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Depressionen und Home-Learning

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    Depressionen und Home-Learning

    Hey,

    vielleicht kennen einige von euch, gerade auch die, die depressiv sind dieses Problem auch:

    Bei mir an der Schule ist das momentan so geregelt, dass wir in zwei Gruppen geteilt sind und immer pro Woche abwechselnd Home-Learning und Präsenzunterricht haben. Präsenzunterricht ist in Ordnung für mich, ich habe zwar Schwierigkeiten, morgens aufzustehen, aber wenn ich sowieso in der Schule bin, kann ich mich auch am Unterricht beteiligen. Generell ist es so, wenn ich irgendwie draußen bin, bin ich total glücklich und ausgelassen, aber zuhause bin ich total antriebslos und denke viel nach oder bin am Weinen und ein Organisationstalent bin ich sowieso nicht gerade. Deswegen komme ich momentan mit dem Home-Learning überhaupt nicht klar, will heißen, ich kann mich zuhause Null konzentrieren, habe wahnsinnig viele andere Sachen im Kopf und einfach eine gedrückte Stimmung. Meine Lehrer wissen das auch, haben da auch Verständnis für, aber ich muss halt auch meine Leistungen erbringen.

    Kennt jemand von euch das auch, bzw. hat ähnliche Probleme?

    #2
    Was die Schule betrifft bin ich noch komplett im 'Home-Office'.
    Habe da auch einige Probleme mich an die Aufgaben zu setzen, und mich dann darauf zu konzentrieren.
    In einem Fach habe ich teilweise noch Aufgaben zu machen, die ich vor fast 2 Monaten bekommen habe.

    Meine Lösung für das Problem bestand bisher aus mehreren Sachen.

    Einerseits bekommen wir vom Betrieb aus 'Nachhilfe'-Unterricht, in dem einige Sachen dann zusammen besprochen werden.
    Das deckt schon mal ein Fach ab.

    Andererseits habe ich eine gute Freundin, mit der ich immer wieder Aufgaben zusammen mache.
    Wir telefonieren 2-3 mal die Wochen und arbeiten dann mehrere Stunden die Aufgaben zusammen durch.
    Dadurch sind dann noch mindestens 2 andere Fächer abgedeckt.

    Aber beim Rest muss ich mich fast schon zwingen, dass ich mich da selbst dran setze.
    Versuche das dann immer so zu machen, dass ich dabei nicht in meinem Zimmer bin.
    Dadurch bin ich dann nicht so abgelenkt und habe eine Trennung zwischen Lernen und dem was ich sonst so machen würde.
    Sich selbst mit etwas zu 'belohnen', wenn man mal ein paar Aufgaben geschafft hat geht auch, aber funktioniert nicht immer.
    Durch jede Antwort entstehen neue Fragen...

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      #3
      Mir geht es damit ähnlich. Es fängt schon damit an, dass ich das Home-Learning ewig prokrastiniere. Erst stelle ich mir extra früh einen Wecker um möglichst viel erledigen zu können, aber dann denke ich "bevor ich einen Kaffee hatte kann ich mich sowieso nicht konzentrieren", dann "bevor ich eine Zigarette hatte kann ich mich sowieso nicht konzentrieren", dann "nur mal schnell meine Nachrichten checken ob ich eh nichts Wichtiges verpasst habe, dann wieder "die letzte Zigarette ist schon so lange her, wenn ich nicht noch eine rauche kann ich mich sowieso nicht konzentrieren".
      Wenn ich dann endlich über meinen Büchern sitze brauche ich regelmäßige Pausen, und nach jeder Pause fällt es mir schwer wieder reinzufinden. Bin ich mal mittendrin, dann geht's, aber muss ich kurz wegen irgendetwas unterbrechen ist die Konzentration sofort weg.
      Die größten Schwierigkeiten habe ich in Fächern, in denen ich viel Neues lernen muss. Fächer, die eher auf Logik basieren machen mir keine so großen Probleme, aber mich hinzusetzen und mir aktiv beizubringen wie man ein bestimmtes mathematisches Problem löst funktioniert nur sehr schlecht für mich.

      Meine Tipps sind:
      -> Fixe Lernzeiten einplanen. Danach auch bewusst schöne Dinge planen. Und sich dann regelmäßig selbst daran erinnern, dass man sie schönen Dinge nicht richtig genießen können wird, wenn man eigentlich weiß, dass man seine Aufgaben noch nicht erledigt hat.
      -> Zwischendurch kleine Runden spazieren gehen. Die Sonne und frische Luft bewirken da Wunder bei mir.
      -> Sich mit anderen Schülern oder Studierenden kurzschließen. Auch wenn Soziales mit Depressionen oft besonders schwer fällt, kann es sehr helfen, von anderen mitgeschleift zu werden. Wenn jetzt schon extra jemand zu Besuch kommt um mit dir zu lernen, dann werdet ihr die Zeit auch eher mit Lernen verbringen und nicht auf Snapchat.

