich hab zwar keine pathologische Angststörung oder Phobie oder so, aber im Sommer während meiner Examensprüfungen wars schon ziemlich übel. Ich hab wochenlang keine Nacht mehr durchgeschlafen, hatte tagsüber auch ab und an mal Panikanfälle und hab bei jeder Kleinigkeit angefangen zu heulen, besonders wenns um die Prüfungen ging. War dann auch einmal bei der Prüfungsberatung, da hatte ich aber das Gefühl, der Typ fand mich eher lächerlich. Baldrian hat mir nicht wirklich geholfen, aber Lasea hats meinem Gefühl nach tatsächlich um einiges besser gemacht. Zumindest blieben so richtig heftige Angst- und Panikattacken damit dann ziemlich aus. Keine Ahnung ob das bei deinem Problem auch helfen würde bzw. obs zur Behandlung allein ausreicht, aber es ist zumindest rezeptfrei und hat auch keine größeren Nebenwirkungen. Irgendwelche Entspannungstechniken oder so hat bei mir auch nicht so toll geholfen, am besten war frische Luft, egal ob spazieren gehen oder Rad fahren oder so.
                  ja top danke. ich werds auf jeden fall probieren. schlimmer werden kanns eh nicht

                  Kommentar


                    #10
                    Zitat von Donatella Beitrag anzeigen
                    Joa, bei mir selbst wars so, dass ich in der Schule zuerst gemerkt hab, dass es nicht normal ist, zu zittern und zu schwitzen etc, wenn man sich meldet und vor allem bei Vorträgen.
                    Genauso war es bei mir auch. Mit den Jahren wurde das dann immer schlimmer, ich hab mit SVV angefangen und hab mehrmals Schule geschwänzt, um nicht an Gruppenarbeiten teilnehmen zu müssen oder zu verhindern, dass ich meine Hausaufgaben vorlesen muss (vor allem selbstgeschriebene längere Texte vorlesen zu müssen war schlimm, ich hatte während des schreibens am Tag vorher schon Panik vor dem nächsten Tag und konnte dementsprechend nie richtig schlafen). Meine mündlichen Noten sind ins bodenlose gefallen (es klingt lächerlich, aber ich hätte fast mein Abitur deswegen nicht bestanden) und jede einzelne Schulstunde war durchzogen von Angst, Herzrasen und, wenn ich drangenommen wurde, schwitzen, Atemnot, Übelkeit und Fluchtreflex. Mehr als einmal habe ich im Unterricht fast angefangen zu heulen. (Das ganze passierte übrigens unabhängig davon, ob ich die Antwort wusste oder nicht, das Problem war einzig und allein das Sprechen vor anderen) Wenn ich das Wort "Präsentation" höre, wird mir immer noch schlecht. Am Tag davor kann ich meistens kaum schlafen, und wenn, wache ich nach ein paar Stunden wieder auf, weil ich Herzrasen bekomme.
                    In meiner Schulzeit hatte ich auch allgemeine Probleme mit anderen in Kontakt zu treten, besonders durchs Telefon. Heute hat sich das durch viel Üben etwas gelegt, nur alleine in Gebäude/Räume reinzugehen macht mir manchmal noch Probleme.
                    Seitdem ich in der Uni bin, geht es mir allgemein besser, da das Arbeitsklima nicht so "bedrohlich" wirkt wie in der Schule, auch wenn ich immer noch wenig/keine aktiven mündlichen Beiträge leisten kann, da ich dann sofort Herzrasen bekomme. Einmal hatten wir spontane Kurzvorträge. Die Lehrerin hat jemanden per Zufall ausgesucht. Ich hatte noch den ganzen Rest des Tages Herzrasen, obwohl ich den Vortrag gar nicht halten musste.
                    Für Referate habe ich mir mittlerweile Baldriantabletten bestellt, die helfen zumindest minimal bei Vorträgen. Habe dieses Semester mehrere Referate, fühle mich deshalb jetzt schon unwohl und bin mal gespannt, ob ich die Nacht davor wieder eine Panikattacke bekomme oder ob es vielleicht doch besser geworden ist.

                    Noch was, das mir spontan zum Thema einfällt: neulich saß ich mit einer Jugendgruppe zusammen und irgendwo hat ständig ein Handy vibriert. Ich wusste zu 100%, dass es nicht meins sein kann, da meins auf lautlos war und außerdem auch einen anderen Ton gehabt hätte. Trotzdem hab ich totale Angst bekommen, schwitzen, Herzrasen, das volle Programm. Allgemein kann ich Handygeräusche in der Öffentlichkeit nicht ab.
                    Zuletzt geändert von Agony; 27.10.2016, 20:52.

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                      #11
                      Ich hab zwar keine Sozialphobie, aber ich hab Asperger. Zählt das auch?
                      Hatte mit 13 teilweise auch Ängste, aber damals war es wegen einem angedrohten Amoklauf.
                      Hatte das solange bis ich in die Psychiatrie kam und aus irgendeinem Grund wars danach besser.
                      Situationen die Menschenmassen beinhalten überfordern mich und ich brauch sehr oft meine Ruhe.

