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Eigenes Buch

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    Eigenes Buch

    Hey ihr alle zusammen,
    ich bin gerade dabei mein eigenes Buch zu schreiben und ich würde mich freuen, wenn ihr meine Leseprobe lest und mir ehrlich sagt was ihr denkt. Erstmal zum allgemeinen. Es geht um ein 17 jähriges Mädchen namens Fiona, deren kleine Schwester gestorben ist. Fiona ist ziemlich mitgenommen davon und sieht keinen Sinn mehr im Leben. Bis sie auf einen Jungen trifft, der sie langsam zurück ins Leben holt. Viel spaß beim lesen und schon mal danke im vorraus. :* PS: Tut mir leid für die Länge XD

    Ich hasste es mit der S-Bahn zu fahren, vor allem wenn sie so voll war, dass man sich keinen Millimeter mehr bewegen konnte. So viele fremde Menschen, die mich berührten, anrempelten und mir auf die Füße traten. Meine Nerven waren zum Zereisen gespannt. Zu allem Übel hauchte mir jemand warm in den Nacken und rammte mir seinen Ellenbogen in den Rücken. Das war eindeutig zu viel. Ich musste hier raus und zwar sofort! Zum Glück kam die Bahn gerade zum Stehen. Ich quetschte mich bis zur Tür und drückte meinen Daumen auf den Sensor. Mit einem erlösenden Wusch Schwung die Tür auf. Ich stolperte auf den Bahnsteig und sog frische Luft in meine Lungen. Frisch konnte man nicht wirklich sagen. Bahnsteige hatten immer einen sehr eigenen Geruch. Jedenfalls gab es hier mehr Luft als in der überfüllten Bahn. Ich schaute mich um. Alle Menschen liefen hektisch durcheinander, rannten auf ihre Bahn oder verabschiedeten sich von ihren liebsten. Keiner achtete auf den anderen. Eine junge Frau zog zwei nörgelnde Kinder hinter sich her. Es gab eine Menge Gründe hier zu sein, doch ich hatte nur einen Grund. Raus aus Stuttgart. Ich hasste Stuttgart. Ich hasste die überfüllten Straßen, die stickige Luft und die vielen Menschen. Ich wollte einfach wieder zurück nach Hause, doch meine Eltern hatten sich entschieden ihr altes Leben, nach dem Tod meiner kleinen Schwester hinter sich zu lassen. Sie sind weggerannt, geflüchtet und haben sie alleine gelassen. Ich will zu ihr, mit ihr reden, Blumen an ihren Grabstein legen, Tränen für sie vergießen. Doch nun lebten wir in einer kleinen Wohnung, weit weg von Sara, in der es so schien als hätten meine Eltern nur ein Kind. Sie hatten alles was an Sara erinnerte weggeworfen. In Mülltonnen gestopft und den Deckel draufgemacht. Als könnten sie damit alle Erinnerungen an sie aus ihren Gedächtnissen löschen. Das einzige was sie mir gelassen haben waren die Bilder und das geflochtene Armband, dass Sara mir zu meinen 16ten Geburtstag geschenkt hatte. Kurz bevor sie starb. Ich wand mich zwischen den Menschen hindurch zum Hinterausgang und ging unter den ersten Bäumen hindurch. Nach der Ampel links und schon hatte ich endlich die ersten Blätter unter den Füßen. Die Autos konnten mir auf meinen Weg nicht folgen. Regnerisches Wetter hielt die Spaziergänger fern. Meine Schuhe trabten über die feuchte Wald Erde. Endlich war es still. Ich war allein. Vielleicht werde ich nie wieder zurück nach Hause gehen. Nie wieder in die Wohnung die mich zu erdrücken schien. Nie wieder in die Schule gehen, in der alle auf mir herumhackten. Nie wieder Fragen beantworten, auf die die Antworten gelogen waren. Ich konnte einfach hier bleiben. Allein. Ein Fahrradfahrer machte sich durch klingeln bemerkbar und raste an mir vorbei. Es waren immer noch zu viele Leute unterwegs. Ich verlies den Weg und trat rechts in den Wald. Kleine Zweige griffen nach meiner Kleidung und blieben an mir hängen. Äste