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Persönlichkeitsstörungen

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    Persönlichkeitsstörungen

    Das soll kein Thread werden, der als Ersatz dient für psychotherapeutische oder medikamentöse Behandlungen, sondern lediglich dem Austausch von Gleichgesinnten und Tipps, mit bestimmten krankheitsbedingten Situationen umzugehen.
    Hab irgendwie ein schlechtes Gefühl, das hier anzusprechen, aber man kann ja nie wissen. ALSO, Persönlichkeitsstörung anyone? Oder Erfahrungen, die über "mein Vater hatte mal eine geisteskranke Borderlinefreundin, die sein und unser aller Leben ruiniert hat, zum Glück ist er sie los" hinausgehen?

    #2
    Emotional instabile Persönlichkeitsstörung: Borderline Typ F60.31
    Dissoziale Persömlichkeitsstörung F60.2
    Angstliche (vermeidende) Persönlichkeitsstörung F60.6
    Narzisstische Persönlichkeitsstörung F 60.8
    Multiple Störungen der Sexualpräferenz F65.6
    Schwere depressive Episode ohne psychotische Symptome F32.2
    Psychische und Verhaltensstörungen durch Alkohol: Abhämgigkeitssyndrom F10.2

    Bietet jemand mehr?

    Trotzdem verstehe ich mich immer noch nicht.
    Was genau möchtest du wissen?

    Wie ich durch den Tag komme?
    Ohne Alkohol beschissen.

    Umgang mit MItmenschen,?
    Einfach nur anstregend


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      #3
      Zitat von Knallgirl Beitrag anzeigen
      Trotzdem verstehe ich mich immer noch nicht.
      Was genau möchtest du wissen?

      Wie ich durch den Tag komme?
      Ohne Alkohol beschissen.

      Umgang mit MItmenschen,?
      Einfach nur anstregend

      Möchte es vermeiden, meine Diagnosen in den Raum zu werfen, denn genau die sind mein Problem. Wie du es schon andeutest, ich war nach jeder Diagnose erstmal super erleichtert und hatte wenigstens einen Namen für das, was ich bin und mache, aber beim Aufbau einer eigenen Identität bin ich dann genau so ratlos wie vorher.
      Die zwei Fragen hätte ich jetzt gestellt und die Antworten passen so perfekt auf mich, dass ich keine Ahnung hab, ob ich lachen oder heulen soll. Nur dass man den Alkohol bei mir durch anderes ersetzen darf.

      Im Moment ist alles ganz besonders beschissen und ich brauche dringend das Gefühl, damit nicht alleine zu sein. Aus dem Grund werd ich mir jetzt erst eine AU und dann Ablenkung suchen und dann wieder hier reingucken

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        #4
        Hier ich
        Das anzusprechen finde ich sogar gut Ist immer gut zu sehen, dass man nicht alleine ist. Und es hilft auch Tipps zu lesen, wie andere damit umgehen (und dann eventuell selbst auszuprobieren, ob das einem hilft).

        Bei mir ist es eine bunte Mischung aus (leichter) Depression, sozialer Angststörung und ein paar Sachen, die dadurch, und in Verbindung mit meiner körperlichen Behinderung (einseitig praktisch Blind), entstehen.

        Was mir ganz gut hilft, gerade durch die "schlimmeren" Phasen zu kommen, ist mich abzulenken, also z.B. lesen, künstlerisch aktiv sein (zeichnen, schreiben) oder (positive) Musik zu hören. Hauptsache das Gehirn ist mit etwas anderem als den "Sorgen" beschäftigt.
        Oder auch immer mal wieder kleine Schritte aus der eigenen "Komfort-Zone" machen und sich "belohnen" wenn man eine "schwierige" Situation gemeistert hat (und beim nächsten Mal daran denken, dass man das schon mal geschafft hat).
        Durch jede Antwort entstehen neue Fragen...

