Ankündigung

Einklappen
Keine Ankündigung bisher.

Warum haben so viele Leute was gegen Transsgender?

Einklappen
X
  • Filter
  • Zeit
  • Anzeigen
Alles löschen
neue Beiträge

    #46
    Zitat von Agony Beitrag anzeigen
    Also ich habe noch nie erlebt, dass irgendwer zu einer OP gedrängt wurde.
    Das ist die Aussage meiner Schwester, die in einer Sexualberatung arbeitet, also häufiger mit solchen Problemen konfrontiert wird.

    Kommentar


      #47
      Die Sache ist ja, dass Transgender nicht einfach heißt "ich will lieber ein Mädchen/Junge sein". Es bedeutet, dass man an Genderdysphorie leidet, was ein ernstes Problem für den Betroffenen darstellt. Es hat auch nichts oder kaum mit Gesellschaftsrollen zu tun, weil die Person diese Probleme auch haben kann, wenn niemand von außen sie in eine Rolle reinzwängt. Ein Mann, der z.B. sich so weiblich verhalten kann wie er will, sich weiblich anziehen kann,... würde immer noch psychische Probleme haben, weil ihn sein Körper anekelt (genau genommen alles, was männlich ist), weil es sich falsch anfühlt, wenn man ihn als "er" oder mit einem männlichen Namen bezeichnet.

      Gegen Geschlechterrollen zu "verstoßen" ist weit von Transgender entfernt. Viele Leute machen das. Nur die meisten können trotzdem noch ohne Aggressionen gegen sich selbst und den Wunsch, sich wehzutun oder depressive Gedanken auf die Toilette gehen, duschen, oder das WC für ihr biologisches Geschlecht benutzen. Die meisten haben kein Problem damit, wenn sie ihre nicht-ganz-so-feminine/maskuline Kleidung ausziehen und sich im Spiegel sehen. Sie haben kein Problem damit, einen Jungen-/Mädchennamen zu tragen, weil das ja nicht bedeutet, dass sie sich so mädchen-/jungenhaft verhalten müssen.
      Bei Transgendern ist das anders.

      Ich finde es überhaupt nicht verwerflich. Diejenigen können ja nichts dafür.
      Ich denke, die meisten haben nicht direkt was gegen Transgender, sondern sind entweder nicht genügend informiert und denken sich "naja, wenn du lieber ein Mädchen wärst, dann zieh eben feminine Sachen an, aber wozu medizinische Veränderungen, ist das nicht übertrieben?" oder aber sie finden Transgender okay, aber wollen damit nicht behelligt werden. Sie glauben, man kann im stillen Kämmerlein trans sein und soll die anderen nicht damit nerven. Etwas mehr Aufmerksamkeit ist aber nötig und es ist auch wichtig, dass Transgender kein Tabuthema ist, weil das nicht gerade Akzeptanz fördert. Es ist eine Veränderung, die auch die Mitmenschen betrifft. Die Person hat einen neuen Namen, ist jetzt eine Sie/ein Er und das betrifft Freundeskreis, Familie, Arbeitsplatz/die Schule,...

      Obwohl ich Transgender wirklich respektiere, glaube ich, dass es mir auch schwerfallen würde, jemanden von heute auf morgen als Mann/Frau zu sehen, den ich schon sehr lange als das andere Geschlecht kenne. Ich würde mich vermutlich unzählige Male versprechen, obwohl ich es eigentlich weiß. Bis zu einem gewissen Grad ist das bestimmt normal... Wichtig ist eben, dass man sich dennoch Mühe gibt.
      Zuletzt geändert von Emika; 10.02.2019, 00:58.

