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Vater schlägt mich und spuckt mich an

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    Vater schlägt mich und spuckt mich an

    Hey, ich bin 19, w und hatte heute einen der schlimmsten Tage seit langem. Mein Vater hat ziemliche Probleme seine Aggressionen zu kontrollieren, weswegen er schon oft handgreiflich geworden ist. Meine jüngsten Erinnerungen an sind wie er sowohl einmal meine Schwester mit dem Gürtel geschlagen hat (weil sie zu lange draußen war) und einmal wie er meinem Bruder die Nase blutig geboxt hat(weil er das Auto zu lange hatte und mein Vater seinen Kumpel fragen musste, ob er sich kurz sein Auto leihen durfte, was ihm wohl zu peinlich war) Heute wars nicht anders. Ich bin 19 (!) und eine Freundin hat mich gebeten für einen Tag auf ihre Haustiere aufzupassen. Ihr Hund ist sehr alt und braucht viel Auslauf und ich habe mich dazu bereit erklärt. Als ich das dann meinem Vater erzählt habe, ist er komplett ausgerastet und meinte zu mir ich sollte Leuten nicht zu oft gefallen tun, weil ich dann in ihren Augen eine Selbstverständlichkeit wäre, was absoluter Schwachsinn ist, denn es gibt Menschen die schätzen gute Taten. Als ich ihn dann gefragt habe mir seinen Gedankengang zu erklären ist er immer lauter geworden. Dann bin ich gegangen. Als wir dann am Esstisch saßen hat ER das Thema wieder angeschnitten und wieder mit mir diskutiert. Da ist mein Geduldsfaden gerissen und ich hab ihm gesagt, dass es für ihn nur das wichtigste ist was andere denken. Was wir, seine Kinder, davon halten ist ihm vollkommen egal. Daraufhin hat er mich gefragt, warum ich denn so frech geworden sei. Ich war dabei den Tisch abzuräumen und er ist ausgerastet und hat den Teller mit dem Gemüse genommen und nach mir geworfen bevor er zu mir rüber gelaufen ist und mir zwei Ohrfeigen gegeben hat. Er hat mich beleidigt und ich bin hoch in mein Zimmer und konnte mir noch weiter 15 Minuten sein Geschrei anhören. Ich bin den ganzen Tag oben geblieben, hab weder was gegessen noch getrunken. Was mich immernoch am meisten schockiert ist dass meine eigene Mutter nicht mal hochgekommen ist um nach mir zu sehen. Plötzlich tun alle so als wäre nie was passiert. Aber das ist Nebensache. Als ich dann oben war, ist meine Schwester heim gekommen und mein Vater musste natürlich darüber reden und hat die Geschichte komplett erlogen. Als ich dann runter bin um zu sagen, dass das überhaupt nicht stimmt, ist er wieder rüber zu mir hat mir eine Ohrfeige gegeben und mich geschubst und gesagt er will mein Gesicht nicht mehr sehen. Dann bin ich hoch und er ist hinterher und hat gefragt wer mir so ein Verhalten beigebracht hätte woraufhin ich geantwortet habe dass ich ihm einfach nur mal gesagt habe was ich wirklich denke. Er hat wieder angefangen zu schreien und ich habe aufgehört ihm zu antworten. Dann hat er mich beleidigt weil ich ihn angeschaut habe und nicht geantwortet habe. Hätte ich aber geantwortet, hätte ich mir eh nur noch eine gefangen. Daraufhin hat er mich angespuckt und ist aus dem Zimmer mit dem Kommentar "Das passiert wenn man seine Kinder zu sehr liebt." Ich war noch nie ein schlechtes Kind. Ich trinke nicht, rauche nicht, will nie feiern. Nichts. Ich habe mein Abi mit 1,2 bestanden und studiere ab Oktober. Und trotzdem würde ich nie gelobt. Nie hate ich ein gut gemacht bekommen. Ich bin es so leid. Ich will endlich mein eigenes Leben leben und endlich mal irgend etwas genießen können. Ich war vor einem Jahr wegen einem ähnlichen Fall beim Jugendamt, aber man sieht ja dass daraus nicht viel geworden ist. Und ich traue mich nicht auszuziehen... Wie soll ich das finanzieren und was wenn meine Familie dann nichts mehr mit mir zu tun haben will? Ich bin ratlos. Wirklich.

