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    Reparaturbetrieb der Psychologen

    Reparaturbetrieb, Symptombekämpfung

    Mir ist aufgefallen, dass der Empfehlung "Geh zum Psychologen" Wunderwirkung beigemessen wird. Indem sie diese Empfehlung aussprechen, ist die Sache für die meisten Kommentatoren erledigt ... Sie haben ihr gutes Werk getan und wer der Empfehlung nicht nachkommt, ist selbst schuld. Punkt. Die Meisten stellen sich das so vor, wie wenn man ein Auto zur Werkstatt bringt. Aber das ist nicht vergleichbar.

    Ich glaube, wenn es seriöse Studien über die Wirksamkeit der Psychologen gäbe, würden manche große Augen bekommen. An wen gerät man da, wenn man "zum Psychologen" geht ? Was ist wirklich davon zu erwarten ? Fragt sich das mal wer ?

    Die, welche Psychologie studieren, sind ja meist nicht unbedingt die Leuchten ihres Jahrgangs. Das Fach gilt an vielen Unis als verschlampt und unwissenschaftlich.

    Ursachenforschung

    Ein japanischer Psychologe ging nach seiner Ausbildung bei Sigmund Freud in Wien zurück nach Japan und stellte fest, dass es viele Symptome, für deren Reparatur er ausgebildet war, in Japan gar nicht gab.

    Wer frägt nach den Ursachen psychischer Probleme ? Woher kommen die psychischen Probleme der Jugendlichen und Erwachsenen unserer Zeit ? Bei den Urvölkern gibt es viel weniger psychische Erkrankungen , obwohl die keine Psychologen haben. Warum ist das so ? Macht sich mal darüber jemand Gedanken ?

    Metapher


    Was unsere Gesellschaft sehr gut kann ist: Kinder mit Fastfood versorgen und die Produktion von Insulin steigern.

    #2
    Zitat von annaundhanna Beitrag anzeigen
    Bei den Urvölkern gibt es viel weniger psychische Erkrankungen , obwohl die keine Psychologen haben.

    Vielleicht eher weil die keine Psychologen haben.

    Ich finde deinen Text ganz schön von oben herab. Hochgestochen formuliert, komisch formatiert...

    Mir ist auch nicht klar, wie du zu deinen Ansichten kommst. Natürlich wird Ursachenforschung betrieben. Die ist vielleicht bloß nicht so sehr erfolgreich, weil die Ursachen individuell und weitreichend sind - da kann man dann irgendwann Ursache und Wirkung nicht mehr unterscheiden und das ist das Problem.

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      #3
      Das ist ein Grundgedanke der TE, der nicht neu ist. Ja.
      Aber zweischneidig.

      Es gibt da diesen tollen Witz, den ich seit meiner Kindheit kenne:


      Treffen sich nach langem zwei ehemalige Mitschüler wieder.

      A: Hey, wie gehts denn so?
      B: scheisse. Bin erwachsen, aber mache immer noch nachts ins Bett.
      A: Oh Gott! Na, wart mal. Ich kenne einen exzellenten Psychologen! Hier die Nummer.

      Nach halbem Jahr sehen sie sich wieder.

      A: Hey, wie gehts?
      B: Prächtig, prächtig! Und danke für den Tip damals! ^^
      A: Ja, sag mal. Hat dir der Psychologe helfen können? Machst du nicht mehr ins Bett?
      B: Doch, doch. Immer noch. Jede Nacht! Aber jetzt, jetzt bin ich glücklich darüber!!! *freu*
      Quietschpink macht lustig.........Gucci Gucci, Prada Prada? xD Brzzzz Brzzzz?
      Wenn Mädchen flennen, flenn ich mit. '-'
      »Stell’ Dir vor es geht...und keiner kriegt’s hin.« (W. Neuss)
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      Ich weiss, dass ich ein Rad ab habe. Aber guck doch mal, wie schön es rollt...? Huiiiiiii!
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        #4
        Zitat von annaundhanna Beitrag anzeigen
        Die, welche Psychologie studieren, sind ja meist nicht unbedingt die Leuchten ihres Jahrgangs. Das Fach gilt an vielen Unis als verschlampt und unwissenschaftlich.
        Bitte was?

        Kommentar


          #5
          Zitat von annaundhanna Beitrag anzeigen
          Mir ist aufgefallen, dass der Empfehlung "Geh zum Psychologen" Wunderwirkung beigemessen wird. Indem sie diese Empfehlung aussprechen, ist die Sache für die meisten Kommentatoren erledigt ... Sie haben ihr gutes Werk getan und wer der Empfehlung nicht nachkommt, ist selbst schuld. Punkt. Die Meisten stellen sich das so vor, wie wenn man ein Auto zur Werkstatt bringt. Aber das ist nicht vergleichbar.
          Stimmt. Es ist auch eher so wie: Du hast eine Grippe, dann geh zum Arzt.

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            #6
            Zitat von annaundhanna Beitrag anzeigen
            Ich glaube, wenn es seriöse Studien über die Wirksamkeit der Psychologen gäbe, würden manche große Augen bekommen. An wen gerät man da, wenn man "zum Psychologen" geht ? Was ist wirklich davon zu erwarten ? Fragt sich das mal wer ?

            Die, welche Psychologie studieren, sind ja meist nicht unbedingt die Leuchten ihres Jahrgangs. Das Fach gilt an vielen Unis als verschlampt und unwissenschaftlich.
            Soll das jetzt ein "Bashing"- Thread gegen Psychologen werden? Wenn ja, dann kann ich dazu einiges an gemachten Erfahrungen beisteuern. Obwohl das wahrscheinlich hier in diesem Forum nicht gut ankommen würde. Darum werd ich es lassen.

