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Mein Papa ist tot - wie soll es weitergehen?

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  • sparkling_dream
    hat ein Thema erstellt Mein Papa ist tot - wie soll es weitergehen?.

    Mein Papa ist tot - wie soll es weitergehen?

    Hallo!

    Achtung! Das wird ein langer Text. Trotzdem bin ich dankbar für jeden, der ihn durchliest.

    Ich weiß gar nicht, wo ich anfangen kann und aufhören soll. Ich weiß, ich hab schon lange nichts mehr hier geschrieben, aber mir gehts zurzeit echt nicht wirklich gut und aus Erfahrung weiß ich, dass einem hier ganz gut geholfen werden kann.

    Wie ihr dem Titel entnehmen könnt, ist mein Papa tot. Er starb vor drei Wochen im Alter von 53 Jahren plötzlich an einem Herzinfarkt. Für mich war das ein schwerer Schlag. Ich bin erst 21 und hänge total an meinem Vater. Für mich ist das bis jetzt noch nicht wirklich real. Ich will es nicht wahrhaben! Ich warte jeden Tag, bis die Tür aufgeht und Papa ist wieder da. Das Begräbnis war der reinste Horror für mich. Momentan hab ich nicht mal einen Ort, wo ich hingehen kann, um bei meinem Papa zu sein, weil wir eine Feuerbestattung gewält haben und die Urnenbeisetzung erst in zwei Wochen ist.

    Ich könnte jeden Tag nur weinen, es tut einfach so unglaublich weh! Vor allem macht mich die Tatsache traurig, was mein Vater nicht mehr erleben wird. Er wird nie erleben, wie seine Kinder heiraten, wie er Opa wird und außerdem hat er sein Leben lang gearbeitet und das wirklich hart! Er hat quasi für die Arbeit gelebt und konnte nicht einmal die Früchte seines Erfolgs ernten und einen angenehmen Lebensabend während seiner Rente genießen! Das ist doch so unfair. Ich hatte so einen liebevollen Menschen als Papa, klar gabs mal Probleme, aber keine Familie ist perfekt. Dafür war er sehr aufopfernd, immer für uns da und in brenzligen Situationen konnte man sich seiner Unterstützung sicher sein. Auch bei der Arbeit war er sehr beliebt. Jeder mochte ihn und hat gut von ihm gesprochen. Warum muss dann ausgerechnet so ein toller Mensch so früh gehen?

    Es ist so, als wäre ein Teil von mir selbst gestorben und ich muss sagen, dass mein schlimmster Albtraum wahr geworden ist. Ich kann es gar nicht beschreiben, wie mir es gerade geht. Ich kann das einfach nicht akzeptieren und hoffe jeden Tag, das der morgige Tag wieder gut sein würde. Den Moment werde ich nie vergessen, als die Polizei um ein Uhr morgens bei uns geklingelt hat. Nie werde ich das vergessen, was ich mir gedacht habe, als meine Mama mich mit den Worten: Papa ist tot, geweckt hat. Ich dachte an einen Albtraum bzw. schlechten Scherz. Paradoxerweise habe ich sogar ein paar Wochen davor geträumt, dass mein Vater gestorben ist und somit dachte ich auch hier, es ist ein Albtraum, wann werde ich wach? Aus diesem Albtraum bin ich nicht mehr aufgewacht.

    Aber hier geht es jetzt eigentlich nicht nur darum. Ich habe versucht, das so ausführlich zu schildern, wie möglich, weil es jetzt eigentlich zum wesentlichen Thema kommt. Mit dieser kleinen Vorgeschichte wollte ich euch nur versuchen zu erklären, wie es mir jetzt eigentlich geht.

    Okay, nun zum eigentlichen Thema. Und zwar arbeite ich seit Februar neben dem Studium in einem Café. Anfangs gefiel es mir noch ganz gut, doch seit einiger Zeit stimmt das Arbeitsklima nicht mehr. Klar, ich habe nette Kollegen und auch eine Chefin, die ganz nett ist, doch jetzt kommt das große ABER. In Stresssituationen komme ich nicht mit ihr klar und Grunde schaut sie nur auf ihre eigenen 5 Cents.

