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Mein Papa ist tot - wie soll es weitergehen?

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  • Klangfarben
    antwortet
    Zitat von randomname Beitrag anzeigen
    Kann man damit Geld verdienen? Insbesondere Tierheim oder grundsätzlich ehrenamtlichen Engagement, wohl eher nicht oder?
    Definitiv nein. Sozialbereich, ob Mensch oder Tier, bezahlt in den seltensten Fällen.

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  • Klangfarben
    antwortet
    Es tut mir wahnsinnig Leid, was euch da passiert ist. Mein Papa ist im selben Alter und ich mache mir öfter Gedanken um seine Gesundheit. Ich kann mir nicht ansatzweise vorstellen, wie es dir gerade geht. Aber Eines weiß ich genau: Wäre meine Chefin so mit mir umgesprungen, hätte ich sie zerstampft! Es ist klar, dass sie nicht ewig Rücksicht nehmen kann und dass ihr Laden trotzdem weiter gut laufen muss. Es kann auch sein, dass du ihr dabei im Moment einfach im Weg stehst, aber dann kann sie dir das auch in einem freundlichen Ton sagen und muss dich nicht zur Sau machen.

    Der Kellnerjob ist in meinen Augen sehr undankbar und auch ohne Ausnahmesituation eine einzige Frechheit. Dass du dem Ganzen in deiner Situation nicht stand hältst, ist nachvollziehbar. Ich denke auch, dass du dringend einen ruhigeren Job brauchst. Was für Studenten immer gut passt, ist Verkäuferin. Bei Spar suchen sie laufend Studenten, da kannst du entweder an der Kasse sitzen oder auch nur Regale einräumen. Du hast zwar auch zum Teil mit Menschen zu tun, musst aber keine gute Laune versprühen, bloß freundlich sein. So bist du nicht so unter Druck wie als Kellnerin und Stress hast du auch keinen solchen.

    Ich wünsche dir und deiner Familie alles erdenklich Gute und viel Kraft!

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  • randomname
    antwortet
    PS: Job im Tierheim, oder sogar mit Menschen, also Pflegeheim?
    Anderen helfen. Vielleicht (ich weiss es nicht) könnte sowas ja eventuell auch als Job in Frage kommen?
    Kann man damit Geld verdienen? Insbesondere Tierheim oder grundsätzlich ehrenamtlichen Engagement, wohl eher nicht oder?

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  • JarmilaJeunesse
    antwortet
    Hallo sparkling_dream !

    Das mit deinem Papa tut mir unendlich leid. Einen Elternteil zu verlieren ist wohl mit das Schlimmste, was einen widerfahren kann, vor allem wenn der Papa noch relativ jung war und es so plötzlich kommt.

    Ich drück dich mal und wünsche dir für die nächste Zeit ganz viel Kraft, Stärke und liebe Menschen um dich rum, die dir zur Seite stehen und dich in deiner Trauer auffangen und begleiten.

    Es gibt in jeder größeren Stadt Trauerberatungsstellen. Dort sitzen Leute, die professionelle Trauerarbeit mit Hinterbliebenen machen. Die Mama einer seht guten Freundin von mir ist vor einem Jahr auch gestorben, und meiner Freundin haben diese Gespräche bei der Trauerberatung unheimlich geholfen. Vielleicht ist das ja auch etwas für dich (und deine Familie).

    Ich weiß nicht, in wie weit du finanziell auf diesen Job angewiesen bist, ansonsten würde ich dir wirklich raten: Nimm dir eine Ausszeit.

    Du hast einen der wichtigsten Menschen in deinem Leben von einen auf den anderen Tag verloren. Niemand erwartet, dass du jetzt funktionierst, niemand. Es ist in so einer Ausnahmesituation völlig normal, dass man nicht mehr so weiter leben kann wie bisher. Sowas braucht Zeit, viel Zeit, nimm dir diese Zeit.

    Es ist sooo wichtig, dass man die Trauer zulässt. Weine, wenn dir danach ist, rede über deinen Schmerz, über den Verlust, über deine Ängste. Und rede über deinen Papa. Du kannst auch mit deinem Papa reden, oder ihm einen Brief schreiben. Das kann so hilfreich sein.

