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    #46
    Zitat von Lex Mortis Beitrag anzeigen
    Auch wenn ich ein paar Jahre zu spät bin, hoffe ich, dass ich allen Gleichgesinnten helfen konnte.
    Das glaube ich kaum. Weder besteht in dieser Diskussionsrunde irgendein Handlungsbedarf noch ist ein Grossteil der daran Beiteiligten immer noch im Forum aktiv.

    Für mich ist ohnehin unklar, worauf diese Diskussion hätte hinauslaufen können/sollen. Denn nachträglich ist es mehr oder weniger unmöglich, die Intention jedes Einzelnen zu hinterfragen. Mit anderen Worten, übrig geblieben ist lediglich ein reisserischer Titel, mehr nicht.

    In der Sonne der untergehenden Kultur werfen selbst Zwerge lange Schatten - Karl Kraus

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      #47
      Zitat von Lex Mortis Beitrag anzeigen
      Ihr wiedert mich an. Jemand bittet um Rat und ihr verschwendet Zeit und Nerven mit eurem Mist.
      Es ist ein kontroverses Thema, aber dafür muss ich eigentlich sagen dass es hier damals erstaunlich zivilisiert geblieben ist.
      Jemandem zu raten sich professionelle Hilfe zu suchen muss nicht unbedingt abwertend gemeint sein, ein solcher Rat kann auch ehrlich gut gemeint sein. Ich persönlich kann mir zwar schwer vorstellen dass ein Psychologe einen von Mordphantasien befreien kann, aber vielleicht kann man gemeinsam Strategien erarbeiten um diesen Drang besser kontrollieren zu können. Im Grunde ist das recht ähnlich zu dem was du hier sagst:
      Du bist jedoch an den geistigen Gesellschaftlichen Vertrag gebunden: Solange du in diesem System ein Teil eben dieses sein möchtest, darfst du dem System nicht schaden und musst dich an die vereinbarten Regeln halten.
      Viele Menschen leben mit mehr oder minder aggressivem Gedankengut und es steht mir nicht zu irgendjemanden dafür zu verurteilen, aber um in der Gesellschaft funktionieren zu können ist es wichtig zu lernen zumindest die eigenen Taten im Griff zu behalten. Viele mögen das allein schaffen, aber manche sind damit vielleicht etwas überfordert und nehmen gern professionelle Hilfe in Anspruch. Beide Wege haben ihre Daseinsberechtigung, solang sie funktionieren.

      Ich hatte eine ziemlich aggressive Phase, aber das unheimliche Glück dass sich das mit viel Zeit einfach wieder irgendwann gelegt hat. Wenn ich jetzt destruktive Phantasien habe richten die sich ausschließlich gegen mich selbst, aber ich verspüre keinerlei Drang anderen Schaden zuzufügen (obwohl ich gegenüber dem Leid anderer in letzter Zeit deutlich weniger sensibel geworden bin, und irgendwie vieles mit einer gewissen Gleichgültigkeit hinnehme was mich früher sehr berührt hätte, aber das würde hier den Rahmen sprengen). Tipps dazu hab ich leider keine, ich denke ich hatte einfach Glück und meine Hirnchemie hat sich irgendwie wieder eingependelt.
      Wie gesagt bin ich mir nicht sicher ob man überhaupt bewusst dafür sorgen kann solche Phantasien loszuwerden, aber ich denke man sollte sein Möglichstes versuchen um diese Aggression, Sadismus, oder was auch immer der grundliegende Faktor ist, entweder zu kontrollieren oder in harmlosen Bereichen auszuleben.
      Allein ist man mit solchen Gedanken bestimmt nicht, ich bin sicher viele Menschen leben damit und das auch sehr gut. Schwierig wird es, wenn sich diese Gedanken aber nicht im Hintergrund halten, sondern so invasiv und penetrant werden dass sie die eigene Lebensqualität oder die des Umfeldes massiv beeinträchtigen. Wenn man das Gefühl hat man wird dem Drang nicht mehr Herr, würde ich es zumindest in Betracht ziehen einer Therapie, evtl. auch medikamentös, eine Chance zu geben.

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        #48
        Zitat von Aspartam Beitrag anzeigen
        Ich persönlich kann mir zwar schwer vorstellen dass ein Psychologe einen von Mordphantasien befreien kann, aber vielleicht kann man gemeinsam Strategien erarbeiten um diesen Drang besser kontrollieren zu können.
        Wobei es auch sicher nicht die Aufgabe eines Psychologen ist, jemanden von konkreten Mordphantasien zu befreien. Ihm fehlt dazu sowohl die Ausbildung als auch das Instrumentarium.

        Zitat von Aspartam Beitrag anzeigen
        Viele Menschen leben mit mehr oder minder aggressivem Gedankengut und es steht mir nicht zu irgendjemanden dafür zu verurteilen, aber um in der Gesellschaft funktionieren zu können ist es wichtig zu lernen zumindest die eigenen Taten im Griff zu behalten. Viele mögen das allein schaffen, aber manche sind damit vielleicht etwas überfordert und nehmen gern professionelle Hilfe in Anspruch. Beide Wege haben ihre Daseinsberechtigung, solang sie funktionieren.
        Aggressionsbewältigung ist durchaus ein Thema für Psychologen. Sobald es aber in den pathogenen Bereich geht ist es hingegen die Aufgabe eines Psychiaters. Der Gesellschaft steht es durchaus zu, sich in geeigneter Weise vor übermässigen Aggressionsfolgen zu schützen. Auch dies keine Aufgabe für Psychologen.