    #2
    Zitat von Cookienaan Beitrag anzeigen
    Hey, ich bin 19...Ich will endlich mein eigenes Leben leben und endlich mal irgend etwas genießen können. Ich war vor einem Jahr wegen einem ähnlichen Fall beim Jugendamt, aber man sieht ja dass daraus nicht viel geworden ist. Und ich traue mich nicht auszuziehen... Wie soll ich das finanzieren und was wenn meine Familie dann nichts mehr mit mir zu tun haben will? Ich bin ratlos. Wirklich.
    Zunächst einmal wäre es wünschenswert, wenn du deine Gedanken ein wenig strukturieren würdest. Absätze sind dazu ausgesprochen hilfreich. Du willst etwas von Anderen, also sollte es in deinem Interesse sein, ihnen das Lesen nicht unnötig zu erschweren.

    Du bist 19. Also liegt es an dir, dich von deinem Elternhaus zu lösen (es sei denn, man hält dich dort gewaltsam fest).Nud du hast es in der Hand. Du selber musst entscheiden, ob du tatsächlich dein eigenes Leben leben willst oder weiterhin am Rockzipfel deiner Eltern leben willst, die dich zudem schlecht behandeln. Beides wirst du nicht bekommen können.

    Das mit dem Finanzieren ist in meinen Augen nichts weiter als eine faule Ausrede. Es gibt immer Mittel und Wege. Schliesslich bist du bereits volljährig und wo ein Wille ist, da ist auch ein Weg. Du musst dir schon überlegen, ob es mühsamer ist, sich selber zu finanzieren und dabei sein eigenes Leben zu leben oder sich weiterhin versorgen zu lassen und mit einem Schlägertypen als Vater zusammenzuleben. Deine Entscheidung.

    Wenn es für dich der bequemere Weg ist, mit der Missachtung deines Vaters zu leben, dafür aber materiell versorgt zu sein, dann solltest du das tun. Aber jammer uns dann bitte nicht voll. Das ist dann eben der Preis.

    Ist dies für dich hingegen unerträglich, dann suche schnellstens nach anderen Möglichkeiten. Allerin schon der Selbstachtung wegen, auch wenn es ein wenig unbequem ist. Es gibt Leute, die leben lieber auf der Strasse als mit solchen Eltern zusammen. So weit brauchst du ja nicht gehen. Aber ohne Eigeninitiative läzft da nichts. Du hast es in deiner eigenen Hand.

    Warum hast du eigentlich Angst davor, eine Familie zu verlieren, die dir gegenüber nicht loyal ist? Brauchst du Menschen, die dich herunterziehen?

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      #3
      Ich bin ja auch für klare Worte Lotta, aber ab und an taugt auch der Samthandschuh.

      Was ist denn letztes Mal beim Jugendamtes gelaufen? Warum ist da nichts weiter passiert?

      Wenn du studieren willst erhältst du entweder Bafög oder deine Eltern müssen dich Unterhalten. Das kann man zur Not einklagen, wenn du schon Mal beim Jugendamt warst sollte das nicht so schwer werden.

      Wie ist das Verhältnis zu deinen Geschwistern? Hast du andere Verwandte auf die du dich verlassen kannst?

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        #4
        Das hört sich tatsächlich nach ernsten Problemen an. Hast du schon mal in Ruhe mit deiner Mutter geredet? Was hält sie denn von alldem, abgesehen davon, dass sie dir in der beschriebenen Situation nicht geholfen hat? Versteht sie sich mit deinem Vater? Wenn ja, wäre es möglich, dass ihr da gemeinsam eine Lösung findet und z.B. sie deinen Vater dazu bringen kann, eine Therapie zu machen oder anders sein Verhalten zu ändern? Oder dass ihr euch irgendwie Strategien überlegt, wie so etwas in Zukunft nicht mehr vorkommt, z.B. Möglichkeiten, dass ihr euch zu Hause seltener/kaum über den Weg lauft und solche Konfrontationen daher nicht passieren? Für sie ist es bestimmt auch kein Zustand, wie es bei euch zugeht.