    Es ist auch okay, wenn du wütend bist, auf das scheiß Leben, auf das Schicksal, vielleicht auch auf deinen Papa, dass er dich zurück gelassen hat (auch wenn er nichts dafür kann).

    Das alles ist jetzt wichtig, liebe sparkling_dream, nicht die Arbeit, der Job, sondern DU.
    Was ist mit deiner Mama? Hast du Geschwister? Onkel, Tante, Cousine, Cousin, Oma, Opa?
    Überleg mit anderen Menschen zusammen, wie es weiter gehen soll.

    Ich wünsche dir alles Gute!

    LG, Jarmila

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  • Karibikfan
    antwortet
    Hey, mein Beileid. Ich weiß selbst, wie doof das ist, wenn ein sehr geliebtes Familienmitglied stirbt. Ich möchte Dir sagen, dass es gut ist, wenn Du dich nicht vergräbst usw. So wie ich das verstanden habe, tust Du das nicht. Den Schmerz kann man nicht runterschlucken. Aber Du könntest Dir eine Erinnerungskiste basteln. Darein könntest Du Fotos von Euch und Andenken an gemeinsame Urlaube reintun, oder einfach ein Halstuch o.ä. von Deinem Dad reinlegen. Dein Papa hatte vorher noch keine Krankheiten, oder? Wenn nicht, dann kann man in deinem Fall nicht sagen, dass er erlöst wurde. Das sage ich nämlich immer dann, wenn ich an meine verstorbene Oma denke: sie war erst 59 Jahre als sie starb und außerdem hatte sie Krebs, keinen Magen mehr usw. Immer wenn ich dann traurig bin, sage ich, der liebe Gott hat sie erlöst. Ich weiß nicht, ob Du an Gott glaubst, aber Dein Papa sieht aus dem Himmel alles was Du machst, ist Stolz auf Dich und freut sich mir Dir. Kopf hoch! Es ist nicht schlimm, wenn Du im Café weinen musst. Für mich ist es ein Zeichen, dass es Dich sehr bewegt und ich finde es falsch, wenn man das unterdrückt. Natürlich muss man sich manchmal zusammenreißen, aber lass es zu. Es ist nicht falsch! Aus diesem Grund kann ich deine Chefin nicht verstehen und ihre Meinung nicht unterstützen! Glaub mir, bald kannst Du wieder am richtigen, freudvollem Leben teilnehmen! Wenn es Dir hilft, sprich mit einer Person deines Vertrauens darüber oder heul` dich aus. Denk an Eure guten/schönen Erlebnisse. Ich wünsche Dir, dass Du stark bleibst, Dich nicht unterkriegen lässt und kämpfst! Das wird schon! Ganz liebe Grüße, Karibikfan.

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  • LordOfTheDucks
    antwortet
    liebe sprakling dream, jeder mensch trauert anders also nimm die deine zeit so zu trauern wie du es brauchst um mit diesem schweren verlust klarzukommen. mit 21 bist du zwar faktisch erwachsen, was aber noch lange nicht heisst das man nicht doch noch seine Eltern braucht. wie wäre es wenn du dir mal 1-2 Wochen eine Auszeit nimmst und verreist oder so nur für dich allein um mit dir und deiner trauer klarzukommmen? denn ich denke das verarbeiten der trauer ist der erste schritt und die Basis zur lösung aller anderen Probleme. du könntest auch deinem vater einen Brief scjhreiben mit allem was du ihm noch sagen wolltest und ihm diesen ans grab legen... aber das sind alles nur Ideen und Denkansätze letzten endes must du selbst spüren was für dich der richtige weg sein kann deine trauer zu verarbeiten

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  • MarcMiuu
    antwortet
    Hallo liebe sparkling-dream,

    ich habe eben erst deinen Text entdeckt. Ich sehe selten ins Frustforum.
    Und ja, ich hab es gelesen. Ich brauch ein paar ruhige Minuten, um vl noch länger zu schreiben. Gerade war ich noch dabei weniger Ernstes hier zu schreiben, und jetzt dein Beitrag. Uhhh.