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          #5
          Zitat von Donatella Beitrag anzeigen
          Möchte es vermeiden, meine Diagnosen in den Raum zu werfen, denn genau die sind mein Problem. Wie du es schon andeutest, ich war nach jeder Diagnose erstmal super erleichtert und hatte wenigstens einen Namen für das, was ich bin und mache, aber beim Aufbau einer eigenen Identität bin ich dann genau so ratlos wie vorher.
          Die zwei Fragen hätte ich jetzt gestellt und die Antworten passen so perfekt auf mich, dass ich keine Ahnung hab, ob ich lachen oder heulen soll. Nur dass man den Alkohol bei mir durch anderes ersetzen darf.

          Im Moment ist alles ganz besonders beschissen und ich brauche dringend das Gefühl, damit nicht alleine zu sein. Aus dem Grund werd ich mir jetzt erst eine AU und dann Ablenkung suchen und dann wieder hier reingucken
          Ich bin für dich da wenn du mich brauchst.
          Kannst jederzeit auch PM schreiben.

          Die Diagnosen (meine Diangnosen) betrachte ich mit etwas vorsicht.
          Z.B steht da was von ohne psychotische Symptome.
          Die habe ich aber durchaus nur das die wegen der Medikamente die ich nähme zur Zeit nicht sichtbar ist.
          Ich habe auch wieder mit einer Therapie angefangen. Sind aber noch in der Kennlernphase.

          Wie auch immer.
          Trotz Diagnose werde ich nicht schlau aus mir, weil meine Probleme liegen für mich tiefer.
          Ich halte mich für eine sehr komplex gestörte Person die nicht mit anderen Gestörten vergleichbar ist.
          Auch wenn ich mit dieser Meinung vermutlich nicht alleine dastehe.
          Aber ich will gar nicht viel rum Quatschen.

          Mein ganzes Leben ist eine einzige Verdrämgung.
          Ich flüchte mich in Alkohol, in Sex, In Musik und in Serien.
          Das Leben kann ich nur aushalten wenn ich möglichst weit weg davon bin.

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            #6
            Meine mama hat vor ein paar Jahren noch mal Zwillinge bekommen und hatte nach der Geburt ziemlich mit Depression und auch Psychosen zu kämpfen. Ich hab das damals nicht so richtig verstanden und kann das jetzt erst richtig reflektieren. Auf jeden Fall ging das ziemlich lange und sie war dabn auch in einer Tagesklinik. Auch wenn es ihr dann scheinbar besser ging, ist es einfsch nicht mehr wie zuvor hab auch das Gefühl ich mach mehr mit meinen Geschwistern als sie und meine große Schwester nimmt jetzt auch Drogen und hat mit ihrer Essstörung zu tun aberweiß nicht ob das zusammen hängt.

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              #7
              Also jedenfalls muss man nicht so alleine sein wie man sich fühlt.,
              Da draussen laufen sehr viele Gestörte herum und da ich mit normalen Gesunden Menschen gar nichts anfangen kann.
              Sind alle Leute die ich kenne gestört,
              das ist schon wie so eine Selbsthilfegruppe.
              Man tauscht sich immer über seine Probleme aus.

              Gerade in Psychatrien habe ich sehr geniale Leute kennen gelernt.
              Aber sie laufen mir auch einfach so über den Weg.
              Es gibt immer wen der einen versteht oder es zumindest möchte.

              Kommentar


                #8
                Ich hab mir heute ein Selbsthilfebuch für Borderliner gekauft und werde berichten. Bis dahin:

                Zitat von Knallgirl Beitrag anzeigen
                Wie auch immer.
                Trotz Diagnose werde ich nicht schlau aus mir, weil meine Probleme liegen für mich tiefer.
                Ich halte mich für eine sehr komplex gestörte Person die nicht mit anderen Gestörten vergleichbar ist.
                Auch wenn ich mit dieser Meinung vermutlich nicht alleine dastehe.
                Aber ich will gar nicht viel rum Quatschen.

