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    #16
    Zitat von Aspartam Beitrag anzeigen
    Wenn es tatsächlich bei "ein bisschen ausprobieren" bleiben würde hätt ich ja kein Problem damit, aber ich war bei 14 verschiedenen Therapeuten in den verschiedensten Therapieformen (Gesprächstherapie, Gruppentherapie, Musiktherapie, Ergotherapie, Sporttherapie...) und keiner davon hat bei mir irgendwas verbessert.

    Ich hab eine Menge experimentiert. Ich hatte Fluoxetin, Mutan, Cipralex, Praxiten, Gladem, Sertralin, Nozinan, Rohypnol, Tritico und Welbutrin.
    Aber vielleicht ist auch nur einfach irgendwas mit mir verdammt falsch.
    Ich will hier auch niemanden, der Hilfe braucht, demotivieren, sich diese zu suchen. Ich möchte nur auch gern die zweite Seite der Medaille aufzeigen; das obligatorische "such dir professionelle Hilfe!" funktioniert eben leider auch nicht bei jedem.
    Ich schätze mal, den allermeisten Betroffenen hilft irgendwas davon oder irgendeine Kombi der möglichen Therapieformen...
    Und wenn dich das richtig verstehe, hat bei dir bisher noch NICHTS geholfen?
    Dann würde ich aber sagen, dass es nicht daran liegt, dass diese Therapien generell unwirksam sind, sondern dass das Problem eher bei dir liegt.

    Das ist nicht böse gemeint, aber aus deinen Threads, vor allem dem einen, habe ich das Gefühl, sämtliche Behandlungen bei dir sind, wies für mich klingt, nur symptomatisch. Das ganze hilft halt nix, wenn du dich 12 Stunden in nem Supermarkt kaputtarbeitest, zu nem depressiven Typen heimkommst in ein Haus, das ihr euch nicht leisten könnt und jeder Vorschlag, etwas an der Situation zu ändern, wird abgeschmettert. Und nachdem du dich ihm ja verpflichtet fühlst, bist du in diesem Leben gefangen.
    Ich vermute, in deinem Fall wäre eine "Threapie" ähnlich wie bei creyleen, also mal dein Leben zu ändern und mehr auf dich und dein Glück zu fokussieren, wahrscheinlich sinnvoller, als nur die Symptome zu betäuben.
    Zuletzt geändert von Scarecrow; 11.08.2016, 14:04. Grund: zu früh abgeschickt
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      #17
      Zitat von Scarecrow Beitrag anzeigen
      Und wenn dich das richtig verstehe, hat bei dir bisher noch NICHTS
      Ich nehme mal an, du wolltest den Satz mit "funktioniert" beenden.
      Nein, nix davon.

      Fluoxetin, Praxiten und co. hatten keinerlei positive Wirkungen, dafür einen ganzen Haufen hässliche Nebenwirkungen.
      Gladem hat für ca. 3 Wochen geholfen, danach war's genauso schlimm wie vorher.
      Von Cipralex und Rohypnol wurde mir kotzübel, sonst nichts.

      Was die Therapeuten angeht gab es zwei Arten:
      Die Einen, die es tatsächlich gut mit mir gemeint haben und nett zu mir waren. Es war zwar ganz spaßig und abwechslungsreich, Zeit mit ihnen zu verbringen, aber an meinen grundlegenden Problemen hat das trotzdem nix geändert.
      Und dann gab's da noch die Anderen, die entweder unmotiviert oder sogar nahezu bösartig waren. Die haben mich zum Teil noch kaputter gemacht als ich es davor schon war.
      Voluptatis avidus magis quam salutis - Mortuus in anima curam gero cutis.

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        #18
        Zitat von Aspartam Beitrag anzeigen
        Welche Therapieform war für dich denn am hilfreichsten?
        Nachhaltig wohl die Gesprächstherapie, aber der Therapeut war auch wirklich wundervoll und hat sich sehr um mich bemüht und mir viele Tipps gegeben, wie ich mein Leben anders gestalten kann.
        Kurzfristig die paar Wochen in der Klinik, da hatte ich Sport, Gesprächstherapie und - was mir am Meisten geholfen hat - Gestalten auf dem Plan. Konnte da einige schöne Sachen basteln/malen, was mir, wieso auch immer, sehr geholfen hat.