    Sie hat zwar verständnisvoll reagiert, als ich ihr das gesagt habe. Ich musste dann die ganze Woche nicht mehr arbeiten (Freitags und Samstags hätte ich Dienst gehabt). Mein Vater ist Dienstagnacht verstorben, das Begräbnis war am Montag darauf. Am Freitag hätte ich dann gleich wieder arbeiten müssen, aber ich konnte nicht. Das verstand sie dann nicht wirklich und hat sich widerwillig einen Ersatz gesucht. Ich konnte das noch nicht so früh, immerhin kannte mein Vater viele Leute, es waren alleine 700 Leute beim Begräbnis und beim Beten ca. 100-200 Leute. Ihr könnt euch auch nicht vorstellen, wie viel Besuch wir in der Zeit bekamen.

    Also konnten wir uns dann darauf einigen, dass ich erst am darauffolgenden Freitag arbeiten gehe. Das war letzte Woche. Mein Dienst war von 14-18 Uhr. Danach wollte ich mit Freunden ins Kino und Essen gehen. Doch kurz vor 18 Uhr war meine Chefin auf einmal verschwunden. Ich war mit den Nerven ohnehin schon am Ende, weil mir auch im Cafe noch einige Leute Beleid gewunschen haben und außerdem - an dem Tag war Schulschluss und Sommermarkt. Die Leute haben getrunken und waren schon gut mit dabei. Ich konnte es nicht ertragen. Auch meine Freundin hat schon auf mich gewartet und dann ist es halt passiert. Auf einmal sind mir die Tränen runtergeschossen und ich konnte nicht mehr aufhören zu weinen.

    Um halb sieben ist meine Chefin dann plötzlich zurückgekehrt. Ich habe gefragt, ob ich abrechnen darf und sie hat es nicht gerne getan, aber ich durfte. Während der Abrechnung krachte sie dann in die Küche und verdonnerte mich zum Abwaschen, weil ja sooo viel los war. Ich konnte echt nicht mehr aufhören zu heulen (und das kommt in der Gastronomie echt nicht gut). Irgendwann hat sie mich dann zur Seite geholt und mich richtig angeschnauzt. Sie hat gesagt, sie hat jetzt nicht Bock, als böse Chefin darzustehen, weil ich heule. Außerdem meinte sie, dass ich vorher ganz normal drauf war und seit meine Freunde hier sind, ich so mit dem Nerven am Ende bin und wenn ich das nicht ertragen könnte, dann dürften meine Freunde nicht mehr ins Cafe kommen. Die haben inzwischen auf mich gewartet und nichts zu trinken bekommen. Aber jetzt kommt das ärgste. Sie hat gemeint, wenn ich mit meiner Trauer nicht umgehen kann, dann müssen wir uns was anderes überlegen.

    Ich meine, ich konnte nichts dafür. Ich hab mich den ganzen Tag so zusammengerissen, aber irgendwann konnte ich einfach nicht mehr. Vor allem ging es wie gewohnt weiter. Ich meine gut, ewig können sie auch keine Rücksicht auf meine Situation nehmen, aber wenn ich gleich wieder kritisiert werde, was ich falsch mache (z.B. in einem Muskatellerspritzer kommt keine Zitrone bla bla bla), dann reagiere ich in so einer Situation auch sensibler, oder was meint ihr? Trotzdem plagt mich jetzt das schlechte Gewissen, darum zu meiner ersten Frage: habe ich irgendwie falsch reagiert? Hätte ich mich zusammenreißen sollen?

    Irgendwie habe ich jetzt jedes Mal einen Graul davor, arbeiten zu gehen. Morgen muss ich wieder und ich denke schon Tage davor daran. Es fühlt sich nicht gut an. Ich würde mich am Liebsten verkriechen. Mir ist klar, dass ich wieder ins normale Leben gehen muss und arbeiten muss. In der Realität ist es auch so, dass man nur drei freie Tage hat, aber ich glaube, ein ruhiges Büro und Gastronomie mit feiernden Menschen kann man nicht miteinander vergleichen, oder was meint ihr?

