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Das Ende einer Freundschaft

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  • Donatella
    hat ein Thema erstellt Das Ende einer Freundschaft.

    Das Ende einer Freundschaft

    Ist euch mal eine wichtige Freundschaft zerbrochen?

    Wenn ja, wie ist das passiert, von wem ging es aus, wie beendet man solch eine Beziehung und wie geht ihr im Nachhinein damit um?

  • die-Aileen
    antwortet
    Ich habe erst letztens einen "Bekannten", den ich ca. 2010 kennen lernte, aus meinem Umfeld gestrichen. Er war immer bestrebt, sich als den netten und höflichen jungen Mann zu zeigen, aus gutem Hause, gut erzogen, immer gepflegt angezogen, nicht ohne Anspruch, adrett und witzig. Die Beamtenlaufbahn und diverse "Vereinsposten" krönten seine junge Laufbahn (er ist 28, ich werde 28). Wir waren immer gut bekannt und hatten einen fortlaufenden Kontakt - ich nehme auch an, dass F. diese "Bekanntschaft" zu mir zeitweise als ehrlich angesehen hat und mich gemocht hat. Unehrlich ist er nämlich nicht.

    Im letzten Halbjahr merkte ich aber, wie neidisch und wie missgünstig er darauf reagiert hat, dass ich jetzt in festen Händen bin und glücklich bin. Mir kam es so vor, als wäre ich ihm solange recht gewesen, wie er auf mich herabsehen konnte - der große Beamte auf die kleine Kauffrau für Bürokommunikation mit diversen Nebenjobs. Er verhielt sich in normalen Gesprächen mir gegenüber auf einmal sonderbar. Er wurde frech, er wurde laut, er schlug seltsam barsche Töne an, lästerte ständig über Dritte und das auf einem "Niveau", das allem widerstrebt, für das er zu stehen versucht.

    Im Dezember haben wir mal Kaffee getrunken, als wir uns zufällig in der Innenstadt trafen. Wahrscheinlich habe ich ihm da zu viel erzählt und war zu "fröhlich", weil er dann noch komischer zu mir geworden ist und auf einmal ganz seltsame Mails schrieb in einem sehr knappen und unfreundlichen Tonfall, den ich bisher nicht kannte.

    Letztens erst hat er probiert, von mir die private Telefonnummer und Email Adresse einer Kollegin von mir zu bekommen, die ihm offenbar gefällt (er ist Single). Als ich sie ihm nicht gab, weil ich generell nichts weitergebe ohne gefragt zu haben und die Kollegin auf Rückfrage es nicht wollte, war er beleidigt und ziemlich unhöflich, wir Frauen würden alle zusammenhalten, er könnte doch als Beamter alles bieten. Er wirkte so richtig --- notgeil, als ob er es nötig hätte.

    Ich werde diese "Bekanntschaft" nicht mehr verfolgen und werde nicht mehr abnehmen, wenn er anruft und seine Emails nicht mehr beantworten. Mir kommt entgegen, dass ich nicht mehr in meinem Heimatdorf wohne, in dem er mit seinen Eltern wohnt.

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  • sweet Audrina
    antwortet
    Meine allerbeste Freundin seitdem ich ein Kleinkind war und ich reden heute nicht mehr. Sie war echt ein sehr großer Teil meiner Kindheit und wir sind durch dick und dünn, nur ging es als wir älter wurden langsam auseinander. Sie war meine Nachbarin, ist ausgezogen, ich weiß jetzt nur noch wo sie wohnt und was sie arbeitet.

    Veränderungen gehören zum Leben, und obwohl es mir manchmal schwerfällt (träume in letzter Zeit oft von ihr) akzeptiere ich, dass es sich so entwickelt hat.