    Für den Augenblick nur, und ich habe auch einen meiner Eltern verloren, weiss also wovon du redest:
    Erstens denke daran, was dein Papa für dich wollen würde! Sei hart, mache, und lasse dich nicht gehen, verliere nicht deine Interessen, und nicht deine Kontrolle über dein Leben!

    Und zweitens, ohne dass jetzt jemand anders mit Zweifeln kommt. Ich bin gar nicht besonders religiös oder so, sondern glaube einfach so, an sich sehr stark daran, dass nicht total Schluss ist. Ich glaube ernsthaft, dass was an dem Satz dran ist, dass die Liebe eine Brücke zum "Drüben" schlagen kann und empfinde es auch so. Nicht laufend, aber immer wieder mal in unregelmässigen Abständen. Und nach längerer Zeit hatte und habe ich sogar Träume, wo ich Besuch bekam. Sehr harmonische und tröstende.
    Ob mein Verstand mir da nur einen Streich gespielt hat und spielt? Ich weiss es nicht, aber ich glaube intuitiv sogar nein. Obwohl ich sonst bei den wirklich ernsten Dingen im Leben ein reiner Verstandesmensch bin (Quatsch machen ist eine ganz andere Schiene).

    Der Job ist wichtig, aber du bist doch jung. Es gibt immer Möglichkeiten. Das mit der ruhigeren Arbeit ist eigentlich nicht verkehrt. Zumindest fürs Erste.
    Falls es aber so schnell nicht hinhaut da was zu ändern, und du drauf angewiesen bist, dann versuche den Schalter im Kopf umzulegen und die Arbeit rational und eiskalt durchzuziehen.
    Solange es nicht brutal lieblos auf andere wirkt.

    Ich hatte damals die Nachricht am Telefon bekommen. Und ich hab in demselben Moment den Schalter im Kopf umgelegt. Die Wendung "Gebot der Vernunft" oder "Ruf zur Ordnung"
    ist nicht einfach nur ein bla-bla-Spruch. Ich habs so gemacht und tue es immer, wenn es einfach absolut nötig ist. Weil es nötig ist. Man weiss es dann einfach auch.

    Und was das Thema ES anbelangt. Chaos beim Essen hatte ich als Typ die ersten paar Wochen auch, aber dann kam der Appetit rasch wieder. Man braucht ja Kraft.

    Und ich weiss nicht, ob der Trick bei dir als 21-Jährigen auch funktioniert, mit dem ich erst vor paar Tagen ein viel jüngeres Mädchen hier zum Essen brachte, weil sie mich per PN anschrieb, um Hilfe bat, und partout nicht meinen Rat annahm, mal mit einer der Mods zu sprechen.
    Das Schluss-Argument das ich ihr dann noch nannte, war folgender:

    Du bist ein lebendiges Wesen, ein Mensch. Keine Puppe im Schaukasten. Mal als Beispiel: was ist dein Lieblingstier?
    Katze, Hundewelpe, sonstwas? Was würdest du tun, wenn du dich um ein Tierbaby kümmern müsstest und es futtert nichts?
    Richtig: lieb schauen, dass es frisst und fit bleibt. Nicht übertrieben sondern auf normale Weise.
    Sonst würdest du irgendwann mit dem armen Ding zum Arzt müssen.

    Vielleicht überzeugt dich das ja auch?

    Ich denke, das ist für den Augenblick das, was ich dir sagen kann.

    PS: Job im Tierheim, oder sogar mit Menschen, also Pflegeheim?
    Anderen helfen. Vielleicht (ich weiss es nicht) könnte sowas ja eventuell auch als Job in Frage kommen?

