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Auslandsjahr trotz SVV/Depressionen möglich?

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    Auslandsjahr trotz SVV/Depressionen möglich?

    Folgende Situation: Ich will das nächste Schuljahr gerne in Frankreich verbringen, jedoch habe ich Bedenken, dass das nicht funktionieren kann.
    Ich verletze mich seit ca 3 Jahren selbst und bin seit kurzem in Therapie. Nur habe ich immer noch ein ziemliches Problem mit svv, vor allem habe ich sehr viele auffällige Narben deswegen.

    Ich denke, irgendwie würde ich das während des Auslandsjahres hinkriegen; ich habe dann ja eine richtige Motivation, es nicht zu tun. In der Bewerbung wird aber nach psychischen Erkrankungen gefragt und ich weiß nicht, was ich angeben soll.
    Die Oragnisationen setzen ja physische und psychische Gesundheit voraus; sollte ich dann trotzdem angeben, dass ich mich selbstverletze? Bzw kann ich deswegen abgelehnt werden? Und falls das in Frankreich dann rauskäme, könnte ich deswegen nach Hause geschickt werden?
    Es gibt nur eine Organisation, mit der ich fahren könnte, deswegen will ich dort nicht nachfragen; nicht, dass die misstrauisch werden.

    Es wäre toll, wenn jemand vielleicht schon mal in einer ähnlichen Situation gewesen ist bzw mir diese Fragen beantworten könnte

    #2
    Hast du eine Freundin, der du so sehr vertraust, dass sie da für sich anrufen könnte?

    SVV kommt ja nicht von alleine. Ich denke schon, dass das ein Ausschlusskriterium ist, gerade, wenn das Auslandsjahr dort sehr beliebt ist, und sie genug psychisch Gesunde Schüler zur Verfügung haben.

    Edit: http://schueleraustausch-weltweit.de...sjahr-und-SVV/
    Hier gibt's auch Leute mit Erfahrung.
    Zuletzt geändert von sweet377; 09.10.2016, 20:51.

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      #3
      Ich hab zwar keine Erfahrung damit, aber spontan würde ich davon abraten. Mein erster Gedanke wäre, dass das vor allem hinsichtlich der Versicherung schwierig werden könnte. Wenn zum Beispiel irgendwas im Zusammenhang mit der Krankheit etwas passiert und Behandlungskosten anfallen, die Krankheit aber nicht angegeben wurde, kann ich mir durchaus vorstellen, dass es da Probleme geben könnte.

      Was würdest du denn tun, wenn du während des Auslandsjahres plötzlich doch aus irgendeinem Grund den Drang hast, dich zu verletzen? Wenn die Organisation bescheid weiß, könnte man sich im Vorfeld evtl. darum kümmern, dass deine Therapie auch während des Auslandsjahres weitergeführt werden kann oder dass zumindest ein Ansprechpartner vor Ort ist, an dem man sich bei Bedarf wenden kann.

      Ich würds allerdings auch nicht ausschließen, dass die Organisation einen bei bestimmten Krankheiten ausschließt oder zumindest genauer nachfragt.

      Die anonyme Nachfrage finde ich da nicht mal eine so schlechte Idee
      I am not crazy. My reality is just different than yours

      Kommentar


        #4
        Ich war im Austausch und arbeite jetzt bei der Organisation auch freiwillig. Unter anderem führe ich Selection Interviews, in denen die Schüler definitv von uns angenommen oder abgelehnt werden.
        Du würdest garantiert abgelehnt werden, sofern du es nicht gut genug versteckst. Davon würde ich dir aber abraten.
        Ein Grund ist, das die Organisation keine Verantwortung übernehmen will und auch der Gastfamilie schwer jemandem anvertrauen kann, der psychische Probleme hat. Das wäre eine zu grosse Belastung für die Familie.
        Der andere Grund ist: Ein Austauschjahr ist psychisch eine ziemliche Belastung. Du fährst dort sozusagen eine Achterbahn der Gefühle, je nach Land ist es für die Austauschschüler extrem schwer Anschluss zu finden und dann ohne Freunde dazustehen ist nicht einfach um damit umzugehen. Es gibt Tage, manchmal Wochen in denen du das Gefühl haben wirst, ganz alleine zu sein, keine Freunde und auch keine richtige Familie. Und das ist kein extrem Beispiel. Bei mehr als der Hälfte der Austauschschüler gibt es solche Momente.
        Ich will es dir nicht völlig ausreden, ein Austauschjahr ist etwas tolles, aber es kann teilweise bei Psychischen Problemen alles nur noch schlimmer machen.