                Mein ganzes Leben ist eine einzige Verdrämgung.
                Ich flüchte mich in Alkohol, in Sex, In Musik und in Serien.
                Das Leben kann ich nur aushalten wenn ich möglichst weit weg davon bin.
                Kann ich ebenfalls beides so unterschreiben.
                Therapie ist bei mir so eine Sache... ich glaube, ich hatte noch keinen Therapeut und keine Therapeutin, dem bzw dem ich vertraut und dem ich mich anvertraut habe. Immer, wenn ich das Gefühl hatte, mir in einer Sitzung mal wirklich was von der Seele gesprochen zu haben, bin ich rausgegangen und dachte "das kann es nicht gewesen sein." Verstehst du, was ich meine? Ich denke oft, dass bei mir so viel schief gelaufen ist und es so viel aufzuarbeiten und richtig zu stellen gibt, dass ich a) ahnungslos bin, wo ich anfangen soll, b) wie ich von da aus weitermachen soll und c) ob es das dann überhaupt "gewesen" ist, was mein Problem oder Teil des Problems ist. Fuck ich kann mich nicht ausdrücken.

                Ich versuche abwechselnd, mich vom Leben fernzuhalten und mich dann wieder Hals über Kopf reinzustürzen, mit allem was dazu gehört. Es ist so anstrengend. Das ist bisher die einzige Erkenntnis, die ich habe, dass für mich einfach... alles kräftezehrend und nervenraubend ist. Ich kann NIE etwas "einfach so" machen.

                AlanSmithee: Hmm. Lesen ist immer gut, künstlerisch irgendwas erschaffen ebenfalls, auch wenns manchmal einfach nicht geht. Allerdings beschäftige ich mich in besonders schlechten Phasen eher mit niederschlagenden Themen, egal ob in Literatur, Film, bildnerischer Kunst... positive gute-Laune-Musik hören ist z.B. so eine Sache, die mir GAR NICHT hilft, weil das für mich gleichbedeutend ist mit Selbstverarsche, die ich mir nicht abnehmen kann. Macht mich dann eher sauer. Ich will von dem, was ich konsumiere, verstanden werden. Wahrscheinlich gar nicht so gesund, aber das hat sich bei mir eingebürgert.

                Kommentar


                  #9
                  Zitat von Donatella Beitrag anzeigen
                  Ich hab mir heute ein Selbsthilfebuch für Borderliner gekauft und werde berichten. Bis dahin:



                  Kann ich ebenfalls beides so unterschreiben.
                  Therapie ist bei mir so eine Sache... ich glaube, ich hatte noch keinen Therapeut und keine Therapeutin, dem bzw dem ich vertraut und dem ich mich anvertraut habe. Immer, wenn ich das Gefühl hatte, mir in einer Sitzung mal wirklich was von der Seele gesprochen zu haben, bin ich rausgegangen und dachte "das kann es nicht gewesen sein." Verstehst du, was ich meine? Ich denke oft, dass bei mir so viel schief gelaufen ist und es so viel aufzuarbeiten und richtig zu stellen gibt, dass ich a) ahnungslos bin, wo ich anfangen soll, b) wie ich von da aus weitermachen soll und c) ob es das dann überhaupt "gewesen" ist, was mein Problem oder Teil des Problems ist. Fuck ich kann mich nicht ausdrücken.

                  Ich versuche abwechselnd, mich vom Leben fernzuhalten und mich dann wieder Hals über Kopf reinzustürzen, mit allem was dazu gehört. Es ist so anstrengend. Das ist bisher die einzige Erkenntnis, die ich habe, dass für mich einfach... alles kräftezehrend und nervenraubend ist. Ich kann NIE etwas "einfach so" machen.
                  Ich kann gar nicht künstlerisch sein wenn ich depressiv bin und das bin ich immer.
                  Dieses sich raus ziehen aus schlechten Tagen in dem man seine Gefühle an was künstlerischem abarbeitet kenne ich gar nicht.

