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Mutter alkoholsüchtig?

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    Mutter alkoholsüchtig?

    Hi...
    nicht wundern, dass dies mein erster Beitrag ist. Ich bin eine ehemalige Userin, wollte mir aber für dieses Problem einen anonymen Account erstellen.

    Ich hab im Moment ein großes Problem und ich weiß langsam nicht mehr weiter.
    Meine Mutter trinkt fast jeden Tag 1-2, manchmal auch 3 Flaschen Wein. Das geht schon seit Jahren so, manchmal war sie längere Zeit trocken, manchmal war es schlimmer; so wie im Moment. In den letzten Wochen ist mir aufgefallen, dass sie den Alkohol versteckt... Sie rennt z.B. in den Keller, um etwas zu trinken; aufzufinden ist die Flasche allerdings nicht. Aber ich höre sie trinken und ich merke ja auch, dass sie nicht mehr nüchtern ist. Sie versucht generell den Wein vor mir zu verstecken, wenn sie die Flaschen kauft, geht sie schnell und bringt sie woanders hin. Sie trinkt fast ausschließlich "heimlich" und aus der Flasche und nicht aus einem Glas. Einmal ist sie an einem Sonntag mit dem Auto zum "tanken gefahren" und kam mit einer Flasche zurück, die sie in ihrer Handtasche versteckte.
    Ich spreche das Thema nicht an, da ich weiß, wie sie reagiert. Betrunken wird sie schnell aggressiv, egal was man sagt. Als Kind habe ich unter Tränen schon mal gefragt warum sie das tut und warum sie nicht aufhört und auch meine Großeltern haben es damals versucht, aber wir wurden alle nur angeschrien.
    Ich habe mir vorgenommen, darüber jetzt nochmals mit meinem Vater zu sprechen, doch der wohnt berufsbedingt 500km von uns weg und ich sehe in nur 2-3 mal im Monat für 2 Tage.
    Ich fühle mich so alleine mit dem Problem. Ich hab keine Geschwister und meine Großeltern sind auch nicht mehr so fit, um mich da zu unterstützen...
    Ich hab grade mein Abitur gemacht und ich kann es mir nicht leisten, ständig Streit mit meiner Mutter zu haben, weil ich nicht damit klarkomme, wie sie sich verhält.
    Ausziehen o.ä. ist für mich momentan und die nächsten 2-3 Jahre auch keine Option.
    Ich halte es einfach nicht mehr aus... mich macht es jeden Tag seelisch fertig, ich schnauze meinen Freund an, der nichts von diesem Problem weiß...ich bin nur noch schlecht gelaunt, sobald ich merke, dass sie wieder trinkt. Ich bin glücklich über jeden Tag, den sie mal nüchtern bleibt; denn dann verstehen wir uns prima.

    Ich weiß langsam nicht was ich tun soll... Wie soll ich das Thema bei ihr ansprechen, ohne dass unsere Beziehung zerbricht? Ich will doch nur wieder normal leben können ohne ständig unter diesem Stress zu stehen...

    Danke für die, die das hier lesen und mir helfen wollen...

    #2
    Hallo liebe Erdbeere, dein Text drückt sehr bewegend aus, wie du für deine Mam leidest. So wie du es schilderst, muß man die Frage in deiner Überschrift leider mit Ja beantworten. Das ist eine schwierige Situation, für die es keine einfache und schnelle Lösung gibt. Gut wäre es, wenn deine Mam von sich aus ihr Problem einsieht und den Hausarzt und/oder eine Suchtberatungsstelle aufsucht, um dort offen zu reden und sich beraten zu lassen und danach evtl. zum Entzug in eine Klinik zu gehen. Du selbst könntest dich vorab informieren. Ich glaube, die Suchtberatungsstellen geben auch Angehörigen Auskunft. Menschen mit Suchtproblem sind oft emotional angeschlagen. Sie brauchen liebe Menschen, die sie ermutigen und auch verzeihen können. Es kann viele Rückschläge geben. Eine große Belastung ist das natürlich für dich, wo du oft alleine mit deiner Mam daheim bist. Ich frage mich, ob du deinen Freund einweihen solltest, um im Alltag jemanden Vertrauten zum Reden zu haben ? Er würde dich dann auch verstehen, wenn du traurig oder wütend bist. Mit deinem Papa wirst du ja eh drüber reden, nehme ich an. Vielleicht kann der öfters bei euch sein ? Zum Schluß möchte ich dir, weil du ja schon 16+ bist, den Film "Höllentrips" empfehlen, in dem es um Sucht (nicht Alkohol aber das macht in dem Fall nix) geht und in dem eine Mutter und 2 Töchtern vorkommen, die mit ihrem Leben dir und vielleicht auch deiner Mam Mut machen können. Du kannst den Film auf youtube finden. viel Glück Dir und deiner Mam.
    Zuletzt geändert von annaundhanna; 01.06.2013, 14:50.

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      #3
      Du solltest eine Suchtberatungsstelle (z.B. Caritas) aufsuchen und dir von dort professionellen Rat holen. Die kennen sich mit solchen Faellen aus und koennen effektiv helfen.

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        #4
        Ich verstehe dich sehr gut. Ich bin in einer sehr ähnlichen Lage und erkenne in deinem Text viele parallelen zu meine Mutter. Hast du schonmal versucht zu einer Beratungsstelle/Schulsozialarbeiter oder sowas zu gehen? Die haben Schweigepflicht und hören dir immerhin mal zu, das hilft erstmal. Danach geben die dir hilfestellungen, wie die situation für alle beteiligten einigermaßen ertragbar wird. Wichtig ist nur, dass du nicht alles in dich hineinfrisst, wie ich es tue, red mit jemandem drüber, das ist der erste Schritt, du bist nicht allein! Vielleicht wäre das eine Option?

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          #5
          Danke für die Antworten...
          Ich werde denke ich erst einmal mit meinem Vater reden und dann vielleicht meine Mama direkt darauf ansprechen. Wenn sie nichts einsieht, kann ich mich ja immernoch an Suchtzentren wenden... Ich hoffe das nimmt ein gutes Ende.

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            #6
            Zitat von Erdbeere01 Beitrag anzeigen
            Danke für die Antworten...
            Ich werde denke ich erst einmal mit meinem Vater reden und dann vielleicht meine Mama direkt darauf ansprechen. Wenn sie nichts einsieht, kann ich mich ja immernoch an Suchtzentren wenden... Ich hoffe das nimmt ein gutes Ende.
            Ich wünsch dir dafür viel Kraft und Mut!

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