        Es gibt aber auch das Gegenteil, von dem gibt es aber nur wenige Fälle die ich kenne. Mein Freund ging z.B. mit leichten Depressionen ein Jahr nach Weissrussland studieren und das war für ihn das Beste, das er machen konnte.
        Auch ein Schüler, der dieses Jahr zurückgekommen ist, ist mit Depressionen gegangen (Er hat siegut genug versteckt, dass niemand was merkte) und meinte es ginge ihm jetzt viel besser. Nicht ganz weg von den Depressionen, aber doch besser als vor dem Austausch.

        Bei mir selbst war es das Gegenteil, ging psychisch gesund in den Austausch und bekam Depressionen nach meiner Rückkehr, weil der Retro Kulturschock zu schlimm war für mich und ich mich in das Leben hier sehr lange nicht eingewöhnen konnte. Das passiert häufiger als man denkt, weil man kaum darauf vorbereitet wird, sondern nur auf das Hinreisen und den Kulturschock im Gastland.

        Ob du gehst oder nicht ist deine Entscheidung, aber aus Sicht der Organisation, würdest du abgelehnt werden.

        Mit welcher Organisation willst du gehen?

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          #5
          Ich habe bewusst gestern Abend abgewartet, dass erst paar Andere antworten.
          Da ist oben viel Nützliches dabei und ich würde sagen eine bisher gemischte Einschätzung.

          Zitat von Knobel Beitrag anzeigen
          und bin seit kurzem in Therapie. Nur habe ich immer noch ein ziemliches Problem mit svv, ...
          Ich denke, irgendwie würde ich das während des Auslandsjahres hinkriegen; ich habe dann ja eine richtige Motivation, es nicht zu tun. In der Bewerbung wird aber nach psychischen Erkrankungen gefragt und ich weiß nicht, was ich angeben soll.
          ...
          Bzw kann ich deswegen abgelehnt werden? Und falls das in Frankreich dann rauskäme, könnte ich deswegen nach Hause geschickt werden?
          Erstmal werde ich sicher nicht svv verharmlosen. Gut, wenn du etwas begleitende Hilfe hast, also die Therapie.
          Jedoch soll das nicht zum ständigen Erinnern, oder gar Kultivieren des Problems svv führen. Ich habe manchmal den Eindruck (auch von Fällen aus RL die ich kenne), dass zuwenig dafür gesorgt wird, die Aufmerksamkeit wieder auf das Eigentliche zu lenken. Das Leben.

          Auslandsaufenthalte sind super und bringen einen weiter. Dann kenne ich dich soweit, dass ich denke, dass es toll für dich wäre. Und dich stärker macht.
          Und somit eigentlich fast für sich genommen therapeutisch sein kann. "Kann" heisst aber nicht gleich, dass es sicher so wird.

          Intuitiv würde ich sagen, mach bei Bewerbung einen Strich. Du bist kein Notfall, der die Gastfamilie abmurksen würde, sondern ein liebevoller, gescheiter Mensch und auch mit deutlichem Willen. Ja, du hast zwar ein Problem, aber davon gibts viele mehr.
          Füllst du alleine aus? Müssen deine Eltern auch unterschreiben?

          Heimschicken geht sicher immer. Das gibts auch bei normalen Fällen (was immer normal ist).
          Ich kenne es nur von einem Uni-Fall im Ausland (nicht Schule), wo das Mädchen es nicht verkraftet hat, Weihnachten nicht daheim zu sein. Diese Studentin wurde flennend heim geflogen. Versuch dich mal spielerisch durch ein ganzes Jahr geistig durchzudenken.

          Zu Nayeela... (ich zitiere sie, aber quatsche weiter Knobel/Sarah an)

          Zitat von Nayeela Beitrag anzeigen
          Der andere Grund ist: Ein Austauschjahr ... Es gibt Tage, manchmal Wochen in denen du das Gefühl haben wirst, ganz alleine zu sein, keine Freunde und auch keine richtige Familie. Und das ist kein extrem Beispiel. Bei mehr als der Hälfte der Austauschschüler gibt es solche Momente.
          Ich will es dir nicht völlig ausreden, ein Austauschjahr ist etwas tolles, aber es kann teilweise bei Psychischen Problemen alles nur noch schlimmer machen.
          ein Jahr ist sicher was anderes, als nur paar Wochen, Sarah.
          Aber immerhin hast du da bereits Erfahrung. Und du wolltest gar nicht mehr zurück.
          Das spricht dafür, da du schon bisschen Erfahrung hast.

