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    #31
    Zitat von Stezwy Beitrag anzeigen
    Wie läuft das denn Online ab? Also wenn man jetzt in einem Raum mit einem Coach sitzt, kann der ja das Geschriebene gleich korrigieren aber online wenn du dann zu Hause sitzt und was schreibst, wirst du den Text dann ja nicht in die Webcam halte?
    Ich habe ja keine Ahnung, was du die letzten Monate getan hast, aber in meinem Umfeld haben die allermeisten ihren Erfahrungsschatz, was digitales Zusammenarbeit angeht, enorm erweitert. Man kann ja bei weitem nicht nur Videocalls machen. Bei mir läuft läuft das in der Schreibwerkstatt so ab, dass auf meine Möglichkeiten eingegangen wird und eine Lösung gefunden wurde, die für mich gut passt. Man darf ja nicht vergessen, dass nicht alle Autoren auch die gleichen technischen Möglichkeiten haben. Und in Summe gibt es inzwischen ja einiges, angefangen von "altmodischen" Telefonaten über Emails bis hin zu Zoom oder Teams.

    ​​​​​​​Auch was die Uni angeht, wurde bei uns auch schon vor dem letzten Jahr einiges an Gruppenarbeiten online über die Cloud gemacht. Oder eLearning Plattformen. Ich muss sagen, dass ich es eigentlich wesentlich angenehmer finde, wenn Texte von mir direkt in Word lektoriert werden oder auch Kommentare zu bestimmten Textstellen geschrieben werden können. Erspart einem auch den Teil, dass manche Mitstudierenden oder Lehrenden eine solche Sauklaue haben, dass man handschriftliche Anmerkungen nicht entziffern könnte.


    Zitat von Stezwy Beitrag anzeigen
    Auch wenn du es in deinem Beispiel nett verpackst, bleibt bei mir letztlich nur die Kritik hängen.
    Ich finde halt wenn man alles immer so darstellen möchte, wird man viele Menschen treffen, die dann die Kritik nicht verstehen (können/wollen). Daher sage ich das lieber gerade raus. Dann ist es auch sicher, dass man es verstanden hat. Ich verstehe schon, dass es in der Gesellschaft in diese Richtung geht - keine Vorschriften, keine Grenzen, keine klaren Linien,...- aber ich sehe dabei eben auch die negativen Aspekte, die dadurch kommen.
    Anstatt beleidigt zu sein wenn man Kritik bekommt, sollte man sich eventuell mal damit beschäftigen. Vor allem wenn man weiß, dem Menschen geht es nicht nur um die Kritik sondern um mich als Person.
    Aber bitte, du wirst mit deiner Vorgangsweise leben, ich mit meiner
    Wenn man gar nicht mit Kritik oder Feedback umgehen will, wird man auch einiges an Entwicklungspotential ungenutzt lassen, ja. Aber ich denke, dann wendet man sich auch gar nicht erst an eine Schreibwerkstatt? Außer halt, man benötigt sowas wie ein Ghostwriting oder so... das gibt's ja auch! Mir geht es aber schon darum selbst über mich hinauszuwachsen und neue Schreib-Skills zu entwickeln.

    Du hast natürlich Recht damit, dass man auch verstehen oder lernen muss, dass man als Autor nicht selbst kritisiert wird, wenn es zu Kritik am Text kommt. Und ja, ich geb's zu: Mir fällt es nicht von Natur aus leicht eine gewisse professionelle Distanz zu meinem eigenen Werk einzunehmen. Umso wichtiger ist es aber zu lernen die Emotionen etwas herauszunehmen, oder nicht?