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  • Bellastardust
    antwortet
    Meine damalige beste Freundin und ich, waren echt echt eng. Wir haben uns vollkommen isoliert (was vielleicht auch nicht gesund war) Wir haben uns täglich gesehen und sie war neben meinem Partner, der einzige Mensch, bei dem ich wirklich so sein konnte wie ich bin. Ich musste nicht darauf achten was ich sage oder wie es vielleicht rüberkommen könnte. Ich war mit ihr 12 Jahre befreundet, aber erst die letzten 4 Jahre war es so "intensiv". Sie hatte nie einen Freund und sehnte sich nach etwas liebe. Eigentlich ganz Zufällig, habe ich ihr einen alten Schulfreund von mir vorgestellt.
    Sie traute sich zunächst nicht, ihm zu schreiben usw. ich ahbe sie dazu ermutigt und sie wurden tatsächlich ein Paar. Seither hat sie mich aus ihrem Leben geschnitten. Mein alter Schufreund hatte das Gefühl, dass ich ein schlechter Einfluss bin (??, eine genaue Erklärung oder einen Grund zu dieser Annahme gab es auch nicht.) Naja, sie schrieb mir dann irgendwie: "Ihn nervt es, dass wir uns sehen und ich kann ihn voll verstehen." (auch von ihr keine Begründung). Zur selben Zeit starb ein ebenfalls enger Freund von mir (wenn nicht so eng wie sie) Das hat mich unglaublich ins Loch gezogen. Sie hatte es mitbekommen und hat sich kein einziges Mal bei mir gemeldet und da ich ihr das irgendwie nicht verzeihen konnte, habe ich es dann auch aufgegeben unsere Freundschaft wieder zu retten...

    Es war eine echt echt schreckliche Zeit. Nach einer so langen und engen Freundschaft, kommt es einem schon vor wie eine Trennung...Habe trotz der Entscheidung mühe gehabt zu lernern, dass sie nicht mehr da für mich ist und ich bei ihr unerwünscht bin. Wir hatten echt viel zusammen durchgemacht, Sachen über die ich nach wie vor nur mit ihr sprechen könnte.

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  • CaseusCattus
    antwortet
    Zitat von Slyvia9710 Beitrag anzeigen
    Meine beste Freundin spannte mir vor 2 Jahren meinen Partner aus. Ich habe noch heute Probleme damit, zum Beispiel beim Vertrauen oder Verlustängste. Mir ist auch der restliche Freundeskreis weggebrochen, weil diese zu meiner besten Freundin hielten. Nur eine "externe" Freundin blieb.
    Meine beste Freundin hat mir auch mal den Partner ausgespannt. Allerdings war sie wohl schon vorher verliebt (hat es mir auch gesagt, wusste nur nicht wer, da ihre Beschreibungen immer nicht sehr aussagekräftig sind). Uns hat es tatsächlich näher zusammen gebracht.

    Aber ich denke, wenn es sich um eine gut funktionierende Beziehung gehandelt hätte, wäre es vielleicht anders gewesen, aber ich sag's mal so:

    Es ist nicht die Schuld der Person, weswegen jemand die Beziehung beendet, sondern die Schuld von dem, der die Beziehung beendet. Dementsprechend sollte das meiner Meinung nach keine Freundschaft spalten.

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  • CaseusCattus
    antwortet
    Eine Freundschaft wurde tatsächlich beendet. Nicht durch auslaufenden Kontakt sondern richtig, mit Gespräch.

    Die Vorgeschichte:

    Ich habe ihn in der Grundschule kennengelernt. Ich hatte nie viele Freunde. Aber ihn und meine damals beste Freundin (da ist es klassisch einfach auseinander gegangen durch mangelnden Kontakt und Interesse höchstwahrscheinlich beiderseits, demnach nur noch bekannte, die sich zum Geburtstag gratulieren)

    Bei ihm war es allerdings spannender: Freundschaft von ungefähr der ersten bis zur vierten Klasse. Danach musste ich, für mich unerwartet, die Schule wechseln. Und das natürlich ohne den Austausch von Kontaktdaten (wir waren zwar sehr gut befreundet, aber außerhalb der Schule haben wir nichts gemacht, dennoch würde ich sagen, dass es eine Freundschaft war).

    Meine Eltern hatten aber die Kontaktdaten von seinen. Mein Vater meinte wohl, dass sein Vater den Kontakt nicht für gut befinden würde, da er zu niedergeschlagen war, (ich glaube er konnte sogar eine Zeit lang nicht zur Schule gehen) und dass sich die beiden (wir waren ja zu dritt (mit meiner damals besten Freundin) nach mir nicht mehr so gut verstanden half nicht.

    Also hatten wir keinen Kontakt. Bis zur achten Klasse, wo ich ihm über den Weg gelaufen bin.