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          #19
          Zitat von creyleen Beitrag anzeigen
          Kurzfristig die paar Wochen in der Klinik, da hatte ich Sport, Gesprächstherapie und - was mir am Meisten geholfen hat - Gestalten auf dem Plan. Konnte da einige schöne Sachen basteln/malen, was mir, wieso auch immer, sehr geholfen hat.
          In der Klinik war ich dreimal, jedesmal für mehrere Wochen oder sogar Monate.
          Und nach jedem einzelnen Besuch ging's mir noch schlimmer als davor. Ich würde ja behaupten, dass die Therapeuten und Ärzte dort einfach mies waren; aber meine Schwester war in einer anderen Klinik und da ging's genauso zu.

          Es freut mich ehrlich, dass es hier einige gibt, denen geholfen werden konnte, und ich will nochmals wiederholen, dass ich hier niemanden davon abhalten will, sich Hilfe zu holen, einen Versuch ist es in jedem Fall wert.
          Ich versuch nur, meine Sicht der Dinge darzustellen und darauf aufmerksam zu machen, dass man auch Therapeuten manchmal mit Vorsicht genießen sollte, weil sie durchaus eine Menge Schaden anrichten können, wenn man an den Falschen gerät.

          Ganz besonders möchte ich auch vor dem Einsatz von Psychopharmaka bei Jugendlichen warnen. Offiziell gibt es bei uns kein einziges Psychopharmaka, das für die Behandlung von Kindern und Jugendlichen zugelassen ist. Mir wurde trotzdem fleißig verschrieben.
          Als Konsequenz davon hab ich von den letzten Jahren dermaßen undurchsichtige Gedächtnislücken, dass ich mich manchmal ehrlich fragen muss, wie ich damals meinen eigenen Namen nicht vergessen konnte.
          Voluptatis avidus magis quam salutis - Mortuus in anima curam gero cutis.

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            #20
            Zitat von Aspartam Beitrag anzeigen
            Ganz besonders möchte ich auch vor dem Einsatz von Psychopharmaka bei Jugendlichen warnen. Offiziell gibt es bei uns kein einziges Psychopharmaka, das für die Behandlung von Kindern und Jugendlichen zugelassen ist. Mir wurde trotzdem fleißig verschrieben.
            Als Konsequenz davon hab ich von den letzten Jahren dermaßen undurchsichtige Gedächtnislücken, dass ich mich manchmal ehrlich fragen muss, wie ich damals meinen eigenen Namen nicht vergessen konnte.
            Bis wann gilt man bei dir als Jugendlicher? Ich kenne mich mit dem Thema Psychopharmaka noch nicht so aus, aber bin aktuell 19 Jahre alt. Wie alt warst du als diese krassen Nebenwirkungen bei dir eingetreten sind?

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              #21
              @Scarecrow: Mein Leben war ja nicht immer so. Ich hatte nicht immer diesen Job, ich hatte nicht immer diesen Partner, ich hatte nicht immer diese Wohnsituation, ich hatte nicht immer finanzielle Probleme. Nur die Depressionen hatte ich immer, die sind die Konstante in meinem leben.
              Zitat von KanekiKen Beitrag anzeigen
              Bis wann gilt man bei dir als Jugendlicher? Ich kenne mich mit dem Thema Psychopharmaka noch nicht so aus, aber bin aktuell 19 Jahre alt. Wie alt warst du als diese krassen Nebenwirkungen bei dir eingetreten sind?
              Die ersten Antidepressiva hab ich mit 14 bekommen. Das halte ich definitiv für viel zu früh.
              Generell sagt man, dass man Derartiges nicht nehmen sollte, solange die Entwicklung des Gehirns nicht vollständig abgeschlossen ist, und das ist in der Regel mit 21-25 Jahren der Fall.
              Natürlich wirft das ein Problem auf: Was machen wir mit den ganzen depressiven Jugendlichen? Ich muss ehrlich sagen, ich weiß es nicht. Aber Drogen können keine dauerhafte Lösung sein.
              Voluptatis avidus magis quam salutis - Mortuus in anima curam gero cutis.

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                #22
                Wie viel kostet denn so eine Sitzung beim Psychologen?
                Wie lange dauert es bis man einen termin bekommt

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                  #23
                  Zitat von muyguapa Beitrag anzeigen
                  Wie viel kostet denn so eine Sitzung beim Psychologen?
                  Wie lange dauert es bis man einen termin bekommt
                  Das kommt sehr drauf an.
                  Ich war mal in einer Einrichtung, bei der die Krankenkassa die Behandlung zu 100% übernommen hat (sofern man die richtige Kassa hatte).
                  Bei den meisten Therapeuten übernimmt die Kassa einen Teil, aber man hat einen Selbstbehalt. Bei meinem letzten Therapeuten kostete die Stunde 120€, davon hat die Kassa glaub ich hundert übernommen.
                  Das ist aber bei jedem Therapeuten und jeder Kasse unterschiedlich.
                  Voluptatis avidus magis quam salutis - Mortuus in anima curam gero cutis.

