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Fahrassistenzsysteme im Auto

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    #76
    Mir macht das Angst. Die Technik ist nie besser als der Mensch, vor allem heute, wo alles schnellschnellschnell und billig entwickelt werden muss und Kaufleute statt Ingenieuren beschließen, wie was gemacht wird. Da geht eher mal was kaputt und schon ist der Wurm drin, und es kann eventuell was Schlimmes passieren. Am Ende passiert dann doch was, das auf die Technik geschoben werden kann. Ich bin skeptisch!

    Für mich persönlich ist das alles letzten Endes auch mehr oder weniger ein "Versuch", dem Kunden häufiger neue Autos verkaufen zu können, die häufiger kaputt gehen, je mehr Elektronik sie haben. Und es ist für mich ein Argument mehr, weiterhin an meinem Audi 100 festzuhalten: Baujahr 1994, vollverzinkt, kaum Elektronik und das aus einer Zeit, wo Ferdinand Piech Audi groß gemacht hat und Audi so heranzog, dass man zur Zeit von Audi 80/90 und Audi 100/200 und Audi V8 qualitativ teilweise bessere Autos baute als Mercedes.

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      #77
      Zitat von die-Aileen Beitrag anzeigen
      Mir macht das Angst. Die Technik ist nie besser als der Mensch, vor allem heute, wo alles schnellschnellschnell und billig entwickelt werden muss und Kaufleute statt Ingenieuren beschließen, wie was gemacht wird. Da geht eher mal was kaputt und schon ist der Wurm drin, und es kann eventuell was Schlimmes passieren. Am Ende passiert dann doch was, das auf die Technik geschoben werden kann. Ich bin skeptisch!
      Selbst wenn die Technik zuverlässiger als der Mensch sein sollte bleibt bei mir immer ein gewisser schaler Nachgeschmack. Merken wir eigentlich nicht, dass wir uns selber immer überflüssiger machen und immer weiter ins Abseits stellen?

      Würde man Maschinen entwickeln, die selbstständig konsumieren (und natürlich dafür auch bezahlen) könnten, ann wären wir (zumindest in der Masse) vollends überflüssig, von wenigen menschlichen Aspekten einmal abgesehen, die gesellschaftlich aber immer weiter verloren gehen.

      Wir brauchen eine florierende Wirtschaft. Wir brauchen eine intakte Umwelt. Wir brauchen Sicherheit. Aber brauchen wir eigentlich noch den Menschen?
      In der Sonne der untergehenden Kultur werfen selbst Zwerge lange Schatten - Karl Kraus

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        #78
        Ja,
        Zitat von Die_Lotta Beitrag anzeigen
        Selbst wenn die Technik zuverlässiger als der Mensch sein sollte bleibt bei mir immer ein gewisser schaler Nachgeschmack. Merken wir eigentlich nicht, dass wir uns selber immer überflüssiger machen und immer weiter ins Abseits stellen?
        Auch das ist ein Punkt, der mir irgendwie Gedanken auferlegt, die ich beängstigend finde: Der Mensch schafft sich selbst ab, indem er die Technik für ihn denken lässt. Mein Freund meinte neulich zu dem Thema, dass die Menschheit zumindest in der "Alten Welt" und Industriestaaten viel zu faul zum Denken und Handeln geworden sei und einfach nur noch bequem sei, weswegen solche Dinge forciert werden.

        Zitat von Die_Lotta Beitrag anzeigen
        Wir brauchen eine florierende Wirtschaft. Wir brauchen eine intakte Umwelt. Wir brauchen Sicherheit. Aber brauchen wir eigentlich noch den Menschen?

        Blumig ausgedrückt: Man braucht ihn, um die Welt nicht vollkommen leblos zu machen. Mein Freund sagte mal ... wenn die Leute irgendwann in Jahrhunderten drauf kommen, dass sie Menschen durch perfekte Maschinen ersetzen können, erfindet irgendeiner ein "Serum", um die Menschheit auszurotten. Er meinte das mehr im Scherz, aber ganz ausschließen lässt sich so etwas leider auch nicht.

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          #79
          Die Geschichte um Wall-E ist eben nicht ganz so frei erfunden, wie man meinen möge...

          Und so toll manches klingt, so wenig toll ist es in der Praxis. Busse werden nun häufiger mit Abbiegeassistenten bzw. Toter-Winkel-Überwachung ausgeliefert. Das dumme: Der Bereich, der von ihnen überwacht wird, den sieht der Fahrer auch im Spiegel oder wenn er seinen Kopf dreht. Den Bereich, den er nicht einsehen kann, den sieht auch die Elektronik nicht, weil sie dann dauerhaft Alarm schlagen würde. Zudem reagieren die Sensoren auf alles Mögliche, von dem überhaupt keine Gefahr ausgeht - Mülleimer am Straßenrand, Druckluftschläuche in der Wagenhalle, Fahrgäste an der Haltestelle, ... neben einer optischen Meldung fängt auch der Fahrersitz an zu vibrieren. Als Busfahrer kann man also zukünftig auf den Gang zum Masseur verzichten, wie ein Kollege meinte, man müsse nur nah genug am Bordstein entlangfahren

          Eine Kamera mit zusätzlichem Bildschirm ist da weitaus erträglicher. Wird auch gemacht, aber das ist ja nicht so innovativ.