    Er war offenbar irgendwie sichtlich erfreut, wir tauschten Kontaktdaten aus und redeten über vieles. Hauptthema war liebe (verliebt sein) und (sehr interessant) Fetische. Tatsächlich gestand ich ihm meinen. Er war, was das angeht auch kein unbeschriebenes Blatt. Dennoch dachte ich nicht, dass er es so gut auffassen würde.

    Irgendwann trafen wir uns dann, nach sehr langer Pause, während meiner Ausbildung. Wir gingen spazieren, redeten ein wenig und da viel es ihm wie Schuppen von den Augen: wir hatten uns verändert. Wir waren nie zu hundert Prozent auf einer Wellenlänge. Aber dennoch hatten wir zumindest einen ähnlich starke Bildung. Wir waren beide nicht dumm. Zumindest bis Dato.

    Allerdings hatten unsere Interessen nahezu keine Überschneidung. Er sagte mir an diesem Tag, dass er eine Freundschaft nicht für sinnvoll empfindet. Das verstand ich. Vollkommen.

    Es war komisch, aber ich bin sehr froh darüber, dass es so endete, denn es ist ein gutes Gefühl zu wissen, dass nicht Kontakt beiderseitig ist.

    Ich habe immer noch seine Handy Nummer, sehe auch regelmäßig seinen WhatsApp Status an (was eher daran liegt dass die unangesehenen aufdringlich angezeigt werden, er aber nicht so viel spamt, dass ich ihn stumm schalte.

    Ich denke, ich werde, diesen Sommer, wenn ich meine Nummer ändere, ihn darüber unterrichten und ihn fragen, ob er daran interessiert ist, die neue Nummer zu bekommen, vielleicht ist es dann ein richtiger Abschluss oder ein Neuanfang - wer weiß.
    ​​​​​​

    Zitat von lost-boy Beitrag anzeigen
    Letztes Jahr ist eine andere langjährige Freundschaft zu Ende gegangen, ging nicht anders, er musste (aus dienstlichen Gründen) untertauchen. Wusste das aber schon vorher, da darf man keine alten Kontakte mehr pflegen - trotzdem Blöd.
    ​​​​
    Das würde ich grundsätzlich nicht als Ende der Freundschaft bezeichnen. Außer es ist klar, dass das Lebenslang ist und nicht nur für eine gewisse Zeit (selbst wenn es sich um Jahre handelt).

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  • lost-boy
    antwortet
    Ein schöner, gefühlvoller thread - das mag ich an der Nacht - dass ich viel Zeit hab' zum Lesen .....
    Die Likes von mir sind so zu verstehen, dass mich das berührt hat und ich mit euch fühle

    Bei mir zerbricht gerade eine langjährige Freundschaft und .... und ich analysiere nur, was los ist - aber fühle gar nichts

    Letztes Jahr ist eine andere langjährige Freundschaft zu Ende gegangen, ging nicht anders, er musste (aus dienstlichen Gründen) untertauchen. Wusste das aber schon vorher, da darf man keine alten Kontakte mehr pflegen - trotzdem Blöd.

    Ansonsten muss ich immer lange an die Leute denken, und überlege was aus ihnen geworden ist.
    Manchmal sehe ich nach, ob die Person noch lebt und was aus ihr geworden ist ....


    ​​​​

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  • Valeria
    antwortet
    Ich hatte so in der späten Grundschulzeit bis 5. Klasse ziemlich viele Freunde oder Fastfreunde / Spielkameraden /... die meisten haben mich früher oder später linksliegen lassen und von ihnen kam absolut kein Interesse oder keine Gegenseitigkeit mehr. Einige haben irgendwie begonnen, dauernd über mich zu meckern, mich mit anderen Freunden zu vergleichen (natürlich im Sinn von: der/die macht das so oder so, das finde ich besser, wieso bist du nicht so) oder ich hatte das Gefühl, sie finden mich blöd, ohne es direkt zu sagen, sodass ich irgendwann den Kontakt reduziert habe... von den restlichen Freunden oder neueren Freunden haben sich später auch noch ein paar distanziert, wenn sie merkten, wir sind doch zu anders oder sie wollten "einfach so" nicht mehr befreundet sein. Mittlerweile hab ich nur noch sehr wenig und keine richtig engen, jahrelangen Freunde, aber die die ich habe reichen mir.