    Das alleine ist aber nicht der ganze Grund, warum ich vor morgen ein bisschen Angst habe. Erstens, weil die Mutter meiner Freundin oft was in dieses Cafe trinken gegangen ist und die ist jetzt so sauer, weil ihre Tochter nichts bekommen hat, dass sie morgen die Chefin ansprechen will. Und ich glaube, ich bekomm dann sicher noch was auf den Deckel und zweitens: sie will sich morgen sowieso noch mit mir zusammensetzen!

    Ich will einfach nur meine Ruhe haben. Ich bemühe mich und im Büro hätte ich keine Probleme. Schließlich versetzt mich Kopieren oder Rechnungen sortieren nicht in so einen argen Stress. Außerdem fühle ich mich nicht mehr wohl bei meinem Job, aber ich brauche ihn. Ich muss jetzt viele Dinge, die mein Vater für mich bezahlt hat (weil ich ja noch studiere), selbst bezahlen. Ich meine, das ist kein Problem und ich will das ja auch, weil meine Mutter muss jetzt immerhin auch ohne Papas Gehalt leben (ich weiß, das klingt jetzt vielleicht ein bisschen herzlos, aber wir müssen ja auch sehen, wie unser Leben jetzt ohne Papa weitergeht). Ich weiß echt nicht, was ich machen soll. Ich hab schon total Bauchweh und hab echt nur mehr Angst. Ich suche zwar nebenbei Jobs, aber ich finde nichts in meiner Nähe, vor allem im Büro ist es echt schwer, als Studentin was zu bekommen, aber ich halts in der Gastronomie echt nicht mehr aus. Und ich WILL ja arbeiten und vll klingt es, dass ich sehr anspruchsvoll bin, aber ich will mich auch wohlfühlen in meiner Arbeit, wo auch im Bezug auf mein Studium Rücksicht genommen wird (das tut meine Chefin nämlich auch nicht. Ich musste oft vor wichtigen, schweren Prüfungen viel arbeiten) und das wichtigste: ich will meine Mama nicht enttäuschen.

    Aber ich habe schon einmal einen Fehler gemacht. Als mein Opa starb, hab ich es verdrängt. Die Folge aus der Story: Ich wurde essgestört und landete schließlich fünf Jahre später in der Klinik, wo ich erst die Trauer aufgearbeitet habe. Nochmal steh ich das nicht durch.

    Ich weiß einfach nicht mehr weiter. Wie seht ihr die Situation. Danke, dass ihr euch diesen langen Text durchgelesen habt.

  • ThomasK
    antwortet
    Zitat von sparkling_dream Beitrag anzeigen
    Danke nochmal an alle für die lieben Beiträge, die ihr mir geschrieben habt. Ihr habt mir wirklich geholfen.

    Im Café ist jetzt auch alles wieder besser, sogar besser als vorher, wo es doch auch einige Schwierigkeiten gab. Ich denke, das Gespräch zwischen meiner Chefin und mir war einfach dringend notwendig, um Missverständnisse aus der Welt zu schaffen.

    Die Trauer, die du nun verarbeitest, kommt üblicherweise schubweise. Phasen, in denen du alles abheulen musst, wechseln sich mit Phasen der Resignation und der Lethargie ab.

    Deshalb verarbeitest du das Geschehen auch schubweise. Irgendwann, wenn du die ganze Trauer verarbeitet hast, dann wirst du mit einer gewissen Sachlichkeit auf die gemeinsame Zeit mit deinem Vater zurückblicken und dann nach dem Motto "Weine nicht, dass die Tage vorüber, sondern lache, dass sie gewesen." dankbar für die gemeinsamen Erlebnisse sein.

    Es ist völlig nachvollziehbar, dass die Trauerarbeit einige Wochen in Anspruch nehmen wird. Der Frustausbruch während deiner Arbeitszeit war eine typische Trauerwelle. Auch wenn deine Chefin während der Arbeitszeit verständlicherweise keine weinende Bedienung haben will, war ihr Verhalten meiner Meinung nach dennoch nicht akzeptabel. Sinnvoller wäre es gewesen zusammen mit dir pragmatisch nach einer Lösung zu suchen. Das hätte bezahlter oder unbezahlter Urlaub sein können oder auch eine Arbeit, bei der du vorübergehend keinen Kundenkontakt gehabt hättest.