                  Was mich an Therapie nervt ist:

                  - Der Psychologe weiss alles über dich aber bleibt aber selber einem unbekannt.

                  - Vor und nach der Therapiestunde kommen andere Patienten zu ihn.
                  In der Zeit wo man nicht da ist, existiert man für ihn nicht.
                  Dann ist der neue Patient wichtiger.
                  Den er mit denselben herzlichen Floskeln begrüsst wie einen selbst.

                  -Alles nur Show. Genau wie die Zigarette die man angeboten bekommt um Vetrauen zu erschleichen.
                  YO ich bin dein Freund haha.

                  - In Wirklichkeit machen die nur ihren Job und eigentlich ist man denen egal....
                  Sie müssen ja nicht mit der Scheisse leben,

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                    #10
                    Zitat von Donatella Beitrag anzeigen
                    Ich hab mir heute ein Selbsthilfebuch für Borderliner gekauft und werde berichten. Bis dahin:
                    btw.... nicht nur an dich sondern wer immer erklären kann.
                    Denn wiki hilft mir nicht weiter, weil ichs nicht checke.
                    Wo ist Unterschied zwischen borderline und bi-polar usw.? Ich wills verstehen.

                    Zitat von Donatella Beitrag anzeigen
                    ... positive gute-Laune-Musik hören ist z.B. so eine Sache, die mir GAR NICHT hilft, weil das für mich gleichbedeutend ist mit Selbstverarsche, die ich mir nicht abnehmen kann. Macht mich dann eher sauer. Ich will von dem, was ich konsumiere, verstanden werden. Wahrscheinlich gar nicht so gesund, aber das hat sich bei mir eingebürgert.
                    das mit dem "verstanden werden" betrifft nicht nur dich. Sowas lese ich öfters im Frustforum, auch von anderen. Mal direkt, mal zwischen den Zeilen.

                    Imho ist das Problem, einerseits sich mit den Dingen auseinander zu setzen (also nicht zu verdrängen). Andererseits aber es nicht zu "kultivieren". Letzteres wäre so eine Schleife, Spirale, die zu eigener Wesensart wird. Und das loszuwerden ist schwer. Ich spreche jetzt als Laie. Aber ich kenne Menschen in meinem RL wo ich genau das beobachte.

                    e: anstatt positive gute-Laune-Musik... vl etwas Martialisches? Wäre der dritte Weg. Etwas mit Trotz-Charakter.
                    Btw wer weiss. Vl hast du auch deshalb ein Faible für Techno?
                    Ich denke nur laut nach...


                    ps: ehrlich. Die Frage aller Fragen: Wer oder was ist normal? Gibt es so jemanden eigentlich? lol

                    Quietschpink macht lustig.........Gucci Gucci, Prada Prada? xD Brzzzz Brzzzz?
                    Wenn Mädchen flennen, flenn ich mit. '-'
                    »Stell’ Dir vor es geht...und keiner kriegt’s hin.« (W. Neuss)
                    Was sitzt aufm Baum und winkt? ..... > Ein Huhu! ..... = LOL
                    Ich weiss, dass ich ein Rad ab habe. Aber guck doch mal, wie schön es rollt...? Huiiiiiii!
                    "Ich werde meinen nächsten Karneval nicht mehr erleben" (Karl Lauterbach zu Coronäh)

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                      #11
                      Zitat von MarcMiuu Beitrag anzeigen
                      btw.... nicht nur an dich sondern wer immer erklären kann.
                      Denn wiki hilft mir nicht weiter, weil ichs nicht checke.
                      Wo ist Unterschied zwischen borderline und bi-polar usw.? Ich wills verstehen.

                      das mit dem "verstanden werden" betrifft nicht nur dich. Sowas lese ich öfters im Frustforum, auch von anderen. Mal direkt, mal zwischen den Zeilen.