    Bei Novum finde ich es sehr angenehm, dass ein Gefühl der gegenseitigen Wertschätzung herrscht und es eine offene Feedbackkultur gibt. Also Schreiberling fühle ich mich gut unterstützt, aber ja, man muss Bereitschaft mitbringen auch aus eigenen Fehlern lernen zu wollen. Und ohne darauf hingewiesen zu werden, geht es leider nicht. Wenn aber nicht mein ganzes Werk, mit dem ich mich emotional verbunden fühle, verrissen wird, sondern einzelne Kritikpunkte offen gelegt und begründet werden, fällt es mir auch leichter das anzunehmen und daran zu arbeiten. Es geht mir ja nicht nur darum irgendwas zu schreiben, es soll im besten Fall ja auch bei Lesern gut ankommen!

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      #32
      Hallo ihr Lieben, ich habe jetzt erst mitbekommen, dass ihr hier über meine vor Jahren gestellte Frage diskutiert! :-) Schön zu sehen, dass man auch so viel Zeit danach noch etwas Positives daraus ziehen kann bzw. andere zum Diskutieren anregt! :-)

      highetta, du brauchst dir gar keine Sorgen machen, dass das Veröffentlichen deines Buches noch weit weg ist – irgendwo muss man schlussendlich mal beginnen und wenn du dich jeden Tag ein wenig hinsetzt und an deinem Manuskript schreibst, wirst du sehen, dass du schneller vorankommst, als du anfangs noch gedacht hättest. Ich kann auch gut nachvollziehen, dass du dich während des Schreibprozesses nach Hilfe umsehen möchtest. Mir haben die Erfahrungen von anderen auch sehr beim „Finish“ meines Manuskriptes geholfen. Ich empfand den Austausch sehr motivierend und ich konnte wirklich einiges mitnehmen.

      Du schreibst, dass du mit Aufsätzen und auch mehrseitigen Arbeiten zu einem Thema bzw. gut klarkommst, aber mit dem Schreiben eines Buches vor neuen Schwierigkeiten bzw. Herausforderungen stehst – das ist ganz normal, kann ich dir versichern. Es ist anfangs schon etwas aufwendig, mal seine Gedanken zu sortieren und auch wirklich einen roten Faden aufs Papier zu bringen. Mit der Zeit wird das allerdings immer besser. Aber du wirst sehen, dass du deine Texte immer wieder bearbeiten und überarbeiten musst. Und verabschiede dich schon mal von deinem Perfektionismus. Man ist nie 100 Prozent mit seinem Text zufrieden. Und wenn, dann kann das am nächsten Tag schon wieder ganz anders aussehen. Da muss man den Text auch einfach mal Text sein lassen und du musst selbst davon überzeugt sein, dass der Text gut ist, so wie er ist. Bei Schreibwerkstätten kannst du dir auch immer wieder gute Ratschläge von Experten holen und dann wirst du auch feststellen, wie gut dein Text im Endeffekt ankommt. :-) Aber wie ich sehe, hast du das sowieso schon gemacht. :-) Das finde ich super. Ich kann gut nachvollziehen, dass du auch schon während des Schreibprozesses Feedback von erfahrenen Autoren und so weiter bekommen möchtest. So kann man als Neuautor auch besser einschätzen, ob man nun in die richtige Richtung geht oder ob man nicht doch mal links oder rechts abbiegen sollte, um nochmal die Kurve zu kriegen. ;-)

      Du sprichst auch an, wie sich die digitale Zusammenarbeit in den letzten Monaten entwickelt hat. Das war ja wirklich eine „Kehrtwende“, würde ich sagen – ich merke das zum Beispiel auch bei Vorlesungen an der Uni. Da wurde vor Corona-Zeiten so gut wie nie eine Vorlesung online gestellt. Mittlerweile ist alles online und man kann sich die Zeit viel freier einteilen, wenn die Vorlesungen aufgezeichnet worden sind und die Videos auch im Nachhinein angesehen werden können. Für mich ist das deutlich einfacher, weil ich weiß, dass ich so diszipliniert bin und mich hinsetzen und lernen werde. Ich kann mir die Zeit nämlich prinzipiell gut einteilen. Andere Studierende haben da aber eher ihre Probleme. Sie brauchen diesen „Druck“ bzw. „Ansporn“, um produktiv zu sein. Jetzt schieben sie aber ihre Aufgaben immer wieder hinaus und irgendwann „platzt dann die Bombe“ und sie merken, dass sie den Stoff nicht mehr aufholen können… ein kleiner Nervenzusammenbruch ist so also vorprogrammiert. ;-) Was lernen wir daraus: Immer schön am Ball bleiben!