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                        #12
                        Zitat von Sunflower01 Beitrag anzeigen
                        @Chinaski: Dir Professionelle Hilfe zu holen ist bestimmt gut, ich hoffe nur für dich, dass du möglichst nicht so lange warten musst, bis du einen Platz bekommst. Ich habe erst jetzt vor ca. 2 Monaten, nach fast einem Jahr Wartezeit einen Platz bekommen.
                        Wie Aspartam schon geschrieben hat, könnte es einen Zusammenhang mit der Erkältung geben, ich beobachte so etwas ähnliches auch bei mir, schon wenn ich nur ein bisschen Kopfschmerzen habe verstärkt das meine Depressionen.
                        dass es das verstärkt haben kann kann bestimmt sein. ich hab aber schon das gefühl dass sich der rückfall ebenso eingeschlichen hat. kann auch sein dass ich jetzt wo ich nicht so viel zu tun hab empfänglicher für vermeintliche anzeichen bin. so oder so mach ich mich verrückt und tu mich schwer es zurück zu halten. ein bisschen konnte ich mich aber schon wieder einkriegen.
                        Zitat von Sunflower01 Beitrag anzeigen
                        Ich versuche immer weiter mich "einfach" zu überwinden, habe damit aber wenig Erfolg.
                        Habt ihr irgendwelche Tricks, die euch in dieser Situation helfen?
                        erstmal suchst du dir am besten den platz in der klasse an dem du dich am wohlsten fühlst. bei mir ist es wie gsagt hinten. viel distanz zum eigentlichen prüfer, nur rücken, kaum gesichter, meinen eigenen rücken habe ich frei. kann bei dir anders sein, vielleicht siehst du gerne so wenig zuhörer wie möglich.

                        dann die besagte unendlichkeitsschlaufe. die liebte ich lange. sehr automatisiert kann die im hintergrund ablaufen, gleichmäßige form die beruhigt. musst nur drauf achten dass du den stift nicht zu stark aufdrückst, dadurch baut sich anspannung eher auf als ab.

                        anstatt auf den boden zu gucken hat es mir auch immer sehr geholfen einen tick über die leute rüber zu gucken. man sieht sie nicht direkt an, aber es ist weniger auffällig als runter zu schaun. außerdem hat es etwas weniger demütiges.

                        und ansonsten ja, einfach machen. routine gibt immer sicherheit, wenn du dir zusätzlich was angewöhnst, dann verstärkt es das nochmal.

                        mehr weiß ich auch nicht so gäb es diesen thread nicht

                        @agony, hab auch viele vorträge dieses semester, und kenne das fühl. ich wünsch dir starke nerven









                        schonmal daaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaanke für alle beiträge. auch wenn ich noch nicht probieren konnte hat es schonmal beruhigt alles zu lesen. ich fühl mich da oft bisschen alleine mit, weil abgeshen von meiner schwester (so n bisschen) kenne ich niemanden von dem ich weiß. fand das am samstag so frustrierend. so n wettkampf ist ja eh eigentlich ne ausnahmesituation und die anderen alle. habens entweder nur als spaß gesehen oder abgesehen von sportlichem ehrgeiz keinen druck gefühlt.

                        auch wenn ich in der regel wegen so nem neid nicht den kopf in den sand stecke und mich weitestgehend damit abgefunden hab, da kamms richtig hoch dass ich gemerkt hab, dass das nicht physiologisch ist

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                          #13
                          Ich hab neulich gelesen, dass "AufschieberInnen" umso mehr zum Aufschieben neigen, je weniger sie zu erledigen haben.... von daher ist das von dir gewählze Mittel (aktiv Kontakt in der WG zu suchen) vlt. richtig... Wir Luxuskinder werden ALLE unser Schärflein zu tragen haben.

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                            #14
                            Ich hab das leider auch...

                            Was mir geholfen hat ist mein Problem dem Lehrer / Vortragenden persönlich zu erklären. Damit er weiß dass ich nicht dumm bin sondern nur Angst habe. Das hat mir auch viel von der Panik vor der Stunde / Übung genommen wenn ich darauf vertrauen konnte nicht drangenommen zu werden.
                            Mündliche Prüfungen konnte ich dann meist in einem kleineren Rahmen ablegen... OK, geht wahrscheinlich nicht überall aber versuchen kann man es.

                            Außerdem haben mir Meditation geholfen, nicht im Panikfall (da schmeiß ich immer noch die Nerven weg), aber damit habe ich gelernt mich mit all meinen Fehlern mehr zu akzeptieren. Denn früher habe ich mich oft dafür bestraft so zu sein wie ich bin.

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                              #15
                              Keine Ahnung, ob sowas jemandem von euch was nützt, aber mir manchmal schon

                              http://these-dandelion-wishes.tumblr...nic-masterpost

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