        Falls das nicht hilft, können deine Geschwister und du vielleicht (zumindest vorübergehend) zu Verwandten ziehen, evtl auch Freunden? Und auch wenn letztes Jahr beim Jugendamt nichts herausgekommen ist, versuche es nochmal! Vielleicht bekommst du diesmal z.B. einen anderen Ansprechpartner dort, der euch besser hilft.

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          #5
          Zitat von Emika Beitrag anzeigen
          Das hört sich tatsächlich nach ernsten Problemen an. Hast du schon mal in Ruhe mit deiner Mutter geredet? Was hält sie denn von alldem, abgesehen davon, dass sie dir in der beschriebenen Situation nicht geholfen hat? Versteht sie sich mit deinem Vater? Wenn ja, wäre es möglich, dass ihr da gemeinsam eine Lösung findet und z.B. sie deinen Vater dazu bringen kann, eine Therapie zu machen oder anders sein Verhalten zu ändern?
          Du hast einen Hang dazu, Leuten helfen zu müssen, die sich nicht helfen lassen wollen. In diesem Fall der Vater. Er wird einen Teufel tun und sich Gedanken über eine Therapie machen, denn eher geht ein Kamel durchs Nadelöhr.

          Ist das man wieder nur unausgegorenes Zeug mkit Vorschlägen, wie sie wohl eher in Märchen vorkommen oder hast du dir ernsthaft überlegt, wie du dem Vater eine Therapie nahe bringen willst? Wer soll ihn darauf ansprechen? Etwas du selber? Oder die Tochter, die sich damit weiteren Angriffen aussetzt oder meinst du, er würde sie ungeschoren lassen, wenn sie ihm eine Anti-Aggressions-Therapie vorschlägt? Das wäre meines Erachtens der beste Weg, die Situation weiter zu eskalieren.

          Zitat von Emika Beitrag anzeigen
          Oder dass ihr euch irgendwie Strategien überlegt, wie so etwas in Zukunft nicht mehr vorkommt, z.B. Möglichkeiten, dass ihr euch zu Hause seltener/kaum über den Weg lauft und solche Konfrontationen daher nicht passieren? Für sie ist es bestimmt auch kein Zustand, wie es bei euch zugeht.
          Vielleicht beten? Aber mal im Ernst. Es ist keine sinnvolle Strategie, immer einen möglichst grossen Bogen um den aggressiven Vater zu machen und sein Leben in ständiger Angst zu verbringen. Das sit genau die Art Lösung, die man am wenigsten braucht.

          Natürlich ist es kein Zustand, dern man auf Dauer hinnehmen kann. Deswegen sucht sie ja auch verzweifelt nach einer Lösung. Die sollte aber auch schon etwas bringen.

          Zitat von Emika Beitrag anzeigen
          Falls das nicht hilft, können deine Geschwister und du vielleicht (zumindest vorübergehend) zu Verwandten ziehen, evtl auch Freunden? Und auch wenn letztes Jahr beim Jugendamt nichts herausgekommen ist, versuche es nochmal! Vielleicht bekommst du diesmal z.B. einen anderen Ansprechpartner dort, der euch besser hilft.
          Willst du ihr jetzt auch noch die Verantwortung für die Geschwister aufbürden, wo sie selbst der Sache kaum gewachsen ist? Es ist Sache der Mutter, in dieser Hinsicht zu intervenieren und wenn die es schon nicht schafft, dann ausgerechnet die Tochter? Vielleicht solltest du mal ein wenig nachdenken, bevor du solche Vorschläge in den Mund nimmst. Verantwortung für ihre Geschwister ist das Letzte, was sie jetzt noch gebrauchen kann.

          Sie ist volljährig, also kann sie keiner daran hindern, der Situation den Rücken zu kehren und nach einer eigenen Lösung zu suchen. Vielleicht beim Jugendamt nachfragen, ob die Wohnmöglichkeiten kennen oder irgendwelche konkreten und brauchbaren Tips für sie haben.