knackten unter meinen Turnschuhen. Endlich konnte ich frei atmen. Die kalte Morgenluft strömte in meine Lungen und hinterließe ein kribbelndes Gefühl. Wolken tanzten von meinem Gesicht, lösten sich auf. Ich fröstelte und zog meine Jacke weiter zu. Tropfen vielen von den Bäumen und trafen meine Wange. In letzter Zeit hatte ich viel geweint. Seit dem Tod von Sara hatte ich immer Taschentücher dabei. Es kam vor, dass ich in Tränen ausbrach, in der Bahn, zu Hause, in der Schule. Was auch dazu führte, dass mich alle für einen Freak hielten. Sollten sie doch denken was sie wollten. Ich wollte mit den Menschen hier nichts zu tun haben. Ich wollte nicht mal hier sein. Meine Finger streiften einen Baum. Er fühlte sich rau unter meinen Fingern an. Ich blieb stehen und blickte in den Himmel. Ein Vogel geleitete durch die Lüfte. Wie gern wäre ich ein Vogel. Fliegen wohin ich wollte. Nicht gebunden an einen Ort, an dem ich nicht sein wollte. Eine Träne rollte über meine Wange und tropfte von meinem Kinn. In meiner Brust zog sich alles zusammen. Ein Schluchzen drang über meine Lippen. Das Loch in meiner Brust wurde größer. Es fühlte sich an, als würde jemand mir das Herz aus der Brust reisen. Ich sank auf die Knie und rollte mich zu einer kleinen Kugel zusammen, schlang meine Arme fest um meine Beine. Ich hatte das Gefühl, wenn ich jetzt meinen Griff lockere, auseinander zu fallen. Tränen rollten hemmungslos über meine Wangen und wurden von meiner Jeans aufgesogen. Ich wusste nicht, wie lang ich so verharrte, bis meine Tränen versiegten und ich meinen Griff locker konnte. Mit dem Handrücken wischte ich meine Wangen ab und putzte mir die Nase. Ich atmete tief durch um mich zu sammeln. Mein Magen knurrte so laut, dass ich erschrak. Erst jetzt bemerkte ich, dass ich kurz vor dem verhungern war. Ich machte mich auf den Weg zurück zur Bahnstation. In letzter Zeit aß ich viel weniger. Ich hatte zwar Hunger, doch mir wurde immer schon schlecht, wenn ich nur ans essen dachte. Ich überquerte die Ampel und nah die nächste Bahn zurück.
    Langsam trottete ich die vielen Stufen zu unserer Wohnung hoch. Schritt-Schritt, Schritt-Schritt, bis ich oben angelangt war. Ich kramte in meiner Jacke nach dem Schlüssel und schloss auf. Stickige Luft strömte mir entgegen. Ich hasse diese Wohnung. Die Tür viel hinter mir ins Schloss und sperrte mich ein. Ich vermied es so gut es ging die Wohnung zu betreten. Sie hatte sich seit unserem Einzug fast nicht verändert. Wir haben lediglich unsere Sachen, die noch übrig geblieben waren, in die Schränke verstaut. Das einzige was darauf hinwies, dass jemand hier lebte, war das Bild von Sara das ich mit einem Nagel verbotenerweise über meinem Bett aufgehengt hatte. Meine Eltern waren so oder so, so gut wie nie hier. Sie hatten sich in Arbeit gestürzt und kamen nur zum Schlafen nach Hause. Meine Mutter arbeitete den ganzen Tag im Büro und mein Vater in einer kleinen Werkstadt. Ich konnte tun und lassen, was ich wollte. Ich versicherte meiner Mutter immer wieder, dass ich jeden Tag zur Schule ging, doch es erstaunte mich, dass sie mir das wirklich glaubte. Ich ging jeden Morgen und kam wieder wenn meine Eltern aus dem Haus waren. Während alle anderen in meinem Alter in der Schule hockten, fuhr ich mit der Bahn umher, wanderte durch Stuttgart oder ging in den Wald. Und wenn ich doch ging, konnte ich mich nicht konzentrieren, brach in Tränen aus und wurde von meinen Klassenkammeraden gemobbt. (Auch ein Grund warum ich nicht zur Schule ging.) Es war gerade mal Mittag also setzte ich mich vor den Fernseher. Ich knipste durch alle