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Was bedeutet Familie für Dich?

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    Was bedeutet Familie für Dich?

    Hallo,

    was ist Familie für euch? Nur Leute mit denen ihr Blutsverwandt seid oder jeder ohne den ihr nicht leben könntet, der für euch wie eure Geschwister,.. ist?

    Zählt ihr adoptierte Geschwister zu “richtigen Geschwistern”? Oder nur unter bestimmten Bedingungen?

    Ab wann würdest du zu Familienmitgliedern sagen das sie nicht mehr zur Familie gehören (z.B. wenn jemand alle anderen schlecht behandelt,...)?

    #2
    Familie ist für mich sehr unterschiedlich besetzt. Zu meinen Eltern und meiner Tante und meinem kleinen Bruder habe ich ein sehr gutes Verhältnis.
    Zwischen mir und meinen Großeltern und meinem großen Bruder sind leider viele blöde Sachen gelaufen, aktuell haben wir keinen Kontakt.

    Aber Familie ist eben gerade deswegen Familie weil man die nicht einfach Einstanzen und vergessen kann. Im Zweifelsfall wäre ich immer für die da und hoffe auch sehr dass es Mal wider gut wird.

    Bei nicht Blutsverwandten kann ich das schlecht sagen, hatte die Situation nie.

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      #3
      Interessante Frage.
      Zuerst mal: Adoptiert oder nicht ist für mich kein Unterschied. Cousins von mir wurden adoptiert und ich wäre nie auf die Idee gekommen, dass es nicht meine "richtigen" Cousins sind - meine Tante sieht die beiden ja auch als ihre echten Kinder und sie ist die Mutter. Nicht Geburtsmutter (bzw. "Bauchmutter", wie die Kinder es nennen), aber Mutter.
      Ansonsten sehe ich im Normalfall eben meine Verwandten und Familienmitglieder als Familie an, aber es gibt Ausnahmen, z.B. gehört für mich zu Familie auch ein gewisses Maß an einem Gefühl, dass man zusammengehört und gemocht wird. Wenn man von einer Person durchgehend abgewertet und verspottet wird und es klar ist, dass da überhaupt keine Liebe oder wenigstens Toleranz/Respekt existiert, finde ich es verständlich, wenn man denjenigen dann nicht mehr als Familienmitglied betrachtet. Ich habe das vor Kurzem bei meinem Vater gemacht und es fühlt sich einfach richtig an, ihn nicht mehr als meinen Vater zu betrachten, weil ich dadurch weniger gekränkt bin, wenn er mal wieder Monologe führt, warum ich minderwertig wäre.

      Zu meiner engen Familie zähle ich meine Mutter, meine Großeltern und manchmal meinen Bruder - bin mir bei ihm nicht ganz sicher.

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        #4
        Familie sind für mich die Lebewesen, mit denen ich entweder blutsverwandt bin, oder die mir das Gefühl geben "zuhause zu sein", bzw. eine Verlängerung von mir selbst zu sein ohne die ein Stück von mir fehlen würde. Das kann z.B. ein romantischer Partner sein, Adoptivgeschwister, sehr enge Freunde, oder auch ein Haustier.

        Wenn ein Blutsverwandter sich deutlich daneben benimmt ist er zwar rein biologisch immer noch mein Familienmitglied, aber das bedeutet nicht dass ich diese Person weiterhin Teil meines Lebens sein lassen muss.

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          #5
          Interessantes Thema.

          Ich vermeide den Begriff ganz allgemein für meine Verwandtschaft. "Familie" beinhaltet für mich Zusammenhalt, Harmonie, Gemeinschaft, Respekt, Vergebung und Liebe. All das gibt es bei mir nicht. Wir sind ein hasserfüllter Haufen Scheiße, aufgesplittet in zwei Parteien. Daher habe ich vor einiger Zeit begonnen, dieses Gebilde nur noch ungern "Familie" zu nennen. Es ist keine für mich. Ich liebe trotzdem die einzelnen Personen an sich, auch wenn sie sich teilweise viel Mist erlaubt haben (aber das habe ich mir auch). Dementsprechend würde ich den Familienbegriff auch nicht auf andere Personen erweitern. Freunde sind für mich Freunde. Punkt.

          Adoptierte Geschwister würden natürlich Geschwister sein.

          Es gehört schon viel dazu, für sich persönlich jemanden aus der Verwandtschaft als nicht mehr zugehörig zu betiteln. Aber es gibt da bei mir auf jeden Fall eine Person, die das geschafft hat. Aber das ist entfernte Verwandtschaft und ich sehe die Sippe eh nicht, von daher passt es schon.
          Zuletzt geändert von Venom; 15.05.2019, 23:02. Grund: Noch mehr Bedeutungen des Begriffs "Familie" hinzugefügt.