                      Imho ist das Problem, einerseits sich mit den Dingen auseinander zu setzen (also nicht zu verdrängen). Andererseits aber es nicht zu "kultivieren". Letzteres wäre so eine Schleife, Spirale, die zu eigener Wesensart wird. Und das loszuwerden ist schwer. Ich spreche jetzt als Laie. Aber ich kenne Menschen in meinem RL wo ich genau das beobachte.

                      e: anstatt positive gute-Laune-Musik... vl etwas Martialisches? Wäre der dritte Weg. Etwas mit Trotz-Charakter.
                      Btw wer weiss. Vl hast du auch deshalb ein Faible für Techno?
                      Ich denke nur laut nach...


                      ps: ehrlich. Die Frage aller Fragen: Wer oder was ist normal? Gibt es so jemanden eigentlich? lol
                      Ich erklär es lieber, wenn ich mehr Zeit habe, also heute Abend, wenn"s bis dahin kein anderer getan hat.

                      Bin mir darüber bewusst, dass ich meinen schlechten Zustand oft idealisiere bzw romantisiere, darin vollends aufgehe und es manchmal sogar... genießen ist das falsche Wort, aber es ist nunmal was Altbekanntes. Das finde ich ekelhaft und muss das SOFORT ändern, wenn ich es bemerke. Das geht dann ungefähr so:
                      blink-182, The Front Bottoms, Smiths Morrissey Cure generell Indie Emo etc Playlists auf und ab (ich weine und gehe in Selbstmitleid auf)
                      Modern Baseball, irgendwelche schlechte deutsche Musik, irgendwo zwischen Punk und Pop und Elektro (immer noch depressiv wie sonstwas, aber es wird langsam besser und wütender)
                      Metallica, Slipknot, Misfits, Black Flag (einfach sauer sein und schreien)
                      Techno, Hardcore, Deutschrap und schlimmeres

                      Ich bin nach wie vor lieber glücklich und zufrieden als normal bzw gesund oder was auch immer, bisher hab ich aber nix davon erreicht

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                        #12
                        Also bei Gute Laune Musik bekomme ich auch mit den Nerven.
                        Ich hör nur anspruchsvolles wo man mit denken und mit empfinden muss.

                        Das heisst wenn ich agressiv bin höre ich agressive Musik.
                        Wenn ich melancholisch bin höre ich melancholische Musik
                        und wenn mal wieder alles daneben geht gibts auch mal Böhse Onklez um mich da wieder raus zu ziehen.

                        Musik ist für mich Therapie die ich ganztägig betreibe.
                        Ein Medeikament für mich. Wie Sex oder Alkohol

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                          #13
                          Zitat von Donatella Beitrag anzeigen
                          Ich denke oft, dass bei mir so viel schief gelaufen ist und es so viel aufzuarbeiten und richtig zu stellen gibt, dass ich a) ahnungslos bin, wo ich anfangen soll, b) wie ich von da aus weitermachen soll und c) ob es das dann überhaupt "gewesen" ist, was mein Problem oder Teil des Problems ist.
                          Therapie hatte ich auch mehrere Jahre (2 mal die Woche für 1-2 Stunden) und das hat mir bis auf ein paar Kleinigkeiten (z.B. Augenkontakt halten) nicht wirklich weiter geholfen. Kann a), b) und c) auch direkt nachvollziehen bzw. habe die gleichen/ähnliche Gedanken (und auch oft sehr "konfus").
                          AlanSmithee: Hmm. Lesen ist immer gut, künstlerisch irgendwas erschaffen ebenfalls, auch wenns manchmal einfach nicht geht. Allerdings beschäftige ich mich in besonders schlechten Phasen eher mit niederschlagenden Themen...
                          Ja, machmal kann man sich zu nichts aufraffen (10 mal versuchen die nächste Zeichnung anzufangen oder weiter zu machen und es dann doch wieder weg legen).
                          Auch das mit dem "Idealisieren" etc. (ich würde "darin suhlen" sagen) kenne ich gut, mache das aber inzwischen nicht mehr so oft.