      Daher ist es auch ganz praktisch, dass du ständig im Austausch mit den Experten bist. So läufst du gar nicht in die Gefahr, mal nichts zu machen und arbeitest kontinuierlich an deinem Manuskript, besserst es aus und entwickelst nach und nach auch einen besseren Schreibstil. Und du musst dir immer vor die Augen halten, für WEN du eigentlich schreibst. Wenn deine Texte deinen Lesern Spaß bereiten, dann hast du deine Aufgabe als Autorin erfüllt. :-) Aber ich weiß, wie viel Arbeit wirklich dahintersteckt. :-)

      Stezwy, das mit der Kritik bzw. dem Feedback ist halt so eine Sache… Das ist auch immer sehr individuell abhängig, ne? Manche haben so ein großes Selbstvertrauen und sehen in einer Kritik, die zwischen zwei positiven Äußerungen verpackt ist, nur das Positive und bilden sich daraufhin etwas ein und denken, sie wären schon gut genug und müssten sich nicht weiter verbessern. Andere sind eher sehr selbstkritisch und nehmen nur das Negative einer Kritik wahr, aber setzen die Kritik gar nicht mehr in den Kontext und schlussendlich sind sie dann demotivierter als davor. Ein Mittelweg wäre hier die richtige „Medizin“. Es gibt nämlich IMMER Verbesserungsbedarf, egal bei was – aber dann darf man sich auch nicht selbst schlechtreden. Es wäre besser, wenn man eher das Positive sieht und sich damit beschäftigt, wie man das Positive noch besser gestalten könnte und Negatives in Positives umzuwandeln. Okay – zugegeben – das ist einfacher gesagt, als getan. ;-)

      Mir persönlich hat das Feedback, das ich erhalten habe, immer gutgetan und ich wusste so dann auch, woran ich KONKRET arbeiten kann, um das Manuskript zu verbessern. Da ist wirklich von A bis Z alles dabei. Stylesheets helfen dir zum Beispiel am Anfang des Schreibprozesses bei der Strukturierung des Manuskripts. So kannst du auch sicher gehen, dass du die Textsortenkonventionen einhältst. Gegen Ende kannst du dir konkrete Anregungen holen, was beispielsweise die Kohärenz/Handlung deines Textes betrifft, den Aufbau generell, Stil, Charaktere, und vieles mehr. Und dazwischen hast du natürlich unendlich viel Spielraum und kannst auch an verschiedenen Aspekten arbeiten, je nachdem, wo du eben Hilfe brauchst – also auch bei Stil, Nachvollziehbarkeit bzw. Kohärenz und Kohäsion, Textsortenkonventionen, Ausdruck, und was weiß ich, was es da noch alles gibt... :-)

      Also zusammengefasst finde ich, dass Feedback immer so konkret wie möglich sein sollte, damit man weiß, woran man spezifisch arbeiten kann. Ein „ja, einige Passagen haben mir gut gefallen, dazwischen ein paar wenige“ ist zwar prinzipiell ein, sagen wir mal, eher positiveres Feedback, aber ohne Konkretisierung weißt du damit auch nicht viel anzufangen.

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        #33
        Zitat von highetta Beitrag anzeigen

        Wenn man gar nicht mit Kritik oder Feedback umgehen will, wird man auch einiges an Entwicklungspotential ungenutzt lassen, ja. Aber ich denke, dann wendet man sich auch gar nicht erst an eine Schreibwerkstatt?
        Denke es gibt aber auch Menschen, die erwarten gar keine Kritik und erhoffen sich dann von so einer Schreibwerkstatt oder den Menschen, die dort arbeiten, nur Lob. Dann kommt das böse erwachen Und dann sind diese Leute eben unzufrieden. Das kann ich mir auch sehr gut vorstellen, dass es so bei einigen abläuft.