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  • Eudaemonie
    antwortet
    Zerbrochen eigentlich noch nie, also ich meine jetzt welche aus dem realen Leben, nicht Internet. Ich glaub ich bin einfach nicht die Person, die wegen etwas eine Freundschaft plötzlich beenden würde. Ich bin halt am Anfang extrem wählerisch mit wem ich mich überhaupt anfreunden möchte und daher sind das dann fast immer Freunde fürs Leben. Allerdings hab ich gemerkt, dass man sich mit ein paar Freunden leider schon auseinander lebt, weil man einfach komplett andere Wege geht und sich eben auch verändert. Das macht mich schon etwas traurig und ich finde es schade, aber so ist das eben und man muss es einfach akzeptieren. Wenn man sich später mal zufällig trifft oder so, dann kann man sich immer noch unterhalten und es gibt kein Problem, aber ansonsten hat man halt nicht mehr viel miteinander zu tun.

    Ein mal aber gab es schon Streit und eine gute Freundin von mir war sehr wütend, ich weiß aber nicht mal mehr worum es ging, obwohl es erst zwei Jahre her ist. Ich hab auf jeden Fall viel geheult, weil ich nichts mit Absicht getan hatte und es unfair fand und es war eine Zeit lang komisch zwischen uns. Jetzt sind wir aber wieder Freunde, auch wenn man sich nur selten sieht. Ich kann eben auch schnell verzeihen und vermeide eh immer jegliche Art von Auseinandersetzung, ob das so gut ist, ist eine andere Sache. Eventuell war ich auch ein bisschen in sie verliebt, was die Sache nicht besser gemacht hat. Bin aber auch sehr froh, ihr dass nie gestanden zu haben.

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  • Crescent
    antwortet
    Mir ist zum Glück noch nie eine Freundschaft zerbrochen, allerdings habe ich meine erste und einzige echte Freundin bisher erst letzten Juni kennengelernt. Davor hatte ich noch nie Freunde oder jedenfalls keine echten, sondern nur solche Kontakte, welche man als Kind vielleicht so bezeichnet, weil sie diejenigen sind, die Freunden noch am ehesten ähneln, auch wenn für die meisten davon sogar die Begriffe "Spielkameraden" oder "gute Bekannte" fast übertrieben wären.

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  • Aemptysoul
    antwortet
    Wurde immer friedlich ausgetragen, wenn es nicht mehr passt dann passt es einfach nicht mehr.
    Generell leide ich nicht darunter, wenn eine Freundschaft zerbricht.
    Jedem sollte noch die Chance gegeben sein dem Jenigen seinen "Senf" zu sagen bevor eine Freundschaft beendet wird "Senf" im Sinne einen guten Abschied zu wünschen so wie ich es mache.

    Zwei sehr gute Freunde sind ausgewandert nach einer Europatour, aber es wurde versprochen das wir uns wiedersehen.
    Könnte nachfliegen, aber ich weiß wir werden uns wieder sehen, denn gute Menschen vergisst man nicht ..x

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  • Imagician
    antwortet
    Zitat von Knallgirl Beitrag anzeigen
    Und seit ich den koreanisch Kurs abgebrochen habe melden sich meine Mitschülerinnen auch nicht mehr.
    raus scheint raus.
    dabei waren wir so eine coole Gruppe.
    Dann war der Kleber der euch zusammen gehalten hat wohl der Kurs gewesen......

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  • Knallgirl
    antwortet
    Und seit ich den koreanisch Kurs abgebrochen habe melden sich meine Mitschülerinnen auch nicht mehr.
    raus scheint raus.
    dabei waren wir so eine coole Gruppe.