                          Da habe ich mich nicht gut genug ausgedrückt, meinte keine "gute Laune" Musik, sondern positiv im Sinne von "das tut mir gut", "höre ich gerne" oder ""zieht" mich hoch" (für mich z.B. Chill-Hop, Jazz Hip Hop (Instrumental) Mix und so Sachen). Bei niedergeschlagenen Sachen "steigere" ich mich so stark in meine Sorgen/Ängsten, bis ich weinend in der Fötus-Haltung im Bett liege (zumindest war das früher dann so).
                          Es gibt ja für jeden andere Sachen die einem Helfen und da muss man dann ausprobieren was einem (in welcher Situation) am besten hilft.

                          Als Mann ist es vielleicht auch nochmal etwas anderes, da es oft ein "Tabu-Thema" ist als Mann "Schwäche" zu zeigen und mit anderen über seine Gefühle/Probleme zu sprechen (kommt mir zumindest so vor) außer bei speziellen Menschen aus dem Umfeld. Und selbst da fühle ich mich oft schlecht, wenn ich andere durch meine "Probleme" runterziehe (wo man doch lieber eine gute Zeit zusammen verbringen würde) oder frage mich oft, ob ich es überhaupt wert bin sie damit zu "belasten".

                          Ist alles schwer auszudrücken, also anderen verständlich zu machen (besonders wenn sie die "Probleme" nicht haben), weil so viele Gedanken/Zusammenhänge/Hintergründe usw. gleichzeitig im eigenen Kopf sind.

                          edit: Nach außen oft der Clown, das aufgesetzte Lächeln oder einfach der Stille und im Innern ein tiefer dunkler Brunnen
                          Zuletzt geändert von AlanSmithee; 12.03.2019, 17:41.
                          Durch jede Antwort entstehen neue Fragen...

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                            #14
                            Zitat von Donatella Beitrag anzeigen
                            Bin mir darüber bewusst, dass ich meinen schlechten Zustand oft idealisiere bzw romantisiere, darin vollends aufgehe und es manchmal sogar... genießen ist das falsche Wort, aber es ist nunmal was Altbekanntes.
                            ... ja, es ist "vertraut". Aufgehen.... klingt wie mentales, psychisches Pendant zu physischem SVV.
                            Und Verstand wie Herz sagt mir, dass es sinnvoll ist, sich mit Gesünderem vertraut zu machen. Iwie neue Automatismen anzueignen.
                            Der Mensch ist ja ein Gewohnheitstier, und wenn man sich rasch an ein neues Verhaltensmuster gewöhnt hat, ... also iwie so es zu ändern. Bei einem Angehörigen von mir hilft es mental oft (wenn auch nicht immer) entsprechende Schlüsselbegriffe, oder Leitsätze in Erinnerung zu rufen, auszusprechen.

                            Zitat von Donatella Beitrag anzeigen
                            Das finde ich ekelhaft und muss das SOFORT ändern, wenn ich es bemerke.
                            ...sich selbst bei etwas "zu ertappen" ist immer so ne Sache. ;/ Und ja. This.

                            Zitat von Donatella Beitrag anzeigen
                            Ich bin nach wie vor lieber glücklich und zufrieden als normal bzw gesund oder was auch immer, bisher hab ich aber nix davon erreicht
                            Wenn iwie alles mit allem zusammen hängt, denke ich spontan, dann muss man alles was einem wichtig ist, auseinander filetieren. Und stückweise im Kopf angehen. Wo kann man grünes Häkchen machen, wo nicht. Iwie so...

                            e: was mir half und hilft, auch wenn es mehr um etwas gegen Demotivation geht und nicht tiefere Probleme, dann ist es s.o. , also martialische Sachen. Oder verträumte, sanftere.