        Zitat von highetta Beitrag anzeigen

        Du hast natürlich Recht damit, dass man auch verstehen oder lernen muss, dass man als Autor nicht selbst kritisiert wird, wenn es zu Kritik am Text kommt. Und ja, ich geb's zu: Mir fällt es nicht von Natur aus leicht eine gewisse professionelle Distanz zu meinem eigenen Werk einzunehmen. Umso wichtiger ist es aber zu lernen die Emotionen etwas herauszunehmen, oder nicht?
        Man wird es lernen müssen. Man stelle sich nur mal vor man veröffentlicht sein Buch und die Kritik ist dann niederschmetternd. Dann kann man auch nicht Amok laufen
        Naja die Emotionen sehe ich hier nicht so als Problem. Eher dann der eigene Umgang mit der Kritik. Aber da sehe ich eben den Unterschied in der Kritik. Wenn das jetzt nach der Veröffentlichung des Buches ist, sagen wir jemand in einem Magazin, dann ist dem der Autor ja im Grunde egal. Wenn da Kritik geäußert wird, ist das ja keine konstruktive Kritik mehr. Das ist einzig und alleine Kritik, um sie zu verkaufen, Öffentlichkeit zu erzeugen, Aufmerksamkeit zu erhalten. Diese Kritik kann ich ja nicht mit der Kritik meines Coaches vergleichen. Der Coach übt ja die Kritik weil er will, dass man sich dadurch bessert. Da ist die Intention ja eine ganz andere. Hier sollten ja meiner Meinung ja keine Emotionen aufkommen.
        Beim ersten Beispiel würde ich mich auch ärgern, da kann ich dann die Emotionen verstehen. Aus der Kritik kann man dann auch nichts mitnehmen. Das ist dann keine Kritik, die mich weiterbringen soll. Das ist einzig und allein Kritik, die den Kritiker ins Rampenlicht stellen soll.

        Zitat von sommersummer Beitrag anzeigen
        Stezwy, das mit der Kritik bzw. dem Feedback ist halt so eine Sache… Das ist auch immer sehr individuell abhängig, ne? Manche haben so ein großes Selbstvertrauen und sehen in einer Kritik, die zwischen zwei positiven Äußerungen verpackt ist, nur das Positive und bilden sich daraufhin etwas ein und denken, sie wären schon gut genug und müssten sich nicht weiter verbessern. Andere sind eher sehr selbstkritisch und nehmen nur das Negative einer Kritik wahr, aber setzen die Kritik gar nicht mehr in den Kontext und schlussendlich sind sie dann demotivierter als davor. Ein Mittelweg wäre hier die richtige „Medizin“. Es gibt nämlich IMMER Verbesserungsbedarf, egal bei was – aber dann darf man sich auch nicht selbst schlechtreden. Es wäre besser, wenn man eher das Positive sieht und sich damit beschäftigt, wie man das Positive noch besser gestalten könnte und Negatives in Positives umzuwandeln. Okay – zugegeben – das ist einfacher gesagt, als getan. ;-)
        Ich finde es halt schade, dass man nur sehr wenige Dinge offen ansprechen kann. Wie oben geschrieben ist für mich eben die Intention dahinter wichtig.
        Das Lob ist zwar schön, aber um weiterzukommen muss man ja die negativen Punkte ändern. Also sollte der Fokus auch darauf liegen. Was positiv läuft, weiß ich auch meistens selbst, da brauche ich dann keine schönen Worte. Vielleicht hin und wieder um einen daran zu erinnern, dass man hier genauso weitermachen sollte.
        Aber vielleicht ist das auch mein Zugang weil ich das vom Sport her so gewohnt war. Vielleicht habe ich es da in frühen Jahren schon so gelernt und deshalb ist es für mich jetzt so vollkommen normal.

