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    Zitat von MarcMiuu Beitrag anzeigen
    Und: es schafft psychologisch nochmal eine Schwelle, und auch vl genau die eine verfluchte Sekunde, dass jmd noch den Arm zum Zurückziehen erwischt. (...)
    Btw glaube ich mal gelesen zu haben, dass Überlebende von "irgendwo runter gesprungen" alle meinten, die Idee sei scheisse gewesen und never ever again.
    Jo, klar schreit in letzter Sekunde nochmal reflexartig der Überlebensinstinkt auf. Das ist aber auch jedem Selbstmörder bewusst, deshalb wählt man ja Methoden bei denen es ab einem gewissen Punkt kein Zurück mehr gibt. Du kannst schließlich nicht einfach beschließen so lange die Luft anzuhalten bis du tot umfällst, du musst dich schon in eine Situation begeben in der du im letzten Moment keine Chance zur Umkehr mehr hast.
    Ich denke aber nicht dass irgendjemand eine solche Entscheidung unüberlegt trifft, diese Leute haben sich in der Regel sehr intensiv mit ihrer Situation und ihren Möglichkeiten auseinandergesetzt. Das klingt jetzt gerade so als würde ich Suizid glorifizieren wollen, was nicht unbedingt der Fall ist. Wenn jemand seine Meinung ändert und zurück ins Leben finden möchte ist das eine wunderbare Sache und man kann jedem dieser Menschen nur das Allerbeste wünschen. Worauf ich nur eigentlich hinauswollte ist, dass man sich Suizidprävention scheinbar manchmal etwas einfach vorstellt. Die Leute hüpfen vom Donauturm? Machen wir halt ein Gitter vor's Geländer. Die Leute hüpfen von der Golden Gate Bridge? Lassen wir halt ein paar Polizisten patroullieren. Die Leute hüpfen gern auf die Bahngleise? Machen wir halt eine Absperrung davor. Alles aus sehr noblen Beweggründen selbstverständlich, und man will ja auch die Unbeteiligten vor einem hässlichen Spektakel schützen. Aber langfristig ist das Ganze eben nur Symptomverlagerung und löst das Problem nicht.
    Hat jetzt auch eigentlich nur bedingt mit deinem ursprünglichen Beitrag zu tun aber das ist eben so eine Sache die mir irgendwie auffällt.

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      Zitat von Aspartam Beitrag anzeigen
      Aber langfristig ist das Ganze eben nur Symptomverlagerung und löst das Problem nicht.
      Hat jetzt auch eigentlich nur bedingt mit deinem ursprünglichen Beitrag zu tun aber das ist eben so eine Sache die mir irgendwie auffällt.
      klingt alles so frustriert. Ja und dennoch nein.

      Oft genug kann ein Moment auch dazu führen, dass alles im positiven Sinne anders wird. Jemand den Abend zu retten, und der nächste Tag ist ein neuer Tag. Isso.
      Und ich schaue auf die Hoffnung. Nach oben. Und bin kein Freund des "Herunterschauens". Verstehst du, was ich meine?

      Am Ende ist das ganze Leben "auch" ein Kampf, ein ständiges Ringen.

      Und ja sicher, nachhaltig ist es nicht. Und sicher sind die Stadien, wie es jemanden geht und wieweit jemand noch "zugänglich" ist, fliessend und eine irre weite Spannweite. Und zudem jeder Mensch nochmal etwas anders.
      Ich sage aber auch, und das trotz allen Widrigkeiten jetzt mit Logik anzutanzen: Wenn man keine Angst vorm Tod hat, einem alles scheissegal zu sein scheint, kann man ebenso gut, sich unerschrocken eben den Problemen stellen, und vl besser diese killen ... anstatt sich selbst.