      Kommentar


        #48
        Zitat von Basketball03 Beitrag anzeigen
        Viele machen sich über sie lustig und sagen ihnen das es keine Mädchen gibt die zu Jungs werden können und umgekehrt. Und ja, die gibts: Transgender!
        Findet ihr es auch lächerlich das Leute statt sie zu unterstützen schlecht machen und ihnen erzählen das sie alles falsch machen und ihnen einreden wie blöd es sei zu denken, das man lieber das andere Geschlecht wäre? Oder so Sachen wie Jungs sind das stärkere Geschlecht und du bist ein Mädchen, deshalb kannst du nicht sagen das du ein Junge bist... sind einfach nur dämlich!
        Sie werden ja nicht zu Jungs! Sie “benehmen sich nur mehr männlich”, tragen Jungs Kleidung,...
        Aber ja, man sollte jede/-n so akzeptieren, wie er/sie ist. Ist blöd, wenn man die dann noch schlecht macht, für die ist es ja schon schwer genug, aber meiner Meinung nach ist es trotzdem bisschen komisch...

        wie Jungs sind das das stärkere Geschlecht

        Kommentar


          #49
          Zitat von Emika Beitrag anzeigen
          Die Sache ist ja, dass Transgender nicht einfach heißt "ich will lieber ein Mädchen/Junge sein". Es bedeutet, dass man an Genderdysphorie leidet, was ein ernstes Problem für den Betroffenen darstellt. Es hat auch nichts oder kaum mit Gesellschaftsrollen zu tun, weil die Person diese Probleme auch haben kann, wenn niemand von außen sie in eine Rolle reinzwängt. Ein Mann, der z.B. sich so weiblich verhalten kann wie er will, sich weiblich anziehen kann,... würde immer noch psychische Probleme haben, weil ihn sein Körper anekelt (genau genommen alles, was männlich ist), weil es sich falsch anfühlt, wenn man ihn als "er" oder mit einem männlichen Namen bezeichnet.

          Gegen Geschlechterrollen zu "verstoßen" ist weit von Transgender entfernt. Viele Leute machen das. Nur die meisten können trotzdem noch ohne Aggressionen gegen sich selbst und den Wunsch, sich wehzutun oder depressive Gedanken auf die Toilette gehen, duschen, oder das WC für ihr biologisches Geschlecht benutzen. Die meisten haben kein Problem damit, wenn sie ihre nicht-ganz-so-feminine/maskuline Kleidung ausziehen und sich im Spiegel sehen. Sie haben kein Problem damit, einen Jungen-/Mädchennamen zu tragen, weil das ja nicht bedeutet, dass sie sich so mädchen-/jungenhaft verhalten müssen.
          Bei Transgendern ist das anders.

          Ich finde es überhaupt nicht verwerflich. Diejenigen können ja nichts dafür.
          Ich denke, die meisten haben nicht direkt was gegen Transgender, sondern sind entweder nicht genügend informiert und denken sich "naja, wenn du lieber ein Mädchen wärst, dann zieh eben feminine Sachen an, aber wozu medizinische Veränderungen, ist das nicht übertrieben?" oder aber sie finden Transgender okay, aber wollen damit nicht behelligt werden. Sie glauben, man kann im stillen Kämmerlein trans sein und soll die anderen nicht damit nerven. Etwas mehr Aufmerksamkeit ist aber nötig und es ist auch wichtig, dass Transgender kein Tabuthema ist, weil das nicht gerade Akzeptanz fördert. Es ist eine Veränderung, die auch die Mitmenschen betrifft. Die Person hat einen neuen Namen, ist jetzt eine Sie/ein Er und das betrifft Freundeskreis, Familie, Arbeitsplatz/die Schule,...

          Obwohl ich Transgender wirklich respektiere, glaube ich, dass es mir auch schwerfallen würde, jemanden von heute auf morgen als Mann/Frau zu sehen, den ich schon sehr lange als das andere Geschlecht kenne. Ich würde mich vermutlich unzählige Male versprechen, obwohl ich es eigentlich weiß. Bis zu einem gewissen Grad ist das bestimmt normal... Wichtig ist eben, dass man sich dennoch Mühe gibt.
          Sehr gute Antwort!