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            #6
            würde an deiner stelle ausziehen. deine mutter scheint ja nicht auf deiner seite zu sein und egal wie sehr ich meine geschwister liebe, was du beschreibst, ist nichts, was ich mir weiter antun würde. und die vorfälle definitiv noch mal dem jugendamt melden, sofern deine geschwister noch minderjährig sind.

            studieren kannst du ja auch in einer anderen stadt oder einem anderen bundesland. entweder bekommst du dafür bafög (der staat zahlt, du zahlst am ende die hälfte zurück) oder aber du hast rechtlichen anspruch auf unterhalt deiner eltern. da gibt es, soweit ich weiß, auch möglichkeiten, das einzuklagen - dabei kann dir z.b. die rechtsberatung deiner (zukünftigen) uni helfen. außerdem kannst du, wie es millionen von studenten tun, nebenbei arbeiten gehen.

            wenn du dein eigenes leben haben willst, wirst du sowieso ausziehen müssen. verstehe nicht, wo bei dir die angst vor dem ausziehen herkommt. zuhause wirst du von deinem vater geschlagen, ausziehen wäre da mein erster vorschlag gewesen.
            smd's süßer und beliebter gender swap account

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              #7
              Zitat von pumpkinspicedlatte Beitrag anzeigen
              wenn du dein eigenes leben haben willst, wirst du sowieso ausziehen müssen. verstehe nicht, wo bei dir die angst vor dem ausziehen herkommt. zuhause wirst du von deinem vater geschlagen, ausziehen wäre da mein erster vorschlag gewesen.
              Sie hat halt irgendwie Angst, ihre Familie zu verlieren.

              Aber es nutzt halt alles nichts. Sie muss erst ihre eigenen Probleme in den Griff bekommen (wozu das Ausziehen fast schon zwingend erscheint) und irgendwann danach kann sie ihrer Mutter gut zureden und versuchen, deren Situation und die der Geschwister mit zu verbessern.

              Es ist nicht ihre Aufgabe, sich für den Rest der Famile aufzuopfern, zumal es dieser damit auch nicht wirklich helfen würde. Also erst einmal raus und das so schnell es gerade geht.


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                #8
                Zitat von Die_Lotta Beitrag anzeigen
                Sie hat halt irgendwie Angst, ihre Familie zu verlieren.

                Aber es nutzt halt alles nichts. Sie muss erst ihre eigenen Probleme in den Griff bekommen (wozu das Ausziehen fast schon zwingend erscheint) und irgendwann danach kann sie ihrer Mutter gut zureden und versuchen, deren Situation und die der Geschwister mit zu verbessern.

                Es ist nicht ihre Aufgabe, sich für den Rest der Famile aufzuopfern, zumal es dieser damit auch nicht wirklich helfen würde. Also erst einmal raus und das so schnell es gerade geht.

                das kann natürlich gut sein. sehe es aber genau wie du, sie trägt nicht die verantwortung für ihre geschwister, sondern die eltern. und je nachdem, wie alt die geschwister sind, wäre es ja auch möglich, sich noch außerhalb der vier wände der familie ab und an zu treffen und über telefon, whatsapp etc. in kontakt zu bleiben.
                smd's süßer und beliebter gender swap account

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                  #9
                  Ja, aber die Gefahr, sich durch den Kontakt erst recht der eigenen Hilflosigkeit bewusst zu sein und sich damit selber immer weiter nach unten zu ziehen ist nicht von der Hand zu weisen. Da ist es wahrscheiolich besser, sich zunächst auf die eigene Situation zu konzentrieren und zum Rest der Famile ein wenig Abstand zu gewinnen. Räumlich wie inhaltlich.

                  Ich jedenfalls würde mein eigene Leben sofort in in die eigenen Hände nehmen und den Kontakt zum Rest der Famile erst dann suchen, wenn es mir besser geht ind ich halbwegs stabil bin. Denn man macht sich nur etwas vor wenn man glaubt, man könne die Famile retten, wenn man das Leben nicht fpür sich selber im Griff hat.

                  Erst weg, dann ein wenig zur Ruhe kommen und erst anschliessend möglichst etwas erholt einen Schlachtplan entwerfen, wie man die Mutter zum Handeln bewegen kann. Viel mehr als der Weg ins Frauenhaus fällt mir da allerdings auch nicht ein. Aber egal. man plant nicht den vierten Schritt nicht vor dem ersten. Zunächst einmal raus (fast schon egal wie) und dann weitersehen.