      Diese Zeilen zu posten, das gebietet mir jetzt der Verstand. Point.
      Quietschpink macht lustig.........Gucci Gucci, Prada Prada? xD Brzzzz Brzzzz?
      Wenn Mädchen flennen, flenn ich mit. '-'
      »Stell’ Dir vor es geht...und keiner kriegt’s hin.« (W. Neuss)
      Was sitzt aufm Baum und winkt? ..... > Ein Huhu! ..... = LOL
      Ich weiss, dass ich ein Rad ab habe. Aber guck doch mal, wie schön es rollt...? Huiiiiiii!
      Wär ich ein Mädchen, hätte man mich Melanie genannt. Hmpf? xD

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        Zitat von Aspartam Beitrag anzeigen
        Inzwischen stressen mich diese Bilder nicht mehr, sie beruhigen mich in schwierigen Situationen. Wie so ein kleiner geheimer Zufluchtsort den mir keiner wegnehmen kann. Harter Tag in der Arbeit? Jo ich weiß wie ich der Situation entfliehen kann, ich schlitz mir einfach den Hals auf.
        Das spricht mir aus der Seele. Eine Therapeutin meinte mal, ich würde durch diese Denkweise vor meinen Problemen und Ängsten davonlaufen, anstatt mich ihnen zu stellen. Denn anstatt mir zu überlegen, was ich tun könnte, wenn xyz passiert, denke ich halt sofort an Suizid. Da hatte sie ja auch nicht Unrecht. Aber wenn dann wirklich xyz passiert, dann mach ich ja eben doch weiter, anstatt mich sofort umzubringen.
        Von dem her ist der Gedanke
        Zitat von MarcMiuu Beitrag anzeigen
        Wenn man keine Angst vorm Tod hat, einem alles scheissegal zu sein scheint, kann man ebenso gut, sich unerschrocken eben den Problemen stellen, und vl besser diese killen ... anstatt sich selbst.
        vielleicht gar nicht so falsch.
        Andererseits finde ich die Denkweise "wenn man keine Angst vor dem Tod hat, dann braucht man vor nichts Angst zu haben" auch nicht immer anwendbar. Denn ich würde mal ganz dreist behaupten, dass ich keine, oder zumindest keine große, Angst vor (meinem) Tod habe. Es gibt tausend Dinge, die machen mir viel, viel mehr Angst. Da wären wir dann wieder beim "vor Ängsten davonlaufen"...

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          Zitat von MarcMiuu Beitrag anzeigen
          Am Ende ist das ganze Leben "auch" ein Kampf, ein ständiges Ringen.
          das ist sowas das darf ich zum beispiel überhaupt nicht so sehen, dann krieg ich instant ne krise. ich will halt auch keinen kampf, ich will mein ding machen und mir soll es möglichst gut dabei gehen.

          muirgheal geht evtl in diese vor ängsten davon laufen richtung. ich brauch so rückzugsmöglichkeit (aber nicht die hier angesprochene endgültige variante ...)
          bei so zukunftsängsten halt wenn mir dies nicht passt dann tu ich eben das. wenn das auch blöd ist mach ich dies, wenn alle stricke reißen dann zieh ich eben in ne kleine blockhütte mitten in den wald und kümmere mich ums wild und um die bäume

          und bei den kleinen alltäglichen dingen nehme ich mir eben raus manches rauszuschieben wenns möglich ist. muss man halt gut abschätzen können ob nächsten tag oder nächste woche tatsächlich besser ist als heute (und das klappt nicht immer) aber bringt mir mehr als wenn ich dass im vollen panikmodus mache, weil das merk ich mir so richtig.

          davon laufen ist sicher nicht gut, aber die möglichkeit das auf n tag zu verlegen an dem man nicht komplett überfordert mit der situation ist find ich ungemein beruhigend.

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            Chinook Ja, find ich ne gute Möglichkeit, also zB zu sagen, wenn wirklich alle Stricke reißen, zieh ich ne Hütte im Wald. Oder was auf einen anderen Tag zu schieben. Muss man ja auch erstmal lernen, dass man eben nicht immer alles sofort und perfekt erledigen muss (so nach dem Motto ganz oder gar nicht oder halt dann in voller Panik). Bei mir staut sich aber die Panik dann bei schwierigen Dingen oft immer weiter auf, je länger ich es rauszögere. Aber stimmt schon, da muss man halt realistisch einschätzen können, ob es wirklich besser ist.
            Hat finde ich auch nicht unbedingt was mit davonlaufen zu tun, sondern eher was mit Selbstschutz.

