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    Mein Weihnachten

    Hallo liebe User,
    Hier nun der versprochende Beitrag zu meiner Weihnacht.

    Ich kann mich kaum noch erinnern wann mein letztes Weihnachten schön war.
    3 Jahre lang war mein Pflegevater stark dement und etwas agressiv aufgrund alkoholismus.
    Diese Weihnachten waren sehr anstregend mit ihm. Bis er dann starb.

    Kurz darauf verschlechterte sich auch der Zustand meiner Pflegemutter.
    So das man nun auch nicht weiss, ob dieses Weihnachten ihr letztes war.
    Sie vergisst alles und bekommt alles durcheinander.
    Kann kaum noch laufen und lebt irgendwie in ihrer eigenen Welt.
    Zum Beispiel hat sie das komplette Weihnachtsessen 5 Tage dem ersten Weihnachtstag gekocht.
    Dabei noch die Rauchmelder ausgelöst.
    Wir konnten alles weg werfen und neu kaufen.
    Auch gratuliert sie zu Geburtstagen die gar nicht vorhanden sind.
    Gibt einem nen Müllsack wenn man eine Plastiktüte will etc,

    Sie redet kaum und schweigt nur noch vor sich hin.
    Jeder Rat und jedes Hilfsangebot wird von ihr aber vehement abgelehnt.
    Sie wundert sich über ihre hohen Blutzuckerwerte aber isst Fett und Zucker ohne Ende.
    Dabei hat sie doch auch das Diabetes-Seminar belegt.
    Aber ob man ihr das erzählt oder nicht, interessiert sie nicht.
    Von meiner Schwester habe ich keine Rückendeckung.
    Auch sie hat Diabetes aber sie isst auch alles was sie nicht soll
    und findet das auch normal und hat das Diabetes Seminar geschwänzt
    weil sie das Quatsch findet seine Ernährung umzustellen.
    Überhaupt hört keiner einem Zu.
    Meine Mutter ist ständig dehydriert weil sie sich standhaft weigert etwas zu trinken.
    Sie meint immer sie bekommt nichts runter.

    Traditionell nehme ich meine Freundin mit zu meiner Familie.
    Wenn auch nur am Heiligabend, da sie das Essen meiner Mutter schrecklich findet.
    Sie war dann am Heiligabend mittags schon am Meckern, das sie keine Lust hat dahin zu fahren.
    MIr fällt die fahrt auch nicht leicht und so wurde es noch schwerer für mich.
    Das hängt auch damit zusammen, das meine Schwester und sie sich beide hassen.

    Nun ist das nicht ungewöhnlich, denn niemand mag meine Schwester.
    Sie ist allwissend. Aufbrausend. Versucht witzig zu sein wo keiner lacht..... etc.
    Aber die beiden können sich nicht einen Nachmittag zusammen reissen
    und haben sich gegenseitig ständig versucht verbal runter zu putzen.
    Während meine Mutter schweigend daneben sass.

    Später darauf angesprochen meinte meine Freundin ich soll ihr den Spass lassen.
    Sie würde es brauchen meine Schwester zu Mobben.

    Ich fand das alles sehr traurig und fühlte mich den Tag fürchterlich.

    Am ersten Weihnachtstag, habe ich dann mit meiner Mutter und Schwester alleine gesessen und gegessen.
    Das Essen war sehr lecker (Keine Ahnung warum meine Freundin die Küche meiner Mutter so verachtet)
    Traurigerweise war der Tag ohne meine Freundin viel harmonischer und besser, als mit.
    Was ich auch sehr traurig finde.

    Und selbst meine Schwester stöhnte wieder rum wie sie Weihnachten hasst
    und wie froh sie ist wenn diese Tage endlich vorbei sind.
    So langsam frage ich micht ob man überhaupt den Tag feiern sollte
    wenn so gar keiner Bock darauf hat.

    Mich nervt nur diese ständige Bahnfahrerei.....

    #2
    Es tut mir Leid für dich.....
    Was auch immer das war, bin wieder auf meinen normalen Level

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      #3
      Zitat von lost-boy Beitrag anzeigen
      Es tut mir Leid für dich.....
      Danke

      Es war mir nur ein Bedürfniss mir das mal von der Seele zu reden.
      Es geht schon wieder.

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        #4
        Wenn du dich danach jedes Mal mies fühlst denke ich, dass du dich nicht verpflichtet fühlen solltest ein Fest mit Menschen zu feiern die dir offenbar nicht gut tun. Seine Familie kann man sich nicht aussuchen, und früher oder später müssen die meisten Eltern akzeptieren dass ihre erwachsenen Kinder nun ihr eigenes Leben führen und nicht jedes Weihnachten bei Mutti auf der Matte stehen.
        Ich finde dass du dich nicht selbst zwingen solltest dich aus Pflichtbewusstsein mit Menschen zu umgeben die einen negativen Einfluss auf deine psychische Verfassung haben.
        Zuletzt geändert von Aspartam; 27.12.2017, 00:18.
        Voluptatis avidus magis quam salutis - Mortuus in anima curam gero cutis.