          Ob die Gastfamilie lieb ist, weiss ich nicht. Aber wenn du immer die Chance hast, notfalls per web Kontakt zu deinen Lieben daheim aufzunehmen, weisst du ja am Besten, ob dir das genügt. Nur falls du mal ein Down haben solltest.

          Zitat von Nayeela Beitrag anzeigen
          Es gibt aber auch das Gegenteil, von dem gibt es aber nur wenige Fälle die ich kenne. Mein Freund ging z.B. mit leichten Depressionen ein Jahr nach Weissrussland studieren und das war für ihn das Beste, das er machen konnte.
          Auch ein Schüler, der dieses Jahr zurückgekommen ist, ist mit Depressionen gegangen (Er hat siegut genug versteckt, dass niemand was merkte) und meinte es ginge ihm jetzt viel besser. Nicht ganz weg von den Depressionen, aber doch besser als vor dem Austausch.
          und genau das denke ich könnte bei dir - Sarah - eintreten. Und wünsche ich dir auch.

          Jetzt aber kritisch gefragt, weil es schon nötig ist:
          weiss deine Therapeutin von deinem Auslandsjahrwunsch? Was sagt die denn dazu?

          Kritische Stimmen solltest du auch anhören. Es ist halt so schwer einzuschätzen.
          Als ich per Uni im Ausland war, hatte nicht ich die Probleme. Sondern ausgerechnet meine Mum daheim. Die war immer am Telefon am durchdrehen. Gegen Heimweh half, dass ab und zu Post kam. Mit den anderen ging alles paar Monate lang gut, dann gab es dochmal Zank - was aber normal ist (zumal, wenn man zu Dritt im ausländischen Studentenwohnheim ist). Der Streit hat sich nach drei, vier Tagen wieder gelegt. Wie konfliktstark bist du, Sarah?
          Nayeela weist ja darauf hin, dass man sich auch mal sehr allein fühlen kann.

          Dass die Stimmung nicht wie ein Lineal das ganze Jahr gleich bleibt, ist klar. Es gibt Ups und Downs. Aber im nachhinein bereue ich selbst es null, sondern es war absolut hilfreich. Und alle sagten später, ich sei viel selbstbewusster heim gekommen.

          Und wie gesagt, wünsche ich dir auch - falls es hinhaut.
          Zuletzt geändert von MarcMiuu; 10.10.2016, 18:33.
          Quietschpink macht lustig......Gucci Gucci, Prada Prada? xD Brzzz Brzzz?
          Wenn Mädchen flennen, flenn ich mit. '-'
          Stell’ Dir vor es geht...und keiner kriegt’s hin. (W. Neuss)
          Was sitzt aufm Baum und winkt?... > Ein Huhu!... = LOL
          Ich weiss, dass ich ein Rad ab habe. Aber guck doch mal, wie schön es rollt...? Huiiiii!
          "Ich werde meinen nächsten Karneval nicht mehr erleben" (Karl Lauterbach zu Coronäh)
          "Ohhh...Nooooo!?" (Jar Jar Binks)
          The pen is blue. The pen is blue?! The GOD DAMN PEN IS BLUE!!!

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            #6
            Danke erstmal mal für eure Antworten


            Zitat von Nayeela Beitrag anzeigen
            .
            ...
            Ob du gehst oder nicht ist deine Entscheidung, aber aus Sicht der Organisation, würdest du abgelehnt werden.

            Mit welcher Organisation willst du gehen?
            Ich würden wenn dann mit iSt gehen.
            Die Narben richtig zu verstecken, ist fast unmöglich und deswegen wäre meine größte Sorge eigentlich, dass das in Frankreich rauskommen würde und meine Eltern alles umsonst gezahlt hätten.
            Ich bin mir bewusst, dass das nicht immer einfach wird; ich war in den letzten Ferien schonmal paar Wochen mehr oder weniger alleine im Ausland und dort ging es mir eigentlich ziemlich gut. Außerdem denke ich, dass meine Situation allgemein durch die Therapie besser werden kann.