Programme, doch es lief nur Scheiß. Schließlich blieb ich bei deiner Dokumentation über die Meere hängen. Sara hatte das Meer geliebt. Ihr größter Wunsch war es, einmal das Meer mit eigenen Augen zu sehen. Unsere Eltern hatte mit uns immer nur Urlaub in den Bergen gemacht, mit langen Wandertouren die wir beide hassten. Doch ihren Wusch konnten wir nicht mehr erfüllen. Wieder stiegen mir Tränen in die Augen und meine Brust zog sich zusammen. Ich wollte nicht weinen. Nicht schon wieder. Weinen war keine Lösung und verbrauchte nur unnötig Energie. Mein Magen beschwerte sich lautstark über fehlende Nahrung, also entschloss ich mich etwas zu essen. Es zumindest zu versuchen. Ich öffnete einen Schrank und nahm eine Tüte Fertigsuppe heraus. Nur noch Wasser warm machen und das Pulver einrühren. Suppe musste man wenigstens nicht kauen, dich ich war mir trotzdem nicht sicher, ob ich sie herunter bekomm und ob sie auch drinnen blieb. Ich füllte sie in einen Teller und setzte mich wieder vor den Fernseher. Langsam nahm ich einen Löffel und führte ihn zum Mund. Ich schluckte. Warm geleitete sie meine Speiseröhre herunter und breitete sich in meinem Magen aus. Das Gefühl war irgendwie schön, doch mir wurde schon wieder schlecht. Schnell nahm ich noch einen Löffel und schluckte. Ich hatte bereits den halben Teller leer gegessen als mir schlecht wurde. Ich sprang auf und rannte zum Waschbecken. Die Suppe kam würgend wieder aus mir heraus und ich spülte sie den Abfluss herunter. Auf meinen Zähnen hatte sich ein ekelhafter Belag gebildet. Ich ging ins Bad und schrubbte sie, biss mein Zahnfleisch anfing zu bluten. Obwohl es noch ziemlich früh war, beschloss ich ins Bett zu gehen. Ich zog nur meine Schuhe aus und legte mich hin. Wie jeden Abend weite ich mir die Augen aus dem Kopf, biss ich vor Erschöpfung einschlief.
    Zwei
    Sara spielte wie an jedem schönen Tag auf der Veranda vor unserem Haus. Sie malte mit Kreide kleine Kunstwerke auf das helle Holz. Ich sah’s auf unsere Hollywood Schaukel und las mein lieblingsbuch. Unsere Eltern waren ausgegangen und hatte mir die Verantwortung für Sara übertragen. Das Armband, das sie mir vor einer Woche geschenkt hatte kitzelte an meinem Handgelenk. Sara hatte bereits das Interesse an der Kreide verloren und kickte ihren Ball auf der Wiese hin und her. „Sara bitte pass auf dass dir der Ball nicht auf die Straße rollt“, rief ich ihr zu. „Ich kann auf mich selber aufpassen. Ich bin doch schon neun.“ Sie grinste mich an. Ihre blauen Augen blitzten und ich musste lachen. Sara nahm Anlauf und trat den Ball so fest sie konnte. Er flog hoch und landete auf der anderen Straßenseite. Sara rannte los. Ich sprang auf und sah wie ein Auto mit unglaublicher Geschwindigkeit in die Straße einbog und genau auf Sara zuhielt. „Sara pass auf“, schrie ich ihr panisch zu und rannte los. Sara blieb genau auf der Straße stehen und drehte sich zu mir um. Ich zeigte auf das Auto. Pure Angst spiegelte sich in ihren Augen. Warum blieb dieses verdammt Auto nicht stehen? Tränen rollten über meine Wangen und Sara verschwamm vor mir. „Fiona“ Panisch schaute sie mich an. „Sara, nein.“