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          #34
          Zitat von sommersummer Beitrag anzeigen
          du brauchst dir gar keine Sorgen machen, dass das Veröffentlichen deines Buches noch weit weg ist – irgendwo muss man schlussendlich mal beginnen und wenn du dich jeden Tag ein wenig hinsetzt und an deinem Manuskript schreibst, wirst du sehen, dass du schneller vorankommst, als du anfangs noch gedacht hättest. Ich kann auch gut nachvollziehen, dass du dich während des Schreibprozesses nach Hilfe umsehen möchtest. Mir haben die Erfahrungen von anderen auch sehr beim „Finish“ meines Manuskriptes geholfen. Ich empfand den Austausch sehr motivierend und ich konnte wirklich einiges mitnehmen.
          Stimmt schon, jeder Weg beginnt mit dem ersten Schritt. Und wenn man einen Schritt nach dem anderen nimmt, hat man irgendwann, vielleicht sogar ohne es zu merken, schon ein gutes Stück des Weges geschafft oder ist dem Ziel vielleicht nahe. Supercool, dass du den Weg zu Buch scheinbar schon bis zum Schluss gegangen bist! Und ja, dass man da von professioneller Unterstützung sehr profitiert, glaube ich gerne. Ich mag nicht generell gegen Selfpublishing wettern, aber oft genug merkt man bei Werken, die im Eigenverlag herausgegeben wurden, halt doch einen Mangel an Qualität. Selbst- und Fremdwahrnehmung sind nun mal in den seltensten Fällen einfach so deckungsgleich.

          Zitat von sommersummer Beitrag anzeigen
          Du schreibst, dass du mit Aufsätzen und auch mehrseitigen Arbeiten zu einem Thema bzw. gut klarkommst, aber mit dem Schreiben eines Buches vor neuen Schwierigkeiten bzw. Herausforderungen stehst – das ist ganz normal, kann ich dir versichern. Es ist anfangs schon etwas aufwendig, mal seine Gedanken zu sortieren und auch wirklich einen roten Faden aufs Papier zu bringen. Mit der Zeit wird das allerdings immer besser. Aber du wirst sehen, dass du deine Texte immer wieder bearbeiten und überarbeiten musst. Und verabschiede dich schon mal von deinem Perfektionismus. Man ist nie 100 Prozent mit seinem Text zufrieden. Und wenn, dann kann das am nächsten Tag schon wieder ganz anders aussehen. Da muss man den Text auch einfach mal Text sein lassen und du musst selbst davon überzeugt sein, dass der Text gut ist, so wie er ist. Bei Schreibwerkstätten kannst du dir auch immer wieder gute Ratschläge von Experten holen und dann wirst du auch feststellen, wie gut dein Text im Endeffekt ankommt. :-) Aber wie ich sehe, hast du das sowieso schon gemacht. :-) Das finde ich super. Ich kann gut nachvollziehen, dass du auch schon während des Schreibprozesses Feedback von erfahrenen Autoren und so weiter bekommen möchtest. So kann man als Neuautor auch besser einschätzen, ob man nun in die richtige Richtung geht oder ob man nicht doch mal links oder rechts abbiegen sollte, um nochmal die Kurve zu kriegen. ;-)
          Das mit dem ständigen Überarbeiten habe ich schon gemerkt, die Frage ist halt, ob man jemals zufrieden genug sein wird, um sich dann wirklich an eine Veröffentlichung heranwagen zu können. Wie wusstest du, dass die Zeit für den nächsten Schritt reif war? Mein Perfektionismus und die damit verbundenen Selbstzweifel sind tatsächlich etwas, das mir im Leben öfter im Weg steht. Das ist mir bewusst und ich arbeite daran. Es wird auch besser, aber wie schafft man es an einen Punkt zu kommen, wo man sagt, dass das eigene Manuskript jetzt wirklich gut genug ist?