      Aber ein richtiges Heilmittel gegen die Home-Learning-Depression habe ich leider auch noch nicht gefunden.
      Question everything.

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        #4
        Kann ich gut nachvollziehen. Solche Phasen von Isolation undkeine Struktur schlagen sicherlich jedem auf die Psyche, noch schwieriger ist es wenn man so schon depressiv ist und Probleme mit dem Antrieb hab. Vielleicht fällt es dir auch schwer, dich zu konzentrieren. Ich lag im ersten Semester fast nur im Bett bis Nachmittag, weil wir Vormittag immer nur Vorlesungen hatten und ich auch psychisch nicht so gut drauf war. Ich kann mich noch gut erinnern, wie es war einfach überhaupt nicht in der Lage zu sein aufzustehen. Allein war ich auch und Freunde hatte ich noch keine. Jetzt gehts mir zwar besser, aber immer wenn ich so paar Tage/Wochen überhaupt niemanden sehe und auch keine Uni habe, wie vor den Klausuren, bin ich immer extrem unausgeglichen und alles ist doof.

        Dinge die dir vielleicht helfen könnten + paar Lerntipps mit dabei. Natürlich hilft alles nur bedingt, die Depression musst du natürlich auch behandeln, von allein schafft man es nur schwer.

        Passen nicht zu jedem, der Schlüssel ist für dich selbst die richtige Routine zu finden und dich daran zu halten.
        -wenn möglich Lernplan machen, an welchen Tagen willst du welche Fächer machen und am besten noch genauer von wann bis wann willst du was bearbeiten, auch genügen Pausen und Puffer einplanen, am besten kleinere Themen aufschreiben, dann hat man eher auch mal ein Erfolgserlebnis
        -nicht unbedingt immer ein Fach abhaken bis du das nächste machst, das Gehirn merkt es sich besser, wenn du einfach irgendwo in der Mitte aufhörst z.B. die Hälfte von Mathe machen und dann bisschen Deutsch und später dann wieder Mathe oder auch verschiedene Lernthemen in einem Fach
        -Struktur schaffen, am besten wirklich jeden Tag gleich planen z.B 8 Uhr Wecker und bis 15 Uhr was machen, dazwischen festgelegte Pausenzeiten, danach kannst du dich dann immer auf Freizeit freuen
        -Bewegung, zwischendurch Lockerungsübungen und auf jeden Fall auch mal raus gehen an die Luft
        -kauf dir eine App für Lernen und Notizen als Motivation z.B. Notability da kann man alles gut sortieren oder die Forest App, die dir hilft, dass du dein Handy nicht benutzt während du lernst
        -wenn du es auch ohne App schaffst ist Handy freie Zeit gut und wenn du Tagsüber viel am Laptop und co bist, Nachmittag mal was anderes machen
        -am schnellsten lernt man mit Eselsbrücken je komischer du dir die Geschichten ausdenkst umso leichter kann man es sich merken, ich lerne fast nur damit
        -je mehr Medien man nutzt um sich mit einem Thema zu beschäftigen umso besser also Lehrbuch, Aufzeichnungen, Videos..
        -versuche positiv an die Sache ran zu gehen, du kannst jetzt schon mal üben wie es eventuell sein wird, falls du mal studieren wirst. der größte Teil ist Selbststudium, die Umstellung ist also eine Art Probe
        -versuche am Schreibtisch zu lerne oder irgendwo, wo du normalerweise nicht entspannst wie ich immer im Bett oder auf dem Sofa, das ist nicht gut
        -versuche das Lernen so angenehm wie möglich zu machen: räume den Arbeitsplatz super schön auf, besorge dir coole Stifte, mach dir einen leckeren Tee, eine schöne Kerze an und leg los
        -manchen hilft es auch sich fertig zu machen als würden sie in die Schule gehen, also richtig anziehen und waschen und so und dann aber zum Schreibtisch zu setzen
        -im Schlaf verarbeitet man die Infos also wenn du etwas richtig auswendig lernen sollst, noch mal vorm schlafen richtig anschauen
        -morgens direkt Licht ins Zimmer lassen, die innere Uhr funktioniert durch das Erkennen vom blauen Licht und Abends dann den Blaulichtfilter im Handy an haben
        -eventuell morgens direkt duschen
        -versuche dich trotzdem mit Freunden zu treffen, auch im Video chat gemeinsam Aufgaben zur erledigen ist schon gut

        Letztendlich musst du einfach in irgendwas deine Motivation finden, ich wünsche dir viel Erfolg. Ich weiss es kann schwer sein in der Schulzeit, besonders wenn einem 80% nicht interessiert, aber danach geht das Leben weiter. Halte durch du schaffst das.