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            #6
            Familie bedeutet für mich in erster Linie meine Eltern und ich, da ich ein Einzelkind bin.

            Ich wohne noch zu Hause bei meinen Eltern und das wird wahrscheinlich noch eine Zeit so bleiben.

            Wir verstehen uns in den meisten Punkten sehr gut, das liegt wahrscheinlich auch daran dass meine Eltern mich als gleichberechtigtes Familienmitglied sehen und mich selten bevormunden.

            Wegen meiner Situation (Handicap) wollten sie keine weiteren Kinder mehr damit sie mich so gut wie möglich unterstützen können was sie auch tun, manchmal ist mir das schon zu viel.
            Manchmal wünschte ich mir Geschwister und weniger Beachtung zu Hause!
            Aber ich kann mich echt nicht beschweren und bin froh sie zu haben!

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              #7
              Der Begriff Familie ist immer eine Momentaufnahme, die von den jeweiligen Lebensumständen abhängt. Früher waren es bei mir meine Eltern und ich, dazu noch unser Hund. Im Augenblick bin ich so weit von meinen Eltern entfernt, dass zwar immer noch das Gefühl Familie vorhanden ist, aber zunehmend in den Hintergrund tritt, da mein Lebensmittelpunkt inzwischen woanders ist.

              Mit meiner derzeitigen Partnerin bin ich noch nicht so lange zusammen, dass ich das Gefühl hätte, wir seien eine Familie, das kann sich aber im Laufe der Zeit durchaus ändern. In meinem derzeitigen Lebensabschnitt hat Familie nicht mehr den gleichen Stellenwert wie früher.
              In der Sonne der untergehenden Kultur werfen selbst Zwerge lange Schatten - Karl Kraus

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                #8
                Familie ist für mich schon sehr wichtig, aber unterschiedliche Familienmitglieder haben für mich eine andere Bedeutung. Mein Papa ist für mich der wichtigste Mensch meiner Familie und alle anderen kommen danach. Ich mache das davon abhängig welche Bindung ich zu einem Familienmitglied habe und wie oft ich diese Person sehe. Es gibt aber niemanden in meiner Familie, den ich hasse oder absolut nicht sehen will.
                Ich habe aber auch durch meine Mama und durch mein Papa unterschiedliche Arten vom Familienleben kennengelernt.
                Ich kenne von meiner Mama das "klassische" Bild einer Familie. Meine Mama, mein Stiefvater und ich. Meine Mama hat sich damals, als ich noch dort gewohnt habe, meistens um mich gekümmert und hat versucht alles perfekt zu machen, keine Fehler zu machen und mich zu einem "guten" Menschen zu erziehen. Ich musste, aber auch schnell lernen, dass ich für meinen Stiefvater nur das Kind seiner Frau bin und er mich nie wirklich als Kind annimmt in Bezug auf auch Verantwortung übernehmen oder sich auch kümmern. Ich sehe ihn deswegen nicht wirklich als Familienmitglied an sondern nur als jemand der dazu kam.
                Das Familienleben ist bei meinem Papa etwas anders. Zu Hause gibt es nur meinen Papa und mich als Familie. Er versucht auch nicht alles perfekt zu machen und sich dafür zu verbiegen. Meine kleine Schwester kommt manchmal dazu, aber eigentlich lebt sie bei ihrer Mutter. Sie ist meine Halbschwester, aber da mache ich keinen Unterschied. Wenn jemand fragt erkläre ich das, aber ansonsten sage ich immer nur "meine Schwester" wenn ich von ihr rede und nicht "meine Halbschwester". Die Partnerin von meinem Papa gehört für mich auch nicht zur Familie, aber das liegt eher dran, dass es bisher keine gab mit der er über mehrere Jahre zusammen war.
                Alle anderen Familienmitglieder also Omas, Opas, Tanten, Onkel etc. sind mir natürlich auch sehr wichtig. Ich sehe nur alle nicht unbedingt regelmäßig und habe zu machen daher nicht so eine enge Bindung, wie zu anderen.

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                  #9
                  Zitat von Leni05 Beitrag anzeigen
                  Sie ist meine Halbschwester, aber da mache ich keinen Unterschied. Wenn jemand fragt erkläre ich das, aber ansonsten sage ich immer nur "meine Schwester" wenn ich von ihr rede und nicht "meine Halbschwester".
                  Das finde ich spannend, denn es scheint verbreitet zu sein. Zumindest von meinem Freund kenne ich das auch; der hat eine Halbschwester und einen Halbbruder, aber sie immer nur "Schwester" und "Bruder" genannt. Dadurch war mir lange gar nicht klar, dass die eigentlich Halbgeschwister sind. Ich fand das erst komisch und habe mir gedacht, dass ich meine eigenen Halbgeschwister wohl auch als solche bezeichnen würde, aber das ist wohl eine Falschannahme, die darauf basiert, dass ich selbst nicht in dieser Situation stecke und es nicht nachvollziehen kann.