    Schreiend und Schweißgebadet wachte ich auch. Mein Puls raste, mein Atem ging schnell. Ich zitterte am ganzen Körper und schluchzte. Tränen vielen von meinen Wangen und durchweichten meine Bettdecke. Ich schloss die Augen und versuchte mich zu beruhigen. Ich setzte mich auf und wiegte nicht hin und her. Immer wieder flüsterte ich: „Es war nur ein Traum. Es war nur ein Traum.“ Oft träumte ich von Saras tot. Ich durchlebte ihn immer wieder und wieder und es traf mich jedes Mal aufs Neue, mit einer härte, die mich zu zerreißen schien. Ich krallte meine Fingernägel in die Matratze, biss sich kleine mondförmige Risse bildeten. Langsam beruhigte sich mein Puls wieder und mein Atem ging langsamer. Die Tränen versiegten, ich hörte auf zu zittern. Es war noch dunkel. Die Zeiger auf meinem Wecker zeigten 3.00 Uhr. Einschlafen konnte ich jetzt bestimmt nicht mehr also beschloss ich aufzustehen und ging unter die Dusche. Das kalte Wasser prasselte auf meine Haut und wusch den letzten Rest des Traums aus meinen Knochen. Biss meine Finger runzlig wurden blieb ich stehen. Ich drehte den Han zu. Meine Haare rubbelte ich mit einem Handtuch trocken und kämmte sie durch. Ein so gut wie fremdes Mädchen starrte mich aus hellblauen Augen aus dem Spiegel an. Ich hatte mich nach Saras tot einen Monat nicht im Spiegel anschauen können. Wir hatten die gleichen Augen. Das war wahrscheinlich auch der Grund warum mich meine Eltern nicht mehr anschauen. Sie würden es nicht ertragen Saras Augen zu sehen. Sara hatte ihre Augen geliebt. Sie sagte immer: „Schau nur Fio, wenn ich in meine oder deine Augen schaue kann ich fast das Meer sehen.“ Doch sie wollte immer meine Haare haben, da sie meine sie sähen aus wie Lakritze. Sara liebte Lakritze. Bei der Erinnerung siegen mir wieder Tränen in die Augen. Ich ging zurück in mein Zimmer und zog eine Jeans und deinen dunkelgrünen Pulli an. Ich beschloss heute in die Schule zu gehen. Besseres hatte ich eh nicht zu tun. Ich schmiss einfach alles was auf meinem Schreibtisch lag in meinen Rucksack. Obwohl es noch ziemlich früh war machte ich mich auf den Weg. Ich trottete die Stufen herunter und trat in den Innenhof. Sara würde es hier bestimmt gefallen. Sie hätte mit ihrem kleinen Fahrrad Runden drehen können. Und mit den anderen Kindern aus dem Haus spielen. Die kalte Morgenluft lies mir einen Schauer über den Rücken laufen. Motten tanzten im fahlen Schein der Straßenlaterne. Ich lief die Straße herunter. Schritt-Schritt, Schritt-Schritt, wie eine gut funktionierende Maschine. So fühlte ich mich auch, taub, nicht wirklich leben, gefesselt an ein Leben, dass ich nicht leben wollte. Schritt-Schritt immer wieder. Irgendwann kam die Schule in Sicht. Ich hasste die Schule, ich hasste Savanna und ihre kleinen Hündchen die ihr auf Schritt und Tritt folgten. Sie hatten mich seit meinem ersten Tag auf dem Kieker. Mein Leben war schon scheiße genug, auch ohne sie. Schritt-Schritt, Schritt-Schritt lief ich die Stufen zum Eingang hinauf. Die Klinke fühlte sich kalt in meiner Hand an. Saras Hand hatte sich auch kalt angefühlt. Ich drückte die Klinke herunter, die Tür schwing auf. Ein leerer Gang ersteckte sich vor meinen Füßen. Schritt-Schritt lief ich auf das Klassenzimmer zu. Der Knauf war warm, das Klassenzimmer leer. Ich steuerte auf meinen Platz ganz hinten zu. Ich saß als einzige alleine. Niemand wollte neben jemand sitzen, der zu jeder Zeit in Tränen ausbrechen könnte. Mir war das grad recht. Ich wollte einfach meine Ruhe, was die Lehrer auch akzeptierten. Anfangs hatte sie mich noch aufgerufen, doch da ich eh nie eine Antwort gab, ließen sie mich in Ruhe. Mein Rucksack machte ein Dumpfes Geräusch als ich ihn auf den Boden fallen ließ. Ich setzte mich, legte meinen Kopf auf den Tisch und wartete.
    „Hey schaut mal, er uns mit seiner Anwesenheit beehrt.“, schnatterte Savanna. Cynthia kicherte vor sich hin. Ich hätte doch lieber zu Hause bleiben sollen, schoss es mir durch den Kopf.
    „Hast du etwa wieder vor in Tränen auszubrechen?“ Savanna grinste mich hinterlistig an.