        Solange die Folgen der Aggression überschaubar sind, solange mag es auch mehrere Wege geben. Da ist auch kein dringender Handlungsbedarf gegeben. Ufern die möglichen Folgen aber aus und bilden sich konkrete Mordphantasien heran, welche sich langsam zu Handlungsanleitungen entwickeln, spätestens dann ist Intervention geboten, um die Ausführung dieser Phantasien zu verhindern.

        Zitat von Aspartam Beitrag anzeigen
        Ich hatte eine ziemlich aggressive Phase, aber das unheimliche Glück dass sich das mit viel Zeit einfach wieder irgendwann gelegt hat. Wenn ich jetzt destruktive Phantasien habe richten die sich ausschließlich gegen mich selbst, aber ich verspüre keinerlei Drang anderen Schaden zuzufügen (obwohl ich gegenüber dem Leid anderer in letzter Zeit deutlich weniger sensibel geworden bin...
        Eine aggressive Phase lässt sich aber nicht mit einer konkreten Tötungsabsicht vergleichen. Auch destruktive Phantasien tun dabei wenig zur Sache. Entweder richten sie sich borderlinemässig gegen einen selber oder selbst wenn sie sich gegen Andere richten, dann eher diffus. Also keine konkrete Tötungsabsicht, sondern eher ein Unterbinden von Zuständen oder wenn schon der Tod, dann als Inkaufnahme und nicht als Vorsatz. Schon garnicht als Selbstzweck des Tötens wegen.
        In der Sonne der untergehenden Kultur werfen selbst Zwerge lange Schatten - Karl Kraus

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          #49
          Dissoziale Persönlichkeit.

          Ich habe die gleiche Daignose neben zig anderen-
          Ich mag verdammen, was du sagst, aber ich werde mein Leben dafür einsetzen, dass du es sagen darfst. Voltaire

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            #50
            Zitat von Aspartam Beitrag anzeigen
            Es ist ein kontroverses Thema, aber dafür muss ich eigentlich sagen dass es hier damals erstaunlich zivilisiert geblieben ist.
            Jemandem zu raten sich professionelle Hilfe zu suchen muss nicht unbedingt abwertend gemeint sein, ein solcher Rat kann auch ehrlich gut gemeint sein. Ich persönlich kann mir zwar schwer vorstellen dass ein Psychologe einen von Mordphantasien befreien kann, aber vielleicht kann man gemeinsam Strategien erarbeiten um diesen Drang besser kontrollieren zu können. Im Grunde ist das recht ähnlich zu dem was du hier sagst:

            Viele Menschen leben mit mehr oder minder aggressivem Gedankengut und es steht mir nicht zu irgendjemanden dafür zu verurteilen, aber um in der Gesellschaft funktionieren zu können ist es wichtig zu lernen zumindest die eigenen Taten im Griff zu behalten. Viele mögen das allein schaffen, aber manche sind damit vielleicht etwas überfordert und nehmen gern professionelle Hilfe in Anspruch. Beide Wege haben ihre Daseinsberechtigung, solang sie funktionieren.

            Ich hatte eine ziemlich aggressive Phase, aber das unheimliche Glück dass sich das mit viel Zeit einfach wieder irgendwann gelegt hat. Wenn ich jetzt destruktive Phantasien habe richten die sich ausschließlich gegen mich selbst, aber ich verspüre keinerlei Drang anderen Schaden zuzufügen (obwohl ich gegenüber dem Leid anderer in letzter Zeit deutlich weniger sensibel geworden bin, und irgendwie vieles mit einer gewissen Gleichgültigkeit hinnehme was mich früher sehr berührt hätte, aber das würde hier den Rahmen sprengen). Tipps dazu hab ich leider keine, ich denke ich hatte einfach Glück und meine Hirnchemie hat sich irgendwie wieder eingependelt.
            Wie gesagt bin ich mir nicht sicher ob man überhaupt bewusst dafür sorgen kann solche Phantasien loszuwerden, aber ich denke man sollte sein Möglichstes versuchen um diese Aggression, Sadismus, oder was auch immer der grundliegende Faktor ist, entweder zu kontrollieren oder in harmlosen Bereichen auszuleben.
            Allein ist man mit solchen Gedanken bestimmt nicht, ich bin sicher viele Menschen leben damit und das auch sehr gut. Schwierig wird es, wenn sich diese Gedanken aber nicht im Hintergrund halten, sondern so invasiv und penetrant werden dass sie die eigene Lebensqualität oder die des Umfeldes massiv beeinträchtigen. Wenn man das Gefühl hat man wird dem Drang nicht mehr Herr, würde ich es zumindest in Betracht ziehen einer Therapie, evtl. auch medikamentös, eine Chance zu geben.
            Danke. Mehr kann man denke ich hierzu nicht sagen und ich schließe mit dem Verweis darauf, dass bei Fantasien man den Teufel nicht gleich an die Wand malen muss, bei stärker werdenden Handlungsabsichten was (Selbst-)Verletzung angeht, man (professionelle) Hilfe suchten sollte - in solchen Fällen spielt kassenmedizinisch auch das eigene Budget keine Rolle.

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