    Bei mir war es seinerzeit so, dass ich die ersten Wochen gar nicht glauben konnte, dass mein Vater nicht mehr da ist. Allerdings ist es auch ein Unterschied, ob jemand mit 53 oder 79 stirbt.
    Zuletzt geändert von ThomasK; 27.07.2013, 13:05.

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  • sparkling_dream
    antwortet
    Hey Nightrun. Wenn du möchtest, können wir uns gerne austauschen

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  • Nightrun
    antwortet
    hallo Sparkling, ich gut nachvollziehen wie du dich gerade fühlen musst ,ich selbst habe meinen Vater im Februar durch Selbstmord verloren. Vielleicht können wir uns ja einmal austauschen. LG Night

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  • randomname
    antwortet
    Schön zu hören, dass es dir wieder besser geht und es sich gebessert hat.

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  • sparkling_dream
    antwortet
    Danke nochmal an alle für die lieben Beiträge, die ihr mir geschrieben habt. Ihr habt mir wirklich geholfen.

    Im Café ist jetzt auch alles wieder besser, sogar besser als vorher, wo es doch auch einige Schwierigkeiten gab. Ich denke, das Gespräch zwischen meiner Chefin und mir war einfach dringend notwendig, um Missverständnisse aus der Welt zu schaffen.

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  • haso98
    antwortet
    Liebe, liebe sparkling_dream

    Keine Worte können vermutlich deinen Schmerz beschreiben und keine Worte können dein unfassbares Leid lindern, aber ich möchte gleich zu Anfang etwas zu dir sagen:
    Das Leben ist schön!
    Wende dein Gesichter zur Sonne, und die Schatten fallen hinter dich! Jetzt denkst du wahrscheinlich, du könntest nicht ohne deinen Papa selig leben, und ja, du wirst ihn immer vermissen aber denke an all die schönen Dinge, die noch passieren können; die Welt ist so riesig, und du hast dein ganzes Leben vor dir!
    Deine momentane Situation ist alles andere als leicht. Zu all dem Kummer kommen nun auch noch andere Dinge: Stress, Angst und Wut. Viel zu viel Last für einen Menschen. Aber in solchen Situationen ist es manchmal am besten, von vorne zu beginnen und alle alten Lasten abzuwerfen. Dass deine Chefin so wenig Verständnis zeigt ist zwar unbegreiflich, aber sie muss ja auch an ihre Existenz denken, du darfst ihr deshalb keine Schuld geben, denn niemand ist Schuld!
    Es ist nicht das Ende deines Lebens, nur der Beginn eines neuen Kapitels. Es gibt ein sehr schönes chinesisches Sprichwort:Wenn der Wind der Veränderung weht, bauen einige Menschen Schutzmauern, die Anderen Windmühlen. Sehe es aus einer anderen Perspektive: Du hast die Möglichkeit eines Neubeginns. Wenn du dich in deiner Arbeitsstelle nicht wohl fühlst, ist jetzt der beste Zeitpunkt für einen Wechsel! Du hast die Wahl, denn du hast noch dein Leben vor dir! Jeder Verlust hinterlässt Narben an allen von uns, aber diese Narben nennen einige treffend Lebenserfahrung, denn der Tod ist ebenso Teil unseres Daseins wie unsere Geburt.
    Ich finde dich sehr tapfer und halte dich für wunderschön, denn deine innere Kraft ist geradezu inspirierend. Und zum Schluss noch ein wunderschönes Zitat von Thomas Mann:

    Die Bande der Liebe werden mit dem Tod nicht durchschnitten.



    Alles, alles Gute!!

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  • MarcMiuu
    antwortet
    Zitat von randomname Beitrag anzeigen
    Warst du da pflegerisch tätig oder wie lief das ab?
    ja, PHD in Privatklinik.

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  • Shanks
    antwortet
    Zitat von sparkling_dream Beitrag anzeigen
    Ich danke euch für die vielen Antworten und die lieben Worte. Das alles durchzulesen hat mir wirklich sehr geholfen. Heute hatte ich ein Gespräch mit meiner Chefin. Dort war sie sehr einfühlsam, so hab ich sie noch nie erlebt. Ich konnte mit ihr über alles sprechen und ich habe auch gemerkt, dass sie doch nicht so ist, wie ich in letzter Zeit oft den Eindruck hatte.