          Kommentar


            #50
            Zitat von Emika Beitrag anzeigen
            würde immer noch psychische Probleme haben, weil ihn sein Körper anekelt
            Das ist der Grund, warum ich denke, dass man das Problem psychotherapeutisch angehen muss und nicht, indem man an ihm herumschnippelt.
            Der Ekel wird ja bleiben, denn er wird immer mal wieder daran erinnert, dass er ein Mann ist. Am Körperbau, an der Stimme, später an faltigerer Haut und Haarausfall usw. Da können ihm die Chirurgen eine noch so schöne und funktionierende Vagina hingezaubert haben.

            Kommentar


              #51
              Zitat von Inca Beitrag anzeigen
              Das ist der Grund, warum ich denke, dass man das Problem psychotherapeutisch angehen muss und nicht, indem man an ihm herumschnippelt.
              Der Ekel wird ja bleiben, denn er wird immer mal wieder daran erinnert, dass er ein Mann ist. Am Körperbau, an der Stimme, später an faltigerer Haut und Haarausfall usw. Da können ihm die Chirurgen eine noch so schöne und funktionierende Vagina hingezaubert haben.
              Das Ziel ist doch, dass die Frau am Ende tatsächlich in einem so weiblichen Körper wie möglich steckt. Ich weiß nicht genau, was alles durch Hormontherapie möglich ist, aber ich glaube, sehr viel. Bei OPs bin ich auch kritisch, wenn es um welche mit vielen Risiken geht. Die Hormone alleine können aber schon eine große Veränderung bewirken.

              Wenn man mal eine Lösung findet, wie man Transgender von ihrer Dysphorie therapieren kann durch ganz normale Psychotherapie, würde ich meine Meinung vielleicht auch ändern. Transgender wären bestimmt auch froh, wenn "bloß" eine herkömmliche Therapie nötig wäre, damit sie sich in ihrem Körper wohlfühlen. Allerdings gibt es das bisher noch nicht. Bei ähnlichen Fällen, wo es geklappt hat, ging es nie um Genderdysphorie, sondern um "normale" Probleme mit Selbstbewusstsein/-akzeptanz.
              Die ganze Sache mit Transgendern baut darauf auf, dass es - auch wenn auf Deutsch beides einfach Geschlecht heißt - sowohl das biologische als auch psychische Geschlecht gibt, was bei den allermeisten Leuten übereinstimmt und daher meist nicht differenziert wird. Bei manchen stimmt es eben nicht überein und da kann niemand etwas dafür.

              Übrigens: Ob die geschlechtsangleichenden Behandlungen von der Krankenkasse übernommen werden sollen, ist nochmal eine andere Frage. Was die bezahlen und was nicht, ist sowieso in vielen Fällen nicht nachvollziehbar. Man kann dagegen sein, aber trotzdem Transgender akzeptieren.

              Kommentar


                #52
                Zitat von Emika Beitrag anzeigen
                Übrigens: Ob die geschlechtsangleichenden Behandlungen von der Krankenkasse übernommen werden sollen, ist nochmal eine andere Frage. Was die bezahlen und was nicht, ist sowieso in vielen Fällen nicht nachvollziehbar. Man kann dagegen sein, aber trotzdem Transgender akzeptieren.
                Hier hat sich in gewisser Weise die Situation verändert. Die WHO hat erklärt, dass Genderdysphorie KEINE Krankheit ist, was zwangsläufig zur Folge hat, dass sich die Krankenkassen weiterhin nicht oder weniger bereiterklären, Kosten zu übernehmen.

                Kommentar


                  #53
                  Meine Antwort zu diesem Thema lautet folgendermaßen:

                  I don't care if you're black, white, straight, bisexual, gay, lesbian, short, tall, fat, skinny, rich or poor. If you're nice to me, I'll be nice to you.

                  Kommentar

                  Lädt...
                  X