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  • Zimtstern003
    antwortet
    Du musst jetzt sehen, wie es im Leben weitergeht. Du kannst deinem Vater, so traurig es auch ist, nicht dein ganzes Leben lang hinterhertrauern. Konzentriere dich auf dein Studium und wenn du mit deiner Chefin reden sollst, dann sag ihr einfach, was du fühlst. Du meintest, dass sie eigentlich ganz nett sein soll. Mach ihr einfach deutlich (am besten ohne Tränen), dass du sehr an deinem Vater gehangen hast und dass du seinen Tod nicht so schnell verdrängen kannst. Wenn sie kein Verständnis haben sollte, dann schau dich doch nach einem anderen Job um. Wenn du im Büro nichts findest, dann kannst du dich auch bei anderen Cafes oder Restaurants bewerben. Ich denke, dass du es schaffen wirst, deine Trauer zu überwältigen, denn du erscheinst mir sehr stark. Sei einfach offen mit deinen Gefühlen und versuche nicht, sie zu unterdrücken, denn wenn du versuchst, sie zu vergessen, dann belastet dich das nur noch mehr und kann unter Umständen deine Essstörung verstärken.

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  • annaundhanna
    antwortet
    Hallo sparkling_dream, sei ein gutes Team mit deiner Mama. Sicher könnt ihr Beide gemeinsam eine gute Lösung finden. Ich würde auf jeden Fall nochmal hingehen, aber mich gleichzeit um ne Alternative umsehen. Wenn's gar nicht geht, hörst du halt dort auf. Davon geht die Welt auch nicht unter. Beziehe deine Familie in die Entscheidung mit ein.

    aus Erfahrung weiß ich, dass einem hier ganz gut geholfen werden kann.
    Allein das Aufschreiben, so dass es andere verstehen können, hilft einem schon, finde ich. Es ist manchmal geradezu magisch ;-)

    viel Glück

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  • randomname
    antwortet
    Sofern es ginge, dann wende dich an einen Seelsorger in Form eines Pfarrers/Pastors und rede mit ihm über deine Gefühle, Kummer und all das was du hier so geschrieben hast.

    Was studierst du?

    Erstens, weil die Mutter meiner Freundin oft was in dieses Cafe trinken gegangen ist und die ist jetzt so sauer, weil ihre Tochter nichts bekommen hat, dass sie morgen die Chefin ansprechen will.
    Kann deine Freundin sie davon nicht abbringen? Sicherlich war es schlimm das sie nichts zum Essen bekommen, aber du bist immer noch ihre Freundin oder will sie dir einen Denkzettel verpassen? Das hat sie eigentlich ja jetzt schon, weil du darüber schreibst und es nicht einfach abtust als wäre nichts gewesen.

    Das die Chefin dich nicht um 18 Uhr gehen lässt, obwohl vereinbart (gibt es da keinen Schichtwechsel mit Abkassieren und so?), ist natürlich nicht schön. Wobei das ja in der Gastronomie eh so eine Sache mit der Zeit ist. Ging es dir beim Weinen gegen 18 Uhr mehr um die Tatsache, dass deine Chefin noch nicht da war oder hat sich da einfach so viel angestaut? Kann sie dich eigentlich zum Abwasch verdonnern, obwohl deine Schicht schon länger zu Ende war?

    Ob du etwas falsch gemacht hast, kann man irgendwie so nicht sagen. Ob du dich zusammenreisen solltest ist genauso schwer zu beantworten. Die ganze Situation ist wahrscheinlich mehr als nicht leicht.

    Was du auf alle Fälle nicht tun solltest und hast du ja schon selbst richtig festgestellt: die Sache mit dem "nichts mehr essen" unterlassen.

    Du solltest auf jeden Fall schauen, dass du jemanden findest - am besten professionelles (nicht das du noch in falsche Hände gerätst) - der mit dir über deine Trauer spricht? Wie oben schon gesagt Pastor, Notseelsorge über Telefon/Gespräch, Terapeut.

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  • CherryLady
    antwortet
    Also erstmal: Herzliches Beileid.
    Fühl dich von mir gedrückt! Es tut mir wirklich furchtbar leid, dass dir sowas schreckliches passiert ist und ich kann dich so gut verstehen. Die Beschreibung von deinem Vater trifft auch auf meinen perfekt zu, deswegen kann ich deine Trauer gut nachvollziehen, denn ich wäre auch sehr traurig, wenn er tot wäre. Wenn es dir hilft, kannst du mir gerne PNs schicken.