    Sie hat gemeint, dass sie meine Arbeit sehr schätzt und die Gäste eigentlich immer sehr gut über mich gesprochen haben, vor allem zu der Zeit, wo ich alleine gearbeitet habe und sie wollte wirklich wissen, wie es mir geht. Irgendwie fand ich das total lieb von mir, dass sie so auf mich eingegangen ist. Wahrscheinlich ist sie nur in den Stresssituationen so ungenießbar. Das muss man in Kauf nehmen, vor allem steht hinter ihr auch noch der Druck von ihrem Laden, denn immerhin ist das auch ihr Lebensunterhalt. Ich habe beschlossen, dass ich es nochmal versuchen werde. Ich habe so das Gefühl, dass es wieder laufen kann, vor allem heute habe ich gut gearbeitet und da war sie auch sehr zufrieden mit mir. Darum möchte ich ihr und dem Café unbedingt noch eine Chance geben.
    Also ich schätze, du brauchst am Ende einfach immer nur lobende Worte, damit du beruhigt nach Hause gehen kannst. Sags einfach mal deiner Chefin, dass du mit einem guten Gefühl nach Hause gehen musst, da du dir sonst sehr viele Vorwürfe machst und dich das zusätzlich noch seelisch sehr belastet.

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  • MeetMeOnSesameStreet
    antwortet
    Zitat von CherryLady Beitrag anzeigen
    Genau! Das denke ich mir auch immer, wenn jemand, der mir wichtig ist, stirbt. Das gibt wirklich Kraft.



    Okay, dann wünsche ich dir viel Glück und alles Gute dabei!
    Mir nämlich auch
    Wenn jemand stirbt ist es noch ein halbwegs 'schöner' Gedanke zu denken, dass man die Person wiedersieht und sie irgendwie doch immer noch ein bewusstsein hat und irgendwo schönes ist.

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  • randomname
    antwortet
    Zitat von MarcMiuu Beitrag anzeigen
    ich hatte es als bezahlten Job nebenher zum Studium. Also Menschen. Es soll auch nur ein Impuls für mögliche Alternativen sein, die vl nebenher auch tröstend wirken könnten. Das weiss sie aber selbst am besten, wenn sie sich schlauer macht.
    Warst du da pflegerisch tätig oder wie lief das ab?

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  • CherryLady
    antwortet
    Zitat von MeetMeOnSesameStreet Beitrag anzeigen
    Ich weiß ja nicht ob du gläubig bist, aber wenn gibt dir das vllt auch etwas Kraf zu denken, dass du deinen Papa doch irgendwann wiedersehen wirst.
    Genau! Das denke ich mir auch immer, wenn jemand, der mir wichtig ist, stirbt. Das gibt wirklich Kraft.

    Zitat von sparkling_dream Beitrag anzeigen
    Ich danke euch für die vielen Antworten und die lieben Worte. Das alles durchzulesen hat mir wirklich sehr geholfen. Heute hatte ich ein Gespräch mit meiner Chefin. Dort war sie sehr einfühlsam, so hab ich sie noch nie erlebt. Ich konnte mit ihr über alles sprechen und ich habe auch gemerkt, dass sie doch nicht so ist, wie ich in letzter Zeit oft den Eindruck hatte.

    Sie hat gemeint, dass sie meine Arbeit sehr schätzt und die Gäste eigentlich immer sehr gut über mich gesprochen haben, vor allem zu der Zeit, wo ich alleine gearbeitet habe und sie wollte wirklich wissen, wie es mir geht. Irgendwie fand ich das total lieb von mir, dass sie so auf mich eingegangen ist. Wahrscheinlich ist sie nur in den Stresssituationen so ungenießbar. Das muss man in Kauf nehmen, vor allem steht hinter ihr auch noch der Druck von ihrem Laden, denn immerhin ist das auch ihr Lebensunterhalt. Ich habe beschlossen, dass ich es nochmal versuchen werde. Ich habe so das Gefühl, dass es wieder laufen kann, vor allem heute habe ich gut gearbeitet und da war sie auch sehr zufrieden mit mir. Darum möchte ich ihr und dem Café unbedingt noch eine Chance geben.
    Okay, dann wünsche ich dir viel Glück und alles Gute dabei!