            Zitat von MarcMiuu Beitrag anzeigen
            .....
            Intuitiv würde ich sagen, mach bei Bewerbung einen Strich. Du bist kein Notfall, der die Gastfamilie abmurksen würde, sondern ein liebevoller, gescheiter Mensch und auch mit deutlichem Willen. Ja, du hast zwar ein Problem, aber davon gibts viele mehr.
            Füllst du alleine aus? Müssen deine Eltern auch unterschreiben?
            ...

            Ob die Gastfamilie lieb ist, weiss ich nicht. Aber wenn du immer die Chance hast, notfalls per web Kontakt zu deinen Lieben daheim aufzunehmen, weisst du ja am Besten, ob dir das genügt. Nur falls du mal ein Down haben solltest.
            ...
            Jetzt aber kritisch gefragt, weil es schon nötig ist:
            weiss deine Therapeutin von deinem Auslandsjahrwunsch? Was sagt die denn dazu?
            ....
            Wie konfliktstark bist du, Sarah?
            Nayeela weist ja darauf hin, dass man sich auch mal sehr allein fühlen kann.

            Dass die Stimmung nicht wie ein Lineal das ganze Jahr gleich bleibt, ist klar. Es gibt Ups und Downs. Aber im nachhinein bereue ich selbst es null, sondern es war absolut hilfreich. Und alle sagten später, ich sei viel selbstbewusster heim gekommen.

            Und wie gesagt, wünsche ich dir auch - falls es hinhaut.
            Während Nayeelas Antwort mich total verunsichert hat, ist deine wieder sehr motivierend, ohje


            Meine Eltern würden unterschreiben, ja. Sie - genauso wie meine Therapeutin - finden die Idee ganz gut, weil natürlich müsste ich mich dort in der Schule auch anstrengen, aber da ich das in Deutschland eh wiederholen müsste, wäre halt nicht mehr dieser starke Leistungsdruck da.
            Dadurch, dass meine besten Freunde eh am anderen Ende Deutschlands wohnen, bin ich es eh nicht anders gewohnt, als durchs Internet Kontakt zu halten

            Ich bin mir sicher, dass ich nicht zu 100% die Eigenschaften besitze, die für ein Auslandsjahr wichtig sind. Aber ich knicke auch nicht sofort ein und ich hab schon von vielen gehört, dass sie durch das Jahr eine stärkere Persönlichkeit bekommen haben, also denke ich mal, dass Konfliktstärke nicht das Wichtigste ist.

            Wie bereits gesagt, ich denke mein Problem ist es eher, nach Frankreich zu kommen.

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              #7
              Zitat von Knobel Beitrag anzeigen
              Ich würden wenn dann mit iSt gehen.
              Die Narben richtig zu verstecken, ist fast unmöglich und deswegen wäre meine größte Sorge eigentlich, dass das in Frankreich rauskommen würde und meine Eltern alles umsonst gezahlt hätten.
              Ich bin mir bewusst, dass das nicht immer einfach wird; ich war in den letzten Ferien schonmal paar Wochen mehr oder weniger alleine im Ausland und dort ging es mir eigentlich ziemlich gut. Außerdem denke ich, dass meine Situation allgemein durch die Therapie besser werden kann.


              Während Nayeelas Antwort mich total verunsichert hat, ist deine wieder sehr motivierend, ohje
              Die Richtlinien von iSt kenne ich leider nicht.

              Ohje, ich will dich da nicht verunsichern, sondern einfach auch kritisch etwas anstossen. Grundsätzlich bin ich immer dafür, dass ein Austauschjahr gemacht wird.
              Wenn ich könnte,würde ich nen Pfeil auf die Landkarte werfen und dann dort gleich noch ein Jahr verbringen, egal wo. Geht jetzt aber hier nicht um mich^^'
              Der erste Teil den ich geschrieben habe, ist auch eher aus Sicht der Organisation.

              Will nicht zu persönlich werden, drum Frage ich dich nicht direkt, aber je nach Auslöser ist es auch immer etwas anderes.