    Zu deinem Problem: Ich finde, du hast absolut richtig gehandelt. Du bist keine gefühlslose Maschine und man kann in so einer Situation nicht erwarten, dass du den Tod deines Vaters einfach mal verdrängst und schön arbeitest. Deine Chefin finde ich echt unmöglich. Vielleicht finden andere das übertrieben, aber ich würde an deiner Stelle kündigen und mir eine neue Stelle suchen. Ich arbeite seit kurzem z.B. nebenbei als Kassiererin in einem Modegeschäft, was mir echt Spaß macht und auch nicht besonders anstrengend ist. Vielleicht wäre das ja was für dich? Muss ja nicht unbedingt H&M sein, da kann ich mir schon vorstellen, dass es stressiger ist.
    Jedenfalls würde ich da nicht weitermachen. Du sollst dich an deinem Arbeitsplatz wohlfühlen und was deine Chefin da abzieht, geht einfach gar nicht. Ich find's unglaublich, dass sie dafür kein Verständnis hat.

    Ich hoffe, dass du wo anders einen Job findest und wünsche dir alles Gute und viel Kraft!

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  • Jerry-Can
    antwortet
    Ich kann dich absolut nachvollziehen, wenn ein so naher Angehöriger stirbt wirft einen das für längere Zeit aus der Bahn und ich habe festgestellt, dass es erst nach ein paar Tagen am schlimmsten wird weil man zuerst mal so eine Schutzmauer aufbaut und gar nicht wirklich realisieren kann und will dass diese Person endgültig aus dem Leben verschwunden ist.

    Deiner Chefin ist das herzlich egal, die will nur dass der Laden läuft und sie hat zu dir offensichtlich keinerlei persönlichen Bezug. Mit ihrem Entgegenkommen wollte sie wohl hauptsächlich der Form genüge tun um nicht als Unmensch da zu stehen.

    Gerade in dem Gastronomiebereich, wo du ja ständig mit fröhlichen, ausgelassenen Menschen umgeben bist und auch selbst nach aussen hin immer lächeln musst, finde ich es in deiner Situation sehr schwer einen guten Job zu machen und selbst damit noch klar zu kommen. Da ist so ein Zusammenbruch aus kleinem Anlass, wie der dir passiert ist, absolut vorhersehbar.

    Es ist jetzt schwer dir da einen guten Rat zu geben, ich weiss nicht wie sehr du auf das Geld angewiesen bist und ob du es dir leisten kannst mal ein paar Wochen frei zu nehmen, aber das wäre sicher das Beste um wieder einen einigermassen klaren Kopf zu bekommen. Du solltest dir aber trotzdem Beschäftigung suchen wie z.B. mit Freunden etwas unternehmen um dich etwas abzulenken.

    Wenn das mit dem frei nehmen nicht geht kannst du deiner Chefin noch mal erklären, dass es sehr schwer ist immer ein Happyface aufzusetzen wenn es dir innerlich beschissen geht und du könntest fragen ob du in der nächsten Zeit in einem Bereich arbeiten kannst wo du keinen Publikumskontakt hast und deswegen nicht permanent eine Show abziehen musst, z.B. in der Küche.

    Was dein Essproblem angeht: Bei mir ist es auch so dass ich in Krisensituationen absolut keinen Hunger habe weil ich mental voll mit anderen Dingen beschäftigt bin. Das hält aber nur einige Tage an. Wenn sich das bei dir länger hinzieht und sich in der Vegangenheit schon mal zu einer richtig dauerhaften Esstörung entwickelt hat solltest du versuchen, es erst gar nicht so weit kommen zu lassen. Das sagt sich leicht, ich kann dir da aber leider auch keinen besseren Tip geben.

    Ich wünsche dir alles Gute! Wenn dir danach ist kannst du mich auch gerne anschreiben.
    Zuletzt geändert von Jerry-Can; 11.07.2013, 00:50.

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