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  • MeetMeOnSesameStreet
    antwortet
    Zitat von sparkling_dream Beitrag anzeigen
    Ich danke euch für die vielen Antworten und die lieben Worte. Das alles durchzulesen hat mir wirklich sehr geholfen. Heute hatte ich ein Gespräch mit meiner Chefin. Dort war sie sehr einfühlsam, so hab ich sie noch nie erlebt. Ich konnte mit ihr über alles sprechen und ich habe auch gemerkt, dass sie doch nicht so ist, wie ich in letzter Zeit oft den Eindruck hatte.

    Sie hat gemeint, dass sie meine Arbeit sehr schätzt und die Gäste eigentlich immer sehr gut über mich gesprochen haben, vor allem zu der Zeit, wo ich alleine gearbeitet habe und sie wollte wirklich wissen, wie es mir geht. Irgendwie fand ich das total lieb von mir, dass sie so auf mich eingegangen ist. Wahrscheinlich ist sie nur in den Stresssituationen so ungenießbar. Das muss man in Kauf nehmen, vor allem steht hinter ihr auch noch der Druck von ihrem Laden, denn immerhin ist das auch ihr Lebensunterhalt. Ich habe beschlossen, dass ich es nochmal versuchen werde. Ich habe so das Gefühl, dass es wieder laufen kann, vor allem heute habe ich gut gearbeitet und da war sie auch sehr zufrieden mit mir. Darum möchte ich ihr und dem Café unbedingt noch eine Chance geben.
    Erst mal von mir noch mein herlichstes Beileid, fühl dich ganz fest gedrückt !
    Ich hoffe du wirst die Kraft und die Menschen an deiner Seite haben diesen Verlust zu verarbeiten. Ich weiß ja nicht ob du gläubig bist, aber wenn gibt dir das vllt auch etwas Kraf zu denken, dass du deinen Papa doch irgendwann wiedersehen wirst.

    ZU dem anderen Thema: Na siehst du, da scheint deine Chefin ja wirklich nur im Affekt so gewesen zu sein. Freut mich sehr, dass es heute so gut bei dir lief. Vielleicht findest du ja doch wieder Freude an der Arbeit im Cafe, ich wünsche es dir echt von ganzem herzen !

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  • sparkling_dream
    antwortet
    Ich danke euch für die vielen Antworten und die lieben Worte. Das alles durchzulesen hat mir wirklich sehr geholfen. Heute hatte ich ein Gespräch mit meiner Chefin. Dort war sie sehr einfühlsam, so hab ich sie noch nie erlebt. Ich konnte mit ihr über alles sprechen und ich habe auch gemerkt, dass sie doch nicht so ist, wie ich in letzter Zeit oft den Eindruck hatte.

    Sie hat gemeint, dass sie meine Arbeit sehr schätzt und die Gäste eigentlich immer sehr gut über mich gesprochen haben, vor allem zu der Zeit, wo ich alleine gearbeitet habe und sie wollte wirklich wissen, wie es mir geht. Irgendwie fand ich das total lieb von mir, dass sie so auf mich eingegangen ist. Wahrscheinlich ist sie nur in den Stresssituationen so ungenießbar. Das muss man in Kauf nehmen, vor allem steht hinter ihr auch noch der Druck von ihrem Laden, denn immerhin ist das auch ihr Lebensunterhalt. Ich habe beschlossen, dass ich es nochmal versuchen werde. Ich habe so das Gefühl, dass es wieder laufen kann, vor allem heute habe ich gut gearbeitet und da war sie auch sehr zufrieden mit mir. Darum möchte ich ihr und dem Café unbedingt noch eine Chance geben.

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  • MarcMiuu
    antwortet
    Zitat von Klangfarben Beitrag anzeigen
    Definitiv nein. Sozialbereich, ob Mensch oder Tier, bezahlt in den seltensten Fällen.
    ich hatte es als bezahlten Job nebenher zum Studium. Also Menschen. Es soll auch nur ein Impuls für mögliche Alternativen sein, die vl nebenher auch tröstend wirken könnten. Das weiss sie aber selbst am besten, wenn sie sich schlauer macht.

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