              Wenn jetzt z.B. deine Auslöser Stress mit Freunden und Einsamkeit sind, könnte es schwierig werden, gerade über Frankreich höre ich häufig in meiner Organisation, dass sie Mitschüler nicht sehr interessiert sind an Austauschschülern, (Stadt/Land ist da aber auch immer ein grosser Unterschied), wenn es jetzt aber Leistungsdruck und Erwartungen eher Auslöser sind, finde ich ein Austauschjahr wiederum ziemlich gut. Da lernt man viel auch die Sicht auf die Schule etwas zu ändern und wenn du auch den Stress nicht hast, wieder in die gleiche Klasse zu müssen, super

              Wie Marc sagt, man kann immer nach Hause gehen, von der Organisation geschickt oder selbstständig. (und jetzt verunsichere ich dich vermutlich erneut, sorry, ich rede einfach aus Erfahrung heraus und mit Beispielen)
              Gewisse Leute können super damit umgehen, andere nicht so, da es wie nicht abgeschlossen ist. Als in Japan das grosse Erdbeben war 2011 mussten alle Austauschschüler nach Hause. Einige sind ein Jahr bis paar Jahre später wieder zurückgegangen, da sie dies nie abschliessen konnten und deswegen zuhause auch nicht wirklich vorwärts konnten, da es sich falsch angefühlt hatte.
              Eine Freundin von mir wiederum ist nach 3 Monaten bereits nach Hause, weil sie einfach mit der Kultur und den Leuten nicht klar kam. Es hat ihr einfach alles widersprochen, wie sie sich zu Verhalten hatte. Für sie war es das beste wieder nach Hause zu können.

              Edit: Niemand besitzt zu 100% die Eigenschaften für ein Austauschjahr. Das macht man ja genau darum um daran zu wachsen, zu reifen und um viel neues lernen und Kennenzulernen
              Zuletzt geändert von Nayeela; 10.10.2016, 22:25.

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                #8
                Zitat von Nayeela Beitrag anzeigen
                Die Richtlinien von iSt kenne ich leider nicht.

                Ohje, ich will dich da nicht verunsichern, sondern einfach auch kritisch etwas anstossen. Grundsätzlich bin ich immer dafür, dass ein Austauschjahr gemacht wird.
                Wenn ich könnte,würde ich nen Pfeil auf die Landkarte werfen und dann dort gleich noch ein Jahr verbringen, egal wo. Geht jetzt aber hier nicht um mich^^'
                Der erste Teil den ich geschrieben habe, ist auch eher aus Sicht der Organisation.

                Will nicht zu persönlich werden, drum Frage ich dich nicht direkt, aber je nach Auslöser ist es auch immer etwas anderes.

                Wenn jetzt z.B. deine Auslöser Stress mit Freunden und Einsamkeit sind, könnte es schwierig werden, gerade über Frankreich höre ich häufig in meiner Organisation, dass sie Mitschüler nicht sehr interessiert sind an Austauschschülern, (Stadt/Land ist da aber auch immer ein grosser Unterschied), wenn es jetzt aber Leistungsdruck und Erwartungen eher Auslöser sind, finde ich ein Austauschjahr wiederum ziemlich gut. Da lernt man viel auch die Sicht auf die Schule etwas zu ändern und wenn du auch den Stress nicht hast, wieder in die gleiche Klasse zu müssen, super

                Wie Marc sagt, man kann immer nach Hause gehen, von der Organisation geschickt oder selbstständig. (und jetzt verunsichere ich dich vermutlich erneut, sorry, ich rede einfach aus Erfahrung heraus und mit Beispielen)
                Gewisse Leute können super damit umgehen, andere nicht so, da es wie nicht abgeschlossen ist. Als in Japan das grosse Erdbeben war 2011 mussten alle Austauschschüler nach Hause. Einige sind ein Jahr bis paar Jahre später wieder zurückgegangen, da sie dies nie abschliessen konnten und deswegen zuhause auch nicht wirklich vorwärts konnten, da es sich falsch angefühlt hatte.
                Eine Freundin von mir wiederum ist nach 3 Monaten bereits nach Hause, weil sie einfach mit der Kultur und den Leuten nicht klar kam. Es hat ihr einfach alles widersprochen, wie sie sich zu Verhalten hatte. Für sie war es das beste wieder nach Hause zu können.

                Edit: Niemand besitzt zu 100% die Eigenschaften für ein Austauschjahr. Das macht man ja genau darum um daran zu wachsen, zu reifen und um viel neues lernen und Kennenzulernen
                Ich finde deine Antworten auf jeden Fall sehr hilfreich, vor allem weil du selbst für eine Organisation arbeitest

                Es ist eher Leistungsdruck, deswegen fände ich das Auslandsjahr auch ganz gut, weil ich könnte mal bisschen mehr "entspannen" ^^
                Also hörst du von Frankreich nicht so gutes? Ich hatte auch mal überlegt, nach Spanien zu gehen; kriegst du von dort bessere Rückmeldungen?