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                    #10
                    Zitat von Cookienaan Beitrag anzeigen
                    studiere ab Oktober.
                    Zitat von Cookienaan Beitrag anzeigen
                    Wie soll ich das finanzieren und was wenn meine Familie dann nichts mehr mit mir zu tun haben will?
                    Also studierst du in deiner Heimatstadt und nachdem du nicht ausziehen willst, hast du also vor, noch mindestens die nächsten 3 - 5 Jahre noch daheim zu wohnen?

                    Solange du dich in deiner ersten Ausbildung bist, d.h. Studium oder Lehre, sind deine Eltern verpflichtet, soweit möglich für deinen Unterhalt aufzukommen. Das kannst du zur Not einklagen. wenn sie das nicht oder nicht vollständig können, bekommst du staatliche Zuschüsse z.B. in Form von Bafög. Und ich gehe mal nicht davon aus, dass deine Eltern beide Großverdiener sind und nachdem du auch Geschwister hast, ist die Chance gut, dass zu vom Staat zumindest eine Teilförderung bekommst.
                    wenn sich deine Eltern bei der Finanzierung quer stellen, du aber trotzdem nicht klagen möchtest, gibt es auch die Möglichkeit, einen Studienkredit aufzunehmen. Der Nachteil daran ist halt, dass du vollständig und mit Zinsen zurückzahlen musst. Je nach Studienfach/Aufwand kommt natürlich auch ein Nebenjob in Frage um die Kosten ganz oder teilweise zu decken.
                    wenn ein Umzug für dich in Frage kommt (was in deiner Situation empfehlenswert wäre) kannst du ja schauen, wo die Unis eher klein und damit die Mieten und Lebenshaltungskosten oft geringer sind. Mit deiner guten Note hast du eventuell auch die Möglichkeit auf ein Stipendium.
                    Das Studentenwerk kann dich da gut beraten, welche Möglichkeiten es gibt. Aber wenn man alles zusammen nimmt, ist da auch eine Chance, dass du über Förderungen und Jobben deinen Lebensunterhalt bestreiten könntest bzw. nur mit einem sehr kleinen Kredit nachhelfen müsstest.

                    Du musst halt überlegen, was dir wichtiger ist: deine Familie, wo dich der Vater schlägt und die Mutter (aus Angst oder Treue) tatenlos zuschaut und auch die (anscheinend auch erwachsenen) Geschwister das auch kommentarlos mit sich machen lassen...oder dass du ein gutes Studium machst, dir deine Zukunft finanziell nicht komplett versaust und nicht in ein paar Jahren körperlich und psychisch am Ende bist.
                    Außerdem kann so ein Schritt vielleicht sogar eine Motivation für deine Geschwister sein, ebenfalls ihr Leben selbst in die Hand zu nehmen.

                    Klar, es ist deine Familie und egal wie schlimm es ist, die meisten hätten da Hemmungen, sich so klar gegen seine Eltern zu stellen und ihnen auch eiskalt ne Klage um die Ohren zu hauen, wenns sein muss...aber es gibt einen Menschen der wichtiger ist, und das bist du. Deine Zukunft, deine körperliche und seelische Gesundheit ist ist wichtiger, als das Ego deiner Familie. Opfere dich nicht auf, nur um denen nicht auf die Füße zu treten. Versuch doch mal, deinen Text mit den Augen eines Außenstehenden zu lesen...Vor allem dein Vater hat keinerlei Mitleid verdient, denn er terrorisiert die ganze Familie und alle buckeln vor ihm und er sieht dementsprechend auch keinerlei Anlass, etwas dagegen zu tun...keine Ahnung, ob er ein Aggressionsproblem hat oder was anderes, das sich in Form von Aggression ausdrückt oder ob er einfach nur ein Arsch ist.

                    Zitat von Cookienaan Beitrag anzeigen
                    Ich war vor einem Jahr wegen einem ähnlichen Fall beim Jugendamt, aber man sieht ja dass daraus nicht viel geworden ist.
                    Du bist 19, also volljährig und letztes Jahr warst du das auch schon. Mittlerweile hast du auch einen Abschluss, d.h. die Möglichkeit, auf eigenen Beinen zu stehen und dich von deiner Familie zu distanzieren. In so einem Fall würde das Jugendamt die Kinder wohl früher oder später aus der Familie holen und was sollen sie denn bei einer 19-jährigen tun? Dich in eine Pflegefamilie stecken? Vielleicht können sie dich für den Übergang helfen und dich an die richtigen Ansprechpartner weitervermitteln, z.B. Therapeuten, wohngruppen, Ämter etc.
                    I am not crazy. My reality is just different than yours

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                      #11
                      Es ist nicht das was du hören willst, da bin ich mir sicher, aber ich war in der selben Situation wie du und nur das hat dieses Problem bei mir gelöst: Du musst ausziehen.