                            Ersteres mag manchmal auch ins Makabre abrutschen, aber anyway, wir reden hier offen. Ich hatte und hab ja nix Böses vor.^^
                            Beispiel hier war zb vor Klausur mal "Les Preludes, von Liszt". Makabrer Hintergrund war, dass ein gewisses A*loch und mehr als das, namens Goebbels, das als aufputschende "Gute Laune-Musik" brachte, um 1941 allen per Radio zu verkünden, dass eben 3 Mio. Mann in die UDSSR einmarschiert sind.
                            Oder von Wagner den Pilgerchor aus Tannhäuser.

                            Zwischennotiz: Makabrer Humor erfüllt bei manchen ja auch so eine Rolle, nicht? Es entlastet iwie. Es rüttelt einen durch. Und das Martialische peppelt uU einen wieder hoch, falls man mit dem Pathos emotional etwas anfangen kann.

                            Letzteres, das Verträumte, ist selektiv sehr unterschiedlich. So Sachen wie sie zb bei alpha space night laufen. Was man als Dauerschleifenmusik laufen lassen kann. Zb https://forum.maedchen.de/forum/star...1#post11045011

                            Zitat von Knallgirl Beitrag anzeigen
                            Also bei Gute Laune Musik bekomme ich auch mit den Nerven.
                            Ich hör nur anspruchsvolles wo man mit denken und mit empfinden muss.
                            Definitionssache. Sicher. Ich meine nicht unbedingt iwelche platten Schlager.

                            Zitat von Knallgirl Beitrag anzeigen
                            Musik ist für mich Therapie die ich ganztägig betreibe.
                            Ein Medeikament für mich. Wie Sex oder Alkohol
                            Musik kann imho sicher wirken; es gibt ja auch Gesangstherapie, also aktiv. Aber das ist anstrengend und gibt Stress mit Nachbarn. lol
                            Alk please not. Leah, gib Acht auf dich.

                            Sex ... gottele, ich selbst bin ja real brav. Aber sicher gibt es nicht ohne Grund so Begriffe wie "Versöhnungssex" etc. Und sicher spielt das auch bei den Fetischen teils mit rein. Aber das wollen wir nicht vertiefen.





                            Quietschpink macht lustig.........Gucci Gucci, Prada Prada? xD Brzzzz Brzzzz?
                            Wenn Mädchen flennen, flenn ich mit. '-'
                            »Stell’ Dir vor es geht...und keiner kriegt’s hin.« (W. Neuss)
                            Was sitzt aufm Baum und winkt? ..... > Ein Huhu! ..... = LOL
                            Ich weiss, dass ich ein Rad ab habe. Aber guck doch mal, wie schön es rollt...? Huiiiiiii!
                            "Ich werde meinen nächsten Karneval nicht mehr erleben" (Karl Lauterbach zu Coronäh)

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                              #15
                              Unfertige Sammlung von Musik, die immer Balsam ist

                              https://www.youtube.com/watch?v=RsQGUc3Qbj0
                              https://www.youtube.com/watch?v=pvEdwl88J2U
                              https://www.youtube.com/watch?v=MbrUzJlTffs
                              https://www.youtube.com/watch?v=-1rzsT2t2YY
                              https://www.youtube.com/watch?v=rG1jcpQsXK8
                              https://www.youtube.com/watch?v=VHWG9-SOsAs

                              MarcMiuu : Sex und PS gehen durchaus auch im weiteren Sinne miteinander einher. Bei Borderline etwa spielt Sexualität und Sexualverhalten des Patienten oft eine riesige Rolle bei der Diagnostik, bei mir bspw. war's so. Um zu zitieren
                              Kriterium 4: Selbstschädigendes Verhalten. Als das gilt Impulsivität in mind. 2 potenziell schädigenden Bereichen wie Geldausgeben, Sexualität, Substanzmissbrauch, rücksichtsloses Fahren, sog. Fressanfälle

                              Bei Sexualität ist damit gemeint extrem häufig wechselnde Partner, risikoreiche Praktiken, bewusst ungeschützter Verkehr usw. usf. Ist aber schon tief drin im Krankheitsbild. Später mehr davon.
                              Zuletzt geändert von Donatella; 13.03.2019, 14:24.

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