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              Zitat von MarcMiuu Beitrag anzeigen
              klingt alles so frustriert. Ja und dennoch nein.

              Oft genug kann ein Moment auch dazu führen, dass alles im positiven Sinne anders wird. Jemand den Abend zu retten, und der nächste Tag ist ein neuer Tag. Isso.
              Und ich schaue auf die Hoffnung. Nach oben. Und bin kein Freund des "Herunterschauens". Verstehst du, was ich meine?

              Am Ende ist das ganze Leben "auch" ein Kampf, ein ständiges Ringen.

              Und ja sicher, nachhaltig ist es nicht. Und sicher sind die Stadien, wie es jemanden geht und wieweit jemand noch "zugänglich" ist, fliessend und eine irre weite Spannweite. Und zudem jeder Mensch nochmal etwas anders.
              Ich sage aber auch, und das trotz allen Widrigkeiten jetzt mit Logik anzutanzen: Wenn man keine Angst vorm Tod hat, einem alles scheissegal zu sein scheint, kann man ebenso gut, sich unerschrocken eben den Problemen stellen, und vl besser diese killen ... anstatt sich selbst.

              Diese Zeilen zu posten, das gebietet mir jetzt der Verstand. Point.
              Oder einfach mal eine leckere Grapefruit zum Frühstück essen ^_^

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                also ich habe meine depressionen ja mit yoga und eine veganen vollwertig pflanzlichen highcarb ernährung geheilt

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                  Zitat von muirgheal Beitrag anzeigen
                  Hat finde ich auch nicht unbedingt was mit davonlaufen zu tun, sondern eher was mit Selbstschutz.
                  wobei das ja auch so ne sache ist bei angststörungen, da kann man halt viel unter selbstschutz fassen

                  mantra meiner therapie war bisschen so 1 wenn es dich nicht umbringt musst du da leider durch und 2 mach das (nicht) sowas merkt sich das gehirn
                  bisschen hinprügeln muss man sich halt leider doch.

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                    Ich bekämpfe meine auch immer noch gerne mit kühlen Drinks und elegischer Musik. Aber sind nicht mehr mein einziges Selbstbehandlungskonzept, von dem her geht es.

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                      Zitat von Chinook Beitrag anzeigen
                      wobei das ja auch so ne sache ist bei angststörungen, da kann man halt viel unter selbstschutz fassen

                      mantra meiner therapie war bisschen so 1 wenn es dich nicht umbringt musst du da leider durch und 2 mach das (nicht) sowas merkt sich das gehirn
                      bisschen hinprügeln muss man sich halt leider doch.
                      man kann, je nachdem um was es geht, die Sache gedanklich in Schublade. Vertagt, auf Wiedervorlage. Geht nicht für alles, aber manches. Ausserdem geht es bei mir nie ohne schreiben. Schreiben hilft.
                      Auch nix Neues. Es gibt endlos viele Beispiele, wo AutorInnen sagen, dass ihnen das half und hilft, um Dinge in den Griff zu bekommen, bzw sie zu überwinden.

                      Zitat von TaxiDriver Beitrag anzeigen
                      Ich bekämpfe meine auch immer noch gerne mit kühlen Drinks und elegischer Musik. Aber sind nicht mehr mein einziges Selbstbehandlungskonzept, von dem her geht es.
                      elegische Musik klingt für mich nach Klagemusik? Trauern ist zwar psychologisch wichtig. Und sicher gibts da auch Abstufungen. Aber wäre was Sanftes, Fröhliches nicht besser?
                      Ich sehe das Risiko, dass man sich in diesem Mood nur noch bestärkt, aus dem ja eigentlich raus will?


                      Btw, Wut hilft manchmal, um depri-Stimmung zu überwinden. Und wenn ich manche martialische Musik höre, führt das in einem Bogen zu wieder aufflammenden Hoffnung und Kampfgeist. Nur bei mir so? Oder auch jemand sonst?