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          #5
          ich bin auch so ultra froh, dass ich sogar im studium viel pflicht präsenz hatte, weil ich es nicht hinbekommen hätte. hier trotzdem noch ein paar meiner tipps:

          das erste und mal aus der lehrerperspektive gesprochen: wenn die aufgaben in einem oder mehreren fächern zu viel werden, bitte einfach mal (ggf gemeinsam) an die entsprechenden lehrer rückmelden. auch lehrer können keine gedanken lesen und manchmal schlecht einschätzen, wie lang eine aufgabe tatsächlich braucht. viele sind auch bereit, rücksicht zu nehmen (weniger aufgaben in der woche, in denen ihr in fach xy was größeres machen müsst, verlängerte frist für aufgaben, wenn es technische oder private probleme gibt)... das geht aber nur, wenn lehrer auch bescheid wissen

          - bestimmte anzahl an stunden für 4-5 tage die woche festlegen, an denen du aufgaben machst
          - räumlich deinen arbeitsplatz (schreibtisch) von deinem privatvergnügen trennen. also am schreibtisch kein handy und youtube, und im bett wird dafür nicht gelernt
          - generell mit leichten oder interessanten oder spaß machenden aufgaben anfangen, aber nicht jeden tag 80% der zeit für die fächer nehmen, in denen du eh gut bist
          - je nach schule/stadt/situation: computerraum der schule, bibliothek etc. nutzen, sofern man dort arbeitsplätze hat. lenkt weniger ab
          - mit mitschülern telefonieren oder videochat zu regelmäßigen zeiten, in denen ihr die aufgaben macht. habt so vielleicht mehr zwang, wenn ihr euch gegenseitig "beobachtet"
          - klein anfangen: du musst nicht direkt n riesen text schreiben, aber selbst wenn du nur den text liest oder die abbildungen verstehst und dir 2-3 stichpunkte machst, hast du schon mal was gemacht
          - sich was anziehen, nicht im schlafanzug oder chilloutfit an den schreibtisch setzen
          - to do liste machen, die ggf. irgendwem schicken oder irgendwo posten, damit man ein bisschen druck hat, dinge auch zu erledigen
          - bewegung, ausreichend essen und trinken
          smd's süßer und beliebter gender swap account

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            #6
            Versuche, trotzdem eine relativ feste Routine zu haben. Plane nicht mehr Zeit für Schulsachen ein, als du wirklich schaffen kannst. Wenn du in den letzten Wochen z.B. maximal eine Stunde am Tag was für die Schule geschafft hast, solltest du dir nicht vornehmen, jeden Tag drei Stunden lang zu lernen. Finde heraus, zu welcher Tageszeit du am besten lernst und wann es dir am schwersten fällt, dich auf eine Aufgabe zu konzentrieren. Vielleicht gelingt es dir besser direkt nach dem Aufstehen, wenn du an dem Tag noch nichts anderes gemacht hast, ich kann mich z.B. viel eher auf Schulsachen konzentrieren, wenn ich sie direkt nach dem Aufwachen erledige. Oder du probierst, die Aufgaben zu den gleichen Uhrzeiten zu machen, wann du an einem normalen Schultag Hausaufgaben machen würdest. Es kann auch helfen, den Platz an deine Bedürfnisse anzupassen, z.B. hilft vielen ein sauberer, aufgeräumter Schreibtisch mit möglichst wenig Ablenkungen darauf. Falls du keinen Schreibtisch hast oder nicht so gut dort lernen kannst, such dir einen anderen Ort und überleg dir, wie du ihn passend gestalten kannst.
            Home-Learning ist für viele eine Chance, für sich passende Lernmethoden zu benutzen, das kommt aber auf eure Schule und Vorgaben an. Vielleicht probierst du mal Lernmethoden von anderen Lerntypen als bisher aus. Mir hilft es z.B., den Lernstoff mit Stiften, die ich mag, aufzuschreiben und so zu gliedern, wie es mir gefällt, das finde ich viel motivierender, als aus Schulbüchern zu lernen oder aus selbstgeschriebenen Texten ohne jede Gestaltungsform oder Farben.
            Du solltest auch eine gewisse Routine für den restlichen Tag haben. z.B. ein bestimmtes Hobby, das dir Spaß macht, immer zu einer bestimmten Tageszeit machen - das kann auch bedeuten, am späten Nachmittag immer Netflix zu schauen. Bewegung und frische Luft sind auch wichtig, du kannst z.B. einplanen, jeden Abend einen kurzen Spaziergang zu machen. Kleine Schritte sind ganz wichtig, nimm dir nicht zu viel auf einmal vor und achte immer darauf, dir nur realistische Ziele zu setzen.

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