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                    #24
                    Zitat von muyguapa Beitrag anzeigen
                    Wie viel kostet denn so eine Sitzung beim Psychologen?
                    Wie lange dauert es bis man einen termin bekommt
                    Bezahlt eigentlich die Krankenkasse. (aber auch nicht auf unbegrenzte Dauer)
                    Also auf meinen stationären Therapieplatz musste ich nur 2 Wochen warten, aber auch nur weil da zufällig noch ein Platz frei geworden ist, ansonsten hätte es vielleicht 2-4 Monate gedauert.
                    Den Platz bei meiner Psychologin hab ich innerhalb von wenigen Wochen bekommen, ging also relativ schnell. Es variiert halt danach, wie viele Patienten die schon haben. Wenn nix frei ist, dann muss man halt so lange warten bis was frei wird, oder man sucht sich einen anderen.

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                      #25
                      Ich bin derzeit auch unter anderem deshalb in Therapie, mittlerweile bei meiner vierten Therapeutin, mit der ich auch nicht sonderlich gut klar komme und sie anscheinend auch nicht viel von ihrem Job versteht.
                      Bei mir hat das bisher alles nichts gebracht bei 3 der Therapeuten, weil ich zusätzlich anscheinend auch noch ziemlich starke Probleme mit zwischenmenschlichen Beziehungen und dem Reden habe und daher von mir aus da überhaupt nichts sage und wenn sie mir "zu Nahe" kommen auch sofort abblocke.
                      Ich denke schon, dass eine Therapie etwas bringen kann, wenn man wirklich den richtigen Therapeuten und die richtige Form gefunden hat und sich darauf einlassen kann. Ich habe auch Gespräche bei einer Therapeutin gehabt, mit der ich wunderbar klar kam und ich auch das Gefühl hatte, dass sie mich wirklich verstanden hat und es nicht nur des Geldes wegen gemacht hat.
                      Meiner Meinung nach sollte man es mal mit einer Therapie versuchen und sonst kann man die ja immer noch abbrechen.

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                        #26
                        Zitat von Aspartam Beitrag anzeigen
                        @Scarecrow: Mein Leben war ja nicht immer so. Ich hatte nicht immer diesen Job, ich hatte nicht immer diesen Partner, ich hatte nicht immer diese Wohnsituation, ich hatte nicht immer finanzielle Probleme. Nur die Depressionen hatte ich immer, die sind die Konstante in meinem leben.

                        Die ersten Antidepressiva hab ich mit 14 bekommen. Das halte ich definitiv für viel zu früh.
                        Generell sagt man, dass man Derartiges nicht nehmen sollte, solange die Entwicklung des Gehirns nicht vollständig abgeschlossen ist, und das ist in der Regel mit 21-25 Jahren der Fall.
                        Natürlich wirft das ein Problem auf: Was machen wir mit den ganzen depressiven Jugendlichen? Ich muss ehrlich sagen, ich weiß es nicht. Aber Drogen können keine dauerhafte Lösung sein.
                        Ich glaube auch nicht, dass die Medizin alles und jeden heilen kann. Irgendjemand wird wahrscheinlich immer auf der Strecke bleiben, weil die passende Therapie einfach noch fehlt. Und wies aussieht, gehörst du da momentan scheinbar dazu.
                        Trotzdem sollte es keinen abschrecken, es zumindest erstmal zu versuchen, sich Hilfe zu holen. Und meiner Meinung auch lieber zu früh als zu spät. Vielleicht ist das bei dir auch ein Faktor? Das scheint ja bei dir schon von Kindheit an ein Problem zu sein. Da hat man ja meistens weniger Kontrolle darüber vermute ich mal.

                        Mit den Antidepressiva bei Kindern/Jugendlichen stimme ich dir zu, das sollte nur die äußerste Ausnahme bleiben, wenn es unbedingt nötig ist, Suizidalität, die auch mit Psychotherapie nicht in den Griff zu bekommen ist.