                      Quietschpink macht lustig.........Gucci Gucci, Prada Prada? xD Brzzzz Brzzzz?
                      Wenn Mädchen flennen, flenn ich mit. '-'
                      »Stell’ Dir vor es geht...und keiner kriegt’s hin.« (W. Neuss)
                      Was sitzt aufm Baum und winkt? ..... > Ein Huhu! ..... = LOL
                      Ich weiss, dass ich ein Rad ab habe. Aber guck doch mal, wie schön es rollt...? Huiiiiiii!
                      Wär ich ein Mädchen, hätte man mich Melanie genannt. Hmpf? xD

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                        Zitat von TaxiDriver Beitrag anzeigen
                        Ich bekämpfe meine auch immer noch gerne mit kühlen Drinks und elegischer Musik. Aber sind nicht mehr mein einziges Selbstbehandlungskonzept, von dem her geht es.
                        solangs ne grapefruit beinhaltet. schmeckt besonders zu weizen

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                          Zitat von Chinook Beitrag anzeigen

                          wobei das ja auch so ne sache ist bei angststörungen, da kann man halt viel unter selbstschutz fassen

                          mantra meiner therapie war bisschen so 1 wenn es dich nicht umbringt musst du da leider durch und 2 mach das (nicht) sowas merkt sich das gehirn
                          bisschen hinprügeln muss man sich halt leider doch.
                          Ja, stimmt auch wieder. Im weiteren Sinne sind ja viele psychische Krankheiten allgemein ein Selbstschutz, das Gehirn versucht halt mit bestimmten Situationen umzugehen. Letztendlich muss man auch (solange man niemand anderes gefährdet) selbst wissen, welche Verhaltensweisen etc. man jetzt loswerden will oder nicht. Eine Therapeutin hat irgendwann mal nach meinem "ich kann das nicht mimimi"-Ausreden zu mir gesagt: Mir ist das scheißegal, ob Sie das jetzt machen oder nicht, es ist Ihr Leben und nicht meines. Da dacht ich mir, stimmt sie hat, recht, ICH will ja was verändern. Dafür muss man halt leider auch was tun, Therapie ist halt nicht, wie viele gerne denken, hingehen, bisschen labern und glücklich wieder heimgehen.
                          Zuletzt geändert von muirgheal; 07.11.2018, 16:36. Grund: übertreiben brauch ichs auch nicht

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                            so jemanden brauch ich auch immer
                            und jemand ders mal konkret angeht. ständig nur über meine traurige kindheit und mein trauriges leben reden bringt so null weiter (mimimi muss auch gemacht werden und muss man halt auch aushalten) der soll mir bitte einfach helfen zu strukturieren was los ist und wie ma das wieder in geregelte bahnen kriegen.

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                              Zitat von pumpkinspicedlatte Beitrag anzeigen
                              das ist bestimmt voll gegen die forenregeln also pls nicht zitieren aber
                              ......
                              Bei mir hat es auch so angefangen, wurde immer ruhiger aber auch Agressiver, war mir sowas von egal, wenn es mehr wie einer war - hat dann damit geendet, dass ich, glaub' es waren 2 Stunden, am U-Bahngleis gesessen bin und das für und wider abgewogen habe .....

                              EDIT:
                              die Tage vorher hat eine U-Bahn mitten am Bahnsteig vor mir gehalten und der Fahrer hat mich angeschaut und ist gaaannz langsam weitergefahren, da wusste ich, dass ich den Springerblick habe

                              Wie kommst du auf die Idee, dass du nicht gefährdet bist?!!
                              Kann Spuren von Erdnüssen, Ironie und Unsinn enthalten.

                              Kommentar


                                Zitat von lost-boy Beitrag anzeigen
                                Wie kommst du auf die Idee, dass du nicht gefährdet bist?!!
                                weil das wie gesagt nicht unbedingt was gefährliches sein muss und nicht ungewöhnlich ist, viele leute die nicht suizidal haben solche plötzlich auftauchenden gedanke
                                ​​​​​
                                tut mir leid, dass es bei dir so gelaufen ist, so muss es aber nicht bei jedem verlaufen.

                                und solange man noch zurechnungsfähig ist ist auch die eigene suizidgefahr abschätzbar

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