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            #80
            Ich sehe die Entwicklung sehr kritisch...Mercedes z.B verzichtet beim neuen Actros sogar schon auf klassische Außenspiegel und hat stattdessen sogenannte Mirror-Cams eingeführt.
            Die Idee dahinter mag gut sein, der Auflieger wird permanent verfolgt, du siehst auch beim scharfen abbiegen das Ende des Trailers, du hast einen uneingeschränkten Blick zur Seitenscheibe raus, das war´s aber auch an Vorteilen.
            Das Bild ist viel zu unscharf, bei normalen Spiegeln hätte man da längst schon zu Glasreiniger und Küchenpapier gegriffen um den Spiegel zu putzen... die Breite ist sehr schlecht abzuschätzen, in engen Straßen hast du mit Spiegeln die breiteste Stelle des Fahrzeugs sehen können, den Arm der Kamera kannst du jetzt aber nicht mehr sehen, ist über den Türen angebracht. Es ist also sehr schlecht abzuschätzen, wie viel Platz man auf der rechten Seite noch hat. LED Tagfahrlicht und LED oder Xenon Licht der anderen Fahrzeugen wird permanent als flimmern und flackern wahrgenommen, das ist nicht nur nervig, sondern auch gefährlich, weil du nicht unterscheiden kannst, ob ein PKW Fahrer nun blinkt um die Spur zu wechseln um dich auf die Autobahn auffahren zu lassen oder ob es nur sein Licht ist. Der tote Winkel auf der Fahrerseite ist größer geworden, weil du an der A-Säule, dort sitzt das Display der Kameras, nun gar nicht mehr dran vorbeigucken kannst, beim rangieren ist es auch nur nervig, weil du nicht abschätzen kannst, ob du nun gerade stehst oder nicht. Schöner noch ist es, wenn so eine Kamera oder so ein Display ausfällt oder es einem Rempler zum Opfer fällt, dann bleibt das Fahrzeug stehen, wo es gerade ist. Ist mal ein Spiegel zu Bruch gegangen, konnte man wenigstens die Fahrbahn noch frei machen, nun keine Chance mehr, das ist bestimmt lustig, Montagmorgen, Großstadt, Berufsverkehr, Kreuzung. Damit nicht genug, es gibt im Fahrerhaus kaum noch normale Schalter, es sind 2 "Tablets" verbaut, alles digital, vorher hattest du herkömmliche Knöpfe und Schalter, Drehregler für die Klimatisierung, du wusstest genau wohin du greifen musstest, auch ohne den Blick lange von der Straße zu nehmen, nun alles unmöglich. Jetzt darf man sich während der Fahrt erst gefühlte Stunden durch´s Menü wurschteln um die Temperatur zu verstellen, selbst um das Licht einzuschalten muss man sich nun durch´s Menü wühlen, weil es keinen klassischen Lichtschalter mehr gibt. Außerdem gibt es Naturgemäß eine Verzögerung, beim Schalter drückst du und die gewünschte Funktion tritt sofort ein, jetzt dauert es erstmal circa eine Sekunde, bis der Bildschirm umspringt.
            Das Radarauge des Abstandstempomaten und Notbremsassistenten sind extrem empfindlich, bei starkem Regen strecken die Systeme die Waffen. Im Winter sind sie extrem schnell vereist.
            Es gibt nun auch einen aktiven Fahrassistenten, der die Strecke kennt und dann selbstständig auf eine angemessene Geschwindigkeit abbremst, meinetwegen vor einer scharfen Kurve.
            Zumal je mehr Technik in so einem Fahrzeug ist, desto mehr kann auch kaputtgehen und verleitet vielleicht auch dazu, nicht zu sein, weil man sich halt denkt, dass das Fahrzeug ja eh fast alles alleine macht.
            Statt immer mehr Technik einzuführen sollte vielleicht erstmal vom Gesetzgeber eine Grundlage geschaffen werden, dass vorhandene Systeme wie z.B der Notbremsassistent nicht mehr abgeschaltet werden dürfen, und dass diese Systeme bis zum absoluten Stillstand bremsen müssen, momentan ist nämlich nur vorgeschrieben, dass die Systeme die Geschwindigkeit um 10 bzw. 20 Km/h verringern müssen. Das macht an einem Stauende nun auch nicht mehr viel.
            Autos unter 16 Metern länge sind uninteressant.

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              #81
              Zitat von Max_Power Beitrag anzeigen


              Wtf, ich werd mir sicher kein neues Autos kaufen, das mir die Geschwindigkeit vorgibt!?
              Ist doch fast überall so dass man bevormundet wird!
              Eigenverantwortung ist out!

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                #82
                Das Auto begrenzt nicht die Geschwindigkeit sondern passt sie nur an, es soll nach wie vor per Tritt auf´s Gaspedal übersteuerbar sein.
                Autos unter 16 Metern länge sind uninteressant.

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