            Zitat von annaundhanna Beitrag anzeigen

            Wer frägt nach den Ursachen psychischer Probleme ? Woher kommen die psychischen Probleme der Jugendlichen und Erwachsenen unserer Zeit ?
            Dürfte klar sein:
            ich zitiere:"Psychische Erkrankungen sind nicht direkt auf eine Ursache zurückzuführen. Vielmehr ist ein Zusammenspiel von belastenden Lebenserfahrungen und biologischen, persönlichen und familiären Faktoren für die Entstehung von psychischen Erkrankungen verantwortlich. Wie hoch der Einfluss der einzelnen Entstehungsfaktoren ist, unterscheidet sich nach Krankheitsbild und Patient.
            Das Zusammenwirken der verschiedenen Entstehungsfaktoren, auch Risikofaktoren genannt, bestimmt die Vulnerabilität (= Anfälligkeit oder Verwundbarkeit) eines Menschen. Sie gibt Aufschluss darüber, wie sich Stress (z. B. verursacht durch Konflikte, Pubertät, Trennung) auf den Organismus eines Menschen auswirkt. Für manche Menschen können normale Alltagsanforderungen schon eine Überforderung darstellen, andere Menschen geraten erst bei extremer Belastung oder Traumatisierung in psychische Krisen." psychenet.de

            Zitat von annaundhanna Beitrag anzeigen

            Was unsere Gesellschaft sehr gut kann ist: Kinder mit Fastfood versorgen und die Produktion von Insulin steigern.
            Willst du hier einen Zusammenhang zwischen der Entstehung von psychischen Störungen oder Verhaltensauffälligkeiten bei Kindern (oder generell bei Menschen) und dem Verzehr von Fast Food und "insulinreichen" Lebensmitteln herstellen, oder was?

            Bisschen weit hergeholt würde ich sagen. Genauso plump, wie die fixe Idee von so manchen Psychologen und Therapeuten, die Schuld an psychischen Störungen generell auch immer bei den Eltern und bei deren Erziehungsstil zu suchen.

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              #7
              Zitat von annaundhanna Beitrag anzeigen
              Die, welche Psychologie studieren, sind ja meist nicht unbedingt die Leuchten ihres Jahrgangs. Das Fach gilt an vielen Unis als verschlampt und unwissenschaftlich.
              Natürlich. Und am dümmsten sind die blonden Psychologiestudenten. Und überhaupt ist Psychologie gar keine Wissenschaft sondern bloß gefühlsduseliges Geschwafel. Und wissenschaftlich arbeiten und auswerten muss man wirklich niiiieeeee.

              Aua.

              Zitat von annaundhanna Beitrag anzeigen
              Bei den Urvölkern gibt es viel weniger psychische Erkrankungen , obwohl die keine Psychologen haben. Warum ist das so ?
              Ich muss schon sagen, es ist waaaahnsinnig schwer, hierfür einen möglichen Grund zu finden.

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                #8
                Naja, wer psychische Probleme hat, gehört in professionelle Behandlung. Und als Außenstehender kann man da wenig machen.
                Allerdings gibt es da auch einige Formulierungsungenauigkeiten, die meisten Laien sagen "Psychologe", obwohl man ja zu einem Psychotherapeuten geht, der nicht zwangsläufig Psychologe sein muss (sondern auch Arzt oder Sozialpädagoge kann). In der Tat würde der Gang zum Psychologen ohne psychotherapeutische Ausbildung wohl auch nicht so viel bringen.
                (Nebenbei, diejenigen, die Psychologie oder Medizin studieren, sollten aufgrund des NCs doch schon zur Spitze ihres Jahrgangs gehören, wenn auch nicht zwangsläufig bei der Empathie.)

                Ich versteh dein Problem aber nicht ganz. Beklagst du dich jetzt über mangelnde Zuwendung von Außenstehenden oder darüber, dass Leute denken, sobald man therapeutische Hilfe in Anspruch nimmt, sei alles wieder in Ordnung?

                Deine Metapher passt hier m.A.n. überhaupt nicht. Es gibt übrigens auch Studien über die Wirksamkeit von Psychotherapie, vielleicht solltest du dir die einmal durchlesen! Es hängt natürlich sehr vom Krankheitsbild ab, aber so viele Quacksalber es auch geben mag (wie in allen anderen Berufen auch), vielen Leuten wird tatsächlich geholfen.
                Zuletzt geändert von Susann; 24.07.2013, 18:28.

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                  #9
                  Es gibt ja solche und solche Psychotherapien. Noch dazu ist jeder Mensch unterschiedlich und bei jedem hilft was anderes. Ich persönlich habe die Erfahrung gemacht, dass mir dieses "Und wie gehts uns denn heute,...., und wie empfinden sie das?" Geblubber überhaupt nicht weiterhilft. Meiner Tante hingegen hat es viel gebracht, ihre Probleme mit einer außenstehenden Person zu besprechen.
                  Deswegen kann man das wohl nicht einfach verallgemeinern.

                  Trotzdem muss ich zustimmen, dass viele gesunde Menschen denken: "Geh zum Psychologen, dann wird alles wieder gut". Es ist eben nicht so wie bei einem gebrochenen Bein, der einfach eingerenkt und eingegipst werden muss, und der Rest geht von Allein.

                  Ich vertrete die Ansicht, dass ein Psychologe und eine Therapie, (anders als bei einer Grippe, oder einem Knochenbruch), nur eine Unterstützung sein kann. Letzten Endes muss man sich aber selbst helfen und das ist es langer schwieriger Prozess, der wohl nie ganz vorbei sein wird. Es ist ein guter, erster Schritt sich Hilfe zu suchen, aber man wird dort nicht einfach "geheilt" und alles ist gut.

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