          In der Schreibwerkstatt habe ich jetzt erst mal kein Literaturgutachten in Anspruch genommen, sondern Schreibübungen. Es geht also gerade eher um grundlegende Fertigkeiten und Handwerkszeug, was das Schreiben angeht. Aber das bringt mich gerade echt weiter und hilft mir sogar auch mehr Selbstvertrauen zu entwickeln. Nicht, weil ich nur gelobt würde, sondern weil ich merke, wie ich durch die kompetente Unterstützung besser werde.

          Zitat von sommersummer Beitrag anzeigen
          Du sprichst auch an, wie sich die digitale Zusammenarbeit in den letzten Monaten entwickelt hat. Das war ja wirklich eine „Kehrtwende“, würde ich sagen – ich merke das zum Beispiel auch bei Vorlesungen an der Uni. Da wurde vor Corona-Zeiten so gut wie nie eine Vorlesung online gestellt. Mittlerweile ist alles online und man kann sich die Zeit viel freier einteilen, wenn die Vorlesungen aufgezeichnet worden sind und die Videos auch im Nachhinein angesehen werden können.
          Wenn es nur um Aufnahmen geht, würde ich das eher mit Youtube-Tutorials vergleichen. Sind oft sehr nützlich, aber der persönliche Austausch fehlt anders. Das ist bei meinen Schreibübungen zum Glück anders. Und ich finde, dass es auch bei Uni-Lehrveranstaltungen immer auch eine Möglichkeit zum persönlichen Austausch geben sollte, damit eben auch auf individuelle Fragestellungen eingegangen werden kann.

          Zitat von sommersummer Beitrag anzeigen
          Ein Mittelweg wäre hier die richtige „Medizin“. Es gibt nämlich IMMER Verbesserungsbedarf, egal bei was – aber dann darf man sich auch nicht selbst schlechtreden.
          Das heißt, du würdest jetzt auch einiges anders machen? Oder meinst du damit ein nächstes Buch?

          Zitat von Stezwy Beitrag anzeigen
          Denke es gibt aber auch Menschen, die erwarten gar keine Kritik und erhoffen sich dann von so einer Schreibwerkstatt oder den Menschen, die dort arbeiten, nur Lob. Dann kommt das böse erwachen
          Wenn man Dienstleistungen in Anspruch nimmt, sollte man halt immer vorher definieren, welche Erwartungshaltung man hat und wie das Angebot aussieht. Wenn das unter einen Hut geht, feine Sache. Wenn nicht, ist man vielleicht an der falschen Stelle. Ich erwarte von erwachsenen Menschen ehrlich gesagt schon, dass sie in der Lage sind mündige und selbstverantwortliche Entscheidungen zu treffen und dann dazu zu stehen.

          Zitat von Stezwy Beitrag anzeigen
          Man wird es lernen müssen. Man stelle sich nur mal vor man veröffentlicht sein Buch und die Kritik ist dann niederschmetternd. Dann kann man auch nicht Amok laufen
          Naja die Emotionen sehe ich hier nicht so als Problem. Eher dann der eigene Umgang mit der Kritik.
          Man muss ja nicht zwingend gleich das ganze Buch veröffentlichen. Ich habe gesehen, dass es sowohl im Rahmen von Schreib-Challenges, als auch in Eigenregie möglich ist Textproben oder einzelne Kapitel zum Beispiel in den regelmäßig erscheinenden Novum Anthologien zu veröffentlichen. Dann kann man schon mal ein breites Publikum an Lesern erreichen und austesten, wie das Feedback so ausfällt. Gibt dann natürlich auch keine Garantie, dass das eigene Werk ein Bestseller wird, aber die gibt es nie. Selbst Goethe oder J. K. Rowling hatten meines Wissens in der Anfangszeit mit Starschwierigkeiten zu kämpfen. Etwas Glauben an sich selbst muss man wohl schon mitbringen, wenn man nicht ausschließlich für sich alleine schreibt.