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          #5
          Zitat von Aspartam Beitrag anzeigen
          Wenn du dich danach jedes Mal mies fühlst denke ich, dass du dich nicht verpflichtet fühlen solltest ein Fest mit Menschen zu feiern die dir offenbar nicht gut tun. Seine Familie kann man sich nicht aussuchen, und früher oder später müssen die meisten Eltern akzeptieren dass ihre erwachsenen Kinder nun ihr eigenes Leben führen und nicht jedes Weihnachten bei Mutti auf der Matte stehen.
          Ich finde dass du dich nicht selbst zwingen solltest dich aus Pflichtbewusstsein mit Menschen zu umgeben die einen negativen Einfluss auf deine psychische Verfassung haben.
          Das ist natürlich richtig.
          Aber hier sind Mächte am Werk die grösser sind als ich.

          Für mich ist die Teilnahme an dieser Zeit eine familäre Pflicht.
          Zudem ich meine Mutter und meine Schwester nur einmal im Jahr sehe.
          Nun da meine Mutter noch stark Pflegebedürftig ist, wäre es sehr herzlos an Weihnachten nicht zu kommen.
          Sie macht sich ja auch viel Arbeit für uns.
          Diese Zwei Tage steht man schon irgendwie durch.
          Dafür wird man ja auch bezahlt. (bekomme immer 200 Euro)

          Besser wäre es wohl meine Freundin nicht mehr mit zu nehmen am Heiligabend.
          Aber meine Mutter freut sich immer sehr sie zu sehen....
          How ever..... Viele Weihnachten wird es auch nicht mehr geben, denke ich.

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            #6
            Traditionell fahre ich Weihnachten nach Hause zu meinen Eltern. Es ist für mich keine Pflicht, sondern einfach ein Bedürfnis. Meine beiden Schwestern sehe ich dann auch mit ihren Partnern und Kindern, für mich ist das Weihnachtsfest ein gewisser Höhepunkt des Jahres. Es müsste dafür auch nicht Geschenke geben, wobei ich mich natürlich freue, kleine Geschnke zu bekommen und natürlich auch Geschenke zu verteilen. Ich bin ein Familienmensch. Auch zu Ostern und zu den Geburtstagen meiner Eltern fahre ich nach Hause, dafür ist mir kein Weg zu weit, oder lade sie zu mir ein.

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              #7
              Zitat von sanddorn Beitrag anzeigen
              Traditionell fahre ich Weihnachten nach Hause zu meinen Eltern. Es ist für mich keine Pflicht, sondern einfach ein Bedürfnis. Meine beiden Schwestern sehe ich dann auch mit ihren Partnern und Kindern, für mich ist das Weihnachtsfest ein gewisser Höhepunkt des Jahres. Es müsste dafür auch nicht Geschenke geben, wobei ich mich natürlich freue, kleine Geschnke zu bekommen und natürlich auch Geschenke zu verteilen. Ich bin ein Familienmensch. Auch zu Ostern und zu den Geburtstagen meiner Eltern fahre ich nach Hause, dafür ist mir kein Weg zu weit, oder lade sie zu mir ein.
              In unserer Famile ist wie gesagt das Problem, das niemand dem anderen zuhört.
              Nähe wurde zudem immer mit viel Geld kompensiert.
              Ich brauchte nur einen Betrag nennen und habe den dann auch bekommen.
              Konnte mir immer alles kaufen was ich haben wollte und musste nie verzichten (materiel)

              Hinzu kommt noch. das es ja auch nicht meine richtige Familie ist.
              So ein familäres Gefühl habe ich eigentlich nicht.
              Manchmal fühle ich mich deshalb schlecht, weil meine Eltern (als mein Vater noch lebte) haben mir früher viel geholfen
              und auch sehr viel für mich getan.
              Dennoch fühle ich keine grosse Bindung zu ihnen.....

              Meine Schwester kümmert sich allein um den ganzen Arzt, Pflege- und Papierkram....
              Nun erwartet sie noch, das meine Mutter wenigstens öfter Besuche als einmal im Jahr.
              Weil man weiss ja nie wie lange sie noch lebt und bla.....
              Das sind aber eher meine Depressionen die mich daran hindern
              und das es mir auch zu blöd ist,. da 3 Stunden zu sitzen und sich anzuschweigen.
              Ich glaube die ist eh froh, wenn man wieder weg ist.
              Weil dann kann sie endlich ihr geliebtes RTL gucken.

              Wozu dann noch öfter hin fahren?
              Meine Schwester ist 3 mal die Woche da und wenn meine Mutter z.B fällt und mal wider nicht aufstehen kann
              ruft sie meine Schwester an die dann hin fährt.
              Mich zum Glück nicht.

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                #8
                Ich habe das Riesenglück gehabt in einer intakten Familie groß zu werden. Das hat schon fast skurrile. Ein Onkel organisiert regelmäßig ein Familentreffen, da kommen dann um die 60 Leute. Ist immer ganz lustig. Manchmal sind sie wirklich nur sehr entfernt verwandt, aber mein Onkel sagt "wer sich zugehörig fühlt, gehört dazu".
                Wenn ich von Onkeln, Tanten und Cousienen rede, sind sie oft nur 2. oder gar 3. Grades.

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