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Sammelbeitrag Selbstverletzendes Verhalten (SVV)

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    Sammelbeitrag Selbstverletzendes Verhalten (SVV)

    Hallo

    Da der alte Sammelbeitrag schon wieder recht voll ist, ist hier der neue Sammelbeitrag.
    Wenn ihr der Meinung seid, dass ihr an autoaggressivem Verhalten leidet oder Angst um Freunde und Bekannte habt, könnt ihr hier darüber reden und diskutieren.

    Achtung!
    Das Moderatorenteam hat gemeinsam mit der Redaktion einige neue Regeln für diesen Thread beschlossen, da es immer wieder zu stark triggernden Inhalten kommt und dies nicht dem Sinn des Threads entspricht.

    * Ihr könnt euch austauschen, es ist aber gerade bei Themen wie SvV immer zu professioneller Hilfe zu raten. Wir sind keine ausgebildeten Psychotherapeuten.
    * SvV-verherrlichende Bilder und Texte sind verboten, da sie stark triggern könnten.
    * SvV-Verherrlichung im allgemeinen ist nicht erlaubt- Es soll darum gehen, sich zu helfen.
    * Tipps, um sich zu verletzen oder zu den Mitteln dazu sind nicht gestattet.
    * Detaillierte Wundbeschreibungen sind nicht erlaubt.
    * Keine Tipps zum Verstecken der Wunden, das ist kontraproduktiv.
    * Der Threat soll sich ausschließlich um SVV drehen, bitte keine Diskussionen über psychische Probleme aller Art. Dazu könnt ihre gerne eigene Threads erstellen.
    * Keine Tipps zu Medikamenten, da wir, wie gesagt, kein ausgebildetes Fachpersonal auf dem Thema sind.
    * Keine Tipps zur Wundversorgung. Dieses Thema gehört in ärztliche Hände. Niemand kann per Internet euren Gesundheitszustand beurteilen
    * Keine Selbstmordverherrlichenden Inhalte und Drohungen.

    Regelverstöße werden umgehend gelöscht und die User ggf. verwarnt.


    Ein paar Links zum Thema:
    Rote Tränen - Selbstverletzendes Verhalten, SVV, Autoaggression
    Mädchen.de - Ritzen – wenn's der Seele unter die Haut geht

    Die alten Beiträge finden sich, falls jemand etwas nachlesen möchte, hier: 1, 2, 3, 4, 5, 6, 7, 8, 9, 10 und 11.
    Zuletzt geändert von JarmilaJeunesse; 28.01.2014, 19:54.

    #2
    okay dann will ich hier mal anfangen zu schreiben..
    wenn ihr hilfe braucht könnt ihr mich gerne anschreiben

    ..ich ritze mich, habe aber erzählt, dass ich aufgehört habe, hab auch meine psychologin angelogen und die glauben mir auch, da ich keine neuen narben auf den armen habe, mache es nur noch auf den beinen. was ich nicht bedacht habe ist, dass ich bald ein röntgen am bein machen muss und dabei das bein vollkommen frei haben. ist es die pflicht des arztes/der krankenschwester/wer auch immer für das röntgen zuständig ist, meine eltern darauf anzusprechen?
    (wenn rauskommt, dass ich meine psychologin angelogen habe wollen meine eltern mich nämlich in eine klinik einweisen lassen und das will ich auf keinen fall) daher kann ich es jetzt auch nicht irgendwie geradebiegen. das problem ist halt, dass ich jetzt 12 bin und das nicht wirklich beeinflussen kann. ich kann mich da aber auch irgendwie selbst nicht rausziehen..
    kann ich den arzt irgendwie davon abbringen, es zu erzählen.. is klar aufhören ist eine möglichkeit, aber ich weiß nicht ob ichs bis dahin schaffe..

