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      Hat hier mal jemand Seroquel / Quetiapin genommen? Erfahrungsberichte bitte?
      Voluptatis avidus magis quam salutis - Mortuus in anima curam gero cutis.

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        Zitat von Aspartam Beitrag anzeigen
        Hat hier mal jemand Seroquel / Quetiapin genommen? Erfahrungsberichte bitte?
        Hab einmal eine Tablette genommen und hatte ganze Nacht Panikattacken sowie geistige und körperliche Unruhe dermassen heftig, das ich dachte das wars mit mir.

        Gott sei Dank war der Spuk nächsten Tag vorbei. Hab daher nie wieder eine genommen.

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          Zitat von Alice Beitrag anzeigen
          Hab einmal eine Tablette genommen und hatte ganze Nacht Panikattacken sowie geistige und körperliche Unruhe dermassen heftig, das ich dachte das wars mit mir.

          Gott sei Dank war der Spuk nächsten Tag vorbei. Hab daher nie wieder eine genommen.
          Huh interessant, theoretisch sollte es ja eher müde machen?
          Hab auch grade die Erste genommen und fühle mich etwas weird, frage mich jetzt ob ich grade nur einen ziemlichen Placebo-Effekt habe oder das Zeug wirklich so lustig wirkt. Fühle mich als wäre ich leicht beschwipst (durchaus kein negatives Gefühl). Aber auch grade mehr aufgedreht als müde, mal schauen ob sich das noch ändert.
          Voluptatis avidus magis quam salutis - Mortuus in anima curam gero cutis.

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            Ah jetzt kommt die Müdigkeit. Freaky.
            Voluptatis avidus magis quam salutis - Mortuus in anima curam gero cutis.

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              In den Wintermonaten kann es schon vorkommen, dass man leichte Depressionen bekommt, auch wenn man eigentlich ein gutes Leben hat. Die graue Zeit macht auch mir manchmal zu schaffen. Wichtig ist, dass man seine Routine beibehält und nicht in Selbstmitleid versinkt. Habe ich morgens keine Lust auf den stressigen Tag und würde lieber im Bett bleiben, zwinge ich mich umso mehr, mich den alltäglichen Herausforderungen zu stellen - denn wenn ich es nicht tue, dann sinkt eine Art Depression erst recht ein, da man zusätzlich noch Schuldgefühle bekommt.

              Vielen ist nicht klar, dass Psychopharmaka und Stimmungsaufheller die Tür zur starken Depression erst recht öffnen: man verlässt sich auf externe Hilfe und macht sich abhängig davon. Dies stärkt dich meiner Meinung nach nicht, sondern macht dich nur schwächer, da du irgendwann alleine gar nicht mehr klarkommst.

              Man muss kämpfen.

              Vor allem ist es wichtig, mit guten Freunden oder der Familie auch darüber zu reden und sich selbst zu fragen, aus welchem Grund man sich schlecht fühlt. Viele verschweigen ihre Sorgen und sinken nur tiefer in ihre Depression ein.

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                Ich weiß dein Beitrag ist gut gemeint, und ich gebe dir sogar in manchen Punkten recht, aber in manchen anderen muss ich dir dafür vehement widersprechen.
                Ich stimme dir zu, dass es äußerst wichtig ist, seine Routine aufrecht zu erhalten. Wenn man deprimiert ist würde man am liebsten den ganzen Tag nichts tun, aber genau das macht es nur noch schlimmer. Eine fixe Tagesstruktur, soziale Kontakte, und die Bewältigung von Herausforderungen wirken sich bei den allermeisten psychischen Erkrankungen positiv aus (es sei denn vielleicht man hat einen heftigen Burn-out, dann wären ein paar Wochen Ruhe wohl wirklich mal ganz angebracht).

                Was du zu Psychopharmaka sagst ist allerdings nicht so einfach wie du es darstellst:
                Zitat von lotti88 Beitrag anzeigen
                Vielen ist nicht klar, dass Psychopharmaka und Stimmungsaufheller die Tür zur starken Depression erst recht öffnen: man verlässt sich auf externe Hilfe und macht sich abhängig davon. Dies stärkt dich meiner Meinung nach nicht, sondern macht dich nur schwächer, da du irgendwann alleine gar nicht mehr klarkommst.
                Ich bin kein großer Fan von Psychopharmaka im Allgemeinen, aber es gibt Fälle wo es ohne einfach nicht geht.
                Die aktuelle Studienlage scheint tatsächlich so auszusehen, dass Psychopharmaka in der Behandlung von leichten Depressionen wirkungslos oder gar kontraproduktiv sein können. Aber nicht jeder Mensch hat eine leichte Depression. Du schließt hier von dir auf andere und gehst davon aus, dass deine leichte saisonale Verstimmung sich bei anderen Menschen auch so manifestiert. Bei schweren psychischen Erkrankungen allerdings ist es oft nötig, einen Patienten vorher mit Psychopharmaka einmal so weit zu stabilisieren, dass er überhaupt aufnahmefähig für andere Schritte ist. Wenn jemand stark suizidal ist ist er überhaupt nicht empfänglich für irgendwelche anderen Therapiemethoden. Wenn jemand handfeste Halluzinationen und Wahvorstellungen hat können Neuroleptika lebensrettend sein.
                Und du schreibst hier, es bestünde die Gefahr, dass man sonst "irgendwann allein nicht mehr klarkommt". Hast du mal dran gedacht, dass es Patienten geben könnte, die schon vor der Einnahme von Psychopharmaka "allein nicht mehr klarkommen", und genau deshalb überhaupt zu Psychopharmaka greifen? Nicht bei jedem ist eine psychische Erkrankung nur eine saisonale Geschichte, bei vielen Menschen ist das einfach der default mode, und diese Menschen sind ohne die entsprechenden Medikamente oft gar nicht in der Lage, als funktionale Mitglieder der Gesellschaft zu agieren, zu arbeiten, sich um ihre Familien zu kümmern usw.
                Psychopharmaka sind auch deutlich einfacher und kostengünstiger zu bekommen als eine Therapie. Die meisten Krankenkassen zahlen Psychotherapien kaum oder nur teilweise, und Menschen die in abgelegeneren Gegenden wohnen haben oft gar nicht die geographischen Möglichkeiten jede Woche einen Therapeuten zu sehen. Sich mal eben vom örtlichen Hausarzt eine Packung Venlafaxin verschreiben lassen ist hingegen einfach und günstig.