                      Ich war 20 als ich diese Entscheidung gtroffen habe, und es war das beste, was ich tun konnte. Mein Vater war ähnlich wie du deinen Vater beschreibst. Bei mir war es jedoch so, dass ich und mein Vater, neben dem Schlagen und den Konflikten eine unglaublich strake Bindung hatten. Ich liebte ihn mehr als alles andere in der Welt. Natürlich ist das schwer nachzuvollziehen, wie man jemanden, der einem so etwas antut (schlagen, erniedrigen usw) so sehr lieben kann und um ehrlich zu sein, weiss ich auch nicht wie ich es logisch erklären kann.

                      Er war nunmal mein Vater und ich liebte ihn und genau das, machte es so schwierig zu gehen und wie du, tollerierte ich jeden Schlag und jedes Brüllen. Bis zum Punkt, wo ich meinen jetzigen Freund kennengelernt habe. Mein Vater liess diese Beziehung natürlich nicht zu, dachte es sei zu früh. Also bin ich gegangen. Von Heute auf Morgen war ich weg. Ich habe meinen Vater ein ganzes Jahr nicht gesehen und nicht gesprochen. Mir ging es schlecht.

                      Aber es hat ihm wohl die Augen geöffnet. Langsam gingen wir wieder auf einander zu. Seit ich mein Leben führe wie ich es will, wie eine Erwachsene Person und nicht wie die Tochter meines Vaters sieht er mich wohl als Voll. Ich konnte ihm verzeihen und meine Beziehung zu ihm, war nie so wie jetzt. All das, was unsere Vater-Tochterbindung so stark gemacht hat, ist geblieben. Das andere ist verschwunden.

                      Wenn ich nicht gegangen wäre, hätte ich ihm wohl niemals verzeihen können und es wäre nicht so gekommen.

                      Ich kann dir natürlich nicht versichern, dass es bei dir auch ein Happy-End geben wird. Aber eins kann ich dir ziemlich sicher sagen. Wenn du nichts änderst, wird sich auch nichts verändern. Je früher du das machst, umso mehr Zeit bleibt dir zu verheilen und in die Zukunft zu blicken.

                      Egal wofür du dich entscheidest, ich wünsche dir viel Glück und ich hoffe, dass dir auch ein Happy End vergönnt ist.
                      I'm telling you, the government has a car that runs on water men!

                      - Steven Hyde

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                        #12
                        Du musst definitiv ausziehen, sonst machst Du Dich selbst total fertig. Du bist 19 Jahre alt, also erwachsen. Ich weiss das ist nicht einfach,
                        aber schlimmer kanns ja wohl nicht werden !!!! Wenn Du studierst findest Du vielleicht auch andere Mädchen für eine WG, falls Du nicht ganz allein wohnen willst.
                        Jedenfalls weg von diesem Tyrannen.

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                          #13
                          Zitat von LaniJ Beitrag anzeigen
                          Du musst definitiv ausziehen, sonst machst Du Dich selbst total fertig. Du bist 19 Jahre alt, also erwachsen. Ich weiss das ist nicht einfach,
                          aber schlimmer kanns ja wohl nicht werden !!!! Wenn Du studierst findest Du vielleicht auch andere Mädchen für eine WG, falls Du nicht ganz allein wohnen willst.
                          Jedenfalls weg von diesem Tyrannen.
                          Isn bisschen spät.

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                            #14
                            Zitat von Silvercat Beitrag anzeigen

                            Isn bisschen spät.
                            Ich hab's mir noch verkniffen.
                            The best friend for an angel is the devil… _____________________________________________________________________________________________________________
                            You can close your eyes to things you don't want to see, but you can't close your heart to the things you don't want to feel.

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