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      #3
      Zitat von greendayaddict Beitrag anzeigen
      okay dann will ich hier mal anfangen zu schreiben..
      wenn ihr hilfe braucht könnt ihr mich gerne anschreiben

      ..ich ritze mich, habe aber erzählt, dass ich aufgehört habe, hab auch meine psychologin angelogen und die glauben mir auch, da ich keine neuen narben auf den armen habe, mache es nur noch auf den beinen. was ich nicht bedacht habe ist, dass ich bald ein röntgen am bein machen muss und dabei das bein vollkommen frei haben. ist es die pflicht des arztes/der krankenschwester/wer auch immer für das röntgen zuständig ist, meine eltern darauf anzusprechen?
      (wenn rauskommt, dass ich meine psychologin angelogen habe wollen meine eltern mich nämlich in eine klinik einweisen lassen und das will ich auf keinen fall) daher kann ich es jetzt auch nicht irgendwie geradebiegen. das problem ist halt, dass ich jetzt 12 bin und das nicht wirklich beeinflussen kann. ich kann mich da aber auch irgendwie selbst nicht rausziehen..
      kann ich den arzt irgendwie davon abbringen, es zu erzählen.. is klar aufhören ist eine möglichkeit, aber ich weiß nicht ob ichs bis dahin schaffe..
      ja kannst du weil ein arzt (und ich glaube auch eine krankenschwester ) eine schweigeflicht habt/haben und wen du den sagst das die deine elterndas nicht sagen sollen dürfen die das auch nicht

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        #4
        Zitat von greendayaddict Beitrag anzeigen
        okay dann will ich hier mal anfangen zu schreiben..
        wenn ihr hilfe braucht könnt ihr mich gerne anschreiben

        ..ich ritze mich, habe aber erzählt, dass ich aufgehört habe, hab auch meine psychologin angelogen und die glauben mir auch, da ich keine neuen narben auf den armen habe, mache es nur noch auf den beinen. was ich nicht bedacht habe ist, dass ich bald ein röntgen am bein machen muss und dabei das bein vollkommen frei haben. ist es die pflicht des arztes/der krankenschwester/wer auch immer für das röntgen zuständig ist, meine eltern darauf anzusprechen?
        (wenn rauskommt, dass ich meine psychologin angelogen habe wollen meine eltern mich nämlich in eine klinik einweisen lassen und das will ich auf keinen fall) daher kann ich es jetzt auch nicht irgendwie geradebiegen. das problem ist halt, dass ich jetzt 12 bin und das nicht wirklich beeinflussen kann. ich kann mich da aber auch irgendwie selbst nicht rausziehen..
        kann ich den arzt irgendwie davon abbringen, es zu erzählen.. is klar aufhören ist eine möglichkeit, aber ich weiß nicht ob ichs bis dahin schaffe..

        also soweit ich weiß, hat der Arzt schweigepflicht, auch wenn du erst 12 bist....
        mir ist auch nicht bekannt, dass es da bei svv ausnahmen gibt, es seiden er glaubt es bestehe akute lebensgefahr ( also, dass du suizid gefährdet bist) was ich jetzt mal nicht hoffe.....
        ich weiß nicht ob dass alles so stimmt, hab es selbst damals mal gesagt bekommen......

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          #5
          @Herzchen96: Eine Bekannte hat ein Rezept bekommen und musste es dann eben in der Apotheke abholen

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            #6
            Zitat von YunaMoon Beitrag anzeigen
            also soweit ich weiß, hat der Arzt schweigepflicht, auch wenn du erst 12 bist....
            mir ist auch nicht bekannt, dass es da bei svv ausnahmen gibt, es seiden er glaubt es bestehe akute lebensgefahr ( also, dass du suizid gefährdet bist) was ich jetzt mal nicht hoffe.....
            ich weiß nicht ob dass alles so stimmt, hab es selbst damals mal gesagt bekommen......
            sicher? habe nämlich auf gutefrage.net auch gefragt, bekam aber leider nur eine antwort, da stand, dass es die pflicht des arztes ist, mit meinen eltern zu reden, da ich erst 12 bin. aber einige der antworten dieser person schienen sehr ironisch zu sein (hab mir noch einige andere seiner antworten durchgelesen)..deswegen bin ich mir da ziemlich unsicher..