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                  #9
                  Zitat von Knobel Beitrag anzeigen
                  Ich finde deine Antworten auf jeden Fall sehr hilfreich, vor allem weil du selbst für eine Organisation arbeitest

                  Es ist eher Leistungsdruck, deswegen fände ich das Auslandsjahr auch ganz gut, weil ich könnte mal bisschen mehr "entspannen" ^^
                  Also hörst du von Frankreich nicht so gutes? Ich hatte auch mal überlegt, nach Spanien zu gehen; kriegst du von dort bessere Rückmeldungen?
                  Dann könnte ich es dir schon eher empfehlen^^
                  Leider ist da dann immer noch die Organisation, die dich ablehnen kann.

                  Aus Frankreich höre ich schon gutes, aber man muss extrem selbstständig sein und auf die Leute zugehen, da sie meistens nur die ersten Tage von sich aus auf dich zugehen. Es ist einfach schwieriger Freunde zu finden wie in anderen Ländern.
                  aber von den Gastfamilien höre ich immer, dass sie sehr Gastfreundlich sind.
                  Spanien kenne ich ehrlich gesagt nur das Beispiel meines Bruders der ein paar Wochen Sprachaufenthalt gemacht hat. Da wurde halt die Gastfamilie bezahlt und ist dementsprechend etwas weniger motiviert gewesen an kulturellem Austausch. Geh auf jedenfall mit einer Organisation, die die Gastfamilien nicht bezahlt. Andernfalls passiert es leicht, dass die Motivation eher das Geld als der Schüler ist. Dieses Problem haben wir in England und in Irland momentan.

                  Kommentar


                    #10
                    Zitat von Nayeela Beitrag anzeigen
                    Dann könnte ich es dir schon eher empfehlen^^
                    Leider ist da dann immer noch die Organisation, die dich ablehnen kann.

                    Aus Frankreich höre ich schon gutes, aber man muss extrem selbstständig sein und auf die Leute zugehen, da sie meistens nur die ersten Tage von sich aus auf dich zugehen. Es ist einfach schwieriger Freunde zu finden wie in anderen Ländern.
                    aber von den Gastfamilien höre ich immer, dass sie sehr Gastfreundlich sind.
                    Spanien kenne ich ehrlich gesagt nur das Beispiel meines Bruders der ein paar Wochen Sprachaufenthalt gemacht hat. Da wurde halt die Gastfamilie bezahlt und ist dementsprechend etwas weniger motiviert gewesen an kulturellem Austausch. Geh auf jedenfall mit einer Organisation, die die Gastfamilien nicht bezahlt. Andernfalls passiert es leicht, dass die Motivation eher das Geld als der Schüler ist. Dieses Problem haben wir in England und in Irland momentan.
                    Gibt es keine ich sag mal Verjährung? Also wenn ich einfach sage, dass das alte Narben sind?

                    Danke für den Tipp, ich gucke gleich mal nach, wie das bei iSt ist

                    Kommentar


                      #11
                      Zitat von Knobel Beitrag anzeigen
                      Gibt es keine ich sag mal Verjährung? Also wenn ich einfach sage, dass das alte Narben sind?

                      Danke für den Tipp, ich gucke gleich mal nach, wie das bei iSt ist
                      Bei meiner Orga ist die 18 Monate. Und zwar 18 Monate nicht mehr bei der Psychologin gewesen sein. Ausserdem braucht es so viel ich weiss auch ein Gutachten von der.

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                        #12
                        Zitat von Knobel Beitrag anzeigen

                        Dadurch, dass meine besten Freunde eh am anderen Ende Deutschlands wohnen, bin ich es eh nicht anders gewohnt, als durchs Internet Kontakt zu halten




                        Ich muss mich zu deinem Fall nicht mehr äußern, Sarah, wir reden ja privat.

                        Generell finde ich aber 18 Monate für die Verjährung viel zu lang. Ich verstehe die Sicht der Organisation durchaus, aber das sollte viel mehr individuell von einem Psychologen entschieden werden.
                        Ich bin selber mit den ein oder anderen Problemen in die USA gegangen, und das Auslandsjahr war das beste was mir da passieren konnte. Allerdings verlief bei mir alles nahezu perfekt: Tolle Gastfamilie, relativ schnell Freunde gefunden, kein Schulstress und so gut wie gar kein Heimweh. Das ist selbstverständlich nicht bei jedem so. Wenn man viele Probleme vor Ort entwickelt liegt natürlich ein ganz anderer Druck auf einem. Außerdem gibt eben auch viele Unterschiede von Land zu Land.