    „Lass Fiona in Ruhe!“, brummte Gorden vor sich hin. Gorden war der Einzige der nett zu mir war, die anderen hackten entweder auf mir rum oder ignorierten mich vollkommen, was mir am liebsten war. Savanna warf ihre roten Haare nach hinten und lies sich auf ihren Platz fallen. Cynthia ließ sich neben sie gleiten und beide begannen sofort zu tuscheln an und warfen mir verstohlene Blicke zu. Ich ignorierte die beiden einfach und lies meinen Kopf wieder auf den Tisch sinken. Herr Georg betrat den Raum, bat alle sich hinzusetzen und still zu sein.
    „Ich habe eine Ankündigung zu machen“, verkündete Herr Georg feierlich.
    „Ihr werdet ab heute einen neuen Klassenkammeraden haben. Darf ich euch vorstellen Samuel Night. Er kommt aus Berlin uns ist vor kurzem hergezogen. Heißt ihn alle herzlich willkommen.“ Ich hob meinen Tisch nicht von der Tischplatte. Ich wollte gar nicht wissen, wie dieser Typ aussah.
    „Am besten setzt du dich neben Fiona, sonst ist kein Platz mehr frei.“
    Na toll, jetzt musste ich meinen Tisch auch noch mit jemandem teilen. Schritte näherten sich meinem Platz. Ich hörte den Stuhl über den Boden schaben, schwarze Boots und Jeans schoben sich in mein Blickfeld. Super, einer der sich für ganz cool hält. Ich hörte wie Savanna zu Cynthia sagte: „Der Arme muss neben diesem Freak sitzen. Er tut mir wirklich leid.“
    Ich tat mir auch leid.
    „Hey ich bin Samuel. Du kannst mich aber auch Sam nennen.“ War das an mich gerichtet? Zur Sicherheit nickte ich einmal, sagte aber nichts geschweige denn hab meinen Blick. Herr George bat uns alle unsere Bücher herauszuholen, doch ich rührte keinen Finger. Ich hatte meine Bücher sowieso nicht dabei.
    „Hast du deine Bücher dabei, denn ich hab meine noch nicht bekommen.“, fragte Samuel. Als Antwort schüttelte ich nur wieder den Kopf. Herr George begann über den Satz den Pythagoras zu reden. Ich schaltete auf Durchzug. Wozu brauchte ich bitte Mathe. Ich würde nie eine Seite eines Dreiecks ausrechnen müsse. Verträumt betrachtete ich das Armband von Sara. Es war wirklich hübsch. Weiße und blaue Fäden verschlungen sich. Es schien als würden sich die blauen Fäden bewegen, wie wellen auf dem Meer. Als Sara er mir schenke, sagte sie: „Jetzt trägst du immer ein Teil von mir mit dir.“ Bei der Erinnerung stiegen mir die Tränen in die Augen. Ich ertrug den ganze Mathe scheiß nicht mehr. Ich musste hier raus. Mein Stuhl quietschte über den Boden als ich aufstand und nach meinem Rucksack griff. Ein Schluchzen stieg in meiner Brust empor. Ich musste hier raus und zwar schnell. Durch den Tränenschleier sah ich nicht, dass Savanna mir ihren Fuß in den Weg streckte. Ich blieb daran hängen und konnte mich grad noch mit den Händen abfangen. Alle fingen an zu lachen. Savanna schenke mir ein hämisches Lächeln. Schnell rappelte ich mich auf und stürmte zur Tür. Ich stolperte in den Flur und steuerte auf die Flügeltür zu. Ich schaffte es nicht mehr bis aus der Schule, bevor ich zusammenbrach. Ich lies mich an der Wand hinuntergleiten und lies meinen ganzen Schmerz freien Lauf. Das Loch in meiner Brust wurde wieder größer. So fest ich konnte schlang ich meine Arme um die Beine und drückte mein Gesicht auf die Knie. Ich hörte wie eine Tür geöffnet wurde und wieder ins Schloss viel. Schritte näherten sich mir und kamen vor mir zum Stehen. Jemand ließ ich neben mir die Wand hinuntergleiten. Ich schlossmeine Augen fester, unterdrückte ein Schluchzen und versuchte ruhig zu atmen.

    #2
    Ich schließe hier.
    Bitte nutze wie alle anderen den Sammelbeitrag.

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