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                    #10
                    Zitat von Venom Beitrag anzeigen

                    Das finde ich spannend, denn es scheint verbreitet zu sein. Zumindest von meinem Freund kenne ich das auch; der hat eine Halbschwester und einen Halbbruder, aber sie immer nur "Schwester" und "Bruder" genannt. Dadurch war mir lange gar nicht klar, dass die eigentlich Halbgeschwister sind. Ich fand das erst komisch und habe mir gedacht, dass ich meine eigenen Halbgeschwister wohl auch als solche bezeichnen würde, aber das ist wohl eine Falschannahme, die darauf basiert, dass ich selbst nicht in dieser Situation stecke und es nicht nachvollziehen kann.
                    Es gab für mich einfach nie den Grund sie als meine Halbschwester zu bezeichnen. Wir haben den gleichen Papa, aber nicht die gleiche Mama. Das ist für mich trotzdem kein Grund. Sie ist doch trotzdem meine Schwester. Wenn wir die gleiche Mama und den gleichen Papa hätte, würde ich sie ja auch nicht als meine Ganzschwester bezeichnen ^^

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                      #11
                      Zitat von Venom Beitrag anzeigen

                      Das finde ich spannend, denn es scheint verbreitet zu sein. Zumindest von meinem Freund kenne ich das auch; der hat eine Halbschwester und einen Halbbruder, aber sie immer nur "Schwester" und "Bruder" genannt. Dadurch war mir lange gar nicht klar, dass die eigentlich Halbgeschwister sind. Ich fand das erst komisch und habe mir gedacht, dass ich meine eigenen Halbgeschwister wohl auch als solche bezeichnen würde, aber das ist wohl eine Falschannahme, die darauf basiert, dass ich selbst nicht in dieser Situation stecke und es nicht nachvollziehen kann.
                      Ist jetzt nicht ganz das selbe. Aber ich habe nie Tanten oder Onkel gehabt, aber alles in der "Groß"-form. Die wurden bei uns immer nur Tante und Onkel genannt. Hatten den Vorteil dass meine Eltern die ja auch schon so genannt haben.

                      Gab aber auch schon Mal Verwirrungen deswegen.

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                        #12
                        Bis auf die Mutter habe ich zum Rest der Verwandtschaft höchsten 1-2 mal im Jahr Kontakt (Weihnachten, Geburtstage und so Sachen, und selbst dann nicht immer).
                        Vor allem seit die Großeltern (bis auf eine Oma) alle gestorben sind schon ist das immer weniger geworden.
                        Hatte aber nie ein wirklich gutes Verhältnis zu den meisten (immer schlechter, je älter man geworden ist).
                        Durch jede Antwort entstehen neue Fragen...

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                          #13
                          Familie ist das Allerwichtigste, was man hat. Es ist ein Inner Circle, in den nicht jeder reinkommt es ist eine geschloßene Gemeinschaft, für mich sind es meine Eltern, mein Bruder, meine Freundin.
                          Ich finde es ganz interessant, dass meine Freundin weder Halbbruder noch Halbschwester als Teil ihrer "Familie" akzeptiert, was mich wiederum darin bestätigt, dass das Konzept der Patchworkfamilie große Scheiße ist, Blut ist eben dicker als Wasser.
                          "In my end is my beginning." - T.S. Eliot

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                            #14
                            Zitat von DerPate Beitrag anzeigen
                            Familie ist das Allerwichtigste, was man hat. Es ist ein Inner Circle, in den nicht jeder reinkommt es ist eine geschloßene Gemeinschaft, für mich sind es meine Eltern, mein Bruder, meine Freundin.
                            Ich finde es ganz interessant, dass meine Freundin weder Halbbruder noch Halbschwester als Teil ihrer "Familie" akzeptiert, was mich wiederum darin bestätigt, dass das Konzept der Patchworkfamilie große Scheiße ist, Blut ist eben dicker als Wasser.
                            Naja das ist aber Typsache. Kenne Familien da hab ich erst nach Jahren raus bekommen wie man da halb verwandt ist.
                            Außerdem ist ne Halbschwester ja auch Blut.

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                              #15
                              Das besondere an der Familie ist auch, dass es eine bedingungslose Liebe ist. Das findet man sonst nicht.

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