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              #7
              Zitat von greendayaddict Beitrag anzeigen
              sicher? habe nämlich auf gutefrage.net auch gefragt, bekam aber leider nur eine antwort, da stand, dass es die pflicht des arztes ist, mit meinen eltern zu reden, da ich erst 12 bin. aber einige der antworten dieser person schienen sehr ironisch zu sein (hab mir noch einige andere seiner antworten durchgelesen)..deswegen bin ich mir da ziemlich unsicher..
              der arzt hat so gut wie immer eine schweigeflicht solange du es willst sag dem arzt einfach das du es nicht willst das es deine eltern sehen

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                #8
                Die Schweigepflicht gilt auch bei 12 Jährigen außer bei akuter Gefahr.


                Ich bin eine Weile clean, fast einen Monat denke ich. Aber mir geht es nicht besser, und es fühlt sich so falsch an es nicht zu tun. Ich weiß nicht wie ich noch stark bleiben kann. Ich habe einfach das Gefühl es nicht verdient zu haben damit abzuschließen. Eigentlich sollte mein Leben gut laufen, ich hab zwar kaum Freunde aber sonst ist inzwischen objektiv betrachtet alles gut. Kein Missbrauch mehr, kein Mobbing, keine Schlechten Noten mehr,.... nur also was bleibt an einem hängen :/ Dazu kommt das schlechte Gewissen das mich so runterzieht. Ich weiß gar nicht warum ich das alles schreibe, es musste wohl einfach raus...

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                  #9
                  Ich hätte da mal 'ne Frage, die mich interessieren würde, auch wenn sie vielleicht komisch rüberkommen könnte. Ist hier aktuell eigentlich jemand, der aktiv versucht, mit dem svV aufzuhören? Und ich sage bewusst "aktiv", denn "ich will aufhören, aber kann's eh nicht" zählt da für mich nicht dazu, damit kenne ich mich selbst bestens aus.

                  Würde mich selbst mal interessieren, da ich, glaube ich, langsam, aber sicher ein bisschen mehr sagen kann, dass ich mit dem Scheiß aufhören will. Es tut mir so unendlich leid, immer wieder (hier und anderswo) zu lesen, wie viele Betroffene da immer tiefer reinrutschen, aber das zeigt mir auch immer wieder, wie ich nicht enden will. Ich hoffe, das klingt nicht abfällig - soll es keineswegs. Aber es haben sich in der verhältnismäßig "kurzen" Zeit, die ich davon betroffen bin (na ja, in ein paar Monaten sind's zwei Jahre), so verdammt viele wirklich tiefe, schlimme Narben angesammelt und ich glaube, ich übertreibe nicht, wenn ich sage, dass viel, sehr viel davon nicht mehr weggehen wird. Das merke ich ja schon, wenn ich den Heilungsprozess der ganzen letzten Monate betrachte ... Und ich habe mir leider schon genügend Dinge durchs svV kaputt gemacht, so viele viel schönere Dinge dagegen eingetauscht, mir nicht nur die Haut, sondern auch immer wieder die Seele zerschnitten, an etlichen Dingen die Freude verloren, von meiner Lebensfreude teilweise will ich ja gar nicht anfangen. Und selbst wenn man es anfangs nicht glauben mag - zumindest war das bei mir so -, die Zukunft leidet auch darunter. Ich kann mit ziemlich großer Sicherheit sagen, dass ich mir meine Zukunft so, wie sie mich eventuell glücklich machen würde, zerstören werde, wenn ich mit dem svV weitermache. Das will ich nicht. Natürlich bin ich nicht plötzlich super stabil oder optimistisch, aber warum soll ich blindlings auf die kranke, negative Stimme hören, die eh will, dass ich mich in ein paar Jahren umbringe, als zumindest zu versuchen, auch auf die Seite in mir zu hören, die gesund sein will? Man besteht schließlich nicht nur aus der Seite, die einem sagt, man sei ja so wertlos und schlecht.
                  Ich glaube, in meinem Leben könnten sich ein paar Dinge entwickeln, die das Potenzial zu etwas viel Größerem haben, als ich es mir in den letzten Jahren (die auch ohne svV beschissen waren) hätte erträumen können. Diese Chance sollte ich zumindest versuchen, zu nutzen, ehe ich eines Tages nur noch mehr bereue, was ich aus meinem Leben gemacht hab. Eine Abhängigkeit nach Selbstzerstörung, von den sonstigen Problemen mal abgesehen, ist nun mal keine Basis für ein gutes, lebenswertes Leben. Leider ist es immer ein langer, schmerzhafter Weg, bis man das einsieht ... das kenne ich selbst zu gut. Weswegen ich gar niemanden dafür verurteilen möchte, falls der Beitrag irgendwie angreifend klingen könnte.