                        Für Fluoxetin gibt es übrigens als einziges Antidepressivum eine positive Nutzen/Risiko-Bilanz bei Jugendlichen
                        http://www.pharmazeutische-zeitung.d...x.php?id=63770
                        I am not crazy. My reality is just different than yours

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                          #27
                          Zitat von Scarecrow Beitrag anzeigen
                          Ich glaube auch nicht, dass die Medizin alles und jeden heilen kann. Irgendjemand wird wahrscheinlich immer auf der Strecke bleiben, weil die passende Therapie einfach noch fehlt. Und wies aussieht, gehörst du da momentan scheinbar dazu.
                          Naja, bis dahin watschel ich mich halt irgendwie durch und warte auf ein Wunder.
                          Für Fluoxetin gibt es übrigens als einziges Antidepressivum eine positive Nutzen/Risiko-Bilanz bei Jugendlichen
                          http://www.pharmazeutische-zeitung.d...x.php?id=63770
                          Holy. Fucking. Shit.
                          Wirklich sehr lesenswert.

                          Genau das hab ich erlebt. Viele der Medikamente haben mir nicht nur nicht geholfen, sondern sogar tatsächlich geschadet. Die Aussage, dass viele Medikamente eine schlechtere Wirkung hatten als ein Placebo kann ich voll bestätigen - Ein Placebo hat zumindest keine Nebenwirkungen.

                          Nur schade, dass bei mir das Fluoxetin trotzdem nicht gewirkt hat. Ich wurde davon nur sehr zittrig und müde und gleichzeitig hyperaktiv.
                          Voluptatis avidus magis quam salutis - Mortuus in anima curam gero cutis.

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                            #28
                            Zitat von deaktiviert Beitrag anzeigen
                            Ich benutz diesen Thread jetzt einfach mal ganz dreist, um in die Runde zu fragen: Gibt es hier irgendwelche Betroffene, bei denen die Psychotherapie tatsächlich was Positives bewirkt hat?
                            Ich hab bisher noch jeden Therapeuten deprimierter verlassen als ich es vorher war.
                            Ich war bisher bei 2 verschiedenen Therapeuten. Die erste war ziemlich dämlich. Da hab ich dann meine arrogant trotzige Ich-kann-das-alleine-eh-besser-als-ihr-alle-zusammen Taktik ausgepackt, bin irgendwann nicht mehr hingegangen und hab mich seelisch tatsächlich wieder selsbt ganz gut zusammengeflickt, wobei man hier erwähnen muss, dass es sich entweder um eine depressive Verstimmung oder wenn überhaupt eben nur um eine leichte Depression gehandelt hat und ich generell ein Mensch bin, der besonders Krankheiten seelisch gut wegstecken kann, optimistisch ist und so ein bla

                            also kurz gefasst: die erste war blöd und ich hab das alleine gemacht

                            Bin im Moment wieder bei einer, die absolut klasse ist. Ich bin dort aufgrund von psychosomatischen Beschwerden, also keiner klassischen Depression aber ich denke das macht keinen Unterschied.

                            Wichtig ist auf jeden Fall, dass man seinen Therapeuten erst mal finden muss.
                            Leider lebt die Psychotherapie vom zwischenmenschlichen und das muss halt passen.
                            Und wenn eine Person so gar nicht zu einem passt, kann das dann eben auch nicht wirklich helfen.

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                              #29
                              Zitat von Aspartam Beitrag anzeigen
                              Aber im Endeffekt lief es doch immer gleich ab:
                              "Und, Aspartam, wie geht's dir heute?"
                              "Beschissen."
                              "Was glaubst du, könnte dir da helfen?"
                              Da würde ich einfach provokativ Sagen: "Alkohol"
                              Denn wenn ich trinke fühle ich mich immer gut.
                              Aber ich trinke ja nicht mehr. Eigentlich blöd von mir.

                              Aber ne.... wie ich es hasse....
                              Habes ja selber erlebt, das die Therapeuten manchen Menschen wohl nicht helfen können.
                              Gerade wenn man sehr intelligent ist durchschaut man auch die Maschen und Methoden so das die dann nicht mehr wirken können.
                              Eine meinte mal ich sei Therapieresistent.

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                                #30
                                Zitat von Aspartam Beitrag anzeigen
                                Was machen wir mit den ganzen depressiven Jugendlichen? Ich muss ehrlich sagen, ich weiß es nicht. Aber Drogen können keine dauerhafte Lösung sein.
                                Da wo ich war haben sie den Jugendliche die sich die Psyche mit Cannabis geschädigt haben, gegen Depressionen Elektroströme durchs Gehirn geleitet.
                                Dachte immer sowas gibts gar nicht mehr.

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