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  • Cookies&Waffles
    antwortet
    Nicht direkt, aber ich habe schon einige Freunde verloren, weil wir uns aus den Augen verloren haben. Nach der Grundschule waren meine Freunde plötzlich jeder in einer anderen Schule, die allesamt in kilometerweit entfernten Städten lagen. Auch diejenigen, die in derselben Stadt wie ich in die Schule gingen, sah ich selten. Obwohl wir eigentlich alle im selben Ort leben, haben wir uns ab der 5. Klasse immer seltener gesehen, da Hausaufgaben, Nachmittagsunterricht und Lernen dazwischenkamen. Fast jeder in einer anderen Schule/Klasse hieß, jeder hatte andere Lernzeiten, Termine, Stundenpläne. Wenn ich gerade ein ganzes Wochenende Zeit zum Treffen hätte, hatten meine Freunde gerade Lernstress und umgekehrt. Wenn man sich nur in den Ferien trifft und auch da nicht immer, wenn es mal bei jemandem nicht geht, wird man sich irgendwann fremder und viele meiner Freunde haben auch mit der Zeit dann neue Freunde gefunden, die sie in der Schule sahen und irgendwie ist es dann eigentlich mit allen meinen Freunden von damals auseinandergegangen.
    Mittlerweile habe ich zu zwei Freunden davon wieder Kontakt, regelmäßig sehen klappt aber auch nur sporadisch. Mittlerweile funktioniert das aber dank Handys und vermutlich auch weil wir älter sind besser als damals. Wenn wir uns dann mal sehen, haben wir dafür mehr zu reden und es fühlt sich nie an, als hätten wir uns ewig nicht gesehen. Mir tut es dennoch leid, weil wir früher viel enger befreundet und dank Grundschule (kürzere Schultage, weniger lernen müssen) oft was zusammen machen konnten. Außerdem vermisse ich meine anderen Freunde, mit denen der Kontakt längst weg ist und die mittlerweile kein Interesse mehr haben. Es ist ärgerlich, wenn man so nah wohnt, dass die Freunde sogar zu Fuß erreichbar wären und die Freundschaft auch Potenzial hätte, aber man sich nur ein paarmal im Jahr sehen kann, weil immer jemand nicht wegdarf wegen Hausaufgaben, Lernen usw und sich somit immer mehr aus den Augen verliert.

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  • Aelyn
    antwortet
    Ich hatte in der 5. bis 8. Klasse mehrere "Freunde" in der Schule (wie ich damals dachte). Diese hatten sich alle nur ein paar Wochen für mich interessiert, weil ihre eigentlichen Freunde nicht verfügbar waren oder sie Streit hatten, was ich erst danach herausfand, wenn sie mich wieder links liegen ließen. Das traf mich mehr als nötig gewesen wäre, weil ich immer von Freunden in der gleichen Schule geträumt hatte.
    Diejenigen sahen in mir nur eine Ersatzperson, mit der man aus Langeweile redete und der man Hoffnungen machte, dass man sich mal außerschulisch treffen könnte, aber sobald sie mit anderen Freunden wieder gut waren, wurde ich ignoriert und die Infos über mich als brandneuer Lästerstoff verwendet. Ich habe jedes Mal aufs Neue Hoffnungen gemacht, dass es diesmal "die Richtige" ist und ich endlich eine Schulfreundin hätte.
    Ich hatte außerdem etwa 3 Jahre lang eine Freundin, der ich nie etwas bedeutete. In ihrer Schule war sie später extrem beliebt und hatte keine Zeit mehr für mich.

    Heute bin ich froh, dass niemand davon eine richtige Freundin geworden ist. So ist wenigstens keine gute Freundschaft zerbrochen, sondern sachlich gesehen nur etwas engere Bekanntschaften. Zu dem jeweiligen Zeitpunkt war es für mich trotzdem jedes Mal eine Katastrophe, weil ich keine anderen Freunde hatte und daher auf diese Bekannten fixiert war. Erst vor Kurzem wurde ich durch alte Tagebücher wieder erinnert, wie sehr ich tatsächlich darunter gelitten habe, da stehen Passagen z.B. dass ich mich mit Müll verglichen habe, weil ich mich "ständig weggeworfen" gefühlt habe und eine ganze Seite darüber, in welche Tonne ich am ehesten kommen würde, Biotonne, Restmüll oder vielleicht doch Sondermüll.
    Unter anderem war das so, weil einem als Kind ständig vorgegeben wird: jeder hat Freunde, folgende Dinge macht man mit der besten Freundin, beste Freunde treffen sich oft,...
    Ich habe dann diese Beste-Freunde-Dinge (bzw Klischees aus Filmen und Büchern) auf die Person bezogen, die ich am ehesten als Freundin bezeichnen konnte und hatte daher auch dementsprechende Wunschträume.

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