                  Vermutlich ist dieser Beitrag hier deshalb auch völlig sinnlos und ihn liest sich eh niemand durch, aber meine Frage am Anfang ist dennoch mein Hauptpunkt.

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                    #10
                    .
                    Zuletzt geändert von WieSonnemitRegen; 04.02.2014, 18:32.

                    Kommentar


                      #11
                      Zitat von Charystra Beitrag anzeigen
                      Ich hätte da mal 'ne Frage, die mich interessieren würde, auch wenn sie vielleicht komisch rüberkommen könnte. Ist hier aktuell eigentlich jemand, der aktiv versucht, mit dem svV aufzuhören? Und ich sage bewusst "aktiv", denn "ich will aufhören, aber kann's eh nicht" zählt da für mich nicht dazu, damit kenne ich mich selbst bestens aus.
                      Ich nicht. Ich sag mir immer, ich muss aufhören und das war's. Ab und an reue, mehr. Naja...

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                        #12
                        Zitat von Charystra Beitrag anzeigen
                        Ich hätte da mal 'ne Frage, die mich interessieren würde, auch wenn sie vielleicht komisch rüberkommen könnte. Ist hier aktuell eigentlich jemand, der aktiv versucht, mit dem svV aufzuhören? Und ich sage bewusst "aktiv", denn "ich will aufhören, aber kann's eh nicht" zählt da für mich nicht dazu, damit kenne ich mich selbst bestens aus.

                        Würde mich selbst mal interessieren, da ich, glaube ich, langsam, aber sicher ein bisschen mehr sagen kann, dass ich mit dem Scheiß aufhören will. Es tut mir so unendlich leid, immer wieder (hier und anderswo) zu lesen, wie viele Betroffene da immer tiefer reinrutschen, aber das zeigt mir auch immer wieder, wie ich nicht enden will. Ich hoffe, das klingt nicht abfällig - soll es keineswegs. Aber es haben sich in der verhältnismäßig "kurzen" Zeit, die ich davon betroffen bin (na ja, in ein paar Monaten sind's zwei Jahre), so verdammt viele wirklich tiefe, schlimme Narben angesammelt und ich glaube, ich übertreibe nicht, wenn ich sage, dass viel, sehr viel davon nicht mehr weggehen wird. Das merke ich ja schon, wenn ich den Heilungsprozess der ganzen letzten Monate betrachte ... Und ich habe mir leider schon genügend Dinge durchs svV kaputt gemacht, so viele viel schönere Dinge dagegen eingetauscht, mir nicht nur die Haut, sondern auch immer wieder die Seele zerschnitten, an etlichen Dingen die Freude verloren, von meiner Lebensfreude teilweise will ich ja gar nicht anfangen. Und selbst wenn man es anfangs nicht glauben mag - zumindest war das bei mir so -, die Zukunft leidet auch darunter. Ich kann mit ziemlich großer Sicherheit sagen, dass ich mir meine Zukunft so, wie sie mich eventuell glücklich machen würde, zerstören werde, wenn ich mit dem svV weitermache. Das will ich nicht. Natürlich bin ich nicht plötzlich super stabil oder optimistisch, aber warum soll ich blindlings auf die kranke, negative Stimme hören, die eh will, dass ich mich in ein paar Jahren umbringe, als zumindest zu versuchen, auch auf die Seite in mir zu hören, die gesund sein will? Man besteht schließlich nicht nur aus der Seite, die einem sagt, man sei ja so wertlos und schlecht.
                        Ich glaube, in meinem Leben könnten sich ein paar Dinge entwickeln, die das Potenzial zu etwas viel Größerem haben, als ich es mir in den letzten Jahren (die auch ohne svV beschissen waren) hätte erträumen können. Diese Chance sollte ich zumindest versuchen, zu nutzen, ehe ich eines Tages nur noch mehr bereue, was ich aus meinem Leben gemacht hab. Eine Abhängigkeit nach Selbstzerstörung, von den sonstigen Problemen mal abgesehen, ist nun mal keine Basis für ein gutes, lebenswertes Leben. Leider ist es immer ein langer, schmerzhafter Weg, bis man das einsieht ... das kenne ich selbst zu gut. Weswegen ich gar niemanden dafür verurteilen möchte, falls der Beitrag irgendwie angreifend klingen könnte.