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                          #13
                          Zitat von BlueCloudy Beitrag anzeigen

                          Generell finde ich aber 18 Monate für die Verjährung viel zu lang. Ich verstehe die Sicht der Organisation durchaus, aber das sollte viel mehr individuell von einem Psychologen entschieden werden.
                          Ich bin selber mit den ein oder anderen Problemen in die USA gegangen, und das Auslandsjahr war das beste was mir da passieren konnte. Allerdings verlief bei mir alles nahezu perfekt: Tolle Gastfamilie, relativ schnell Freunde gefunden, kein Schulstress und so gut wie gar kein Heimweh. Das ist selbstverständlich nicht bei jedem so. Wenn man viele Probleme vor Ort entwickelt liegt natürlich ein ganz anderer Druck auf einem. Außerdem gibt eben auch viele Unterschiede von Land zu Land.
                          Da stimme ich dir vollkommen zu. Da sind mir aber leider die Hände gebunden.
                          Das einzige was ich machen kann ist, wenn sie nicht bei Psychologen waren und das angegeben haben, etwas von Person zu Person selbstständig entscheiden, ob es besser ist, wenn sie nicht geschickt werden. In der Regel wird nicht nachkontrolliert.

                          Die Orgas brauchen halt leider eine volle Bestätigung, dass im Austausch kein Rückfall passiert und drum so eine lange Verjährung.

                          Kommentar


                            #14
                            Hallo

                            Also ich befinde mich derzeit für ein Auslandsjahr in Spanien....
                            Allerdings breche ich dieses jetzt nach fast 2 Monaten ab.

                            Ich will dir im folgendem nichts ausreden....
                            Bei mir ist es so dass ich jetzt festgestellt habe dass ich definitiv viel zu wenig darüber nachgedacht habe. Du wirst dir jetzt bestimmt sagen dass du dir das gründlich überlegt hast und das tatsächlich willst.... das hab ich mir damals auch gesagt aber ich kann dir jetzt aus eigener Erfahrung sagen dass ds nicht so ist....
                            Ich habe hier in Spanien zwar sehr schnell 2 echt gute Freunde gefunden und auch eine super Gastfamilie aber man unterschätzt doch ziemlich viel.
                            Ich dachte auch dass ich nicht wirklich stress wegen der schule haben werde aber falsch gedacht....
                            Man versteht fast gar nichts im Unterricht und braucht ewig für die Hausaufgaben. Ich stehe bzw stand hier unter extremen stress die ganze Zeit und ich bin einfach nur super glücklich morgen in mein altes leben zurück zu können. Ich hatte auch ziemlich heftige Probleme als ich geflogen bin aber ich habe jetzt die letzten 2 Monate gemerkt dass viele Probleme eigentlich gar nicht da sind bzw nicht hätten sein müssen.

                            Ich kann dir nur sagen egal was du jetzt denkst machst etc man unterschätzt so ein auslandsjahr enorm. Niemand kann dich auf so etwas vorbereiten und so leid es mir tut si etwas sagen zu müssen ich glaube nicht dass das für dich eine so gute idee ist. Aber einfach nur deshalb weil ich weiß wie schwierig so etwas sein kann und es ist ja in den meisten Fällen so dass irgendwelche Schwierigkeiten vorkommen und ich muss dir ganz ehrlich sagen dass es mir vor diesem Austausch super gut gesundheitlich ging und ich mittlerweile eine leichte essstörung und auch leichte Depressionen habe. Also ich persönlich würde dir davon abraten aber es ist selbstverständlich deine Entscheidung und vielleicht hast du ja auch glück und es würde dir tatsächlich helfen....

                            Aber noch einmal zu Spanien und Frankreich
                            Ich war zwar nicht in Frankreich aber eine Freundin von mir hat dort einen Austausch gemacht und wenn du unbedingt so etwad machen willst und dir das noch 10000 mal überlegt hast geh nach Spanien....
                            Es ist zwar auch hier schwer Freunde zu finden aber wesentlich leichter als in Frankreich.
                            Falls du noch mehr über Spanien oder meine Erfahrungen wissen möchtest schreib mich einfach an....

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