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            #35
            Zitat von highetta Beitrag anzeigen
            Wenn man Dienstleistungen in Anspruch nimmt, sollte man halt immer vorher definieren, welche Erwartungshaltung man hat und wie das Angebot aussieht. Wenn das unter einen Hut geht, feine Sache. Wenn nicht, ist man vielleicht an der falschen Stelle. Ich erwarte von erwachsenen Menschen ehrlich gesagt schon, dass sie in der Lage sind mündige und selbstverantwortliche Entscheidungen zu treffen und dann dazu zu stehen.
            Da bin ich ganz bei dir! Wenn man Angst hat vor Kritik dann sollte man es lieber gleich sein lassen. Oft muss man halt auch mal ganz klar gezeigt bekommen was falsch ist. Nur so kann man sich dann auch weiterentwickeln. Natürlich muss man dann die Kritik auch noch annehmen können und auch den Ehrgeiz haben sich weiterentwickeln zu wollen. Aber wenn man schon so einen Schritt geht, sollte das ja zumindest gegeben sein. Wenn beispielsweise der Coach sagt, man macht etwas falsch, dann will der ja auch, dass man sich verbessert. Daher kann man die Worte schon mal an sich ranlassen und es auch ernsthaft mit der Umsetzung versuchen.

            Zitat von highetta Beitrag anzeigen
            Man muss ja nicht zwingend gleich das ganze Buch veröffentlichen. Ich habe gesehen, dass es sowohl im Rahmen von Schreib-Challenges, als auch in Eigenregie möglich ist Textproben oder einzelne Kapitel zum Beispiel in den regelmäßig erscheinenden Novum Anthologien zu veröffentlichen. Dann kann man schon mal ein breites Publikum an Lesern erreichen und austesten, wie das Feedback so ausfällt. Gibt dann natürlich auch keine Garantie, dass das eigene Werk ein Bestseller wird, aber die gibt es nie. Selbst Goethe oder J. K. Rowling hatten meines Wissens in der Anfangszeit mit Starschwierigkeiten zu kämpfen. Etwas Glauben an sich selbst muss man wohl schon mitbringen, wenn man nicht ausschließlich für sich alleine schreibt.
            Ich denke das ist dann aber eher als Übung zu verstehen. Also sehe da weniger Sinn darin dann immer Textausschnitte eines ganz fertigen Buches zu veröffentlichen um zu sehen wie es ankommt. Ich denke da ist dann die Kritik eher ein Hinweis was man eventuell am eigenen Stil ändern muss oder wie es vielleicht besser wäre Charaktere auszubauen. Wenn das ganze Buch schon fertig ist, wird man ja wohl nicht alles mehr ändern. Also da würde ich zumindest den Sinn hinter solchen Wettbewerben sehen. Da geht es mehr ums Training und darum Erfahrungen zu sammeln.
            Selbst die genannten Autoren werden aber wohl nicht mit dem ersten halbfertigen Buch eine Veröffentlichung angestrebt haben. Ich weiß es natürlich nicht aber ich kann mir nur schwer vorstellen, dass Harry Potter das erste ist was aus der Feder von J.K. Rowling stammt. Von mir aus kann es ja auch noch das erste veröffentliche Buch sein. Wie viel sie aber schon im Vorfeld "trainiert" hat und ständig geübt hat, sieht man ja nicht. Wenn dann so ein Buch großen Erfolg hat, glauben wohl einige da ist davor nichts abgelaufen. Naja ehrlich gesagt woher sollen sie das auch wissen, wird ja nie gezeigt. Aber annehmen kann man es schon und das verändert dann natürlich vieles. Von 0 auf 100 geht es wohl auch hier nicht. Daher heißt es eben viel Üben und Erfahrungen sammeln. Dann, irgendwann, kann man mal versuchen ein Buch zu veröffentlichen. Da braucht es aber viele Erfahrungen und man sollte auch schon viel gelernt haben. Dann klappt es auch mit dem eigenen Buch. Ob dann auch noch der Erfolg dazu kommt, steht aber trotzdem in der Sternen.

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