                        Vermutlich ist dieser Beitrag hier deshalb auch völlig sinnlos und ihn liest sich eh niemand durch, aber meine Frage am Anfang ist dennoch mein Hauptpunkt.
                        als erstes ich habe es mir durchgelesen und ja ich versuche es ich mache es erst seit dem 25. aber ich will wider aufhören habe auch ein paar mädchen aus meiner klasse das gezeigt und die helfen mir ( den junge nicht weil die mich schon so mobben und wen ich den das zeige noch mehr mobben ) und ein lehrer von mir weis es und der hilft mir auch ich bekomme bis freitag ein zettel von ihm von ein arzt drauf steht der ist für sowas da zbd da soll ich anrufen und auch mal hingehen hat er gesagt aber ich versuche es schon und das ich gut ( weil früher habe ich es immer gesagt aber nie was gemacht erst nach ein 1 zocken konnte ich mit dem ritzen aufhören damals war ich 12 als ich aufhören konnte und fange jetzt wieder an will aber nicht wieder nur zocken damit ich damit aufhören kann weil dan bin ich wider ein "suchti"beim zocken ^^ )

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                          #13
                          Zitat von Charystra Beitrag anzeigen
                          Ich hätte da mal 'ne Frage, die mich interessieren würde, auch wenn sie vielleicht komisch rüberkommen könnte. Ist hier aktuell eigentlich jemand, der aktiv versucht, mit dem svV aufzuhören? Und ich sage bewusst "aktiv", denn "ich will aufhören, aber kann's eh nicht" zählt da für mich nicht dazu, damit kenne ich mich selbst bestens aus.

                          Würde mich selbst mal interessieren, da ich, glaube ich, langsam, aber sicher ein bisschen mehr sagen kann, dass ich mit dem Scheiß aufhören will. Es tut mir so unendlich leid, immer wieder (hier und anderswo) zu lesen, wie viele Betroffene da immer tiefer reinrutschen, aber das zeigt mir auch immer wieder, wie ich nicht enden will. Ich hoffe, das klingt nicht abfällig - soll es keineswegs. Aber es haben sich in der verhältnismäßig "kurzen" Zeit, die ich davon betroffen bin (na ja, in ein paar Monaten sind's zwei Jahre), so verdammt viele wirklich tiefe, schlimme Narben angesammelt und ich glaube, ich übertreibe nicht, wenn ich sage, dass viel, sehr viel davon nicht mehr weggehen wird. Das merke ich ja schon, wenn ich den Heilungsprozess der ganzen letzten Monate betrachte ... Und ich habe mir leider schon genügend Dinge durchs svV kaputt gemacht, so viele viel schönere Dinge dagegen eingetauscht, mir nicht nur die Haut, sondern auch immer wieder die Seele zerschnitten, an etlichen Dingen die Freude verloren, von meiner Lebensfreude teilweise will ich ja gar nicht anfangen. Und selbst wenn man es anfangs nicht glauben mag - zumindest war das bei mir so -, die Zukunft leidet auch darunter. Ich kann mit ziemlich großer Sicherheit sagen, dass ich mir meine Zukunft so, wie sie mich eventuell glücklich machen würde, zerstören werde, wenn ich mit dem svV weitermache. Das will ich nicht. Natürlich bin ich nicht plötzlich super stabil oder optimistisch, aber warum soll ich blindlings auf die kranke, negative Stimme hören, die eh will, dass ich mich in ein paar Jahren umbringe, als zumindest zu versuchen, auch auf die Seite in mir zu hören, die gesund sein will? Man besteht schließlich nicht nur aus der Seite, die einem sagt, man sei ja so wertlos und schlecht.
                          Ich glaube, in meinem Leben könnten sich ein paar Dinge entwickeln, die das Potenzial zu etwas viel Größerem haben, als ich es mir in den letzten Jahren (die auch ohne svV beschissen waren) hätte erträumen können. Diese Chance sollte ich zumindest versuchen, zu nutzen, ehe ich eines Tages nur noch mehr bereue, was ich aus meinem Leben gemacht hab. Eine Abhängigkeit nach Selbstzerstörung, von den sonstigen Problemen mal abgesehen, ist nun mal keine Basis für ein gutes, lebenswertes Leben. Leider ist es immer ein langer, schmerzhafter Weg, bis man das einsieht ... das kenne ich selbst zu gut. Weswegen ich gar niemanden dafür verurteilen möchte, falls der Beitrag irgendwie angreifend klingen könnte.