                Vor allem ist es wichtig, mit guten Freunden oder der Familie auch darüber zu reden und sich selbst zu fragen, aus welchem Grund man sich schlecht fühlt. Viele verschweigen ihre Sorgen und sinken nur tiefer in ihre Depression ein.
                Und mit solchen Aussagen hab ich auch ein ganz massives Problem. Nicht jeder Mensch hat gute Freunde oder eine Famile, mit denen er über so etwas sprechen könnte, und die das auch verstehen würden. Ich würde sogar so weit gehen zu behaupten, dass gerade die Menschen, die an besonders schweren psychischen Erkrankungen leiden, oft niemanden haben, weil das Sozialleben stark unter solchen Krankheiten leidet. Solche Menschen fühlen sich dann gehörig verarscht wenn ihnen ständig gesagt wird "wenn es dir schlecht geht, dann sprich mit jemandem darüber!", und denken sich dabei nur "das würd ich ja gern, aber mit wem bitte??"

                Ich weiß dass du mit deinem Beitrag gute Absichten hast, aber bitte geh nicht von deinen eigenen Erfahrungen aus, und schließe daraus nicht, dass bei den meisten Menschen Depressionen leichte Verstimmungen sind gegen die man mit etwas Willenskraft ankommt, und dass jeder Mensch ein gutes soziales Auffangsnetz und medizinische Versorgung zur Verfügung hat. Das ist eher kontraproduktiv, weil die Betroffenen, dieso etwas lesen, sich dann besonders im Stich gelassen fühlen.
                Voluptatis avidus magis quam salutis - Mortuus in anima curam gero cutis.

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                  Ganz genau das was Aspartam sagt

                  Zitat von lotti88 Beitrag anzeigen
                  In den Wintermonaten kann es schon vorkommen, dass man leichte Depressionen bekommt, auch wenn man eigentlich ein gutes Leben hat. Die graue Zeit macht auch mir manchmal zu schaffen.
                  Ich habe mir schonmal ein Bein gebrochen und musste mehrere Wochen mit Krücken laufen. Ich versteh deswegen das Schicksal von Rollstuhlfahrern oder Menschen, die ein Bein verloren haben, sehr gut. So in etwa klingt das.

                  Man darf nicht den Fehler machen, deine temporäre Stimmungsveränderung wie "Winterdepression" oder auch depressive Verstimmungen nach einem Schicksalsschlag oder ähnliches mit einer klinisch manifesten Depression zu verwechseln.
                  Gerade letztere definiert sich auch eben dadurch, dass es eben nicht primär durch äußere Auslöser wie Wetter oder so ausgelöst wird. Sowas kann eine Depression verstärkten oder in einen aktuen Zustand kippen, aber die grundsätzliche Existenz der Depression ist eher unabhängig davon.

                  Zitat von lotti88 Beitrag anzeigen
                  auch wenn man eigentlich ein gutes Leben hat.
                  Den Satz würde ich gerne nochmal als besonderes NOPE rausnehmen. Es ist ja nicht so, dass Menschen mit Depressionen in den meisten Fällen nicht bewusst wäre, dass ihr Leben jetzt gar nicht so schlecht ist und in Afrika Kinder verhungern...aber gerade auf Grund der Krankheit fällt es schwer, diese Dankbarkeit überhaupt zu empfinden bzw. genau solche Aussagen triggern zusätzlich noch massive Schuldgefühle, die bei Depressiven sowieso häufig sehr extrem auftreten.
                  Depressionen definieren sich nicht unbedingt durch "Traurigkeit", eher durch "Fehlen von Gefühlen". Dabei kann es sich sowohl um positive als auch negative Gefühle handeln, viele Menschen mit Depressionen fühlen sich nicht traurig oder so, sondern eher leer, emotionslos, abgeschottet.
                  I am not crazy. My reality is just different than yours

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