                          Vermutlich ist dieser Beitrag hier deshalb auch völlig sinnlos und ihn liest sich eh niemand durch, aber meine Frage am Anfang ist dennoch mein Hauptpunkt.
                          Ich habe ihn mir durchgelesen und finde ihn gar nicht sinnlos, im Gegenteil ganz und gar richtig, ich finde mich da selbst wieder, nur dass ich dir vielleicht schon einen Schritt voraus bin. Seit ganzen 4 Monaten habe ich mich nicht geschnitten, leider hat sich dadurch anderes selbstverletzendes Verhalten erhöht, aber damit kann ich leben. Ich glaube bis jetzt läuft das recht erfolgreich mit dem Aufhören, je mehr Zeit vergeht destso motivierter bin ich und höre nicht mehr auf diese Stimme, die natürlich nicht verschwindet. Nie. Aber man lernt das zu ignorieren. Ich würde dir gerne helfen dabei, aber ich weiß nicht wie. Der Wendepunkt war bei mir, dass meine Eltern "es" bemerkt haben und darauf angesprochen haben, ich "es" aber als Einzelfall, nicht Wiederholendes, Probierei darstellen konnte ( es ist mir unklar, wie sehr Menschen ihre Augen verschließen können, denn das kein Einzellfall war hätte man sehr gut an der Anzahl der Narben bemerken können ). Und dabei war mir klar, dass es einfach keine folgenden Vorfälle geben darf, ich hatte sehr angst vor Konsequenzen oder überhaupt auf ein weiteres Gespräch, denn mit meinen Eltern habe ich ein schlechtes Verhältniss. Also bei mir hat das dann letzendlich überwogen und geholfen, zum Glück. Kann ich dir sonst irgendwie helfen? Was könnte dein Wendepunkt sein? Oder ist er das schon, dass du jetzt ganz deutlich weißt nein ich will das jetzt nicht mehr, es muss aufhören. Ich sage dir, das schaffst du, ich schaffe das auch, und meine Selbsteverletzung ging auch über 2 Jahre.

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                            #14
                            Zitat von WieSonnemitRegen Beitrag anzeigen
                            Ich.
                            Ich bin so verdammt stolz auf dich! Ganze 17 Wochen und 6 Tage! Du wirst es auch schaffen und du weißt genau, ich glaube an dich!
                            Du bist auf dem besten Weg davon los zu kommen, es ist super! Du zeigst mir, man kann es schaffen, wenn man es will! Jedoch benötigt man den rechten Willen, den du eingeschlagen hast! Du schaffst es noch länger, ganz sicherlich! ♥

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                              #15
                              Charystra: ich versuche es auch aber es ist sehr schwer da alleine raus zukommen und ich werde immer rückfällig. Denn nur ein Teil von mir versucht es aber der andere Teil will es und nicht immer gewinnt der gute Teil. Ich versuche mich abzulenken, ich mache eine Therapie (nicht wegen SVV aber es hilft doch), ich reagiere mich mit Sport ab. Gegen das schlechte gewissen kämpfe ich indem ich einfach versuche ein guter Mensch zu sein und gutes zu tun.

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